Lagerung für GoTo-Dobson?

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Rainmaker

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Hallo,

ich habe vor knapp einem Jahr einen 14,5er Galaxy-Spiegel günstig erworben, bei dem ich erst jetzt bemerkt habe, dass es sich vermutlich um einen Premiumspiegel handelt. So etwas kann man natürlich nicht einfach so auf eine Montierung packen. Deshalb habe ich mich entschlossen einen sehr leichten Dobson mit GoTo daraus zu bauen. Soweit, so gut, aber jetzt kommt der Pferdefuß den ich mir ausgedacht habe. Ich möchte gleichzeitig auch noch schnell zum normalen Dobsonschubsen umschalten können, man weiß ja nie ob einem mal die Batterien den Kältetodsterben. ;)
Nun die Frage an das allwissende Forum, wie kann man leicht eine der Lagerungen, z.B. die Kugellager, sicher, spielfrei und schwingungsarm absenken um in den anderen Betriebsmodus zu wechseln. Hat so etwas schon mal jemand gebaut? Die Lösung am Dobdriver fand ich damals nicht so ganz optimal und möchte es jetzt halt etwas besser machen.


MfG

Rainmaker
 
Hallo Rainmaker,
ich habe meinen klassischen Dobson mit dem zugegeben nicht billigen Servocat ausgerüstet. Mit zwei Hebeln kuppelt man die Antriebe ein oder entkuppelt schiebt/zieht einfach wie beim Dobson ohne Antrieb, welcher auf der üblichen Teflon/ Ebony Paarung gleitet. Vermutlich wären für reinen Motorantrieb Kugellager besser, um das Losbrechmoment noch zu minimieren, ist aber bei visueller Beobachtung irrelevant.
Viele Grüße
Bernd
 
Hallo,

wie groß und schwer ist denn dein Teleskop? Ich frage, weil ich doch ein paar Zweifel habe ob Teflon und Billig-Ebony vielleicht nicht doch ein zu hohes Losbrechmoment haben und dann zu unschönen Rucklern führen. Ebony star wäre sicherlich etwas besser, aber das Zeug ist ja nun wohl nicht mehr zu bekommen.


MfG

Rainmaker
 
Hallo,
ich habe Ebony Star verwendet an meinen 32" mit ca. 120kg Gesamtgewicht. Da ruckelt nichts. Fotografisch hat die Mechanik aber ihre Grenzen, denn der Seilzugantrieb der Höhenachse greift nicht so direkt, wie es sein müsste um im Bogensekundenbereich nachzuführen und auch das Spiel insgesamt ist halt weit weg von Passungsgenauigkeit wie es eine deutsche Montierung liefern kann.
Die selbe Paarung EbonyStar mit Teflon habe ich auch an meinen 16" Dobson (ohne Antrieb); da ruckt auch nichts, man kann sehr gefühlvoll suchen oder nachführen. Habe gerade bei ICS geschaut und dort ist EbonyStar noch verfügbar.
Viele Grüße
Bernd
 
Hallo,

bei der normalen Benutzung ruckelt glaube ich bei den wenigsten, auch nur halbwegs gut gebauten Dobsons nichts. Was ich meinte ist Ruckeln bei der Nutzung vom Motoren. Die Reibung ist halt schon erheblich höher als bei der Nutzung von passenden Lagern und wenn da nicht sehr viel Kraft anliegt, dann werden da sicher schnell ein paar Schritte verschluckt werden, besonders beim Positionieren mit hohen Geschwindigkeiten stelle ich mir das etwas problematisch vor.

Komisch, ich dachte ICS hätte nur noch schmale Streifen Ebony Star. Da die aber auch noch Platten haben ziehe ich gleich mal in Erwägung etwas mehr Geld zu investieren um etwas bessere Gleitbeläge zu bekommen. Der Dob wird zwar eher ein Leichtgewicht, aber etwas mehr Komfort kann nicht schaden.

Die Sache mit dem Seilzug und Reibradantrieb gefällt mir ehrlich gesagt nicht so ganz. Ich schätze ich werde eher auf Zahnriemen setzen. Das ist zwar etwas schwieriger beim Wechseln auf die motorische Nachführung, läuft aber glaube ich eher genauer. Problematisch ist halt nur eine schnelle und einfache Wechselmöglichkeit von der Teflonlagerung auf die Kugellager. Bei der Höheneinstellung habe ich da schon eine Idee, aber das Azimutlager wird wohl etwas schwieriger werden.


MfG

Rainmaker
 
Ruckeln tut auch bei Motorantrieb nichts. Einzig dauert es ein Momentchen, bis das Seil richtig greift speziell beim hin- und herschwenken. Wie gesagt visuell kein Problem aber untauglich für Fotografie. Der Reibradantrieb in Az ist gefühlt ohne Verzögerung oder Spiel; der Anpressdruck der Federn ist ordentlich... Ich habe jetzt nur die Erfahrung mit meinem "Monster", da wirken auch ordentliche Lasten und lange Hebel, die erstmal in Bewegung gebracht werden wollen. Bei kleineren Geräten vermute ich weniger Trouble mit der Seilzugtechnik.
Zum Positionieren; das Gerät fährt mit hoher Geschwindigkeit in die Nähe und drosselt dann kontinuierlich bis es auf ein paar Bogenminute heran ist. Wer hier Bogensekunden erwartet muss nach anderer Technik Ausschau halten.
 
Hallo,

keine Angst, ich erwarte keine Bogensekundengenauigkeit, das wäre angesichts einer normalen Dobsonmontierung komplett abwegig. Mir ging es eher um die möglichen Verluste beim ersten Ausrichten und die damit einhergehende Ungenauigkeit beim Aufsuchen der Objekte. Außerdem wird mein GoTo auch nicht ganz so flott sein wie deines und damit zieht sich dann wohl auch alles etwas in die Länge, womit erneut notwendiges kalibrieren noch etwas nerviger wird. ;)
Was für ein "Seil" verwendest Du, für mich sieht es aus als wäre es eine dicke Angelschnur für die Hochseefischerei? Wie dick ist das Material?

MfG

Rainmaker
 
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