LEICA Trinovid 7x42 BA od. Ultravid 7x42

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Klaus85

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Hallo Zusammen,
worin besteht der Unterschied zwischen einem Trinovid 7x42 BA (BJ ca.2004) und einem aktuellen Ultravid 7x42 bzgl. der optischen Konstruktion u. Qualität.
Leider kann ich im Netz nix wirklich aussagekräftiges finden.

Schon mal vielen Dank
Klaus
 
Hallo Klaus,

die technischen Daten dürften ja im Netz auffindbar sein, demnach erspare ich mir das. Wenn nötig, bitte melden.

Trinovid`s gab es ja in BA und BN Versionen.
(davor gab es auch bereits Trinovids)

Transmissionsvergleiche 10x42er Modelle:

Transmission:
Trinovid aus 1975 Tag: 82,9% / Nacht 79,3%
Ultravid aus 2005 Tag: 88,1% / Nacht 85,4%

Der Unterschied von ~ 6% ist selbstredend sichtbar.
Der Übertrag der Trinovid´s vs. gegenwärtige Ultravids dürfte geringer, aber auch sichtbar ausfallen.

Die neuen Ultravid vs. älteren Trinovid 7x42 BA oder BN (hier nur Nahgrenze verbessert) sind dank besserer Vergütungen heller, vor allem aber derzeitig verwendeter dielektischen Verspiegelung der Prismen kontrastreicher.
Zuvor wurde die alte Trinovid-Serie m.W. mit einer Silberverspiegelung versehen.

Die Ultravid HD Modelle reduzieren nochmals den Farbfehler und erweitern den bereits bei den Trinovids relativ guten scharfen Randbereich.

Der Mitteltrieb der Ultravids unterscheidet sich schon merklich.
Darüber kannst du aber einiges im Netz finden, auch Gegner der schmiermittellosen Titanachse.

Die Armierung der Trinovid lässt nach Jahren des Gebrauchs an Farbe, vor allen bei stärkerer UV Strahlung und / oder Handschweiß weisen viele Modelle weiße Flecken auf.
Eine neue Armierung kostetet seinerzeit auf Grund der geschlossenen/eingeschweißten Konstruktion ~400DM. Die heute vollverklebte Gummierung kostet fast das Gleiche, in Euro :)

Wie auch immer, die Trinovids sind m.E. immer noch sehr gute Gläser bei den man im angemessenen Gebrauchtpreisrahmen bedenkenlos zugreifen kann.
 
Hallo Dominique,

merci für die Antwort.
Nun als 7x42 gibt es eben nur die älteren Trinovids od. Ultravids.
Die neuen Trinovids beginnen bei 8x nur die Ultravid-Serie hat auch 7x im Programm.
Bzgl. der Dämmerungszahl etc. sieht das alles sehr ähnlich aus.
Nun hat glücklicher Weise ein 7x42 BA zu mir gefunden. Bisher wurde ein Seeadler (Jägermeister) 8x63 verwendet.
Der Unterschied in Schärfe, Kontrast u. Farbwiedergabe ist deutlich zu sehen.
Die weißen Flecken sind mit Lederpflegemittel einfach zu entfernen.
Ein leichter Farbsaum am Rand ist nur bei sehr schrägem Einblick erkennbar d.h. bei richtiger Handhabung nicht wahrnehmbar.

Nur noch eine Frage: Wann wurde die dielektische Verspiegelung bei Leica eingeführt?

Gruß u. Dank Klaus
 
Hallo Klaus,
Bzgl. der Dämmerungszahl etc. sieht das alles sehr ähnlich aus.

Beim 7x42 Glas beträgt sie 17,1 - wie sollte sie sich auch bezüglich der Berechnungsparameter ändern? Es sei denn du meinst 7x vs. 8x. Dann vergiss folgendes:

Diese Formel und deren Deutung ist eh mit größter Vorsicht zu genießen. Ein 30x60 Fernrohr hätte gegenüber dem 7x42 ja eine D-Zahl von 42,4 vs. 17,1. Aber bei 2mm AP und 19Uhr im Winterbeginn, da wird es schnell dunkel - nicht dämmernd :)

Die PU Ummantelung würde ICH nicht mit Lederpflegemittel behandeln, zumindest nicht ohne zuvor Leica konsultiert zu haben. Das kann - nicht muss - nach hinten losgehen.

So weit ich weiß ist die neue Beschichtung mit den Ultravid gekommen - müsste ich aber nochmals nach lesen, bin über die Woche nicht bei meinen Unterlagen. Aber der Leica CS sollte da auch auskunftsfreundlich sein.

Ein leichter Farbsaum am Rand ist nur bei sehr schrägem Einblick erkennbar d.h. bei richtiger Handhabung nicht wahrnehmbar.

Das ist grundsätzlich so, egal welches Glas. Falsche Handhabung generiert immer mehr oder weniger Fehler in der Abbildung, die ab und an beim Anwender auf falsche Beurteilung der Optik führen.

Das Trinovid hat eine nicht schlechte, jedoch sichtbare CA, vor allem gegen den Himmel und je nach Lichteinfall. Ich kenne die Trino 8x42er / 10x42 Variante und die 10x42 Ultravid mit und ohne HD Variante.
Unterschiede bzw. Leistungssteigerungen von Generation zu Generatipn sind ab und an je nach Disziplinen klein bis marginal, aber sichtbar. Die CS z.B. bei meinem 10x42 Ultravid ohne HD ist nicht klein.

Aber auch hier ist Empfindsamkeit des Anwenders für Farbsehen unterschiedlich.

 
Hallo,
leider konnte mir der Herr von Leica keine konkreten Angaben z.B. anhand der Seriennummer machen u.
hat sich auch sonst sehr vage ausgedrückt.
Mein Trinovid 7x42 BA ist anscheinend mit Stickstoff befüllt und die Prismen dilektisch verspiegelt.
Bzgl. der Pflege der Gummiarmierung frage ich morgen. evtl. werde ich dann zu jemand anderem verbunden.
(Im Gegensatz dazu: Ein Anruf bei Zeiss bzgl. Tele-Tessar 4/300 W.Germany, Justage vom Anschlag für Unendlich,
hat mich zu einem höchst kompetenten Mitarbeiter geführt.
Der hatte sogar noch einen Plan in der Schublade u. jede Menge gute Tipps)

Mein persönlicher Eindruck vom 7x42 ist sehr positiv.
Evtl. lässt meine geringere Vergrösserung (7x) die von Dominique (8x u. 10x) beschriebenen CAs geringer ausfallen.

Grüße Klaus
 
Hallo Klaus,

sicher ist das Glas Stickstoff befüllt, dass ist bei den Modellen deines Glases bereits damals praktiziert worden.
Hast du keinen Prospekt?
Ich kann ihn dir scannen und zusenden.

Die Trinovids hinterlassen immer einen guten, positiven Eindruck, damals wie heute. Egal welches Modell.

Generell liegt man mit Modellen aus der Ära bei Leica und Zeiss immer auf einer qualitativ sichern Seite.
Swaros Quantensprung kam später.

Freue dich und beste Wünsche für gute Beobachtungen.
 
Hallo Dominique,

vielen Dank für das Angebot. Ist aber nicht notwendig.
Sobald es "amtliche" Pflegetipps gibt, stell ich sie hier rein.

Grüße Klaus
 
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