Unigraph
Aktives Mitglied
Hallo Mondbeobachter,
mit Spannung verfolge ich die Beiträge hier im Forum.
Seit Wochen versuche ich die für mich optimale Bearbeitung der Mondaufnahmen mit dem 410mm Spiegel hinzubekommen. Ich denke, so langsam komme ich in die "richtige" Richtung - nicht so hell und nicht so dunkel.
Anbei hier einen Davy bei mittlerem Seeing. Fast alle Details sind echt. Es wurde vor allem drauf wert gelegt keine Artefakte zu produzieren! Das geht sehr leicht, wenn man tausende Bilder stackt und die über rel. großen Radius (egal mit welchem Programm) schärft. Dann hat man den Eindruck sehr viel Detail zu produzieren. Bei kritischer Betrachtung aber (man vergleiche immer das Einzelrohbild) sieht man schnell, dass diese nur künstliche Produkte sind.
Vor allem Dingen viele kleine schwarze Runde Kreise oder kleine regelmäßige Zacken an hellen Stellen sind verdächtig - O.K. dies muss nicht immer sein aber es ist sehr wahrscheinlich.
Partiell musste ich beim vorliegenden Beispiel in die Schattentiefe eingreifen, um diese tatsächlich schwarz bis an die Kante hinzubekommen.
Hier das Ergebnis. (Alphonsus und Konsorten warten noch auf die Bearbeitung, so dass vielleicht auch ein Mosaik rauskommt.)
Link zur Grafik: http://www.unigraph.de/images/Digitalaufnahmen2007/davy-home.jpg
Es geht garantiert noch etwas weiter mit dem Instrument, wenn man mal 10m einsetzen könnte. Dies hat bisher immer das Seeing verhindert. Sicher lässt sich die hier gezeigte Aufnahme leicht noch etwas schärfen und verdunkeln. Wer daran Geschmack findet kann dies ja noch gerne tun.
Die kurze Erfahrung als Mondfotograf zeigt auch hier, dass schon bei der Aufnahme möglichst alles stimmen sollte. Eine höhere Brillianz bekommt man auf jedenfall hin, wenn man länger belichtet. Dann noch eine zweite, dunklere, Aufnahme für die hellen Stellen. So braucht man nicht die EBV zu bemühen. Leider heißt dies jedoch auch, dass man konstantere Luft braucht. Bei meinen Aufnahmen sind schon innerhalb von 10min. Aufnahmen total unbrauchbar bis brauchbar. Bei 10m ist dies noch schlimmer. Da geht es nur bei spitzen Seeing.
Naja auf jedenfall bin ich schon nach 8 Wochen Beobachtung weiter als die Jahre vor der "Spiegelzeit". Ich hoffe auf noch etwas mehr.
cs Harald
www.unigraph.de
PS: Leider bin ich momentan mal wieder - oder immer noch- im Berufsstress, so dass ich meine Homepage noch nicht aktualisieren konnte. Kommt aber noch!
mit Spannung verfolge ich die Beiträge hier im Forum.
Seit Wochen versuche ich die für mich optimale Bearbeitung der Mondaufnahmen mit dem 410mm Spiegel hinzubekommen. Ich denke, so langsam komme ich in die "richtige" Richtung - nicht so hell und nicht so dunkel.
Anbei hier einen Davy bei mittlerem Seeing. Fast alle Details sind echt. Es wurde vor allem drauf wert gelegt keine Artefakte zu produzieren! Das geht sehr leicht, wenn man tausende Bilder stackt und die über rel. großen Radius (egal mit welchem Programm) schärft. Dann hat man den Eindruck sehr viel Detail zu produzieren. Bei kritischer Betrachtung aber (man vergleiche immer das Einzelrohbild) sieht man schnell, dass diese nur künstliche Produkte sind.
Vor allem Dingen viele kleine schwarze Runde Kreise oder kleine regelmäßige Zacken an hellen Stellen sind verdächtig - O.K. dies muss nicht immer sein aber es ist sehr wahrscheinlich.
Partiell musste ich beim vorliegenden Beispiel in die Schattentiefe eingreifen, um diese tatsächlich schwarz bis an die Kante hinzubekommen.
Hier das Ergebnis. (Alphonsus und Konsorten warten noch auf die Bearbeitung, so dass vielleicht auch ein Mosaik rauskommt.)
Link zur Grafik: http://www.unigraph.de/images/Digitalaufnahmen2007/davy-home.jpg
Es geht garantiert noch etwas weiter mit dem Instrument, wenn man mal 10m einsetzen könnte. Dies hat bisher immer das Seeing verhindert. Sicher lässt sich die hier gezeigte Aufnahme leicht noch etwas schärfen und verdunkeln. Wer daran Geschmack findet kann dies ja noch gerne tun.
Die kurze Erfahrung als Mondfotograf zeigt auch hier, dass schon bei der Aufnahme möglichst alles stimmen sollte. Eine höhere Brillianz bekommt man auf jedenfall hin, wenn man länger belichtet. Dann noch eine zweite, dunklere, Aufnahme für die hellen Stellen. So braucht man nicht die EBV zu bemühen. Leider heißt dies jedoch auch, dass man konstantere Luft braucht. Bei meinen Aufnahmen sind schon innerhalb von 10min. Aufnahmen total unbrauchbar bis brauchbar. Bei 10m ist dies noch schlimmer. Da geht es nur bei spitzen Seeing.
Naja auf jedenfall bin ich schon nach 8 Wochen Beobachtung weiter als die Jahre vor der "Spiegelzeit". Ich hoffe auf noch etwas mehr.
cs Harald
www.unigraph.de
PS: Leider bin ich momentan mal wieder - oder immer noch- im Berufsstress, so dass ich meine Homepage noch nicht aktualisieren konnte. Kommt aber noch!