La Palma im April 2006

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Pteng

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Hallo zusammen,

wir waren mit 4 Leuten vom 18. bis 27 April auf La Palma zum Astro-Urlaub und möchten hier ein paar Impressionen zum besten geben – ein professioneller Beobachtungsbericht wird´s aber nicht.
Wie immer gilt: Wer Rechtsschreibfehler findet, darf sie behalten!

Mit dabei waren:
- Dietmar Sellner (Dietmar) mit Hofheim 8“ f4-Reisedob, einem Borg 125ED, einem TEC 140, H-alpha Zubehör für den Takahashi FS60-C und der Giro-2 Monti (deren Stativfüße in einer örtlichen Schreinerei in erstklassiger Qualität gefertigt wurden und bei Ankunft abholbereit waren).
- Dirk Kligge (Ford_Prefect) mit seinem Williams (TMB Triplett 80/480), einem PST, AYO-Monti und Zubehör.
- Heinz Lotze (Mintaka) mit 127/1200 Skywatcher Maksutov, 20x80 Fernglas nebst Zubehör.
- Ekkehard Grohs (Pteng) mit einer Palette LVW-Okus, mehreren Nebelfiltern und Kollis.

Könnt ihr euch die Schlepperei vorstellen?

Aufgrund des Tipps von Ulli Vedder hatten wir uns ein Haus für 4 Personen in Puntagorda im Nordwesten von La Palma ausgesucht.
Diese ländliche Gegend ist weit genug von größeren Städten auf der Westseite La Palmas entfernt und stockduster – danke Ulli!


Link zur Grafik: http://www.pteng.de/astro/palma06/1.jpg
Puntagorda, eine schöne ländliche Gegend.


Es war wettermäßig leider recht durchwachsen in La Palma!
Am Haus auf 630m Höhe war es sehr unbeständig, extrem schnell wechselnd und mit schlechtem Seeing behaftet – Föhneffekt.

3 von 4 hatten tatsächlich ´ne Erkältung mitgebracht.
Dietmar konnte schnell genug wegrennen – er fuhr leider schon 2 Tage vorher ab – und ist so verschont geblieben.

Heinz hatte die ersten Tage vermehrt Bedenken, dass ihm der Zinken wegbröselt, da er vergaß den Gott des Sonnenbrandes durch Auftragen merkwürdiger, glibberiger Creme zu besänftigten.
Wie sich am nächsten Morgen zeigte, war sein Zinken – wenn auch in schillernden Farben- immer noch ziemlich mittig im Gesicht, was sich auch bis Urlaubsende nachweislich nicht änderte.
Entgegen seiner Hoffnung hatte dies aber keinen astronomischen Nutzen, das Teil wollte im Dunkeln einfach nicht rot leuchten.
Gerüchten zufolge suchte er aber sicherheitshalber im Flugzeug beim Ausstieg den Sitz ab.......

Bei Ekkehard waren beide Ohrläppchen angekokelt und er hatte eine leichte Sonnenallergie an den Händen.
Die Sonnenintensität schien nicht sehr heftig – war sie aber!
Sonstige Beschwerden oder Nachwirkungen konnten bis dato nicht beobachtet werden.


Link zur Grafik: http://www.pteng.de/astro/palma06/4.jpg
Zum Ausgleich betrieben wir am Hitech-modifizierten Hofheim Radioastronomie (Fokus Imola)


Aber am Haus ging tagsüber – wann sonst – Sonnenbeobachtung:
Es ließ sich auch hier wieder feststellen, dass sowohl beim PST als auch beim separaten Coronado Solarmax 40/BF10-System zur Erzielung eines optimalen Ergebnisses eine sorgfältige Einstellarbeit notwendig ist.
Bei ebenso sorgfältiger, geduldiger Beobachtung überraschten die Geräte mit sehr guten Ergebnissen, die vorhandenen Protuberanzen und Filamente wurden immer detailreicher.
Im Weißlicht ließen allerdings die winzigen Flecken das Betrachten zum Sehtest ausarten.


Link zur Grafik: http://www.pteng.de/astro/palma06/1251.jpg
von links: Heinz am Predigen, Dietmar am Bino des Borg 125ED und Ekkehard am 60er Tak mit SM40-H-alfa.


Link zur Grafik: http://www.pteng.de/astro/palma06/1314.jpg
Newtonkollimation des Hofheim Dobbies am künstl.
Stern um am Tag etwas sinnvolles zu tun.
von links: Heinz am Schauen, Dietmar am Peilen und Ekkehard am Zuschauen.


Die Nachtbeobachtungen
begannen wir vor unserem Haus mit der „Jagd“ auf den KS Omega Centauri und wurden trotz der geringen Höhe des Objekts bald fündig.
Das Seeing ließ eine Vergrößerung bis 140x zu, sodass das Zentrum nur granuliert erschien.
Tage später auf dem Roque war mit 230x das Zentrum aufgelöst und es waren Sternenketten sichtbar, die an Ameisenstraßen erinnerten (ist aber unseres Erachtens nicht soooo spektakulär wie auf der „Nordseite“ immer behauptet wird).
Dann konnten wir auch die beiden Fragmente von Schwassmann-Wachmann relativ einfach in der Nähe der südlichen Krone entdecken.
Das 73P-C Fragment war mit deutlichem Schweif zu erkennen, das 73P- Fragment schwieriger.
Beide Schwassmänner wachelten ziemlich ungeniert einfach da oben so rum.

Für DeepSky-Beobachtung mussten wir auf den Berg (Roque de los Muchachos) in die Nähe der dort ansässigen Sternwarten. Wir machten zunächst einen Tagesausflug und erkundeten das Gelände am Roque.
Dabei hatten wir etwas vorausgeschaut und deshalb warme Kleidung dabei – es ist kalt auf 2300m!


Link zur Grafik: http://www.pteng.de/astro/palma06/1402.jpg
Es sind leider nicht alle Sternwarten auf dem Bild... ein Super-WW-Objektiv hatte leider niemand.
Man sieht schön die Wolkenobergrenze bei ca. 1.800m.


Link zur Grafik: http://www.pteng.de/astro/palma06/3a.jpg
Hier das weltweit größte 17m Cherenkov Gammastrahlen-Teleskop mit 236qm Spiegelfläche (gerade bei der Aufnahme schob sich eine Wolkenbank den Hang hoch – auf 2400m!)
Wer weitergehendes Interesse hat: http://magic.mppmu.mpg.de/


In 2.300m herrschten hervorragende Bedingungen – kein Seeing, exzellente Durchsicht!
Mit einem PST und einem 125mm Borg im Weißlicht mit Bino bewaffnet konnte man auf der Sonne gigantische Protuberanzen sehen.


Link zur Grafik: http://www.pteng.de/astro/palma06/2.jpg
vorne Dietmar am Bino des Borg 125ED, hinten Heinz am PST.


Für nachts hatten Dietmar und Dirk am Roque eine geeignete Stelle gesucht, die gute Südsicht und Windschutz bot. Übrigens: ein Auto ist uns nachts dort oben nie begegnet.
Auf dem Roque de los Muchachos war wie gesagt das Seeing dermaßen gut, dass man meinte, die Sterne wären in Papier gestanzte Löcher mit Hintergrundbeleuchtung.
Nichts hat sich bewegt – einfach genial!
Es ist wirklich merkwürdig, zum ersten Mal auf vollkommen „unbewegte“ Sterne am Himmel zu schauen!


Link zur Grafik: http://www.pteng.de/astro/palma06/5.jpg
Von links: Ekkehard staunend, Heinz (immer noch mit Zinken) und Dietmar.
Wir hatten Teile des Mobiliars mit auf den Berg geschleppt...wenn das die Vermieterin wüsste, dann wäre zumindest bei Heinz nicht nur der Zinken rot!


Link zur Grafik: http://www.pteng.de/astro/palma06/6.jpg
Hier ein Blick in die Caldera aus 2300m Höhe. Der helle Bereich ist die Stadt Los Llanos de Aridane – etwa 10km entfernt (störte visuell eigentlich nicht).
Im Tal der Caldera steht ein eindrucksvoller Wolkenteppich.
Omega Centauri ist deutlich etwas rechts über der Lichtglocke zu erkennen.
(Foto Dirk, Canon 20D 17mm f4,0 2 Min 800 ASA)

Auf diesen Link klicken öffnet eine größere Datei (400KB): www.pteng.de/astro/palma06/6gross.jpg


Für den nächtlichen Besuch auf dem Roque war für uns der Bereich Sagittarius – Schütze das Ziel, daher reisten wir zur zweiten Nachthälfte an. Zunächst waren jedoch Omega Centauri und das Kreuz des Südens an der Reihe.
Vom Kreuz waren nur die oberen 3 Sterne zu sehen (Kreuz – wie?), jedoch das nebenstehende Schmuckkästchen ("Jewel Box") ergab die eindeutige Bestätigung des Sternbildes.
Das Schmuckkästchen (NGC 4755) ist bei der niedrigen Höhe relativ unspektakulär, ein kleiner dreieckiger OS mit Sternen deutlich unterschiedlicher Farbe.

Ekkehard startete dann mit dem "Restemeier-Katalog" (als Vorbereitung hatte sich Ekkehard vor der Reise noch zuhause mit Daniel Restemeier zusammengesetzt.
Warum lange suchen, wenn es ihm einfach so aus dem Gehirn fällt welche Highlights unter Südhimmel als „must have“ angeschaut werden müssen.
Nochmals besten Dank dafür Daniel!).

Die Beschäftigung mit der Danielschen Liste fiel schwer, da sooooo viel „nebenher“ zu sehen war.
Wir begannen erstmal eine Rundum-Orientierung am Firmament, was aufgrund der gewaltigen Durchsicht und der Verkippung der Objekte gar nicht so einfach war (... wo ist jetzt der Herkules und M13??).
Ekkehard: "Ich bin eh kein geübter Sternbildsucher und was da an Mengen zu sehen war, warf mich vollends aus der Orientierung."
Sternbilder findet man dort oben am besten durch Einsatz der Sonnenbrille!
Die Milchstrasse war absolut eindrucksvoll und so gingen einige Grunzlaute der Verzückung durch unsere Reihen, die mich an den Film „Der Schläfer“ (Sleeper) von Woody Allen erinnerten als er die „spezielle“ Kugel erstmals im Arm hielt.
Wir haben noch nie so fein und kontrastarm auslaufende „Milchstraßen-Wattebäuschchen“ gesehen. Besonders der Anblick der vielen Dunkel- und Milchstraßenwolken mit großer AP im 80/480 Megrez-TMB und Bino waren absolut umwerfend.
Einmal hatten wir dort oben auf ca. 2300m ungefähr 7mag, einmal gesichert 6,4mag.
Bei einem Seeing, welches den Skalenanfang markieren würde...ähhh...eigentlich gab es kein Seeing!
Man verzeihe uns, dass wir den 7mag-Wert nicht verbriefen können, da wir in der Nacht die Kinnlade nicht mehr hoch bekamen und es einfach vergaßen.


Link zur Grafik: http://www.pteng.de/astro/palma06/1724.jpg
Hier hat Dirk sein Foto mal zur Orientierung editiert (Canon 20D 17mm f4,0 2 Min 800 ASA)


Grosse Datei (580KB): http://www.pteng.de/astro/palma06/1724g.jpg
Groß ohne Linien (530KB): http://www.pteng.de/astro/palma06/1724_orig.jpg


Einige der beobachteten Objekte:

Der Lagunennebel (M8) mit dem OS-Haufen NGC6530 war mit bloßem Auge problemlos sichtbar – im OIII-Filter einfach sensationell!
Im 8“ Hofheim und 140er TEC angeschaut weiß man gar nicht was man als ungeübter Beobachtungsberichtverfasser da schreiben soll.
Man sieht dermaßen viele Details, dass eine lückenlose Beschreibung schon einen kompletten Bericht ausfüllen würde.
Selbst im kleinen 80er Williams mit dem kräftigen Baader OIII bei rel. großer AP ein Augenschmaus.
Er wurde immer wieder mit allen verfügbaren Instrumenten abgefahren.
Die Bogen- bzw. V-förmige Dunkelnebel trennt M8 sehr auffällig und lässt einen sofort die Lagune erkennen.
Der hellste Teil des Lagunennebels wird durch den dort dominierenden Stern beleuchtet.
In diesem Bereich waren die meisten Strukturen zu erkennen.

Der daneben liegende, dreigeteilte Trifidnebel (M20) ist nicht so spektakulär wie der Lagunennebel.
Uns bereitete der M20 Probleme, denn die drei dunklen Bänder waren nur mühsam zu erahnen.

Der Schwanennebel (M17) zeigte den Schwan (Omega) eindeutig – nahezu wie auf Fotos.
Viel Struktur, auch schon ohne Nebelfilter. Sowohl OIII als auch UHC bringen noch mal eine deutliche Verbesserung.

Adlernebel (M16): Ein deutlicher diffuser Nebel hinter einem offenen Sternhaufen

Bei der Whirlpool-Gx (M51 )konnte man die Brücke deutlich sehen, viele dunkle Knoten ließen die Arme klar erkennen.

Die Sombrero-Gx (M104) konnte mit einseitig scharfer Abgrenzung am Staubband, Glockenförmigem Kern und einem indirektem „Halo“ im 8“ beobachtet werden.

Der Hantelnebel (M27) im Vergleich eher unscheinbar, da er im Sternengewimmel nahezu unterging.

Wir werden den Anblick wohl nicht vergessen, als Dietmar den mit dem 31er Nagler bestückten 140er TEC einfach in eine Sternreiche Gegend der Milchstrasse schwenkte und man beim Durchschauen den Eindruck hatte, dass ein nadelfein abgebildeter und aufgelöster KS-Haufen im Oku eingestellt war...nur beim ortsnahen herumrühren in der Gegend war überall dort so ein Anblick.

Soweit denken wir hiermit eine Übersicht erstellt zu haben und hoffen dass der ein oder andere hieraus Informationen verwerten kann!

Viele Grüsse

Dietmar, Dirk, Ekkehard und Heinz



Links zu La Palma:
http://www.8gh.com/
http://www.la-palma-aktuell.de/index.shtml
http://www.casa-astro.de/
http://www.astronomie.de/bibliothek/artikel/reiseberichte/casa-rosabel/index.htm
http://www.astronomie.de/usr/torsten-gueths/html/5-lapalma-a.htm
http://www.oasis-la-palma.de/de.html
http://www.kurt-hopf.de/astro/lapa1.htm
http://www.la-palma24.net/



AUSRÜSTUNGSTECHNISCHES
Der Hofheim 8“ Reisedob:

Dieser transportable f4-Newton hat durchaus einen positiven Eindruck hinterlassen.
Optisch überraschte der Hofheim mit sehr guter Abbildung (natürlich eine penible Kollimation vorausgesetzt).
Wir hatten den schnellen Newton mit einem Televue ParaCorr in Betrieb,
ohne diesen Korrektur war das Bild im Randbereich weder mit den LVWs, noch mit den Nagler annähernd vernünftig hin zu bekommen.
Die Pentax XL lieferten aber selbst mit ParaCorr keine vernünftige Randabbildung.
Abstriche muss man bei der FS-Spinne machen, die durch 3 Stück Rundstangen mit M4-Gewinde sehr schlabberig ist.
Das Problem hierbei ist, dass die FS-Spinne in Richtung Tubusachse instabil ist und problemlos mehrere Millimeter hin und her bewegt werden kann.
Die Balance in der Höhenachse zu halten stellte sich durch den ParaCorr und die schweren LVWs als recht kompliziert heraus, obwohl die beiden Friktionsfedern von Hofheim angebaut waren.
Dietmar hatte zusätzlich eine kleine Tasche an der Spiegelbox eingehängt, in die eine oder mehrere 0,5l Wasserflaschen gelegt wurden.
Leider ist durch das exzentrische Anhängen von Lasten die Balance im Zenit futsch.
Mit etwas Geduld ist das aber in den Griff zu bekommen und ein solch kompakter Dob ist eben kein Panzer!
 
Hallo Ekkehard

Danke für deinen schönen Urlaubsbericht!

Solche Berichte lese ich ja für mein Leben gerne. Schon faszinierend was ein guter Himmel alles ausmacht.

Habt ihr die Sternwarte auch besichtigen können?

Ich werde dieses Jahr auch in südliche Gefilde flüchten und 4 Wochen nach Namibia gehen.

Gruß Uwe
 
Hallo

und vielen Dank für den schönen Bericht. Mich würde interessieren, wie ihr die Geräte während der Reise transportiert habt. Insbesondere ist der Borg 125ED interessant für mich, da ich einen Borg 101Ed mein eigen nenne und ihn ebenfalls Ende des Monates transportieren muss. Also- Tasche oder Kofffer, komplett oder zerlegt, wohin mit Zenitspiegel, Okularen, Giro und Stativ.

Vielen Dank schon mal für eure Antwort.

Gruss aus Bonn
Wilhelm
 
Hallo Dietmar,

die Antwort war leider nicht sehr hilfreich. Ich möchte gerne wissen, ob das Gesamtgepäck im Handgepäck untergebracht war oder welche Teile im Koffer waren. Ausserdem interessiert mich, wie schon geschrieben, wie der Borg transportiert wurde.

Gruss
Wilhelm
 
Vielen Dank für diesen Superbericht Ekkehard!

Tolle Fotos, schöne Schreibe und klasse Beobachtungsbericht, was will man mehr. Auf dem Roque befindet sich nicht umsonst das größte Observatorium des Nordhimmels. Als ich da oben war, fiel mir auch die Kinnlade runter. Was mein kleiner 80 mm ED da zeigte, darf man hierzulande keinem erzählen, die denken sonst noch, man hätte an LSD genascht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

carpe noctem
Matthias
 
Hallo Ekkehard,

La Palma ist wirklich eine tolle Insel! Noch nie so überlaufen, urige Wälder, schöne Berge. Das Wetter kann sehr schnell wechseln und die Straßenverhältnisse sind recht rustikal: eines nachts auf dem Rückweg von einer Wanderung stellten meine Frau und ich fest, dass die einzige Straße direkt zurück nach Barlovento (NO-Küste) von einem erdrutsch blockiert war. Wir mussten umkehren und fuhren drei Viertel um die Insel herum. Finster wie im Bärenarsch war's da. Wer in der Caldera wandern will, kann sich auf eine leicht abenteuerliche Anfahrt gefasst machen. Man denkt, der Weg sei zu Ende, aber irgendwie geht's dann doch noch weiter. Und Winterklamotten sind Pflicht, wenn's auf die Berge geht. Der Pico de la Nieve heisst nicht umso so...

Ich habe damals ('93) ganz frech versucht, das Observatorium zu besichtigen, aber Amateuren oder sonstigen Externen schien man nicht sehr wohlgesonnen.

Ein toller Bericht, sowas lese ich sehr gerne! Beweist auch, was man gar nicht oft genug sagen kann: bei dunklem Himmel bringen's auch moderate Öffnungen. Soviel Zeugs wie ihr wollte ich allerdings nie mitschleppen.

Gruß und CS,
Tom
 
Hallo Wilhelm,
meinen TEC hatte ich als Handgepäck (Fokussierer abgeschraubt, wiegt 2,6kg!), alles andere, auch der BORG reiste im Koffer, umwickelt und geschützt -> Fantasie.
 
Hi Pteng,

super Bericht vor allen tolle Bilder. Kenne La Palma, Punta Gorda selber, da Verwandschaft und kann deine Empfindungen auf 600m bei klaren Himmel nach vollziehen, das zieht dir die Socken aus.

Hier mein Bericht aus dem Jahr 2002

Gruß

Lots
 
...Was mein kleiner 80 mm ED da zeigte, darf man hierzulande keinem erzählen, die denken sonst noch, man hätte an LSD genascht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Nicht unbedingt, man könnte Dich auch für einen HÄNDLER halten! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pfeif.gif" alt="" />

Schöner Bericht, Ekkehard. Kann man da auch per Dampfer anreisen?


MfG Coyote
 
Ciao Dietmar + Kollegen,

wirklich ein schöner Bericht und gute Impressionen von Eurer Expedition ! Interessant auch der Erfahrungsbericht zu dem Reisedob... Dieser Bericht hätte eigentlich wirklich eine permanente Webseite verdient ...!!! :-)
Ich war 1995 schonmal 2 Wochen dort und später noch einige Male privat zum Wandern. Das Wetter auf La Palma ist meiner Erfahrung nach doch relativ wankelmütig: was über den Atlantik kommt, das kommt eben absolut ungehindert dort an. Ausserdem scheint La Palma als westlichste Insel am meisten von den Niederschlägen aus den Wolken zu fischen... (die Insel ist vergleichsweise grün, tja ...)

Wie war den Eure Wetterstatistik eigentlich letztlich ?

Das Observatorium (zumindest jedenfalls ein Teil) hat übrigens folgende Webadresse
http://www.ing.iac.es/
Und hier die Wetter-Page des Observatoriums mit WebCams - falls man vor Ort ist und sich fragt wie es OBEN aussieht:
http://www.ing.iac.es/Astronomy/observing/conditions/index.html

Und Besuche des Observatoriums kann man hier evtl organisieren oder sich am besten bei anderen Gruppen anhängen:
http://www.ing.iac.es/PR/visits/
Einzelbesuche sind auf Observatorien nie gern gesehen - das sollte man verstehen (auch wenn es manchmal punktuell klappen mag, weil ein Beobachter gut gelaunt ist und nix anderes zu tun hat an dem Tag ...). Man muss bedenken, dass die Leute typischerweise nur ein paar Nächte Zeit bekommen haben um sich für das nächste Jahr mit Daten für die Auswertung + Forschung zu versorgen. Da ist man also schon bestrebt alles richtig zu machen und auch am Tage bleibt einiges zu tun bei Beobachtungsruns (Tests, Darks, Flats, Instrumentenjustage...). Da bedeutet eben extra Publikumsverkehr einfach Stress...

Schöne Grüsse,
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo
ein toller Bericht der einen fast schon nach La Palma mitnimmt. Vor allem die fantastischen Bilder von der Milchstrasse, vom Roque de los muchachos und die dazugehörigen Erläuterungen haben mir sehr gut gefallen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
CS, Matze
 
Hallo Ekkehard & Co.


Danke für den schönen Bericht, das war bestimmt ´ne tolle Fahrt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Da wäre man doch gern dabei gewesen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />

Nicht gedacht hätte ich, dass der Hofheim-Dobson wirklich sooo klein ist, man sieht es gut auf dem Foto mit den entwendeten Möbeln.
Der passt ja fast noch zusammen gebaut in´s Handgepäck. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />


Dann konnten wir auch die beiden Fragmente von Schwassmann-Wachmann relativ einfach in der Nähe der südlichen Krone entdecken.

Dann Glückwunsch, da habt ihr wohl einen neuen Kometen entdeckt, oder war die nördliche Krone euer Ziel ? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />


Viele (neidische) Grüße,

Michael
 
Hallo Michael,
CB, das ist richtig, nicht Corona Australis.
Danke für den Hinweis.
 
Hallo,

von uns Vieren vielen Dank für eure netten Antworten.

@Uwe:
Leider gibt es wohl kaum Möglichkeiten in die Sternwarten zu kommen.
Selbst die direkten Zufahrten sind verboten!

@Andreas:
...pack die Koffer!

@Matthias:
Kann ich nachvollziehen, da der 80er Apo von Dirk hier wirklich lecker war. Klar hat er schnell seine Grenzen, aber schon Richfield bei dem reichen Himmel... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" />

@Tom:
Hast recht, wir hatten reichlich Zeugs dabei.
Aber wir wussten auch nicht was uns da erwartet, das nächste mal wäre sicher Zielgerichteter!

@Lots:
Seeehr schöner Bericht.
Hier zeigt sich, daß Ausrüstungsmässiger Minimalismus richtig Spass machen kann!

@Coyote:
Ich glaube der hier kann dich in nur 13 Wochen rüberbringen:
Link zur Grafik: http://www.bootswerftschmidt.com/Ruderboot_totale.jpg

@Peter:
Regen sehe ich auf der Westseite nicht als Problem.
Der kommt wohl sehr oft nicht über den Berg und beglückt die Touristen auf der Ostseite.
Danke für die Links - sehr interessant!

@Michael:
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" />

@Gerd:
Klar seh´n wir uns!!
 
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