dm3xrf
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Hallo Freunde der Nacht!
Nach mehr als 2 Jahren Abstinenz von Teleskop (und Forum) waren der Himmel und noch einige andere Umstände in den letzten Tagen so günstig, daß ich nicht anders konnte als die Gerätschaften aus dem Keller zu holen, zu entstauben und im Garten in Stellung zu bringen.
Da ich nicht sicher war, wie gut meine Aufsuch- und Beobachtungsfertigkeiten noch vorhanden waren, habe ich mir keine ehrgeizigen Ziele gesetzt, lediglich einige „Standardobjekte“ sollten wiederholt werden. Während der Aufbauarbeiten mußte ich leider feststellen, daß Cartes du Ciel auf dem Notebook einer Festplatten-Wiederherstellungsprozedur zum Opfer gefallen ist. Da ich zwar Lust zum Sternegucken, aber nicht zum Programme-Installieren hatte, hieß es also: Back to the roots und den Karkoschka rausgeholt.
Los ging es mit M 5, nachdem ich schon während der Dämmerung das Gebiet zwischen Bootes und westlicher Schlange mit dem FG beobachtet habe. Da der Süden stark von hohen Bäumen abgedeckt wird, mußte ich sogar noch einmal umziehen, aber dann waren die Baumwipfel sogar beim Aufsuchen behilflich ;-)) So gegen 23 h war dann das erste Objekt „im Kasten“. Wenig später konnte ich es auch im FG identifizieren. Ist ja wohl auch der helltse der KS. Bei 100-facher Vergrößerung ist das Objekt ansatzweise aufgelöst.
Dann ging es zu den alten Bekannten im Herkules. M13 war direkt nach dem Anpeilen mit dem Sucher im Okular, bestimmte Bilder vergißt man also nicht. Der Anblick war herrlich wie immer, auch wenn man mit dem 114-er nur ansatzweise an Auflösung denken kann. Von M13 zu M92 ist es nicht weit, der Größenunterschied ist auffallend.
Inzwischen war es relativ dunkel und ich schwenke weiter zur Leier. Auch M 57 ist direkt im 18-er Okular zu erkennen. Die Ringform ist auch bei höherer Vergrößerung nicht erkennbar.
Starhopping nur mit Karkoschka ist recht schwierig, also wage ich es: Mit Auge und Sucher peile ich die Mitte zwischen Beta CYG und Gam LYR (>10 °!) an, drehe einmal am Teleskop und voila, da ist er, M 56. Dicht am KS steht ein heller Feldstern. 100-fach bringt keinen Gewinn.
Zum Schluß noch schnell einen einfachen NGC. 6811 in CYG sollte es sein. Gut zu finden, von der oberen Flügelspitze des Schwan, aber sehr dunkel. Erst nach längerer Dunkeladaption enthüllt es seine wahre Größe.
Abgerundet wurde dieser schöne Beobachtungsabend von einem hellen Iridium-Flare gegen 23.15 in ONO, einem ISS-Überflug gegen 0.10 h und einem Igel-Besuch in der "Sternwarte".
Bevor ich es vergesse: Gespechtelt wurde mit einem 114-er VIXEN mit den Standard- 18- bzw. 9-mm-Okularen.
Sorry, langer, unspektakulärer Bericht, aber das mußte jetzt einfach raus!!
Nach mehr als 2 Jahren Abstinenz von Teleskop (und Forum) waren der Himmel und noch einige andere Umstände in den letzten Tagen so günstig, daß ich nicht anders konnte als die Gerätschaften aus dem Keller zu holen, zu entstauben und im Garten in Stellung zu bringen.
Da ich nicht sicher war, wie gut meine Aufsuch- und Beobachtungsfertigkeiten noch vorhanden waren, habe ich mir keine ehrgeizigen Ziele gesetzt, lediglich einige „Standardobjekte“ sollten wiederholt werden. Während der Aufbauarbeiten mußte ich leider feststellen, daß Cartes du Ciel auf dem Notebook einer Festplatten-Wiederherstellungsprozedur zum Opfer gefallen ist. Da ich zwar Lust zum Sternegucken, aber nicht zum Programme-Installieren hatte, hieß es also: Back to the roots und den Karkoschka rausgeholt.
Los ging es mit M 5, nachdem ich schon während der Dämmerung das Gebiet zwischen Bootes und westlicher Schlange mit dem FG beobachtet habe. Da der Süden stark von hohen Bäumen abgedeckt wird, mußte ich sogar noch einmal umziehen, aber dann waren die Baumwipfel sogar beim Aufsuchen behilflich ;-)) So gegen 23 h war dann das erste Objekt „im Kasten“. Wenig später konnte ich es auch im FG identifizieren. Ist ja wohl auch der helltse der KS. Bei 100-facher Vergrößerung ist das Objekt ansatzweise aufgelöst.
Dann ging es zu den alten Bekannten im Herkules. M13 war direkt nach dem Anpeilen mit dem Sucher im Okular, bestimmte Bilder vergißt man also nicht. Der Anblick war herrlich wie immer, auch wenn man mit dem 114-er nur ansatzweise an Auflösung denken kann. Von M13 zu M92 ist es nicht weit, der Größenunterschied ist auffallend.
Inzwischen war es relativ dunkel und ich schwenke weiter zur Leier. Auch M 57 ist direkt im 18-er Okular zu erkennen. Die Ringform ist auch bei höherer Vergrößerung nicht erkennbar.
Starhopping nur mit Karkoschka ist recht schwierig, also wage ich es: Mit Auge und Sucher peile ich die Mitte zwischen Beta CYG und Gam LYR (>10 °!) an, drehe einmal am Teleskop und voila, da ist er, M 56. Dicht am KS steht ein heller Feldstern. 100-fach bringt keinen Gewinn.
Zum Schluß noch schnell einen einfachen NGC. 6811 in CYG sollte es sein. Gut zu finden, von der oberen Flügelspitze des Schwan, aber sehr dunkel. Erst nach längerer Dunkeladaption enthüllt es seine wahre Größe.
Abgerundet wurde dieser schöne Beobachtungsabend von einem hellen Iridium-Flare gegen 23.15 in ONO, einem ISS-Überflug gegen 0.10 h und einem Igel-Besuch in der "Sternwarte".
Bevor ich es vergesse: Gespechtelt wurde mit einem 114-er VIXEN mit den Standard- 18- bzw. 9-mm-Okularen.
Sorry, langer, unspektakulärer Bericht, aber das mußte jetzt einfach raus!!