lei(d)rohr

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frasax

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hallo liebe foren leser, mal wieder eine frage von mir. ich habe nun meine ausrüstung komplett (8" GSO newton auf Eq6) und trotzdem tun sich immer neue probleme auf. als günstiges leitrohr habe ich ein 60mm refraktor aus der nexstar serie gekauft ( dummerweis ohne mich vorher über die qualität des gerätes zu erkundigen). Bei diesem Gerät wackelt der OAZ wie [zensiert], hat einer von euch erfahrung damit? kann man das in den griff bekommen??

ach ja und wie bringe ich das leitrohr mit den schellen am günstigsten am gerät bzw der montierung an? der händler riet mir 2 löcher in die rohschellen des GSO zu bohren und das leitrohr mittels senkopfschrauben dort anzubringen. ist das die einzige lösung? sie erscheint mir etwas unpraktisch (justierung des leitrohrs).


freue mich schon auf eure antworten
 
Hallo!
Also erst mal ne Frage, warum alle ein Leitfernrohr haben wollen, anstatt nen off axis guider?
Zu deiner Frage:
Ich denke, dass man an dem Okularauszug mal mit Klebeband drangehen sollte. U.U. reichen schon ein paar Streifen davon und alles ist bombig fest.
Zweitens: Es gibt doch solche Schellen für zwei Tuben nebeneinander oder aufeinander zu montieren. Ich würde das so machen, denn dann brauchst du nirgens rumzuschraben oder so. Ich mach mich mal auf die Suche nach ner Seite mit so einem Angebot.
Michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

glückwunsch, sieht wirklich sehr gut aus !!
Den Exzenter verwende ich auch - bin sehr zufrieden damit

Gruß
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> RoRo
 
Hallo Frasax, am 60er machst Du gar nichts. Ein Zenitspiegel kann Abhilfe schaffen, da hast Du nur ca. 3-5cm Auszug, ohne ist es hoffnungslos. Hatte das Teil auch mal, viel probiert und zuletzt verschenkt! Probiere es mal mit der Sondermülldeponie (eBay).
So long
Nikita
 
hi folks, hi frank
etwas isoband als "gegenlager" für die klebestreifen im rohr
verbessert die führung. musst du mal ausprobieren - aber nicht über die ganze länge des rohres, denn es scheint etwas konisch zu sein. danach sollte es als leitrohr tauglich sein. teste aber mit dem laser oder chesire, ob dein oaz dann noch "auf der achse" ist. ich habe das teil auch noch rumstehen - der händler <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> sagte mir, das der oaz besser wäre als bei anderen in dieser klasse - zum glück musste ich mir die anderen nicht ansehen. die optik ansich ist leitrohrtauglich, mit barlow ist auch die brennweite akzeptabel.
die bohrung in deinen rohrschellen ist zumindest die günstigste lösung. das leitrohr selber sitzt ja in den leitrohrschellen. diese kannst du teuer kaufen oder aus einem abflussrohr aus dem baumarkt und ein paar kunststoffschrauben selber bauen. alternativ zu den leitrohrschellen, kannst du auch normale schellen aufschrauben und einen exzenter verwenden. dieser ist aber nicht ganz billig.
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hallo michael
off axis statt leitrohr???
meine meinung - lieber einen autoguider am leitrohr als diesen off axis krampf.
 
Hi

Baue Dir eine Klemmvorrichtung für den OAZ. Sobald Du scharfgestellt hast, verriegle den OAZ mit einer Schraube oder so und dann ist es bombenfest.

Die Befestigung der Rohrschellen muss sehr stabil sein. Ich persönlich würde die GSO Schellen sorgfältig durchbohren, danach mit dem Gewindeschneider ein Gewinde machen. Danach kann die Leitrohrschelle schnell und unkompliziert angeschraubt werden. Einfache und stabile Lösung.
Die Schraubenläng bemisst Du nachher so, dass sie den GSO nicht berührt.

Viele Erfolg

Thomas Knoblauch

 
Hallo...

Wenn der OAZ wackelt wien Kuhschwanz, dann würd ich folgendes
machen:
Besorg dir erstmal ne Baader-1,25-Zoll-Deluxe-Klemme, die kommt auf
das T2-Gewinde ("Fotodirektanschluß") und behebt erstmal das Gewackel an der
mickrigen Halteschraube.

Dann machst du in die Baaderklemme einen Schneckenfokussierer rein, einer
der sich bzw. das Oku nicht mitdreht, gibts von TS oder APM für ca. 150.- Mücken.

Dann suchst du dir bei Nacht mal nen Stern aus, machst dein Fadenkreuzoku rein,
stellst den Schnecken-Fok auf Mittelstellung, stellst mit dem
Original-OAZ scharf und knallst den dann fest, entweder mit der dafür
vorgesehenen Schraube oder du bohrst dir extra nen Loch dafür, zur
Not dürfte auch mit Klebeband einiges zu machen sein.

Scharfgestellt wird ab da nur noch über den SchneckenFok, wenn du
das Teil nur als Leitrohr einsetzt, dann reichen die 10mm Weg des
Schneckenfok locker, um das FadenkreuzOku immer scharf zu bekommen.

Auf ähnliche Weise befestige ich meine MX7C an einem Celestron WA80 (80/400FH), weil
da stört das Shifting des OAZ natürlich auch...ich hab ne Markierung am
OAZ, auf die wird er gestellt, dann kommt der Schneckenfok rein und die
Cam, und dann bin ich schon fast im Fokus (+/-5mm eben), schnell hingedreht
mit dem Schneckenfok und dann paßt das.

 
Re: lei(d)rohr-ohne geld kein spass an astronomie

Sorry aber mir platzt mal eben der kragen (was jetzt folgt sollte niemand persönlich nehmen). <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />

Eine Klemmvorrichtung/Schneckenfokussierer für 150 Euro für ein leitrohr was andere leute bei ebay versteigern würden? ich glaub ich spinne! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Also ich muss jetzt mal dampf ablassen.

Als kind war ich begeisterter hobby astronom, damals (mit 10) waren 400 DM für ein bresser rohr ne menge geld wenn man das selber bezahlen muss. umso größer die entäuschung wenn man dann die montierung anschaut. da hört man dann irgendwann auf mit dem hobby denn man sieht schnell ein das ohne geld oder ohne drehbank gar nichts geht. so jetzt bin ich 27 und stehe wieder vor dem problem hab jetzt fast 2000 Euro für equipment ausgegeben und keinen bock mehr noch mehr geld auszugeben. und basteln will ich auch nicht mehr es kann ja wohl nicht wahr sein das man jedes gerät welches man kauft ( ging los bei der eq6) erst bebasteln muss bevor es funktioniert. der ganze kram steht jetzt schon ein halbes jahr unbenutzt hier rum, der einzige der davon was hat ist herr ransburg bei dem ich den ganzen kram bestelle.

also wieviel muss man ausgeben um die perfekte ausrüstung zu bekommen, vorallem worin soll man investieren in ein teleskop oder in eine drehbank?

so das wetter muss besser werden der himmel dunkler und die qualität der geräte besser <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

so long frank


 
hi folks,
über 200 piepen ausgeben um einen 45 taler teuren refraktor ins lot zu bringen?
auf jden fall die beste idee, heute.
habe gerade an zeiss gemailt, ob die meine antares barlow
mal nachpolieren könnten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />
 
Hallo!

Wenn ein OAZ wackelt, muss er Spiel haben, klar.
Und Spiel kann man verringern, indem man versucht, das Rohr des OAZ mit dünnen Filz oder Teflonplättchen zu bekleben.

Der Modellbauladen ist immer ein dankbares Ziel für solche Probleme.
Einfach das Ding mitnehmen und sich Ideen anhören.

Dass mit den Filz- und Teflonpads funktioniert aber.

Grüße
Thomas

 
Nochwas vergessen:

Zum Leitrohr-befestigen:

Ich habe bei meinem GSO-Dobson zwecks Gewichtsausgleich zwei Magnete erstanden.
in der Zoohandlung als Scheibenmagnete angeboten (Marke Pitti, Größe "M") könnte man damit allerdings wohl auch einen Panzer abschleppen.

Hat man die Finger dazwischen und läßt die beiden Teile zusammenschnappen, sind bösartige Blutergüsse die Folge, ich spreche da aus ungeschickter Erfahrung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Meine Idee wäre jetzt: Kaufe Dir diese Magnete (gibt´s auch größer, dann kannste ´nen Tragegriff dranmachenund den GSO samt Montierung Spazierentragen)und im Baumarkt einen Kleber namens Pattex-Montagekleber, von Henkel.
Dann klebst Du die Magnete unter den Refraktor und pappst ihn auf den Tubus.

Das hält bombenfest.

Die Magnete sind mit einem weichen Material belegt und zerkratzen due Tubi nicht.

Ist vielleicht ein blöder Vorschlag, aber er könnte funktionieren.


Grüße
Thomas
 
Re: lei(d)rohr-ohne geld kein spass an astronomie

Hallo...

Na, nun mal langsam...du hast nach einer möglichen Lösung gefragt,
und ich habe eine genannt...mehr nicht.

Die andere Lösung ist simpel:
Kauf dir ein vernünftiges Leitrohr, z.B. einen Vixen 80M (80/910mm, derzeit bei ca.
500.- Euro neu, gebraucht wohl für 200-300 erhältlich) und das Problem ist auch gefixt...
das Synta-Auszüge zum Wackeln neigen (zumindest ohne Tuning) ist derzeit Allgemeingut, sorry,
bei mir wackeln sowohl der Auszug des 150/1200-ers als auch der des 80/400-ers, beide
kann man zum Glück tunen, muß aber auch.

Dazu ein Paar Leitrohrschellen von z.B. Baader (94.- Euro) oder
Losmandy (Schellen plus Schiene knapp 200.-$), und das Ding sitzt auch
bombenfest und trotzdem justabel auf dem Hauptrohr.

So, und jetzt laß ich mal Dampf ab:
/Dampf on
Es ist immer wieder erstaunlich, wie leichtgläubig die Leute sind,
z.B. mit der EQ6...vergleichbare Montis kosten das doppelte bis dreifache, trotzdem
gibt es nicht wenige, die scheints allen Ernstes glauben, das die Chinesen das
alles besser und günstiger können....Leute, ein Golf ist kein Ferrari,
auch wenn ich die Radkappen mit dem Pferdchen draufmache....irgendwo *muß* gespart
werden, anderst geht es nicht.
Wenn ich also in diesem Bereich einkaufe, dann muß ich wissen, das ich
eben basteln muß oder muß es lassen und muß zur teureren Ware greifen...da
hab ich dann auch keine Garantie, das alles eitel Sonnenschein ist, aber
die ganz dicken Hunde (Schneckenfehler 57 Bogensekunden, Schlacker-OAZs, z.B.) bleiben mir mit
ziemlicher Sicherheit erspart.
/Dampf off

Zur Frage, was man sich kaufen sollte, ein Vorschlag, auch auf die Gefahr hin, das
das wieder Ärger gibt:
Ne Vixen Atlux oder Losmandy G11/HGM200 mit Sky2000 nebst einem hübschen C8/C11/VMC200, da kann man
vermutlich wenig falsch machen, solls fotografisch abgehen, einen R200SS drauf, huckepack
noch nen kleinen APO (TV Pronto, 100/600TMB, R102SS, etc.) drauf und dazu ne
CCD-Cam, dann geht das ziemlich sicher ohne Gebastel ab.
Kostenpunkt leider um die 10000-15000.- Euro.

 
Re: lei(d)rohr-ohne geld kein spass an astronomie

Oh oh oh,
im großen und ganzen stimme ich Frank (Spatz1) zu. Wenn 's richtig funzen soll kostet es Geld!

Das ist einfach so. Astrofotografie ist wie Raumfahrt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> . Um das Ziel zu erreichen ist enormer Aufwand, angefangen mit Geld, einem den Erfordernissen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> gerecht werdendem Stativ und Montierung, Kamera und Objektiv, Schweiß und Erfahrung notwendig!! Selbst dann muß noch gebastelt werden und wenn es nur die passenden Rohrschellen oder was weiß ich für Adapter sind. Das wiederum macht auch Spaß und gehärt mit zum Hobby.

Von der Stange gibt es die notwendige Qualität nur zum entsprechenden Preis. Mit Ein gewiefter erfahrener 'Kollege' schafft dies mit einigem gebastel auch mit 'billigeren' Mitteln.

Ohne jetzt die EQ6 oder Synta-OA's anzugreifen, billige Mittel haben ohne 'Vergoldung' auch nur Katzengold als Ergebnis!

Mit meiner LXD 500B Montierung war es auch so. Mittlerweile trägt sie fotografisch dank Zeiteinsatz, Geld, Material, Selbstbauhartholzstativ, einigen Adaptern, Optimierung von Schneckenspiel etc. sogar fast 10 kg.

Ich hätte mir für diese Anforderungen gleich eine GPDX, Baaderstativ etc. kaufen sollen. Mir fehlte einfach die Erfahrung. Die Herausvorderung habe ich aber angenommen und viel Spaß dabei gehabt, erst recht, wenn sich dann die ersten Erfolge einschleichen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> .

Nicht den Kopf hängen lassen Frank,
umsonst gibt es nichts, auch nicht in der Astronomie.
Burkhard
 
Hallo frasax

Habe den 60/700 mm Nexstar auch.
Habe genau über den Aufkleber ein Loch ins Plastik gebohrt und ein Gewinde reingeschnitten.
jetzt kann ich mit einer Flügelmutter den Okularauszug immer schön feststellen bzw. lockern.

Gruß
Micha
 
oder andersrum gerechnet...

Hi zusammen,

/Dampf on
Jau! Ich könnt mich auch des öfteren in den [zensiert] beissen, man berät die Leute stundenlang, daß sie bitte auf dies oder jenes achten, und am ende kaufen sie doch wieder irgendeinen Kram, "weil der auf Ebay grad so günstig war" oder mit sonstiger Ausrede! Und dann kommt das Gejammer.
/Dampf off

Andersrum gerechnet:
Für 2000 Euro. Man nehme eine gebrauchte GP (500 Euro mit Motor), dazu ein 150mm F/5 Newton (ca. 300 Euro). Als Leitrohr ein 80mm F/5 Achromatchen (100 Euro) (Farbfehler [zensiert]egal!).
Dann die Montageplatte für 2 Teleskope nebeneinander auf GP 150 Euro. Fadenkreuz Okular, beleuchtet 150 Euro.
Dazu zur Leitsternsuche Exzenter oder Leitrohrschellen, liegt egal was um 150 Euro. Dann noch eine gute Barlow, sonst langt im F/5 Leitrohr die Vergrößerung nicht hin - 150 Euro (wenns eine teure ist).

Bleiben noch 500 Euronen übrig, die man für eine mechanische Kamera (mit Objektiv um 40 Euro bei Ebay), Okulare, Zenitspiegel und anderen Kram auf den Kopp hauen kann.

Das wäre dann eine fotografisch taugliche Ausrüstung.
Nur, wenn man einfach sagt: Ich will aber 8 Zoll! Und: Ich will Fotos! Dann muß man einfach den Preis dafür zahlen, und der liegt schnell über 2000 Euro.

Woher kommt das? Alles hängt an der Montierung! Astrofotografie, hier Langzeit-Belichtung, stellt gewaltige Ansprüche an die Montierung. Und da kann man eben den 8-Zöller nicht mehr auf irgendeine Monti packen, sondern es muß etwas wirklich stabiles drunter. Da muß Gewichtsreserve fürs Leitrohr sein, da muß die Mechanik sauber arbeiten...

Bei der Geschichte stelle ich mir wieder mal die typischen Fragen:
/Dampf on
- Wer verkauft den Leuten immer diese beschissenen Mini-Refraktoren, mit viel zu kurzer Brennweite, die weder für Planeten noch für DeepSky eine Existenzberechtigung haben?
- Warum hauen manche Menschen 2000 Euro auf den Kopf und fragen HINTERHER im Forum nach, ob diese Ausrüstung ausreicht?
- Wer hat denn gesagt, Astrofotografie wäre so spassig wie Sex im Wasserbett???
Die ganzen Leute, die ihren Autoguider einschalten und sich dann ins Bett legen, die lassen immer so schön den Spielwiesen-Faktor aufkommen. Vor einer händisch nachgeführten Aufnahme hat sowieso keiner mehr Respekt. Das sind ja nur Minderbemittelte, die sich mit sowas abquälen!
- Es wird auf dem Board unzählige Male angesagt: EQ-6 macht mehr Ärger/Arbeit beim Nachführen. Wie kann man das übersehen?
- Warum kauft man sich nicht vorher auch mal eines der vielen gelobten Astrofoto-Für-Einsteiger-Bücher? Da steht nämlich drin, daß man sich über Leitrohrschellen und Montage eben vor dem Kauf Gedanken machen muß.
/Dampf off

So. Mag jeder das auf sich beziehen, was auf ihn zutrifft.
Es gibt schließlich trotz allem einen Stapel Leute, die mit EQ-6 und 8-Zöller ordentliche Fotos bauen. Und da diese Ausrüstung auch visuell klasse ist, wäre man blöd, sie in der Ecke stehen zu lassen!

Clear Skies
Sven
 
Re: lei(d)rohr-ohne geld kein spass an astronomie

also wieviel muss man ausgeben um die perfekte ausrüstung zu bekommen, vorallem worin soll man investieren in ein teleskop oder in eine drehbank?
Ein Vorschlag wäre z.B. ein Takahashi FS60C mit Televue MaxBright Zenitspiegel und Pentax XL 5, 10, 22. Das ganze auf eine Baader BP60 (mit einfachem Fotostativ) montiert und einen Skysurfer III drangeschraubt. Ist ein Erlebnis. Und der ganze Aufbau ist auch noch (allerdings unwesentlich) billiger als eine mittlere Drehbank allein. Und mit ein bischen Barlow-Stapeln hat man nachher auch noch ein brauchbares Leitrohr...

Wenn man Low-Cost-Geräte einer Leistungsklasse nimmt (in Deinem Fall des Leitrohres wohl eher den Billigheimer), dann muss man sich einfach damit abfinden, dass man mal selberst Hand anlegen muss. Wer das nicht will, der muss eben von vorneherein etwas mehr anlegen. Und auch dann ist er vor Problemen und Problemchen noch keineswegs gefeit, weil es eben auch bei Mercedes Montagsautos gibt. Und umgekehrt.

Meint der
 
Re: lei(d)rohr-ohne geld kein spass an astronomie

Hallo Frank,

die Frustration über schlechte Qualität bzw. die Notwendigkeit zum eigenen Nachbessern kann ich gut verstehen.

Mein Senf dazu (zu Deinem Posting, aber auch allgemein zum Thema):

Es ist aber sicher hilfreich sich zu vergegenwärtigen, wieviel Teleskopöffnung bzw. Montierung man heute für ein besseres "Taschengeld" nachgeworfen bekommt! Taschengeld bezieht sich darauf, was so ein grosses Teleskop vor 20 Jahren gekostet hat!

Die Technologie des Teleskopbaus hat sich seitdem nicht verändert. Die Montierungskomponenten sind nach wie vor Dreh- Fräs- oder Gussteile, die Optik muss nach wie vor aus mehr oder weniger teurem Glas mit mehr oder weniger Aufwand, teilweise Handarbeit, gefertigt werden.

Wenn mir heute ein Händler einen 8" Newton für 400 EU nachschmeisst, oder eine 20kg-Montierung für 800 Eu, kann ich entweder an ein Wunder glauben, an eine Firma in Fernost die netterweise auf ihre Produkte draufzahlt, oder daran dass möglicherweise an irgend einer "unsichtbaren" Stelle vom Hersteller Kostenpotentiale erschlossen wurden.

Meine Erfahrung im beruflichen und privaten Bereich: Qualität hat ihren Preis. Es ist kaum möglich eine vergleichbare Funktionalität bei gleicher Qualität zu einem deutlich günstigeren Preis zu realisieren. Das geht zur Zeit höchstens in der Weise, (hand-)arbeitsaufwendige Prozesse in Billiglohnländer zu verlagern. Wobei dann die Sicherstellung der Qualität auch für namhafte Hersteller eine Herausforderung darstellt.

Man führe bitte nicht das Beispiel der Computerindustrie an. Die Leistungssteigerungen spielen sich hier überwiegend auf Prozesstechnologie-Ebene ab. Das kann man nicht auf klassischen Maschinenbau oder Optik übertragen.

Aber zurück zu Deinen Fragen:

- was kostet eine perfekte Ausrüstung?
Das hängt natürlich von der Teleskopgrösse und dem Anwendungsbereich ab. Ein kleiner visuell genutzter "perfekter" Refraktor auf einer angemessenen Montierung ist natürlich preiswerter als ein "perfekter" 10" Newton, montiert für "perfekte" fotografische Nutzung. Aber das ist ja nun wirklich nichts Neues :-))

- In eine Drehbank würde ich eher nicht investieren, obwohl ich mir schon so manches Mal eine gewünscht hätte... Lieber etwas mehr in die Ausrüstung investieren. Inzwischen verfahre ich nach dem Prinzip: Niemals in der unteren Preiskategorie kaufen, egal worum es geht.

> so das wetter muss besser werden der himmel dunkler und die qualität der geräte besser
.... und die Erwartungshaltung der Kunden realistischer... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Viele Grüsse
Martin
 
Re: ohne geld -> nicht das Kind...

Niemals in der unteren Preiskategorie kaufen, egal worum es geht.
Man muss auch nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten. Ich hab mir z.B. vor einiger Zeit den GSO 8" f/6 als Dobson zugelegt und muss sagen, dass ich wirkich erstaunt bin, was da für die Kohle rumkommt. Ich bin allerdings auch nicht mit überzogenen Erwartungen drangegangen, sondern vorsichtig abwartend und auch schon mit dem Einsatz der "Drehbank" rechnend. Und siehe da: Der kleine Werkzeugkasten hat bisher absolut ausgereicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Re: oder andersrum gerechnet...

Hallo Sven,

erstmal vollste Zustimmung, gut formuliert, ich brech weg <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Jau! Ich könnt mich auch des öfteren in den [zensiert] beissen, man berät die Leute stundenlang, daß sie bitte auf dies oder jenes achten,...

Du vergißt hier teilweise noch manche Händler, die das ganz anderst
sehen und den Anfänger noch in irgendwelchem Mist (CCD mit 14 Zoll SC auf EQ6 war mal son Schlager...)
bestärken....

- Wer hat denn gesagt, Astrofotografie wäre so spassig wie Sex im Wasserbett???
Die ganzen Leute, die ihren Autoguider einschalten und sich dann ins Bett legen, die lassen immer so schön den Spielwiesen-Faktor aufkommen. Vor
einer händisch nachgeführten Aufnahme hat sowieso keiner mehr Respekt. Das sind ja nur Minderbemittelte, die sich mit sowas abquälen!

Ich brech weg... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> aber so isses !

Das Problem ist wie jedesmal, wenn ein gutes Foto im Forum steht, dann tendieren
alle dazu, irgendwann die Güte des Fotos an *einem* Teilstück festzumachen...entweder ist das Foto gut, weil:

-*Es* natürlich eine Losmandy war,
-*Der* Film einfach das NonplusUltra ist,
-*Genau* die CCD-Cam einfach gut ist,
-*Der* Autoguider natürlich auch Erdbeben ausgleicht,
-*Man* selbst natürlich problemlos 2h an einer EQ2 nachführen kann,
-etc.

Das ist natürlich absoluter Blödsinn, ein gutes Astrofoto ist die Kombination aus
mindestens allen Punkten, es muß *alles* stimmen, dann kommt das gute Foto rüber...man kann und darf eben nicht
ein Detail rauspicken und sagen "daran liegts!", das geht nicht.
Beim Auto macht das auch keiner, ein Golf 16V fährt auch keine 200, weil der Rückspiegel anderst geformt ist
als beim Standard-Modell...sondern weils nen anderes Fahrwerk ist, weil der Motor mehr macht, weil die
Abstimmung besser ist, weil die Kiste tiefer gelegt ist, weil , weil, weil...

Um für meinen Namensvetter / Threadauslöser mal kostenmäßig "Butter bei die Fische" zu tun, ich hab schon mit 8 Zoll bei 2m Langblichtungen gemacht, also
händisch nachgeführt, daran waren beteiligt:

-Eine gebrauchte Ci700 für 2600.- Euro
-Ein gebrauchtes C8 für ca. 800.- Euro
-Eine OM-1 von eBay für ca. 100.- Euro
-Ein Radial Guider für ca. 100.- Euro
-Ein Fadenkreuzoku (eBay): 100.- Euro
-Summe: 3700.- Euro
-Plus: Den richtigen Fokus -unbezahlbar-
-2h Geduld bei -10°C, von 3 Aufnahmen war eine was -unbezahlbar-

Das Ergebnis sieht dann etwa so aus:

Link zur Grafik: http://spatz1.bei.t-online.de/astro/misc/dia_0011_4_640.jpg

Im Gegensatz zu dem, was andere hier abliefern, ist das vielleicht grade die Eintrittskarte...mehr nicht.

Inzwischen arbeite ich mit einer MX7C u.a. als Autoguider, d.h. man kann zu den 3700.- Euro
noch knapp 2000.- Euro für die CCD und deren Optik (Celestron WA80) dazurechnen...macht dann eben 5700.- Euro,
dabei ist 70% davon gebraucht erstanden, wenn ich das alles neu kaufen würde, dann wäre es nochmal
teurer.

Das nur, um mal zu zeigen, was hinter den "Pretty Pictures" stehen kann...bei anderen stehen da bestimmt
noch ganz andere Werte, aber das sieht man nacher eben nicht mehr...und ehrlich gesagt, mich interessierts
irgendwie auch nicht mehr, wenn ich das für meine Verhältnisse "Super-Foto" beim Fotohändler auf dem Leuchttisch sehe,
und dabei vor Freude das Azubi-Mädel küssen könnte, dann interessiert mich nicht mehr,
ob die Monti jetzt 2600.- oder 2500.- gekostet hat oder obs vielleicht mit einer EQ6 auch gegangen wäre, etc., da zählt nur
noch das Bild und die Freude daran...das ist wie im Sport, wenn Ani Friesinger bei Olympia oben steht, dann ist ihr 100%-ig auch
schei...egal, ob sie für diesen Moment einen Großteil ihrer Kindheit geopfert hat...da zählt der Moment und basta.
(Der Olympia-Song war nicht umsonst -One day in your live-)

Das heißt natürlich auch nicht, das man immer diese Beträge ausgeben muß, aber irgendwo muß die Leistung sein,
der eine kauft teurer, bastelt weniger, der andere kauft günstiger, bastelt dafür aber mehr...wieviele EQ6-en wurden inzwischen
mit MTS-Steuerungen nachgerüstet, weil die Original-Steuerung nicht ausreichte, wieviele Stunden wurden
an der Drehbank verbracht um dem Polsucher Manieren beizubringen oder neue Motoren einzubauen, wieviele GSOs/Syntas wurden schon zerlegt und die
Halterungen getunt oder Velours eingeklebt, etc...das muß man alles auch irgendwo rechnen und ich wage zu behaupten, das wenn man das
rechnet, das dann fast dasselbe bei rauskommt...

Soweit das Wort zum Zahltag, äh Sonntag.
 
Re: lei(d)rohr-ohne geld kein spass an astronomie

Hallo frechdax,

dein Ärger ist verständlich. Aber die Frage wieviel man ausgeben muß um eine perfekte Ausrüstung zu erhalten kann keiner beantworten. Eine perfekte Ausrüstung zum Beobachten und Fotografieren
haben selbst die auf dem Cerro Paranal nicht. Die träumen auch immer von einem noch größeren und perfekteren Teleskop. Richtig zufrieden sind sie nur, wenn sie vom Paranal Koch mal ein ordentliches Schnitzel auf Ihrem Teller vorfinden.

Das was Du bis jetzt hast, ist eigentlich zum reinen Beobachten schon fast das perfekte Teleskop, - für einen Amateur Astronomen. Du mußt es ja noch transportieren können und ein besserer Standort ist allemal besser als ein noch besseres Teleskop oder noch besseres Equipment.
Ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen daß ich den Saturn in meinem kleinen Pentax 75 SDHF APO von meinem Standort schärfer, deutlicher und farbreiner sehen kann als von der Stuttgarter Sternwarte durch den Stadthimmel und den dort vorhandenen Zeiss 175mm 1: 15 Fraunhofer, der allerdings gleich in Sichtweite des Stuttgarter Hauptbahnhofes steht.

Und wir können von Glück reden, daß die Chinesen eine z.B. so stabile Montierung wie die EQ6 auf den Markt gebracht haben. Das ist ja schon fast zum Weinen, zu welchem Dumpingpreis die mittlerweile zu haben ist. Das liegt aber nicht daran daß sie aus minderwertigen Materialien besteht, sondern daß sie zu unglaublich niedrigen Löhnen hergestellt werden kann. Und zu den Löhnen und Fertigungsmethoden kann man eben nicht die gleiche Spitzenpräzision wie bei einem 5 mal teureren Gerät erwarten. Allerdings auch nicht eine 5 mal schlechtere Qualität deswegen.

Wäre das nicht so, wäre die Konkurrenz noch unverschämter als heute und würde für Ihre Produkte noch mehr verlangen als heute und Du müßtest froh sein wenn der Händler Dir überhaupt was von seiner Ware zuteilt. Bei manchen hat man ja heute noch den Eindruck, daß sie noch den guten alten Zeiten nachtrauern, wo die Kunden bei Ihnen Schlange standen.

Wenn Du aber durchs Teleskop fotografieren willst, brauchst Du noch eine wesentlich präzisere und damit auch teurere Ausrüstung. Angefangen an der Montierung, Leitrohr, Fadenkreuzokular, Schellen, Kamera u.s.w. Da gibst Du dann nochmal ein hübsches Sümmchen mehr aus. Wenn Du es genau wissen willst was man mindestens ausgeben muß, dann frag mal den M.Zarp, A. Rörig, Spatz, Messner, Scholz u.s.w. was sie so ausgegeben haben bis sie soweit waren.
Das Lehrgeld das die bezahlt haben ist dann sicherlich nochmal genausohoch, nur das wirst Du und Ihre Frauen nie erfahren.

Am besten Du nimmst die Ausrüstung nun so wie sie ist zum Beobachten. Wenn Du trotzdem, ohne noch mehr Geld auszugeben, fotografieren willst, schnallst Du die Kamera mit einem normalen oder Teleobjektiv drauf und versuchst erstmal auf diese Weise Fotos zu machen und benutzt vorerst den Newton als Leitrohr. Das kann auch Spaß machen, vor allem wenn man bedenkt wieviel Geld man spart.

Gruß <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> astroluchs
 
Hi Jung,
vun d´r Dachterrass uus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
Sonst ist hier 100 Meter vom Haus entfernt ein riesiges Feld, kein Licht und kein Verkehr, oder man schleppt das ganze Gelump 80 Meter bis zur Groov und baut alles am Nepomuk auf.
CS
Nikita
 
Hallo Frasax,

Okay, ich kenne der Rohrschellen des GSO sehr gut, da ich sie selber habe, die sind schon recht robust und das mit dem draufsatteln des FHs würde auch sicherlich einigermaßen funktionieren.
Aber eine deutlich bessere Methode wäre es, wenn du dir eine Doppelmontage Platte für sowas zulegen würdest, das heißt hier konkret, daß du eine Aluplatte auf deine Montierung schraubst, die dir wiederum zwei Schwalbenschwänze nebeneinander liefert.
Auf einen kannst du dann deinen Newton schrauben, auf den anderen den FH.
Dadurch können auch weniger Schwingungen in der Montierung entstehen, als bei der Methode mit dem Huckepack draufschrauben, da die Hebelverhältnisse günstiger sind, wenn die Rohre nebeneinander anstatt aufeinander befestigt werden. Diese Platte die ich meine lässt sich zum ausbalancieren auch verschieben, funktioniert wunderbar!

Um den OAZ etwas zu tunen suche mal etwas in diesen Foren, da wurde schon einiges gesagt, von wegen Teflonstreifen einkleben und so....

Hier hörte ich auch mal den Begriff Off-Axis-Guider in diesem Zusammenhang.
Dazu möchte ich sagen, daß ein Off-Axis-Guider bei einem f/4 Newton schon recht problematisch ist, da man dazu oft zu wenig Backfocus hat.
Auch ist die Nachführung per OAG bei einem Newton recht unbequem.


gruß,
André
 
Re: lei(d)rohr-ohne geld kein spass an astronomie

Was ist denn jetzt eigentlich so teuer an der astronomie? zum beispiel die montierungen: wie kann es denn sein, das (übertrieben gesagt) 3 kilo alu 2 kugellager, 2 bewegliche wellen, und 3-4 schräubchen 800€ kosten sollen? das ist einfach wahnsinn! mir ist zwar schon bewusst, das alle nötigen teile mit der entsprechenden genauigkeit gefertigt sein müssen, aber ich denke, das sich das doch auch wesentlich günstiger bewerkstelligen lässt. und teleskope sind ja nun mitlerweile wirklich zu einem massenprodukt geworden, wo nicht jedes einzelne teil eine sonderanfertigung ist. und wenn ich dann lese "das kostet dann so 10.000 - 15.000€ "aber das macht ja nichts!"" krieg ich jedesmal nen wutanfall. warum sollte einem das meiner meinung nach schönste hobby der welt versagt bleiben, nur weil man nicht über das nötige kleingeld verfügt. ...dann werden die teile gebraucht noch für so ungefähr die hälfte angeboten, aber das sind dann mitunter auch noch sprichwörtlich "astronomische preise". Ich denke da mal an die ganzen jüngeren die ins hobby einsteigen wollen. ich zum beispiel habe mit 10 jahren mal ein 5 cm tele geschenkt gekriegt, war ja alles schön und gut, aber damit sieht man ja dniocht grade das meiste.... dann, mit 14 wollt ich mal en gröseres tele haben, das gröste was ich mir leisten konnte war en 3" newton auf azimutaler monti. toll! bla bla... wie auch immer, mitlerweile verdien ich ja auch mein eigenes geld, musste auf meinen 6" newton trozdem ein halbes jahr sparen... und da frag ich mich immer... wer kann sich das denn noch wirklich leisten? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

wenn wir grad bei astrofotos sind:
Dieses Foto wurde mit meinem 3" newton, huygens okus, ner ganz normalen digicam mit okularprojektion gemacht. zwar am computer nachbearbeitet, aber trozdem: hat nur das bild abgedunkelt, und dem blausaum meiner camera entfernt.
 
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Re: lei(d)rohr-ohne geld kein spass an astronomie

Hallo,

also ich hab auch erst vor 6-7 Monaten mit der Astronomie angefangen. Mit Gedult und Aufgrund der vielen guten Tipps der Leute hier (Dank) habe ich mir meine Ausrüstung Fototauglich (langzeit) für 2 KEuro im Gebrauchtmarkt zusammengestellt.(SP-DX,R135S,70/700.....)

Soll heißen das es auf diese Weise geht.
Du mußt dir doch nur genug Infos besorgen um zu einer richtigen Entscheidung zu kommen, die wieder bei dir liegt. Wenn Du dann bei den Leuten mal Dampf abläßt die Dir helfen wollen geht der Schuß nach hinten los und Du mußt damit rechnen das Du beim nächsten weniger gut informiert wirst (emotionen werden lange behalten).

Gruß
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> RoRo

Tip: Such die Fehler erst bei dir, dann klappts auch mit der Ausrüstung.
Gute Besserung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />




 
Re: ohne geld -> nicht das Kind...

Hallo Mainzelmann,

man muss sicher die Erwartungen vernünftig ansetzen, dann kann man durchaus auch zu niederpreisigen Produkten greifen.

Es ist durchaus richtig, dass einige billige Teleskope wirklich viel für's Geld bieten! Aber dabei werden zumeist Kompromisse eingegangen, die zumindest fragwürdig sind (und in ihrer Wirkung nicht immer direkt einschätzbar).

Meine Erfahrung ist, dass ich mit billigsten Produkten eigentlich nie glücklich werde. Allerdings bin ich manchmal schon ein ziemlicher Perfektionist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Aber sowohl in der Astronomie, wie auch im "normalen" Leben gilt für mich die Regel: Qualität hat ihren Preis.

Es ist aber auch so, dass die Qualitätsansprüche individuell stark verschieden sein können. Jeder muss das halt selbst abwägen.

Viele Grüsse
Martin
 
Montierungen und deren Kosten

Hallo Julian,

zum Glück kann man auch mit moderatem Geldaufwand sehr gut Astromonie betreiben, bis hinunter zu 0 Euro mit binokularer Beobachtung durch eine Doppel- 1x7-Optik <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Bei Deiner Montierungs-Kostenrechnung muss ich aber doch entschieden einschreiten: Das erinnert mich irgendwie an die alte Rechnung, wieviel ein Mensch kostet ( 20l Wasser, 1 Sack Kohlen(stoff), 1 Kilo rostige (Eisen-)Nägel, usw.) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />

Hochwertige (=seltene) Montierungen sind immer noch in der Stückzahl eher bei Einzelfertigungen als bei Grosserien. In beiden Fällen gelten verschiedene Regeln, wie man kostengünstig konstruiert und fertigt. Zum Beispiel kann man mit Gussteilen eine Menge Geld sparen, insbesondere bei Kunststoff. Allerdings entstehen sehr hohe Kosten für die Formen und Werkzeuge, die sich nur bei hohen Stückzahlen rechnen. Bleibt man drunter, reduziert sich die Fertigungstechnologie in erster Linie auf die klassische Zerspanung. Da mag man bei mittleren Stückzahlen mit CNC und anderweitigen Optimierungen was holen, aber erreicht nicht die Ratiopotentiale einer 100000-Stück-Serie.

Und das sieht man ja auf dem Markt: die kleineren Japan- und Chinamontierungen basieren auf Gussteilen, die grösseren, seltenen, USA- oder Europamontierungen aus Dreh-/Frästeilen. Wobei es m.W. auch Sandguss-Anwendungen (E.Alt?) gibt.

Konkret:
- Eine Montierung besteht aus erstaunlich vielen Einzelteilen, wenn man sich die Sache mal genau von innen anschaut
- Viele dieser Teile haben in ihrer Fertigungsqualität direkten Einfluss auf das Verhalten der Montierung, müssen also genau gefertigt werden
- Drehen und Fräsen kostet Geld. Wer sich mal ein paar Teile in einer Dreherei hat machen lassen, weiss das
- Gute (genaue, steife) Wälzlager kosten Geld
- Gute (genaue, steife) Schneckenradsätze kosten ein Schweinegeld! Auch im normalen Maschinenbau.

Deshalb ist es auch kein Wunder, dass eine grössere, nach allen Regeln der (Maschinenbau-)Kunst gefertigte Montierung schnell die 5000 Eu-Grenze durchbricht. Solange diese Montierungsklasse nicht in wirklich grossen Stückzahlen läuft habe ich da nicht viel Hoffnung auf deutlich fallende Preise <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Vielleicht tut sich was durch Synta. Wenn die es schaffen eine grosse Montierung am Markt zu positionieren, die so toll ist dass sie jeder haben will, und die Stückzahlen entsprechend hochschnellen.... aber mit der gegenwärtigen EQ6 wird das schon mal aus Qualitätsgründen wohl nicht funktionieren.

Oder vielleicht gelingt es OTE, eine tragfähige und gute Montierung auf den Markt zu bringen. Aber auch die wird einen der Leistungsfähigkeit und Qualität entsprechenden Preis haben.

So vor 10-15 Jahren dachte ich, man kann eine gute Montierung selber basteln. Einige Jahre, viel Geld, viele Nerven, und viele Schottteile im Keller später weiss ich: Konstruktion und Bau einer Montierung sind nicht zu unterschätzen! Es sieht VIEL(!!!) einfacher aus als es ist.

Und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Meine aktuelle Montierung hat neu 500 Eu gekostet. Und ich beobachte auch nur mit 6 Zoll. Einige Tausend Eu für eine Montierung auszugeben finde ich auch absolut utopisch. Mir ist aber klar dass der Preis gerechtfertigt ist!

Übrigens, Dein Bild kann ich nicht sehen. Error 403 <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Viele Grüsse
Martin
 
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