Lacerta Newton, das non plus Ultra? Preis gerechtfertigt?

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PeterKraft

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Servus

Ich werde mein Equipment mit einem Newton erweitern.
Seit längerer Zeit informiere ich mich über die Möglichkeiten die es am Markt. Ich habe mich auf ein "Fotonewton" mit F4 festgelegt. Doch nur welches.
Ob es nun ein 200/800 oder 250/1000 wird, sollte hier auch etwas nebensächlich sein.
Bei der Onlinesuche habe ich viele der F4 Newton gefunden. Aber immer wieder wird auch Lacerta genannt und extrem gelobt.
Die Lacerta kosten gut und gerne das doppelte bis dreifache.
Ist der höhere Preis beim Lacerta gerechtfertigt?
Wie sind eure Erfahrungen?

Gruß Peter
 
you get what you pay for !
wenn der höhere Preis nicht irgendwie gerechtfertigt wäre, würde wohl kaum ein Exemplar über den Ladentisch gehen.
Ich habe mir einige Newtons gebaut und weis recht genau wieviel mehr man ausgeben kann, wenn man hochwertige Komponenten verbaut und
das Konzept an die speziellen Erfordernisse anpasst. Gerechtfertigt oder nicht weiß man, wenn das Teil tadellos funktioniert und man eben keine Kompromisse eingehen muss.

Thomas
 
Nix für ungut aber ich finde diese immer wiederkehrenden Diskussionen ob XY nun besser ist als billigste China Ware (ich nehme einfach mal an, darum geht es hier) langsam müßig.

Selbstverständlich ist der Preis gerechtfertigt.
 
Hallo,

auch ich habe die Absicht, im Laufe des nächsten Jahres, einen Lacerta Fotonewton zu kaufen und möchte
die Frage: "Ist der höhere Preis beim Lacerta gerechtfertigt",mit ja beantworten,zumindest für mich selber.
Ich gehe mal davon aus,dass der verbaute Spiegel (Niki hat es o. schon erwähnt) eine Qualitätskontrolle
durchlaufen hat und eine optische Gurke daher nicht den Weg zum Käufer findet.Die sonstigen Komponenten,
die beim Lacerta Fotonewton Verwendung finden, machen daraus ein "rundes" Sytem,ohne die üblichen
Schwachstellen wie bei den preiswerteren Angeboten aus Fernost. ;)

Ich würde das Angebot sogar weitgehend als konkurrenzlos bezeichnen.Ich zumindest kenne keinen Anbieter
der da Vergleichbares zu diesem Preis anbietet.Nur der Selbstbau wäre event. günstiger.

Gruß

Andreas
 
eine Qualitätskontrolle
durchlaufen hat und eine optische Gurke daher nicht den Weg zum Käufer findet.
Es kostet ja auch Zeit, die Qualität sicherzustellen. Natürlich bekommt man Linsen und Spiegel mit "Protokoll" wenn man möchte, man kann all den Zetteln sämtlicher Lieferanten auch vertrauen, doch wissen wird man es erst, wenn man die Optiken selbst vermisst. Das kostet Zeit, Prüfvorrichtungen und Know-How.

Ich habe von Tommy auch manche meiner Taks messen lassen, und siehe da, die Qualität war dort, wo ich sie bei dem Preis auch erwartet hätte. Trotzdem garantiert Takahashi nirgendwo bestimmte Werte, und bei Spiegeln findet man manchmal (nicht hier auf den Europa-Webseiten) Angaben zur "Glattheit", aber hier ist eben der Name und der Preis ein gewisser Schutz, dass es sich nicht um Schmarren handelt.

Preise (und scheinen sie auch manchmal überhöht) etablieren sich dauerhaft wohl nur durch langfristiges Vertrauen in Qualität. Sonst würde sich wohl oft ein Händler trauen, einen 500-Euro-Spiegel um 1.000 Euro zu verkaufen, wenn es auch nur irgendwie argumentierbar wäre. Offenbar ist es das aber nicht. ;)

Und die letzten Preisdifferenzen drehen sich nicht um die grundlegende Funktion, sondern um den kleinen Peak, der es aus der Masse hebt. Um die letzten 10% sag ich mal. Die kosten eben nicht um 10% mehr, sondern um 50-100.

lg
Niki
 
Ich hab mit "you get what you pay" schon mächtig in die Grütze gegriffen.
Keinesfalls will ich das Lacerta mit einem 750€ vergleichen. Aber auch zu den hochwertigeren Newtons is da immernnoch ein 1000er Unterschied.
Wenn die verbauten Teile den deutlich höheren Preis gerechtfertigen und das Arbeiten damit dadurch stressfreier wird, bin ich gerne bereit den Aufpreis zu zahlen.
Mit den Newtons kenne ich mich noch nicht so gut aus. Mir sah der Preisunterschied zu den nächstgünsigeren Newtons doch etwas hoch vor.
Bei den APO´s (mit denen ich mich besser auskenne) ist der Unterschied zwischen den schon so und so hochwertigen Optiken und denen die aus einer Manufaktur stammen deutlich geringer.

Gruß Peter
 
Hallo Peter,

ich denke die Überschrift sagt alles .

hier kannst du dazu etwas lesen .



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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wenn die verbauten Teile den deutlich höheren Preis gerechtfertigen und das Arbeiten damit dadurch stressfreier wird, bin ich gerne bereit den Aufpreis zu zahlen.
Hmm. Wer außer Dir sollte das beurteilen können... es gibt 10 verschiedene Auszüge, Tubusmaterialien, Spiegelgläser, Beschichtungsvarianten, Gewichtsklassen... wer soll Dir denn sagen können, das sei gerechtfertigt oder nicht. :)

Selbst wenn Du alles über diese Dinge weißt (und alles auch über alle anderen Newtons) müsstest Du immer noch "nach Gefühl" beurteilen, ob Du einem der Produkte Deine überwiegende Sympathie schenkst und Deinen Glauben an die Materialien und Fertigung. Leider gibt es keine Formel mit der man ausrechnen kann, ob ein gewisser Preis "gerechtfertigt" ist oder nicht. Dagegen wäre Drakes Formel ein Klacks. :D

Im Zweifelsfall nimm den billigeren, da verlangt keiner eine Erklärung, warum er so billig ist, und wie sich der billige Preis "rechtfertigt", Fakt ist letztlich: wir wissen es nicht, außer, dass beim teuren Produkt hochwertigere Komponenten verbaut werden. Ob die 1,83 x hochwertiger sind, oder der OAZ 2,07 x oder der Tubus 1,02 x... wie soll man das quantifizieren - ich könnte das also nicht. Man kann es also nur qualifizieren durch Abschätzung, und mit den Lacertas wurden im Astrobin hervorragende Aufnahmen gemacht.

Aber auch mit anderen Newtons. Fazit: ich kann Deine Frage nicht beantworten. Ob ein gewisser Preis gerechtfertigt ist, ist Ansichtssache und Glaubenssache... ;)

lg
Niki
 
Servus

Ich werde mein Equipment mit einem Newton erweitern.
Seit längerer Zeit informiere ich mich über die Möglichkeiten die es am Markt. Ich habe mich auf ein "Fotonewton" mit F4 festgelegt. Doch nur welches.
Ob es nun ein 200/800 oder 250/1000 wird, sollte hier auch etwas nebensächlich sein.
Bei der Onlinesuche habe ich viele der F4 Newton gefunden. Aber immer wieder wird auch Lacerta genannt und extrem gelobt.
Die Lacerta kosten gut und gerne das doppelte bis dreifache.
Ist der höhere Preis beim Lacerta gerechtfertigt?
Wie sind eure Erfahrungen?

Gruß Peter
N'Abend Peter,
man muss da u.a. auch mit einbeziehen, wie man den Newton verwenden moechte, denn sonst zahlt man eben auch fuer viele "Extras" mit, die man vielleicht gar nicht richtig ausreizt, oder muss dann das "eine Feature" nachruesten, dass einem jedesmal fehlt.

Aus dieser Blickrichtung ein paar Anregungen, die eventuell noch nicht gefallen sind:
  • Carbontubus (wie beim Lacerta) wird dann richtig interessant, wenn man keinen AF hat und ueber Batinovmaske fokussiert. Wer sowieso einen AF-anbauen moechte, der kann das eventuell etwas weniger kritisch sehen, aber "nice to have" (wenn der C-Tubus gut gemacht ist).
  • Fokussierer ist beim Fotonewton das A&O. Je nachdem was Du da 'dranhaengen willst, muss dieser eine ziemliche Querlast aufnehmen und sauber auf der optschen Achse laufen. Der Lacerta Octo ist in jedem Fall fuer sowas sehr gut geeignet.
  • In dem Zusammenhang fuer mich persoenlich allerdings auch relevant: Als gebranntes Kind bei F/4 bin Ich inzwischen erklaerter Fan von verschraubbaren Komakorrektoren und darauf verschraubten Kameras. Da sollte man eventuell auch mal schauen welche Auszug/Korrektor Kombo das zulaesst. Das waere beim Lacerta eventuell ein Kritikpunkt, denn das geht hier wohl nicht.
  • Um beim Thema Komakorrektor zu bleiben: Welche Kamerachipgroesse da einmal ausgeleuchtet werden soll, und welcher Korrektor und Fangspiegel das ueberhaupt sinnvoll ermoeglichen, muss man besser vorab klaeren. Beim 2" Lacerta ist vom Auszug her mit dem (sehr guten) GPU-Korrektor dann allerdings Schluss. APS-C geht damit sehr gut, bei Vollformat wird's dann schon etwas grenzwertiger, auch ist der Fangspiegel mit 70mm eher bei APS-C im Sweetspot.
  • Falls Du vom Auskuehlen her "Ruckzuck" am Ball sein (i.e. belichten) willst, dann kann das Spiegelmaterial relevant werden. Lacerta verbaut Pyrexspiegel (getempertes Borosilicat-Glas) und die sind vom Material her inzwischen Standard. Spiegel aus Quarzglas (oder aus Zerodur, welches allerdings kaum noch zu bekommen ist) sind noch einmal einen Tick besser. Mal so erwaehnt: Die thermischen Ausdehnungskoeffizienten sind Fensterglas (> 8,5 PPM/degC), Suprax (> 4,3 PPM/degC), Pyrex (3,25 PPM/degC), Quartz (0,55 PPM/degC), Zerodur (0,02 PPM/degC). Ab Quartz kann man das i.d.R. "Auskuehlen" als relativ irrelevant abhaken.
  • Das ewige Thema "Spinne". In aller Kuerze: Dicke Spinne = Justierstabil, duenne Spinne = weniger Beugungsartefakte. Da ist der Lacerta ein sehr stabiler Kompromiss und sehr gut aufgestellt.
  • In jedem Fall wuerde Ich einen f/4 Newton fuer mehr als 1,5kE unabhaengig nachmessen lassen, dann weiss man was man hat.
Es gibt preislich auch noch einige Zwischenstufen zwschen einem preiswerten Skywatcher und dem Lacerta:
  • Der Noctutec Fotonewton Fotonewton noctutec ist auch ein schoenes Geraet mit viel Liebe zum Detail (sehr duenne Spinne, etwas groesserer 75mm Fangspiegel) aber 500Euro billiger (also rund 1700Euro). Auch dafuer ist eine ausgesuchte Optik gegen Aufpreis erhaeltlich.
  • Natuerlich der TS-Optics ONTC 203 mm f/4 mit (meines Wissens) Pyrex GSO-Spiegeln, auch den kann man mit Pruefprotokoll bekommen. Je nach Auszug 1800-2200Euro.
  • Mein Geheimtipp als Underdog waere z.Z. der Vixen R200SS fuer 1200-1300 Euro mit dem schon zwei Generationen herumgeknipst haben. Der Fokussierer ist klar eine Liga niedriger angesiedelt (kann man fuer ~300Euro umruesten, sollte der nerven), aber die Optiken (Pyrex, Fansgpiegel 75mm) sind i.d.R. konsistent richtig prima. Vixen macht etwas preiswertere Mechanik aber die Optiken sind i.d.R. Oberklasse. Ich habe mir kuerzlich selber einen alten gebrauchten fuer ein parr hundert Euro abgestaubt und da gibt es von der Optik her wirklich absolut nix zu meckern und extrem justierstabil ist der auch.
Food for thought.
 
Den Lacerta 10" f/4 mit Carbontubus habe ich mir im August bestellt und freue mich wirklich riesig darauf. Ich halte den Preis für völlig gerechtfertigt. Ich habe schon seit 10 Jahren einen 200/800 Selbstbau in Betrieb, dessen Einzel-Komponenten mich ca. 2.4k € gekostet haben und der trotzdem immer noch kleine, aber ärgerliche Eigenheiten in der Mechanik hat, die mich beim mobilen Einsatz jedes Mal richtig Nerven kosten. Die ganze Situation hat sich verschärft, seit dem ich neben dem GPU einen ASA2KORR 0.73 einsetze. Die mechanischen Verbesserungen, die ich an dem 200/800 hätte vornehmen wollen, OAZ, Carbontubus, neue Spinne und Rohrschellen, hätten mich wieder ca. 2k € gekostet. Das hat mir die Entscheidung, auf den Lacerta umzusteigen, leicht gemacht.
Ich arbeite mit einen Teleskop sicherlich 10-15 Jahre, so dass sich hier der Preis auch relativiert.

CS, Olaf
 
Hallo Olaf,
ist evtl etwas off topic, ich bin auf der Suche nach einer Fangspiegelhalterung (evtl incl Spinne), die man vernünftig justieren kann (auch die Drehung des Fangspiegels), bin aber noch nicht fündig geworden. Welche hattest Du für deinen Eigenbau-Newton verwendet? Oder kann jemand anderes hier eine empfehlen? Ich würde gern meinen 6"F4 "aufrüsten", da die Standard TS-Lösung doch etwas "störrisch" ist ;-)
 
Hey Peter,
Ich hatte bis vor kurzen ein 8"f4 Lacerta Newton. Warum hatte?
Hab mir im Juni den neuen 10"f4 Lacerta Newton bestellt ?
Für mich sind das super Newtons und meiner Meinung ist der Preis auch gerechtfertigt.
Man könnte noch mehr Geld ausgeben für Orion UK und so. Das halte ich für fragwürdig.
LG Flo

Ps: Hatte vor dem Lacerta Newton einen TS UNC Newton. Der hat mich nur nerven gekostet!!!
 
Ich habe sowohl den 8 Zoll f/4 und den 10 Zoll f/5 und bin mit diesen Geräten absolut zufrieden.
Da es Vorgängergeräte der derzeitig Erhältlichen sind, gehe ich davon aus, dass die Justierung der HS-Zelle verbessert worden ist.
Bei den älteren Newtons ist das nicht so optimal. Aber da schraubt man ja nicht jeden Tag dran rum.
Gruß
Rainer
 
Es wurde ja schon viel geschrieben und auch ich bin der Meinung das solche Newtons definitiv ihre Berechtigung haben und den Preis wert sind. Es gibt neben dem Lacerta auch noch andere vergleichbare oder auch höherwertigere Newtons.
Ich selbst habe mir einen ONTC 10" Zoll f4 kürzlich zugelegt. Was mir gegenüber dem Lacerta besser gefällt ist u.a. der größere Tubus. Der Durchmesser beträgt 300mm für den 10er und die Wandstärke ist auch nochmal um 2mm stärker.
Viele Grüße
Thomas
 
besitze auch einen lacerta f/4 und bin hoch zufrieden mit dem gerät!
bei der suche nach dem passenden newton bin ich damals auch auf etliche threads bez. optimierung des gerätes gestoßen. ich bin auf dieser ecke handwerklich nicht so gut am weg. und meine entscheidung war von anfang an klar.
wie oft gehe ich mobil mit dem tubus raus zum fotografieren im jahr? sind es 10 mal? 15 mal? zu meinem spot fahre ich ca. 150km hin/retour.
ganz klar: ich möchte einen tubus, welcher funktioniert! was bringt mir die supertolle, dunkle, perfekte nacht, wenn mir optische oder mechanische probleme die bilder zerstöten? ich will hier nicht zum frickeln anfangen und die nächste tolle nacht fürs gegentesten verschwenden. ich möchte das setup aufstellen, einrichten und belichten. daneben den sternenhimmel genießen. da würde mich die grüblerei, ob nun die bilder gut wären, eher stören.
also: ja, der tubus ist jeden cent wert. das team dahinter ist sehr hilfreich, entgegenkommend und kompetent. und ja, für mich als österreicher zusätzlich ein anreiz, bei landsleuten zu kaufen.
lg,
andreas
 
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