Leo Triplet finden Großstadt

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Jackiii

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Hallo,
ich habe versucht das Leo Triplet zu finden, bin aber gescheitert.
Ich habe aus einer Großstadt mit meinem Skywatcher Newton 150/750 beobachtet.
Kann ich M66 überhaupt aus einer Großstadt mit meinem Teleskop beobachten?
Oder habe ich falsch gesucht? Wenn ja bitte ich um Tipps, wie ich diese Galaxie finde.

LG
Jakob
 
Ich komme gerade von draußen herein und habe heute das Leo Triplet beobachtet.
Allerdings mit 200/1200 und von einem kleinen Dorf am Rand der Nordalpen aus.

Ich würde sagen, dass eine Großstadt einfach zu lichtverschmutzt ist um die Galaxien des Triplets zu sehen.
Also liegt es wohl nicht an dir.

Mario
 
Moin Jacob!

Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder sind die Bedingungen an deinem Beobachtungsplatz zu schlecht - was von uns hier natürlich keiner beurteilen kann - oder du sucht an der falschen Stelle. Im zweiten Fall brauchst du eine Aufsuchkarte und die Fähigkeit, dich im Zielgebiet zurechtzufinden.
Mit welchen Hilfsmitteln suchst du denn? Sternatlas? Smartphone-App? Ein bißchen mehr an Info mußt du schon rausrücken, damit man dir vernünftige Tips geben kann.

....und ja: M66 ist mit 6" erreichbar.
 
Hallo Jakob,

ich war diese Nacht auf draussen - im Süden von Stuttgart, direkt beim Flughafen. Ich konnte M65 mit meinem CPC800 ganz schwach sehen. Das aber auch nur, weil ich A ein Goto-System habe und nicht suchen musste und B schone etwas Erfahrung im Erkennen von Galaxien habe.

Relativ einfach fand ich immer M81/81 und M31, wenn man weiß, dass man da nur das Zentrum sieht. Falls Du die noch nicht kennst, dann fang lieber damit an.

Dein Teleskop ist natürlich grad so an der Grenze für DSO und dann noch aus der Stadt ist sicher eine Herausforderung.

CS.Oli
 
Hallo Jakob,

das Leo Triplet ist empfindlich für Lichtverschmutzung. Auch für mich ist es eine Herausforderung 10km entfernt vom Stadtrand von Ulm.

Mir unbekannte Objekte suche ich erst mal mit einem 12 x 36 Fernglas. Wenn ich sie damit nicht finde, weis ich, das wird schwierig.

Ich schließe mich Oli an, beginn mit M31, dann mit M81/82. Wenn Du die findest, bzw. sehen kannst, dann geh zum Leo.

Gruß Uwe
 
Lieber Jakob,

wie hatten ja schon kurz das Vergnügen beim Eskimonebel. Großstadt ist nicht gleich Großstadt. Aber hier in Leipzig bei Grenzgrößen um die 5 mag stufe ich das Leo-Triplett (Arp 317) mit einem klassischen 114/900er Newton als einfach ein. Messier 65 und Messier 66 waren dabei bei mittleren Vergrößerungen bereits direkt sichtbar. Die schwächere NGC 3628 war nur indirekt als eher matter Nebel zu sehen.

Wie Micha schon erwähnte, ist es wichtig, ausreichend genau die Position zu kennen. Unter Stadtbedingungen kann man als Anfänger die Galaxien leicht übersehen, da sie nicht übermäßig groß erscheinen. Dazu kommt noch, dass vielleicht die Erwartungen zu hoch sind. Und ganz wichtig: Die Erfahrung des Beobachters!

Mein Tipp: Mache dich mit einem ordentlichem Sternkartenprogramm (z.B. Cartes du Ciel) vertraut, drucke dir Karten und lerne damit umzugehen. Umso schwächer und/oder kleiner die Objekte werden, umso wichtiger sind richtige Detailkarten. Das leistet meiner Meinung nach kein gedruckter Atlas.

Liebe Grüße,
Robert
 
Hallo Jakob und Robert,

nee, Großstadt ist nicht gleich Großstadt. Von 5mag Grenzgröße können die meisten Großstädter wohl nur träumen.
Für annähernd diese Grenzgröße muss ich hier vor Hürth schon einige Kilometer aufs Feld fahren. Vor zwei Tagen konnte ich M65 und M66 mit 80mm Öffnung ganz gut ausmachen, NGC 3628 habe ich dort aber nicht geschafft. Bei meiner Aufsuchvergrößerung von 16x hätte ich die Nebel nicht unbedingt als solche erkannt, hätte ich nicht aus Erfahrung gewusst dass sie dort irgendwo sein müssen. Mit 45x waren aber beide Messier-Galaxien mit Halo direkt zu halten, auch die Ausrichtungen der Sternsysteme waren zu sehen.

Die Frage ist natürlich, ob man solche Grenzerfahrungen wirklich suchen muss. Die ultimative Freude schafft es mir jedenfalls nicht, nur irgendwas zu sehen, wo unter besseren Bedingungen viel mehr drin ist. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, fahr doch ruhig mal raus. Mit dem Mehr an Sternen unter dunklerem Himmel fällt einem die Orientierung auch gleich viel leichter.


VG Klaus
 
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