Der CFASplit-Prozess zerlegt CFA-Daten in jeweils 4 monochrome Bilder mit halbierter Auflösung. Soviel ich weiß, hat die Canon 60D das Bayer/mosaic pattern 'GBRG'. Für eine Kamera mit dem Bayer/Mosaic pattern 'GBRG' ergibt sich folgende Zuordnung von Farbkanälen zum Index der gesplitteten Dateien:
Auf diese Weise kannst Du Dir die (kalibrierten, ggf. mit CosmeticCorrection behandelten) light frames anschauen. Diese kann man registrieren und integrieren. Dadurch erhält man allerdings Bilder mit halbierter Auflösung der Kamera.
Meiner Meinung nach ist es sinnvoller, die normale Bearbeitung von Daten einer OSC-Kamera einschließlich der Integration durchzuführen, und das Integrationsergebnis mit ChannelExtraction in die R-, G- und B-Kanäle zu zerlegen. Der R-Kanal enthält das Ha Signal (Ha = R), G- und B-Kanäle enthalten das OIII-Signal. Mit PixelMath kann man (gemäß der relativen Signalstärke) G- und B-Kanal mischen, z. B.:
OIII = 0.65*G + 0.35*B
Dann kann man die monochromen Bilder Ha und OIII im linearen Zustand entrauschen und anschließend zu einem RGB-Bild (z. B.: R = Ha, G = OIII, B = OIII) wieder zusammensetzen.
Der weitere Ablauf ist wie bei einem normalen Integrationsergebnis ohne Filter: Gradienten entfernen, Farbkalibrierung, usw. Bei der Farbkalibrierung hat sich bei mir bewährt, PCC im Working mode 'Narrowband', mit Bandwidth jeweils 10 nm zu verwenden. Auf diese Weise verarbeite ich die Bilder mit meinem STC Duo Narrowband Filter. Der Optolong L-enhance Filter ist ähnlich, eventuell muss man die Bandbreiten entsprechend dem Transmissions-Diagramm des Filters anpassen.
Bernd