R_Andreas
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Hallo zusammen!
Im Oculum Verlag ist dieser Tage das Buch "Astronomischer Berechnungs Cocktail" von Wolf Broda erschienen. Als ich die Inhaltsangabe auf der Verlagshomepage gesehen habe wusste ich sofort: "Das musst Du haben!"
Ja, liebe Freunde, es gibt abseits von Wikipedia und Co. noch dieses antiquierte Medium, welches derzeit um seine Daseinsberechtigung kämpfen muss. Ohne der Kurzrezension vorgreifen zu wollen - es ist hier wieder einmal gelungen eine Erkenntnislücke zu füllen, trotz der zahlreichen Quellen, die dem Amateurastronomen heute zur Verfügung stehen.
Einleitung
Es handelt sich um ein Buch, in dem nicht nur die mathematischen Formeln zur Berechnung aller möglichen astronomisch interessanten Ereignisse und Konstellationen enthalten sind, nein, der Autor verfolgt auch den Ansatz, die mathematisch nicht ganz so bewandten Mitmenschen in die Materie einzuarbeiten. So gibt es z.B. ein Kapitel, in dem die Exponentialrechnung erklärt wird, worüber ich erst geschmunzelt habe, welches mir dann aber meine eigene Arroganz erkennend vergangen ist.
Jedes Kapitel in dem Werk wird mit Übungsaufgaben abgerundet, deren Lösungen im Anhang enthalten sind.
Kritik
Die Abbildungen sind leider eher langweilig, klein, s/w und technisch. Hier hätte man doch in einen Profi-Illustrator investieren sollen. In Amerika würde solche rudimentären Illustrationen für ein populärwissenschaftliches Buch niemals das Lektorat passieren. Farbe, Perspektive - Fremdworte für diesen Illustrator!
Bereits auf der zweiten Textseite musste ich das Wort "öfters" lesen, welches es im Deutschen glücklicherweise nicht gibt. Das ist allerdings ziemlich peinlich und hat mich geärgert, weil solche Dinge unästhetisch sind für Menschen, die Sprache mögen.
Leider muss gleiches auch über den Schreibstil des Autors sagen, der durchgehend ins "wir" abgleitet, eine ziemlich altbackene und entmündigende Art des Schreibens. Hier hätte der Verlag beratend eingreifen müssen, dem Autor kann man das nicht ankreiden, seine Kompetenz hat er überzeugend in den Inhalt des Buches eingebracht.
Lob
Dennoch, bei aller Kritik, ist mein vorläufiges Fazit positiv: Der Autor ist ehrlich bemüht, und es gelingt ihm auch, die trockene Materie ansprechend zu präsentieren. Zu jedem Thema gibt es einen durchdachten Prosateil, der den eigentlichen Formeln voran steht, und die amateurastronomische Relevanz des kommenden Stoffes anschaulich beschreibt.
Es werden keine mathematischen Spezialkenntnisse verlangt, um die Kapitel zu verstehen und nachvollziehen zu können. Der Autor geht von normalen Rechenkenntnissen aus, wie sie jeder Zehntklässler haben sollte. Darauf baut er alles auf.
Fazit
Alles in allem findet man in diesem Buch eine schier unerschöpfliche Fundgrube zu händischen Berechnung astronomischer Ereignisse, die ich so noch nicht kennengelernt habe.
Das Preis dieses Werkes beträgt 39,90 Euro, sicher nicht zu viel aus meiner Sicht. Lobend möchte ich vermerken, dass der Oculum Verlag es, im Gegensatz z.B. zu Kosmos, vermeidet, jegliche Werbung in seinen Büchern unterzubringen. Wer einmal das Kosmos Himmelsjahr durchblättert, wird ein werbefreies astronomisches Buch schätzen lernen.
Leider ist es so, dass das Buch von Amazon versandkostenfrei geliefert wird, bei Oculum jedoch 3.30 Euro Versand anfallen. Interessenten muss ich also den "amerikanischen" Vertriebskanal empfehlen, schade!
Viele Grüße
Andreas
Im Oculum Verlag ist dieser Tage das Buch "Astronomischer Berechnungs Cocktail" von Wolf Broda erschienen. Als ich die Inhaltsangabe auf der Verlagshomepage gesehen habe wusste ich sofort: "Das musst Du haben!"
Ja, liebe Freunde, es gibt abseits von Wikipedia und Co. noch dieses antiquierte Medium, welches derzeit um seine Daseinsberechtigung kämpfen muss. Ohne der Kurzrezension vorgreifen zu wollen - es ist hier wieder einmal gelungen eine Erkenntnislücke zu füllen, trotz der zahlreichen Quellen, die dem Amateurastronomen heute zur Verfügung stehen.
Einleitung
Es handelt sich um ein Buch, in dem nicht nur die mathematischen Formeln zur Berechnung aller möglichen astronomisch interessanten Ereignisse und Konstellationen enthalten sind, nein, der Autor verfolgt auch den Ansatz, die mathematisch nicht ganz so bewandten Mitmenschen in die Materie einzuarbeiten. So gibt es z.B. ein Kapitel, in dem die Exponentialrechnung erklärt wird, worüber ich erst geschmunzelt habe, welches mir dann aber meine eigene Arroganz erkennend vergangen ist.
Jedes Kapitel in dem Werk wird mit Übungsaufgaben abgerundet, deren Lösungen im Anhang enthalten sind.
Kritik
Die Abbildungen sind leider eher langweilig, klein, s/w und technisch. Hier hätte man doch in einen Profi-Illustrator investieren sollen. In Amerika würde solche rudimentären Illustrationen für ein populärwissenschaftliches Buch niemals das Lektorat passieren. Farbe, Perspektive - Fremdworte für diesen Illustrator!
Bereits auf der zweiten Textseite musste ich das Wort "öfters" lesen, welches es im Deutschen glücklicherweise nicht gibt. Das ist allerdings ziemlich peinlich und hat mich geärgert, weil solche Dinge unästhetisch sind für Menschen, die Sprache mögen.
Leider muss gleiches auch über den Schreibstil des Autors sagen, der durchgehend ins "wir" abgleitet, eine ziemlich altbackene und entmündigende Art des Schreibens. Hier hätte der Verlag beratend eingreifen müssen, dem Autor kann man das nicht ankreiden, seine Kompetenz hat er überzeugend in den Inhalt des Buches eingebracht.
Lob
Dennoch, bei aller Kritik, ist mein vorläufiges Fazit positiv: Der Autor ist ehrlich bemüht, und es gelingt ihm auch, die trockene Materie ansprechend zu präsentieren. Zu jedem Thema gibt es einen durchdachten Prosateil, der den eigentlichen Formeln voran steht, und die amateurastronomische Relevanz des kommenden Stoffes anschaulich beschreibt.
Es werden keine mathematischen Spezialkenntnisse verlangt, um die Kapitel zu verstehen und nachvollziehen zu können. Der Autor geht von normalen Rechenkenntnissen aus, wie sie jeder Zehntklässler haben sollte. Darauf baut er alles auf.
Fazit
Alles in allem findet man in diesem Buch eine schier unerschöpfliche Fundgrube zu händischen Berechnung astronomischer Ereignisse, die ich so noch nicht kennengelernt habe.
Das Preis dieses Werkes beträgt 39,90 Euro, sicher nicht zu viel aus meiner Sicht. Lobend möchte ich vermerken, dass der Oculum Verlag es, im Gegensatz z.B. zu Kosmos, vermeidet, jegliche Werbung in seinen Büchern unterzubringen. Wer einmal das Kosmos Himmelsjahr durchblättert, wird ein werbefreies astronomisches Buch schätzen lernen.
Leider ist es so, dass das Buch von Amazon versandkostenfrei geliefert wird, bei Oculum jedoch 3.30 Euro Versand anfallen. Interessenten muss ich also den "amerikanischen" Vertriebskanal empfehlen, schade!
Viele Grüße
Andreas