Re: Letzter Wissensstand - Speers Waler & Zoom
Hi Wolfi,
seit über einem Monat sind diese Bilder bekannt und seit spätestens Mai warten viele Vorbesteller auf das Zoom, 3 Exemplare werden im Kreise meines "nicht Vereins" erwartet. Klar, dass das zu Gedanken führt, da kann man sich gar nicht gegen wehren.
Man sieht die Bilder, man sieht die Silberfarbe die man so gut von den EDs und den W70 kennt, man sieht die bekannte Steckhülse. Natürlich steht da "Made in Canada" und genauso steht noch immer die Aussage, dass die Optik weiterhin aus Japan kommt.
Aber im Prinzip sind wir uns doch einig, dass alle die informationshungrigen Vorbesteller daraus schon sehen können, dass sich "Made in Canada" höchstens auf die Endmontage bezieht.
Man kann sich unter dem Eindruck dieser Fotos nicht der Annahme entziehen, dass die Gehäuse in China gefertigt werden. Da stellt sich dann die Frage, wie die Gehäuse so aussehen werden. Wie wird das sein mit den Gewinden? Werden die immer gut passen und mit frischem Werkzeug geschnitten sein? Und wie wird das sein, mit der Innenschwärzung der Gehäuse? Wird es da auf einmal Exemplare geben, bei denen die Innenschwärzung aus irgendwelchen Gründen fehlt? Oder kann Antares in Canada das "abfangen"? Lohnt es sich für Antares, die schlechten Gehäuse nachzuarbeiten? Oder kann man sich womöglich nichtmal leisten, die schlechten Gehäuse auf den Müll zu werfen?
Während es für die Verbesserung der Mechanik des Zooms ja wirklich einen guten Grund gibt, hätten doch die beliebten Brennweiten 7,5mm bis 14mm eigentlich nicht groß verändert werden müssen. Man hat sich aber dazu entschlossen, das zu tun, und da stellt sich die Frage: Wollte man einfach in Canada nur das tun, was so viele Unternehmen heutzutage vormachen? Hat man also um Kosten zu sparen (und die Marge zu erhöhen) die Produktion wichtiger Teile nach China verlagert? Meade hat es ja vorgemacht und anstelle von durchaus robusten Okularkonstruktionen aus Japan nun auf äußerlich sehr schön aussehende Chinaware umdisponiert.
Wie passt die Kostenersparnis durch chinesische Gehäuse denn mit der deutlichen Preisanhebung der Festbrennweiten zusammen? Nun gut, das könnte nur eine "gefühlte" Preisanhebung sein, weil die Preise von etwas über 100 Euro eigentlich nur ein 18 monatiger Ausverkauf waren.
Das sind alles Fragen, die man sich während der Wartezeit so stellt und denen Antares am besten mit der Auslieferung von guten Okularen gegenübertreten würde. Damit wären alle Zweifel weggewischt. Leider geht die Geschichte nun schon so lange (und wir sprachen schon im November 2005 darüber, dass zum Jahresbeginn 2006 ein neues Zoom käme), dass eigentlich kein Mensch versteht, was da so lange dauern kann. Denn schließlich muss ja keine Optik neu entworfen werden, sondern es soll blos ein Dreh-Schiebemechanismus zwischen zwei altbekannte Baugruppen eingesetzt werden.
Möge man bei Antares das übersetzt bekommen und sich entweder am Kopf kratzen, was man in der ganzen Zeit gemacht hat, oder sich überlegen, ob man vielleicht mit ehrlichen Infos die Kundenlaune hätte steigern können.
Die Vorstellung, dass man bei Antares wieder und wieder schlecht funktionierende Prototypen verworfen hat, oder womöglich ganze Gehäuselieferungen unbrauchbar fand, ist im Hinblick auf Antares schlimm, im Hinblick auf Qualitätssandards mit einer gewissen Hoffnung verbunden.
Möge man in Kanada neben der Montage auch Qualitätskontrolle durchführen, so dass sich alle Besitzer des alten Zooms wünschen werden, eines der neuen zu haben.
Clear Skies
Sven