Kudo-Fujikawa: gestern "UKB", heute Beobachtung

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Utz
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Utz

Aktives Mitglied
Moin allerseits,

Heute früh ist es auch mir gelungen, den Kometen C/2002 X5 zu sehen (es war der dritte Versuch). Und anders als bei der Blitzaktion gestern - schnell aufziehende Wolken, vielleicht zwei Minuten Blick durchs Fernrohr einschließlich Suche - konnte ich ihn heute auch beobachten. Das Objekt erscheint leicht länglich, etwa in Eiform. Die Größe habe ich durch Nachmessen meiner Skizze abgeschätzt: etwa 1.5' X 2'. Das ist sicher keine genaue Angabe, zumal sich die Größe eines diffusen Objekts bei nicht (mehr) ganz dunklem Himmel wohl sowieso nicht exakt angeben läßt.
Absolut umwerfend war der Anblick nicht, aber hoffentlich läßt sich die Entwicklung dieses Kometen beobachten.
Gegen viertel nach sieben wurde es mir dann zu hell, um die Beobachtung fortzusetzten. Das war dann rund eine halbe Stunde Blick auf den Kometen. Bei der gestrigen UKB (Ultra-Kurze Beobachtung) hatte es nur für wenige Augenblicke gereicht.

Utz.
 
Hi Utz,

auch ich konnte gestern Abend so ab 18:15 den Kometen noch auffinden, nachdem ich gut 20 minuten in der "Suppe" von DA gerührt habe. Der Anblick war nicht mehr so gut wie die Tage zuvor dank Tiefstellung + Mond.

Aber es hat sich doch gelohnt. Habe gut 15 Minuten beobachtet. Ein Schweif (~0,5°) war indirekt gerade noch sichtbar, wenn man am OAZ gewackelt hat. Die Koma fand ich kleiner als sonst, da die Dämmerung + "DA Suppe" ein Wörtchen mitsprach.

Jetzt konnte ich immerhin vom 5.1. ab den Kometen fast jeden Tag Morgens und Abends auffinden. Hat schon was.

Gruß

Lots
 
Hallo Lots,

so viele Kudo-Fujikawa-Beobachtungen wie Du hätte ich natürlich auch gerne. Dieser Komet taugt aber für mich nicht als Abendobjekt, da er schon hinterm Berg steht, wenn ich um sechs von der Arbeit komme. Mit der Beobachtung ist es aber jetzt wohl erstmal vorbei.
Lange "in der Suppe rühren", um den Kometen zu finden, mußte ich übringens nicht: Hier im Nordsaarland ist der Himmel ziemlich dunkel, besonders im Vergleich zum lichverpesteten Rhein-Main-Gebiet. Da war der Komet ziemlich schnell gefunden. Das 40mm-Okular war da sicher auch eine deutliche Erleichterung.
Deine Angabe von 0.5° Schweiflänge (Vollmonddurchmesser) ist allerdings riesig im Vergleich zu meiner Schätzung. Auch bei Saturn hatte ich schon den Eindruck, daß ich die Sache mit dem indirekten Sehen noch üben muß. Außerdem wackelt mein Okularauszug nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Immerhin hat Shenandoah (mein 200/1200-Fernrohr) schon jetzt - ich habe sie erst seit Ende Oktober - genauso viele Kometen gesehen wie meine Minox 35EL (zwei Stück). Das Röhrli (mein kleines Fernrohr, 75/600) hat sogar nur einen Kometen gesehen (Halley- ist schon ein paar Tage her, Hönig habe ich damit ein paarmal gesucht, nicht gefunden).


Utz.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben