Leica 12x50 Ultravid

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JoachimSchmolke

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Liebe Fernglasfreunde,
ich interessiere mich für das Leica 12x50 Ultravid. Das 10x50 Ultravid habe ich schon ausgiebig testen können. Mechanik, Design und Gewicht sind super. Mit der Optik war ich nicht zufrieden: Schwache Randschärfe und ungleichmäßige Ausleuchtung des Bildfeldes - im Gegensatz zum Swarovski 10x50 (welches leider schon zu schwer ist). Die hohe Vergrößerung, das relativ geringe Gewicht und der große subjektive Sehwinkel machen das 12x50 für mich interessant.
Nun meine Fragen:
Hat das Glas schon jemand ausgiebig testen können? Wie sind Randschärfe und Bildfeldausleuchtung im Vergleich zum 10x50 Ultravid? Kann man das Glas noch freihändig problemlos halten? Ich kann z.B. ein 10x50 noch sehr gut halten.

Gruß
Joachim
 
Hallo Joachim,

nun hat hier schon so lange keiner auf Deine Fragen geantwortet... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Um es vorweg zu nehmen: Ich kenne nur das Ultravid 10 x 50. Das 12 x 50 kenne ich nur als Trinovid und das nicht mal am Sternenhimmel... Ich will dennoch schreiben, weil mir das 12 x 50 als Trinovid schon bei Tageslicht sehr imponierte. Als Ultravid ist es ja sogar noch etwas leichter und - zumindest für meine Hände - auch handlicher als das Trinovid. Allerdings: Freihändig ist hier schon fast nicht mehr viel möglich. Ich empfinde 12fache Vergößerung als nur sehr kurzzeitig gut handhabbar. Zumindest sinkt die Wahrnehmung durch das mehr an Anspannung, das Glas ruhig zu halten, derart, dass ein 10fach-Glas mehr Sinn macht.

Viele Grüße

Serenitatis
 
Also, wenn ich mir die Daten des Ultravid 12x50 so anschaue:

4,2 mm AP, Dämmerungszahl 24,5, Sehfeld 100 m/1000 m und ein Gewicht von 1050 g, addiere meine Seherlebnisse mit 8x und 10x Ultravids dazu, so müßte das Glas am Nachthimmel ein Genuß sein. Allerdings, und da spreche ich als Besitzer eines Zeiss Conquest 12x45 (leider nur 80 m/1000 m) aus Erfahrung: ohne Stativ nicht zu gebrauchen.

Ich bilde mir ein, eine ruhige Hand zu haben. Die Tagbeobachtung mit 12x ist für mich noch gewinnbringend. Aber unterm Sternhimmel gelten andere Regeln. Wer zuckende und tanzende Sterne mag, bitte schön. Zwar ist das Ultravid ca. 300 Gramm schwerer, aber das reißt es bestimmt nicht raus. Evtl. auf einer Isomatte im Liegen mit aufgestützen Ellenbogen, aber ehrlich gesagt, wer macht das schon regelmäßig???

Ich persönlich halte 10-fach für das Maximum. Wenn Dir das 10x Ultravid nicht zugesagt hat (was ich kaum nachvollziehen kann), so nimm doch mal das 10x50 Fujinon zur Hand, kostet die Hälfte und leistet am Nachthimmel mindestens das selbe.

carpe noctem
Matthias
 
Liebe Fernglasfreunde,
vielen Dank für Eure Auskünfte. Ein Fernglas mit Stativ kommt für mich nicht in Frage. Also muß ich wohl zum 10x50 greifen. Das Fujinon und das Leica Ultravid hatte ich zu Hause. Im direkten Vergleich machte das Leica keinen besonders guten Eindruck. Dieses ist vor allem auf die im Vergleich zum Fujinon schwache Randschärfe zurückzuführen. Ferner hat mich gestört, daß das Bildfeld beim Leica nicht so gleichmäßig ausgeleuchtet ist wie bei Zeiss oder Swarovski. Trotzdem werde ich mir das Leica noch einmal ansehen. Es sieht richtig schnuckelig aus und ist relativ leicht. Auch ist es sehr kompakt. Das Fujinon hat keinen Mitteltrieb und ist für mich zu schwer und zu klobig. Es scheidet trotz der sehr guten Optik aus. Bleibt noch zu hoffen, daß sich bei Zeiss und Swarovski bald etwas tut.
Die größeren (56mm) FL-Gläser werden irgendwann kommen und Swarovskis SLC-Gläser werden überarbeitet werden müssen.
Das sehr gute SLC 10x50 ist leider schon zu schwer.

Herzliche Grüße

Joachim
 
Hallo Joachim,

ich kenne das 12*50 Trinovid und finde, daß es für astronomische Beobachtungen sehr gut geeignet ist. Das Ultravid soll eher noch einen Tick besser sein. Aber, wie die "Vorredner" schon schrieben, vergiss es ohne Stativ, 12fach ist dafür zuviel, das geht höchstens bei Naturbeobachtungen am Tage noch einigermassen gut.

Deine Aussagen bzgl. Ultravid 10*50 verwundern mich etwas. Kann schon hinkommen, daß Fujinon noch eine etwas bessere Randschärfe hat, ist ja wohl auch auf ein anderes Einsatzgebiet hin optimiert. Aber Deine Aussage über eine ungleichmässige Helligkeitsverteilung kann ich nicht nachvollziehen, da habe ich nie etwas Negatives bemerkt. Ist an dem Glas, das Du getestet hast, alles ok?

Schönen Gruss,
Michael
 
Hallo Joachim,

Swarovski hat die SLC Serie doch gerade überarbeitet. Es ist schade, dass das außer bei den 56ern keinen Einfluss auf das Gewicht hat. Andererseits: schon ein Neoprentragegurt wiegt ca. 150 g. Macht der Gewichtsunterschied wirklich den Kohl fett?
Ich rechne nicht damit, dass es in naher Zukunft eine 56er FL Serie geben wird. Dieser Fernglastyp ist primär für die Jagd konzipiert und die Verwendung von Sonderglas bringt für diese Anwendung so gut wie nichts. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Anwendung Astro. Warum sollte der Hersteller dann die damit verbundenen Zusatzkosten aufbringen?

Das mit der "Bildausleuchtung" halte ich für ein Gerücht.

Ein anderer Vorschlag. Du hast doch schon das 8,5x Swaro EL. Nehme dazu ein reines Stativfernglas für Astro. Z.B. die großen 70er Fujinons. Damit wächst du deutlich über das jetzt mögliche hinaus.

Steve
 
Ein anderer Vorschlag. Du hast doch schon das 8,5x Swaro EL. Nehme dazu ein reines Stativfernglas für Astro. Z.B. die großen 70er Fujinons. Damit wächst du deutlich über das jetzt mögliche hinaus.

Hallo Joachim,

Dieser Vorschlag, den Steve macht, wird von meinen Lobgesängen begleitet, auch wenn er freilich in eine ganz andere Richtung geht, als von Dir mit Deiner Eingangsfrage angestoßen. Wenn schon Glas auf Stativ, dann richtig...

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Mit dem 10x70 oder dem 16x70 hast Du im Vergleich zu einem 50er-Glas die doppelte Lichtsammelfläche. Beide Gläser sind optisch und mechanisch allererste Sahne. Ich habe seit 9 Jahren das 10x70 und das lässt sich übrigens supergut mit einem Schulterstativ verwenden.

Gruß

Serenitatis
 
Hallo Michael,
zur Randschärfe kann ich ohne Übertreibung sagen: zwischen dem dem Fujinon und dem Leica liegen Welten. So sah das auch ein jüngerer (30) Sternfreund, mit dem ich die Gläser ausgiebig getestet habe. Wie ich schon früher erwähnte, sollte ein Fernglas wenigstens so eine gute Randschärfe haben wie die ELs von Swarovski.

Gruß
Joachim
 
Hallo Steve,
als das 10x50 Trinovid auf den Markt kam, habe ich mir sofort eines geholt. Schon beim ersten Durchsehen fiel mir
die ungleichmäßige Helligkeitsverteilung auf. Daraufhin gab ich das Glas gleich wieder zurück. Beim Ultravid ist das nicht ganz so ausgeprägt. Um zu verstehen was ich meine, solltest Du das 10x50 Ultravid direkt mit dem 10x50 von Swarovski vergleichen. Das es hier einen Unterschied in der Bildausleuchtung gibt, können Dir auch richtige Fachleute (ich weiß nicht ob ich den Namen nennen darf) bestätigen.

Herzlichen Gruß

Joachim
 
Hallo Joachim,

Um zu verstehen was ich meine, solltest Du das 10x50 Ultravid direkt mit dem 10x50 von Swarovski vergleichen.

Das habe ich reichlich getan. Ergebnis: s.o. die Aussage von Walter Wehr. Es ist doch immer dasselbe. Das Leica hat das größere Sehfeld, dafür fällt die Schärfe in Relation zum Rand früher ab. Schau mal genau hin: die Größe des wirklich scharfen Feldes ist bei allen diesen Gläsern, selbst bei vielen geebneten, ungefähr gleich. Da macht auch Swarovski keine Ausnahme.

Das es hier einen Unterschied in der Bildausleuchtung gibt, können Dir auch richtige Fachleute (ich weiß nicht ob ich den Namen nennen darf) bestätigen.

Na, wer das wohl ist?
Joachim, du sonderst hier in regelmäßigen Abständen Anti-Leica-Einlassungen ab. Was soll das? Ich habe einen Vorschlag: Warum besorgst du dir nicht endlich das Fernglas, welches dir gefällt und wirst glücklich damit? Tipps hast du nun wirklich zur Genüge.

Steve
 
Hallo Steve,
leider hast Du mich in einem Punkt falsch verstanden. Es ging bei dem Vergleich Leica - Swarovski nicht um die Randschärfe sondern um die Bildausleuchtung. In Randschärfe ist in der Tat bei beiden Gläsern vergleichbar - mit leichten Vorteilen bei Swarovski.
Wenn Du frühere Beiträge von mir gelesen hast, so hast Du sicherlich bemerkt, daß ich auch Zeiss und Swarovski kritisiert habe. Ich habe z.B. das Swarovski SLC 10x50 gehabt, und ich habe das Zeiss 10x56 gehabt. Beide Gläser haben Schwächen, so auch das Leica, drum habe ich sie wieder verkauft. Es gibt also kein größeres Glas mit dem ich glücklich werden könnte. Bei den kleinen Gläser sind die EL-Gläser von Swarovski und die FL-Gläser von Zeiss schon recht gut gelungen. Es geht nicht darum herumzumäkeln, sondern die Firmen anzuspornen, daß heute technisch machbare auch zu machen. Das heißt: Relativ leichte Gläser zu bauen (wie z.B.die Ultravids von Leica), die ein sehr helles Bild haben, ohne größere Farbfehler (wie z.B. die FL-Gläser von Zeiss) und die eine gute Randschärfe haben (wie z.B. die FL-Gläser von Swarovski).
Zeiss wird in nicht allzuferner Zukunft größere (56mm) FL-Gläser auf den Markt bringen (die leichter sein werden als die bisherigen)und Swarovski wird die SLC-Gläser ebenfalls überarbeiten. Dann werde ich mir warscheinlich noch einmal ein Glas kaufen.

Gruß
Joachim
 
Joachim,

wie äußert sich deiner Meinung nach denn die mangelnde Bildausleuchtung beim Leica?
Wo wird das sichtbar? Es ist zwar richtig, dass das Swaro minimal heller und das 10x56 deutlich heller ist. Doch in Sachen Abwesenheit von Farbfehlern verhält es sich in der Reihenfolge genau umgekehrt. Es bringt nichts, immer nur einen Aspekt herauszustellen.
Das heißt: Relativ leichte Gläser zu bauen (wie z.B.die Ultravids von Leica), die ein sehr helles Bild haben, ohne größere Farbfehler (wie z.B. die FL-Gläser von Zeiss) und die eine gute Randschärfe haben (wie z.B. die FL-Gläser von Swarovski).

Sicher, es wäre schön, wenn es so etwas gäbe. Doch für meine Begriffe hört sich das verdächtig nach eierlegender Wollmilchsau an.

Die SLC Serie wurde erst Mitte dieses Jahres renoviert. Du scheinst der Erste zu sein, der etwas über ein neuerliches solches Unterfangen weiß. In so kurzer Zeit hat das weder Swarovski noch sonst irgendein mir bekannter Hersteller getan. Das Gleiche gilt für Zeiss in Sachen angeblicher 56er FL. Ich muss gestehen, dass es mir schwer fällt, das zu glauben. Vielleicht kannst du meine Zweifel mit etwas Handfestem zerstreuen?

Gruß

Steve
 
Hallo Joachim,

also bei aller Liebe und Diskussionsfreude. Ich besitze selbst ein Trinovid 10x50 BA, ein Nikon SE 10x42 und auch Gläser mit deutlicherer Randunschärfe (Docter, Zeiss Jena). Die Randschärfe am Himmel ist beim SE und beim Trinovid auf vergleichbarem Niveau, wobei das Leica das deutlich größere Sehfeld besitzt (eigene Erfahrung). Ich habe auch noch nie einen Hinweis gelesen (auch nicht bei unseren angelsächsischen Freunden, die sonst oft die Flöhe anders husten sehen), dass es hier ausgeprägte Schwächen gäbe. Aber ganz besonders die ungleichmäßige Ausleuchtung der 10x50 Leicas scheint weltweit völlig unbekannt zu sein.

Dein Trinovid ist/war wohl eine absolute Rarität - oder bist Du wieder einmal dabei, haltlose Gerüchte in die Welt zu setzen? Es gibt beispielsweise ernstzunehmende, optikinteressierte Händler, die bei Zeiss gerade angefragt haben, ob die FL-Serie in Richtung 50mm oder 56mm fortgesetzt werden wird. Die Antwort war genauso überzeugend wie logisch: der Absatz der großen Victories im Zielmarkt ist nach wie vor gut, weil es bei den Jägern/Förstern/Rangern keine zahlenmäßig relevanten, ernsthaften Konkurrenzgläser gibt. Ausnahmen sind nur regional begrenzt wirksam (Swarovski). In den anderen Marktsegmenten sieht man derzeit keine wirtschaftlich interessanten Absatzchancen für größere und dann wesentlich teurere FL-Versionen. Es wird aber möglicherweise in absehbarer Zeit größere Versionen der Conquests geben, mit denen man die Qualität verbessern und die Preise in etwa halten kann.

Gruß
Walter
 
Hallo Joachim,

jetzt bin ich aber mehr als irritiert. Inzwischen liegen bzgl. Randschärfe sogar Welten zwischen Fujinon und Leica Ultravid. Weder Leica Trinovid noch Ultravid 10*50 haben eine schlechte Randschärfe bezogen auf das Gesichtsfeld. Daß das eine oder andere Fernglas das aufgrund anderer Prioritäten bei Optimierung evtl. etwas besser kann, mag ich nicht bestreiten, aber so scheint mir Deine Aussage definitiv übertrieben und sie entspricht nicht meinen Erfahrungen mit Leica, Zeiss, Swarovski und Fujinon (hier nur das 16*70). Die ungleichmässige Helligkeitsverteilung habe ich noch nie gesehen (bei keinem der Topgläser) und kann sie, bezogen auf das Ultravid 10*50 nur für einen Defekt Deines Testglases halten.

Schönen Gruss,
Michael
 
Hallo Joachim,

jetzt bin ich aber mehr als irritiert. Inzwischen liegen bzgl. Randschärfe sogar Welten zwischen Fujinon und Leica Ultravid. Weder Leica Trinovid noch Ultravid 10*50 haben eine schlechte Randschärfe bezogen auf das Gesichtsfeld. Daß das eine oder andere Fernglas das aufgrund anderer Prioritäten bei Optimierung evtl. etwas besser kann, mag ich nicht bestreiten, aber so scheint mir Deine Aussage definitiv übertrieben und sie entspricht nicht meinen Erfahrungen mit Leica, Zeiss, Swarovski und Fujinon (hier nur das 16*70). Die ungleichmässige Helligkeitsverteilung habe ich noch nie gesehen (bei keinem der Topgläser) und kann sie, bezogen auf das Ultravid 10*50 nur für einen Defekt Deines Testglases halten.

Schönen Gruss,
Michael


Hallo Michael,

mir ist beim Ultravid 10x50 auch schon eine etwas eigenartige Ausleuchtung aufgefallen. Wenn man am Tage auf eine gleichmaessig weisse Flaeche sieht, z.B. Richtung bedecktem Himmel, dann erkennt man unter Umstaenden einen hellen konzentrischen Ring. Dessen Intensitaet und Position haengt aber vom Augenabstand ab, und wenn man dicht genug dran ist, dann ist er fast verschwunden. Dieser Effekt faellt allerdings nicht auf, solange man eine normale Landschaft betrachtet.

Was Randschaerfe betrifft, bzw. Ausdehnung des optimal nutzbaren Bereichs ("sweet spot"), ist das Fujinon FMT-SX dem Ultravid am Sternhimmel sichtbar ueberlegen.

Gruss,
Holger
 
Hallo zusammen,
12 fach für Freihandbeobachtung am Sternenhimmel zuviel?
Dies empfinde ich persönlich nicht so.
Ich benutze ein 12x60 von Meopta sehr gerne für die DeepSky Beobachtung.
Mein Glas wiegt 1300 Gramm und ich kann es noch Freihand halten.
Der Gewinn gegeüber einem 10x50 ist gewaltig,
dies machte sich besonders bei der Beobachtung vom Kometen Machholtz bemerkbar..
Mein 10 x 50 ist auch nicht von schlechter Machart , es ist ein 10x50 Porro von Zeiss Oberkochen.

Von allen Leica Gläsern, durch die ich bis jetzt schauen durfte kann ich nur Gutes berichten.
8x32, 10x42, 8x50, 10x50.....
Was mich bis jetzt abgeschreckt hat sind die hohen Preise von Leica, Svarovsky und Co.
Ich konnte mich bis jetzt immer preisgünstig im Gebrauchtmarkt bedienen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />.


Mit freundlichem Gruß, Gerd
Liebhaber guter Optiken aller Art......
www.bksterngucker.de
 
Hallo Walter, hallo Michael,

Zitat:"oder bist Du wieder einmal dabei, haltlose Gerüchte in die Welt zu setzen?"

Es ist schade, daß es im Forum auch Leute gibt, deren Schläge unter die Gürtellinie zielen.

Nun zu den angesprochenen Themen:
Was die Bilfeldausleuchtung Leica/Swarovski anbetrifft, so empfehle ich, einen richtigen Fachmann zu befragen: Z.B. H. Jülich oder einen anderen.
Zum Thema Randschärfe möchte ich auf einen Testbericht von Holger Merlitz, Michael Bauer und Frank Schäfer verweisen.
Hier ist zu lesen: "Im Vergleich dazu (Fujinon 10x50) ist die Randunschärfe des Leica nahezu als auffällig zu bezeichnen.
Nun zu den Entwicklungen von Zeiss und Swarovski:
Sicher ist es richtig, daß die Fl-Gläser vom Markt positiv aufgenommen werden. Auch die größeren (56mm) Gläser verkaufen sich noch recht gut. Für Zeiss besteht also nicht mehr die Notwendigkeit schnell zu handeln. Man kann in aller Ruhe an den neuen Gläsern "feilen". Es geht dabei nicht um die Frage ob sie kommen werden, sondern wann sie kommen werden. Die gegenwärtigen großen Gläser zielen vor allem auf Jäger. Leichtere Gläser mit noch hellerem Bild und besserer Farbkorrektur wären auch für andere interessant. Zeiss wäre dumm, wenn sie nur die Jäger als Zielgruppe im Auge hätten.
Zu Swarovski kann ich nur sagen: Man ist sich sehr wohl bei Swarovski bewußt, daß z.B. das SLC 10x50 im Vergleich zum Leica 10x50 Ultravid zu schwer und zu unhandlich ist. Marktanteile gehen verloren.

Abschließend noch etwas Allgemeines:
Ich glaube, daß es nicht gut war bestimmte Informationen hier ins Forum zu tragen. Es kann zu "Mißverständnissen" (siehe oben) kommen. Ferner mögen es die Firmen nicht, wenn Berichte über Neuentwicklungen zu früh in die Öffentlichkeit gelangen - ich gelobe Besserung.

Gruß
Joachim
 
Hallo Joachim,

Du sprichst mich zusammen mit Walter in der selben Antwort-Mail an. Ist ok, aber ich will festhalten, daß ich Dich nicht bezichtige, haltlose Gerüchte in die Welt zu setzen (deswg. meine Frage bzgl. Defekt des von Dir getesteten Ultravid).

Aufgrund der Antwort von Holger (danke Holger), kann ich mir jetzt auch unsere differierenden Meinungen zum Thema Bildfeldausleuchtung erklären. Den von Holger beschriebenen Effekt gibt es sehr wohl und ich kenne ihn, aber den habe ich nicht in den Zusammenhang mit Deiner Aussage gebracht. Für mich war dieser Effekt immer nur ein Hinweis darauf, daß ich mit den Augen nicht richtig am Okular bin, bzw. die Augenmuschel zu weit rausgedreht war. Vielleicht ist Deine Fernglashaltung anders als meine, daß für Dich dieser Effekt so störend wirkt. Jedenfalls ist bei mir dieser von Holger beschriebene "konzentrische Ring" niemals sichtbar, auch nicht gegen den gleichmässig bedeckten Himmel, wenn ich richtig am Okular bin.

Zum Thema Randschärfe: Ja ich erkenne die bessere Randschärfe des Fujinons an (ich kenne die des 16*70), aber ich werde die des Leicas nicht kritisieren, da sie für ein nicht primär auf Astro-Zwecke zugeschnittenes Glas gut ist. Ich kenne die Zeiss FL Gläser, die als Universalgläser und von der Gewichtsklasse her im Gegensatz zu den Fujinon-Gläsern eher mit Leica vergleichbar sind. Dort ist die Randschärfe in meinen Augen weniger gut als bei Leica, was nicht heisst, daß ich sie schlecht finde. Nur beim Zeiss 7*42 FL ist die Randunschärfe schon etwas heftiger, aber das ist eben auf Weitwinkel optimiert.

Schöne Grüsse,
Michael
 
Hallo Holger,

danke für Deine Erklärung/Vermittlung bzgl. Joachims und meinen differierenden Feststellungen (siehe auch meine Antwort an Joachim).

Einen Nachtrag habe ich noch:
Der von Dir beschriebene Effekt dieses konzentrischen hellen Ringes ist in meinen Augen eher eine mittige runde Abschattung, wodurch die Wirkung eines hellen Ringes entsteht. Ich kenne diese runde Abschattung auch von anderen Ferngläsern, z.B. Swarovski 10*42 EL, wenn man noch nicht die richtige Augenposition am Okular hat. Beim Swarovski ist der Effekt aber geringer.

Schönen Gruss,
Michael
 
Hallo Joachim,

das sollte kein Schlag unter die Gürtellinie sein, aber wenn man sich Deine früheren Prognosen ansieht, dann müßte Zeiss jetzt vor der Einführung der Nachfolger der FL 8/10/12x56 stehen. Auf die Umsetzung Deiner Insider-Informationen durch Zeiss (und nun auch Swarovski?) warten wir jedenfalls bisher vergebens.
Deshalb meine Bemerkung.

Gruß
Walter
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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