Delyon
Aktives Mitglied
Beobachtungszeitraum: 27./28.9.2014, ca. 20:30-2:30 Uhr
Beobachtungsort: Außerhalb von Zellerndorf (Niederösterreich)
Verwendetes Teleskop: Skywatcher 120/600 Achromat
Verwendete Okulare und Filter: Astronomik UHC Filter 2", 32mm Erfle, 14mm Explore Scientific, 9mm Goldkante
Seitdem ich mir den 120/600er Achro als Deep Sky-Ergänzung zum 80/600 ED zugelegt habe, konnte ich ihn leider nur sehr wenig benutzen: Das Wetter seit Monaten ein Grauen, und in den paar brauchbaren Nächten, in denen ich am nächsten Tag nicht früh raus musste und aufs Land fahren konnte, war ich mit dem ED draußen. Als darum in der Nacht von Samstag auf Sonntag endlich mal wieder durchgehend klarer Himmel vorhergesagt war, stand dem Farbwerfer seine zweite ausgedehnte Beobachtungsnacht zu. Also Teleskop und Zubehör eingepackt, mit dem Zug nach Zellerndorf im Weinviertel gefahren und auf den Feldern der Umgebung einen hübschen Beobachtungsplatz gesucht.
Schnell machte sich bemerkbar, dass die Luftfeuchtigkeit heute sehr hoch war, aber trotzdem begrüßte mich außerhalb des Dorfes eine wunderschöne Milchstraße, sodass ich mir nach Aufbau des Teleskops erst einmal etwas Zeit gönnte, Milchstraße und Sternenpracht mit bloßem Auge zu genießen - für mich als Großstädter ist es doch immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis, einen dunklen Sternenhimmel zu genießen, wenn ich vielleicht ein- zweimal pro Monat zum Beobachten unter dunklen Landhimmel rauskomme. Nach so langer Sternenlichtabstinenz war erst einmal nur etwas Genussgucken an bereits bekannten Objekten angesagt. H&Chi zeigte sich mit bloßem Auge schon einladend als deutliches Nebelwölkchen, also mit der Linse drauf und sich am dichten Sternengewusel im 32mm Erfle gefreut, aber trotz der mit 120mm größeren Zahl an Sternen gefällt mit der Doppelsternhaufen im kleinen ED etwas besser: Die Sternabbildung ist da doch etwas knackiger, im ED sehen offene Sternhaufen wirklich wie Diamantstaub aus. Die Spezialität des kurzen FH ist Nebliges, darum stattete ich ein paar Galaxien rund um den Großen Wagen einen Besuch ab, auch wenn der ziemlich tief stand und die Sichtbedingungen folglich nur mäßig waren. M101 war als blasser, ausgedehnter Nebelfleck sichtbar, zeigte aber keine weitere Struktur und sah nicht wahrnehmbar anders aus als im 80er ED. Das Galaxienpaar M51/NGC5195 zeigte da schon mehr, trotz des sehr tiefen Standes am Himmel: Beide Galaxien als deutlich voneinander getrennte Nebelscheiben mit Helligkeitszunahme im Kern und bei M51 eine hellere Verdickung am Rand der Scheibe, wenn man so will also ein erster zarter Ansatz von Spiralstruktur. Hoch ging es dann zum Ringnebel M57 in der Leier, schön, aber nicht nennenswert anders als im ED: Beide Teleskope zeigen M57 als schönen, deutlichen Rauchkringel, der FH halt ein bisschen heller. Der Hantelnebel M27 war mit UHC-Filter sowohl bei 43-facher als auch bei 67-facher Vergrößerung eine Pracht, mit deutlichen Ohren und einigen Unregelmäßigkeiten am Rand.
Das alles war sehr schön, aber kein Quantensprung im Vergleich zum 80er ED, der diese Objekte durchaus ähnlich zeigt. Der Höhepunkt der Nacht, wo der FH zeigen konnte, was in ihm steckt, kam dann bei Beobachtung der großen Nebel im Schwan. Beim Cirrusnebel im 32mm Erfle mit UHC-Filter verschlug es mir fast die Sprache: Der war ja im ED schon sehr hübsch, aber die 40mm mehr Öffnung des FH machten sich kräftig bemerkbar, der Nebel war wunderschön fast wie auf einer Fotografie. Wie ein im Wind flatterndes Band aus Licht sah der Nebel aus, mit herrlich feinen Helligkeitsabstufungen, Ausbuchtungungen und Vorsprüngen am Rand, so feingezeichnet und detailliert, dass mich ärgerte, keine zeichnerische Begabung zu haben, um das festzuhalten. Eine Pracht auch der Nordamerikanebel, bei dem sich "Florida" und "Mexiko" ganz kräftig gegen den Himmelshintergrund abhoben.
Ich ging wieder ein wenig zur Himmelsbeobachtung mit bloßem Auge über, ehe die Paradegalaxien des Herbsthimmels hoch genug standen. Die Andromedagalaxie mit ihren Begleitern M32 und M110 ist im Richfielder natürlich wunderbar, bei 18x fast das ganze Okular mit ihren Ausläufern füllend, wobei es besonders interessant war, sich bei etwas höherer Vergrößerung M110 anzuschauen, wo sich der helle Galaxiekern kräftiger von den Randbereichen abhob als im ED. Das andere große Highlight der Nacht neben den Nebeln im Schwan war dann die Dreiecksgalaxie M33. Während ich diese Galaxie im 80er ED immer nur als diffusen Fleck mit etwas hellerem Kernbereich gesehen hatte, war sie jetzt im Achromaten nicht nur deutlich heller und kräftiger, sondern zeigte auch auf Anhieb Struktur: Mit indirektem Sehen war am Rand ein ganz schwacher, geschwungener Lichthauch sichtbar - da habe ich wohl tatsächlich einen Spiralarm gesehen. Außerdem war da noch ein nebliger, runder Lichtfleck, den man bei niedriger Vergrößerung für einen nicht ganz scharfgestellten Stern halten konnte, aber bei 67x war das Objekt klar flächig und neblig, das wird dann also wohl die HII-NGC604 gewesen sein. Ich machte dann noch einen Versuch, NGC891 zu finden, aber an der Galaxie beiße ich mir einfach die Zähne aus: Nichts Nebliges in der Region aufzuspüren.
Trotzdem wollte ich in dieser Nacht auch noch ein paar nie beobachtete Objekte aufspüren, also blätterte ich im Karkoschka, welche noch nie gesehenen Objekte in Frage kämen. NGC 7331 im Pegasus sollte machbar sein. Von Matar ausgehend, sollte die Galaxie leicht zu finden sein, aber ich sah lange nichts. Ich schwenkte schließlich weiter nach oben, und siehe da: Schon bei 18x ein ganz deutlicher, länglicher Nebel, der sich bei 43x am Schönsten zeigte. Eine Galaxie von schöner Form und wirklich ziemlich hell, überraschend eigentlich, dass Messier dieses Objekt übersehen hat. Ähnelt etwas M82. Stephans Quintett ist ja ganz in der Nähe, aber mit fünf Zoll ist da leider nichts zu machen und bleiben diese Galaxien unsichtbar.
Was könnte ich noch suchen? Warum nicht M74 in den Fischen, habe ich auch noch nie gesehen. Im Karkoschka wird diese Galaxie wegen ihrer geringen Flächenhelligkeit als sehr schwierig beschrieben, daher war ich überrascht, sie schon im Übersichtsokular sofort zu finden, und zwar nicht einmal besonders schwach. Bei 43x und 67x sah sie dann ungefähr aus wie ein nicht aufgelöster Kugelsternhaufen, ein runder, strukturloser Lichtfleck, ähnlich wie M94.
Schließlich standen noch einige Kugelsternhaufen auf dem Programm. M13 war bei 67x wunderbar und zeigte große Mengen feiner Einzelsterne am Rand, schade, dass ich keine Okulare für höhere Vergrößerungen mitgenommen hätte, da wäre wohl auch mit dem Farbwerfer noch einiger Spielraum nach oben. M92 und M15 waren nett, aber nicht mit der Pracht von M13 vergleichbar, M56 war etwas heller als ich ihn vom ED her kenne, aber ohne Einzelsterne. Mittlerweile standen die Wintersternbilder schon ein gutes Stück über dem Horizont, ich warf also noch einen Blick auf die Parade-Sternhaufen im Schlangenträger, auf den deutlich sichtbaren, aber strukturlosen Krabbennebel M1 und zum Abschluss auf den aufsteigenden Orionnebel, der zwar schon ganz nett war, aber aufgrund seines noch tiefen Standes am Horizont etwas beeinträchtigt. Gerne hätte ich gewartet, bis er höher am Himmel steht, aber die empfindliche Kälte - der Wetterbericht hatte Nachttemperaturen von knapp zehn Grad vorhergesagt, was deutlich unterschritten wurde - machte mir in meiner etwas zu luftigen Kleidung inzwischen zu schaffen, und die Luftfeuchtigkeit wurde immer schlimmer: Von der ganzen Ausrüstung perlten dicke Tautropfen ab, Okulare mussten dauernd mit der Hand aufgewärmt werden, und trotz Tauschutzkappe war sogar das Objektiv zugetaut und musste mühsam durch Körperwärme wieder aufgetaut werden, indem ich die Objektivfassung mit beiden Händen umfasste und gut eine halbe Stunde wartete, bis die Linsen wieder frei waren. Also räumte ich zusammen und begab mich zurück ins Dorf, um auf den ersten Frühzug nach Wien zu warten (Wobei ich mich allerdings in der Zeit vertan hatte und noch volle drei Stunden in der Kälte ausharren musste).
Trotz der lästigen Luftfeuchtigkeit eine schöne Beobachtungsnacht, in der der 120/600-Achro zeigen konnte, dass er als Deep Sky-Rohr für niedrige und mittlere Vergrößerungen ein schönes Teleskop ist, dessen 40mm mehr Öffnung schon einen deutlichen Zugewinn gegenüber dem feineren, aber kleineren ED bringen.
CS,
Fabian
Beobachtungsort: Außerhalb von Zellerndorf (Niederösterreich)
Verwendetes Teleskop: Skywatcher 120/600 Achromat
Verwendete Okulare und Filter: Astronomik UHC Filter 2", 32mm Erfle, 14mm Explore Scientific, 9mm Goldkante
Seitdem ich mir den 120/600er Achro als Deep Sky-Ergänzung zum 80/600 ED zugelegt habe, konnte ich ihn leider nur sehr wenig benutzen: Das Wetter seit Monaten ein Grauen, und in den paar brauchbaren Nächten, in denen ich am nächsten Tag nicht früh raus musste und aufs Land fahren konnte, war ich mit dem ED draußen. Als darum in der Nacht von Samstag auf Sonntag endlich mal wieder durchgehend klarer Himmel vorhergesagt war, stand dem Farbwerfer seine zweite ausgedehnte Beobachtungsnacht zu. Also Teleskop und Zubehör eingepackt, mit dem Zug nach Zellerndorf im Weinviertel gefahren und auf den Feldern der Umgebung einen hübschen Beobachtungsplatz gesucht.
Schnell machte sich bemerkbar, dass die Luftfeuchtigkeit heute sehr hoch war, aber trotzdem begrüßte mich außerhalb des Dorfes eine wunderschöne Milchstraße, sodass ich mir nach Aufbau des Teleskops erst einmal etwas Zeit gönnte, Milchstraße und Sternenpracht mit bloßem Auge zu genießen - für mich als Großstädter ist es doch immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis, einen dunklen Sternenhimmel zu genießen, wenn ich vielleicht ein- zweimal pro Monat zum Beobachten unter dunklen Landhimmel rauskomme. Nach so langer Sternenlichtabstinenz war erst einmal nur etwas Genussgucken an bereits bekannten Objekten angesagt. H&Chi zeigte sich mit bloßem Auge schon einladend als deutliches Nebelwölkchen, also mit der Linse drauf und sich am dichten Sternengewusel im 32mm Erfle gefreut, aber trotz der mit 120mm größeren Zahl an Sternen gefällt mit der Doppelsternhaufen im kleinen ED etwas besser: Die Sternabbildung ist da doch etwas knackiger, im ED sehen offene Sternhaufen wirklich wie Diamantstaub aus. Die Spezialität des kurzen FH ist Nebliges, darum stattete ich ein paar Galaxien rund um den Großen Wagen einen Besuch ab, auch wenn der ziemlich tief stand und die Sichtbedingungen folglich nur mäßig waren. M101 war als blasser, ausgedehnter Nebelfleck sichtbar, zeigte aber keine weitere Struktur und sah nicht wahrnehmbar anders aus als im 80er ED. Das Galaxienpaar M51/NGC5195 zeigte da schon mehr, trotz des sehr tiefen Standes am Himmel: Beide Galaxien als deutlich voneinander getrennte Nebelscheiben mit Helligkeitszunahme im Kern und bei M51 eine hellere Verdickung am Rand der Scheibe, wenn man so will also ein erster zarter Ansatz von Spiralstruktur. Hoch ging es dann zum Ringnebel M57 in der Leier, schön, aber nicht nennenswert anders als im ED: Beide Teleskope zeigen M57 als schönen, deutlichen Rauchkringel, der FH halt ein bisschen heller. Der Hantelnebel M27 war mit UHC-Filter sowohl bei 43-facher als auch bei 67-facher Vergrößerung eine Pracht, mit deutlichen Ohren und einigen Unregelmäßigkeiten am Rand.
Das alles war sehr schön, aber kein Quantensprung im Vergleich zum 80er ED, der diese Objekte durchaus ähnlich zeigt. Der Höhepunkt der Nacht, wo der FH zeigen konnte, was in ihm steckt, kam dann bei Beobachtung der großen Nebel im Schwan. Beim Cirrusnebel im 32mm Erfle mit UHC-Filter verschlug es mir fast die Sprache: Der war ja im ED schon sehr hübsch, aber die 40mm mehr Öffnung des FH machten sich kräftig bemerkbar, der Nebel war wunderschön fast wie auf einer Fotografie. Wie ein im Wind flatterndes Band aus Licht sah der Nebel aus, mit herrlich feinen Helligkeitsabstufungen, Ausbuchtungungen und Vorsprüngen am Rand, so feingezeichnet und detailliert, dass mich ärgerte, keine zeichnerische Begabung zu haben, um das festzuhalten. Eine Pracht auch der Nordamerikanebel, bei dem sich "Florida" und "Mexiko" ganz kräftig gegen den Himmelshintergrund abhoben.
Ich ging wieder ein wenig zur Himmelsbeobachtung mit bloßem Auge über, ehe die Paradegalaxien des Herbsthimmels hoch genug standen. Die Andromedagalaxie mit ihren Begleitern M32 und M110 ist im Richfielder natürlich wunderbar, bei 18x fast das ganze Okular mit ihren Ausläufern füllend, wobei es besonders interessant war, sich bei etwas höherer Vergrößerung M110 anzuschauen, wo sich der helle Galaxiekern kräftiger von den Randbereichen abhob als im ED. Das andere große Highlight der Nacht neben den Nebeln im Schwan war dann die Dreiecksgalaxie M33. Während ich diese Galaxie im 80er ED immer nur als diffusen Fleck mit etwas hellerem Kernbereich gesehen hatte, war sie jetzt im Achromaten nicht nur deutlich heller und kräftiger, sondern zeigte auch auf Anhieb Struktur: Mit indirektem Sehen war am Rand ein ganz schwacher, geschwungener Lichthauch sichtbar - da habe ich wohl tatsächlich einen Spiralarm gesehen. Außerdem war da noch ein nebliger, runder Lichtfleck, den man bei niedriger Vergrößerung für einen nicht ganz scharfgestellten Stern halten konnte, aber bei 67x war das Objekt klar flächig und neblig, das wird dann also wohl die HII-NGC604 gewesen sein. Ich machte dann noch einen Versuch, NGC891 zu finden, aber an der Galaxie beiße ich mir einfach die Zähne aus: Nichts Nebliges in der Region aufzuspüren.
Trotzdem wollte ich in dieser Nacht auch noch ein paar nie beobachtete Objekte aufspüren, also blätterte ich im Karkoschka, welche noch nie gesehenen Objekte in Frage kämen. NGC 7331 im Pegasus sollte machbar sein. Von Matar ausgehend, sollte die Galaxie leicht zu finden sein, aber ich sah lange nichts. Ich schwenkte schließlich weiter nach oben, und siehe da: Schon bei 18x ein ganz deutlicher, länglicher Nebel, der sich bei 43x am Schönsten zeigte. Eine Galaxie von schöner Form und wirklich ziemlich hell, überraschend eigentlich, dass Messier dieses Objekt übersehen hat. Ähnelt etwas M82. Stephans Quintett ist ja ganz in der Nähe, aber mit fünf Zoll ist da leider nichts zu machen und bleiben diese Galaxien unsichtbar.
Was könnte ich noch suchen? Warum nicht M74 in den Fischen, habe ich auch noch nie gesehen. Im Karkoschka wird diese Galaxie wegen ihrer geringen Flächenhelligkeit als sehr schwierig beschrieben, daher war ich überrascht, sie schon im Übersichtsokular sofort zu finden, und zwar nicht einmal besonders schwach. Bei 43x und 67x sah sie dann ungefähr aus wie ein nicht aufgelöster Kugelsternhaufen, ein runder, strukturloser Lichtfleck, ähnlich wie M94.
Schließlich standen noch einige Kugelsternhaufen auf dem Programm. M13 war bei 67x wunderbar und zeigte große Mengen feiner Einzelsterne am Rand, schade, dass ich keine Okulare für höhere Vergrößerungen mitgenommen hätte, da wäre wohl auch mit dem Farbwerfer noch einiger Spielraum nach oben. M92 und M15 waren nett, aber nicht mit der Pracht von M13 vergleichbar, M56 war etwas heller als ich ihn vom ED her kenne, aber ohne Einzelsterne. Mittlerweile standen die Wintersternbilder schon ein gutes Stück über dem Horizont, ich warf also noch einen Blick auf die Parade-Sternhaufen im Schlangenträger, auf den deutlich sichtbaren, aber strukturlosen Krabbennebel M1 und zum Abschluss auf den aufsteigenden Orionnebel, der zwar schon ganz nett war, aber aufgrund seines noch tiefen Standes am Horizont etwas beeinträchtigt. Gerne hätte ich gewartet, bis er höher am Himmel steht, aber die empfindliche Kälte - der Wetterbericht hatte Nachttemperaturen von knapp zehn Grad vorhergesagt, was deutlich unterschritten wurde - machte mir in meiner etwas zu luftigen Kleidung inzwischen zu schaffen, und die Luftfeuchtigkeit wurde immer schlimmer: Von der ganzen Ausrüstung perlten dicke Tautropfen ab, Okulare mussten dauernd mit der Hand aufgewärmt werden, und trotz Tauschutzkappe war sogar das Objektiv zugetaut und musste mühsam durch Körperwärme wieder aufgetaut werden, indem ich die Objektivfassung mit beiden Händen umfasste und gut eine halbe Stunde wartete, bis die Linsen wieder frei waren. Also räumte ich zusammen und begab mich zurück ins Dorf, um auf den ersten Frühzug nach Wien zu warten (Wobei ich mich allerdings in der Zeit vertan hatte und noch volle drei Stunden in der Kälte ausharren musste).
Trotz der lästigen Luftfeuchtigkeit eine schöne Beobachtungsnacht, in der der 120/600-Achro zeigen konnte, dass er als Deep Sky-Rohr für niedrige und mittlere Vergrößerungen ein schönes Teleskop ist, dessen 40mm mehr Öffnung schon einen deutlichen Zugewinn gegenüber dem feineren, aber kleineren ED bringen.
CS,
Fabian