Langsamer APO + Reducer vs. schneller APO + Barlow?

EnricoLE

Aktives Mitglied
Wie würde man beim Stand der heutigen Technik einen Allround-APO visuell und fotografisch auswählen wenn man die eigentliche Abbildungsqualität des APO's beibehalten wollte?

Zum Bsp.

ein kurzer F/6 APO 105/650 oder 100/550
der wahlweise mit Reducer/ Barlow Verwendung findet

vs.

ein F/8(9) APO 100/800 oder 100/900 mit 0.79 Reducer/Barlow.

Vor allen Dingen die Kamera und Guiding Technik hat sich ja weiterentwickelt.
Trotz der deutlich längeren Belichtungszeiten bei langsameren Teleskopen, sind diese Aufnahmen, klarer Himmel vorausgesetzt, heute ohne Probleme machbar.

Deep Sky und Planeten/Sonne/Mond sind passend zu den jeweiligen Öffnungen jederzeit möglich.


Welchen System würdet ihr in Bezug auf seine Allroundeigenschqften den Vorzug gegeben?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Enrico,

die Brennweite zu erhöhen dürfte einfacher sein, als sie zu reduzieren... Gewicht und Hebel sprechen auch eher für erstgenannte Lösung... Aber die Profis hier können Dir sicher noch fundiertere Antworten geben...

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo

Ein schneller Apo F/6
Wie man es nimmt, ich finde das schon langsam

Entscheidend ist die tatsächliche Spotgöße
Der Askar 120 Apo hat ca HFR 5my....mit Reducer sollte es kleiner werden, macht es aber nicht.
Bei den kleinen 3.5my Kamerapixeln zeigt man schon die volle Auflösung...Barlow sinnlos.

Auf Barlow oder Redu er setzen ist nicht unbedingt ein gutes Mittel zum variieren.

Gruß Frank
 
Hallo Enrico,

ich würde den Mittelweg gehen und einen guten f/7 Apo kaufen, davon gibt es nämlich noch einige. f/7 scheint recht gut zu machen zu sein, dadurch gibt es da auch recht günstige Angebote. Dazu würde ich mir einen guten, möglichst dafür gerechneten 0.8x Reducer kaufen für die Fotografie (macht dann f/5.6, was sehr gut für die Fotografie geeignet ist) und evtl eine gute Barlow für Planeten visuell oder fotografisch.

CS.Oli
 
Ich würde dem langsameren System zwischen f/7 bis f/8 den Vorrang geben.

Einerseits gibt es, meiner Meinung, mehr gute Reducer am Markt insbesondere auch für das jeweilige Teleskop speziell gerechnete als „Brennweitenverlängerungen“/Barlows die mit 1,3 oder 1,5-fach daher kommen. Meisten gehen die ab 2-fach los.

Gute schnelle Apos gibts auch nur wenige am Markt und wirklich gute, mit Spitzenabbildung, sind teuer.

Mit einem langsameren APO + Flattner hat man ein System mit längerer Brennweite. Mit einem passenden, gut adaptierten 0,7er Reducer macht das gleiche Teleskop wiederum um einiges schneller.

In Summe ist das aber, wie häufig, eine Frage der eigenen Präferenz, Budgets und was man erreichen möchte.

Grüße,
Alex

p.s. bei mir stand das vor knapp zwei Jahren ähnlich an. Ein FSQ (106mm f/5) oder halt was langsameres. Geworden ist es dann ein TOA mit Flattner (130 mm f/7,6) und aktuell ist an dem wieder der Reducer verbaut (130 mm f/5,4).
 
Zuletzt bearbeitet:
Das kommt immer darauf an, was man denn mit dem Ding machen möchte.
Ein kurzbrennweitiger APO wie z.B. ein 100mm f5,6 liefert mit einem entsprechenden Okular (z.B. 31mm Nagler) ein excellentes Wiedefiled zur Beobachtung, das seinesgleichen sucht. Kann das bestätigen, denn das sind genau die Daten von meinem TV NP101. Wenn man sich mit dem Ding unter einem wirklich dunklen Himmel z.B. M31 oder H+Chi Persei, M42, etc. anschaut.. das ist schon ein erhabener Anblick.
Daneben ein langbrennweitiger Apo, wie z.B. der TS 101/f11 liefert ein excellentes Bild von Sonne, Mond, Planeten mit einer im Vergleich zum TV langen Okularbrennweite und das mit einen komfortablen Einblickverhalten. Das Bildfeld ist natürlich wesentlich kleiner. Kann ich auch bestätigen, da ich diesen TS-Apo besitze.
Insofern ist es natürlich am besten, beide Brennweiten zu haben. Wenn ich mir jetzt ein Gerät aussuchen müsste, das universell verwendbar sein sollte, dann würde ich den TV NP101 nehmen. Dieser liefert auch mit 2x Barlow ein sehr gutes Bild, wenn auch nicht ganz die Brllanz, die der TS f11 ohne schon bietet. Ist ja auch kein Wunder. Beim TS sind es nur 2 Linsen, durch die sich das Licht quälen muss, beim TV sinds mit der Barlow deren 8.
Fotografisch ist der TV eindeutig flexiebler einsetzbar als der TS und bietet schon Haus aus ein ebenes Bildfeld bis APS-C. Beim langbrennweitigen TS spielt die Bildfeldkrümmung indes kaum eine Rolle.
 
Hallo Enrico,

ein weiterer Aspekt…wenn ich richtig lese bisher nicht erwähnt…unabhängig von den optischen Eigenschaften: Es kommt auch darauf an, von welchem Standort du beobachten möchtest. Wenn höchste Transportabilität und möglichst geringes Gewicht wichtig ist, falls du evtl. oft „ins Feld“ rausgehst, dann könnte ein schneller Apo möglicherweise die bessere Wahl sein. Außerdem stellt ein kürzerer/leichterer Apo weniger Ansprüche an die dazu verwendbare Montierung.

Ein sehr kurzer Apo passt natürlich auch viel einfacher in ein Fluggepäck, sollte dieser auf entfernte Reisen dabei sein. Natürlich kenne ich deine Ansprüche diesbezüglich nicht. :)

Viele Grüße
Werner
 
Es ist nun noch ein zusätzlicher "mittel schneller" APO, TMB APM 105/650 LZOS im CNC Tubus geworden. Ein ganz schön schwerer Brocken aber gut zerlegbar und transportabel.

Ich entschuldige mich für das schlechte Wetter in den nächsten Tagen. :D

Eigentlich ein Refraktor zu viel. Habe ja schon den 130er und 100/800.
?‍♂️
 

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Refraktoren kann man nie genug haben ;)
 
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