Leuchtpunktsucher selberbauen

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Carsten_len

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Hallo.
Seit langem habe ich das problem das ich bei richtiger dunkelheit das Fadenkreutz in meinem 8x50 sucher nicht mehr richtig sehe. Diesem Problem habe ich derzeit it einer dimbarhren leuchtdiode gelöst, die von oben in den sucher scheint.

Aus diesem problem ist der Wunsch nach einem zusätzlichen Leuchtpunktsucher entstanden.
Nun möchte ich diesen sucher aber Selber bauen.

Das problem ich weis nicht 100 wie.

Mir ist klar das eine Linse das licht einer diode sammelt und auf eine Glasscheibe wirft.
Nun ist meine frage ob jemand einen Leuchtpunktsucher selbstgebaut hat und mir vieleicht eine anleitung geben kann?

Es sollte kein tellrad sucher sein da ich diese recht klobig und unhandlich finde, sondern ein "klassicher" leuchtpunktsucher

Cs Carsten










 
Hallo Carsten,

in ein Rohr oder alten Sucher ohne Objektiv und Okukar, mittig eine runde 1-1,5mm dicken Plexiglas oder Acrylglasscheibe zwischen zwei Pappröhren aus schwarzem Bastelkarton fixieren.

Zuvor mittig in die Plexiglasscheibe mit dem Dremel und rundem Fräseinsatz eine saubere Vertiefung ausfräsen oder von einer U-Scheibe geführt einen kleinen Kreis den aber nur leicht mit einem dünneren Fräser einritzen.

Am Rohr an dem Platz wo die Plexiglasscheibe später sitzt, ein kleines max. 1mm Loch bohren. Die Kannte der Plexiglasscheibe vor dem Einbau bis auf ein 2mm Stück mit einem Eddig schwärzen.
Darüber wird von außen die Rote regelbare Leuchtdiode platziert und in kleinem Gehäuse oder im Sucherhalter befestigt.

Das Licht tritt seitwärts auf die Kannte der Plexiglasscheibe, die wirkt als Lichtleiter und wird an der Zentralen Vertiefung oder dem kleinen eingeritztem Ring sichtbar.

Gruß Günter


 
Aso sry. war die ganze zeit die linse am suchen aber es gibt keine nun habe ich es glaube ich verstanden bleiben 2 kleine fragen.

1. wie tief / groß soll das ausfräsung in der mitte am besten sein ?
1mm groß 0,1mm tief ? wie könnte man so eine fräsung noch machen ohne so feines werkzeug ?
reicht ein wenig wegnehmen mit schmirgelpapier oder so eine art mini vertiefung mit einem lötkolben einbrennen?

2. wie justiere ich diesen leuchtpunktsucher ?
 
Aber sowas erzeugt doch nur einen Leuchtpunkt auf/in der Scheibe. Zum Peilen dürfte das nicht gehen, da der Leuchtpunkt nicht in unendlicher Entfernung erscheint, wie bei den handelsüblichen Peilern.
Eventuell könnte man das vorgeschlagene Baumuster dadurch retten, daß man in einem längeren Rohr zwei derartige Scheiben anordnet, die dann zur Deckung gebracht werden müssen.
Eleganter ist natürlich eine Projektion auf Unendlich. Dazu ist aber eine Linse erforderlich, in deren Brennebene das Zielkreis-Negativ angeordnet ist. So kann der Zielkreis auf einer Planscheibe auf unendlich projeziert werden.

Oder man benutzt eine konvex/konkave Linse ohne Brechkraft in deren Brennpunkt der konkaven Fläche eine LED eine Lichtleitfaser durchleuchtet. Die Linse dürfte aber schwer zu beschaffen sein.

Grüße

*entfernt*
 
Hallo Carsten,

so tief, wie groß Du den roten Punkt haben möchtest.
Nein! Einbrennen geht nicht, da die kleine Fläche ja matt sein muss!
Ein kleiner Bohrer so 3 mm könnte das auch herstellen, aber vorsichtig mit der Hand probieren ca. 1mm Tief. Oder den kleinen Kreis mit einem Zirkel und der ansteckbaren Reiznadel herstelle, dass aber erst an ein Probestück testen.

Als Hilfsmittel zusammen mit dem Sucher reicht das aus, wenn das Rohr in der Länge am Einblick auf dein Einblickverhalten angepasst wird, so dass die Sterne etwas schärfer sichtbar sind als der rote Punkt.

Gruß Günter
 
Hallo,

man kann seine Zeit auch mit sinnlosen Basteleien vergeuden. So ein Leuchtpunktsucher kostet fertig nur ein paar Euro und funktioniert dann auch richtig (auch bei etwas schrägem Einblick). Und das Prinzip ist anders als hier beschrieben.

Gruß

Ingo
 
danke werde mich mal versuchen.
@ingo es geht mir weniger um das Geld mir macht es einfach spaß so sachen selber zu bauen. das geld ist dabei relativ nebensächlich ;)
 
Es lohnt echt nicht, wenn so'n Murx dabei rauskommt. Funktionierende Leuchtpunktsucher gibts für unter 30€.

Grüße

*entfernt*
 
Hallo Dietrich,

woher willst Du denn wissen ob bei der von Güther beschriebenen Methode Murks rauskommt? Hast Du sowas überhaupt schon mal probiert?

Wenn Carsten gerne sowas bauen will soll er es doch machen! Wenns nicht so funktioniert kann man immer noch was kaufen.

Gruß
Hans
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Man muß nicht jeden Sch... selbst probieren! Allein durch Nachdenken kann man doch schon sagen, daß so ein Peiler nix bringt. Da kann man ja gleich einen Nagel in das Teleskop kloppen und über den Nagelkopf peilen. Gut, wenn man ein Rohr um den Peilpunkt macht, schränkt das die Position etwas ein, aus der das Auge peilt, aber mit einem Sucherersatz hat das doch nichts zu tun.
Schlag zwei Nägel ins Teleskop und peile über beide Nagelköpfe, die dann auch erst einmal justiert werden müssten, dann kanns was werden. Ersatzweise, wie shon gesagt zwei Leuchtpunkte in einigem Abstand in das oben von Günter vorgeschlagene Rohr setzen, dann kann da was draus werden. Mit etwas Geschick kann man die beiden Leuchtpunkte über Lichtleiter sogar mit nur einer LED beleuchten. Oder man nimmt zwei verschieden farbige.

Ich sehe aber immernoch die Schwierigkeit, daß man Leuchtpunkte und Sterne nicht gleichzeitig mit den Augen scharf sehen kann. Das ist gerade der Vorzug der handelsüblichen Geräte! Das Telrad- oder Rigel-System ließe sich erfolgreich im Selbstbau nachbauen. So einen Ansatz hielte ich für sinnvoller.

Ich will niemand den Spaß am Selberbauen mies machen, aber wenn man schon was anfängt, sollte man sich auch Gedanken machen, ob die Arbeit, die man investiert auch zu Erfolgen führen kann.

Und Carsten hat es ja ganz richtig gemacht und erst einmal hier nachgefragt.
Also frisch ans Werk!
Laß hören, was dabei rausgekommen ist!


Grüße

*entfernt*
 
Jau! Sowas, wie Hans aus Wien gefunden hat, kann man bauen, das macht Sinn. Und man kann das Prinzip sogar abwandeln. Motto: Ohne Spiegel wird's ein Rigel!

Grüße

*entfernt*
 
Danke ersteinmal.
Werde mich am wochenende mal an den Modellen versuchen.
werde euch berichten was draus wird bis dahin
CS Carsten
 
Hallo Carsten,

ich habe vor ein paar Wochen das gleiche durchgemacht. Im Endeffekt habe ich eine Mischung aus verschiedenen Quellen gebaut. Vor Allem aber habe ich ohne Spiegel gebaut, da hier wie bei Teleskopen ein frontseitig verspiegeltes Glas notwendig ist, um Doppelbilder zu vermeiden. Hier ein Bild:

Link zur Grafik: http://home.arcor.de/twarcor/astro/own_design.jpg

Die Bezeichnungen sind auf Englisch weil ich mit Graham Wood, dessen Seite oben genannt wurde, kommuniziert habe. Er war übrigens sehr hilfreich und bietet seine Hilfe auch ausdrücklich auf der Internetseite an.

Das schwierigste für mich war das justieren der Linse. Als erstes sollte man die Brennweite ermitteln. Es gibt verschiedene Methoden, am genauesten meines Erachtens ist die Bessel-Methode (->Google). "Mask" bezeichnet bei mir ein Stück Alufolie vor einer LED mit einem winzigen Loch. Die Entfernung von dort bis zur Linse sollte der Brennweite entsprechen. Theoretisch...

Ich stellte fest, dass der Leuchtpunkt am Himmel nicht fix war, wenn ich den Kopf bewegte. Durch hin und her verschieben der Linse konnte ich eine vernünftige Einstellung finden, auch wenn es trotzdem noch kein Fixpunkt ist. Besser als zwei Nägel ist es allemal ;)

Als Projektionsfläche habe ich eine CD-Hülle genommen. Hier gilt je dünner, desto besser, ebenfalls wegen der Doppelbilder.

Mit dieser Einrichtung habe ich erstmals verschiedene Sternhaufen aufsuchen können, was mir mit optischem Sucher nie gelungen ist.

Viel Erfolg!
Tobias.
 
so hallo erst mal danke für die antworten die noch reinkahmen.
habe mich in den letzen 3 tagen mal an 1-2 proto typen versucht. und muss sagen das die version mit der linse die von der seite beleuchtet wird sehr einfach zu bauen ist, und funktioniert.
das ganze habe ich übrigens wunderbahr mit einem zirkel eingeritz bekommen.
habe anstat eines punktes ein kleines kreutz in die mitte gesetz.
nun denk ich mir es ist noch platz auf der scheibe.
wiso ich gerne grad kreise dazufügen möchte.

Jetz mein problem.

wie viel cm durchmesser müssen die Kreise haben wenn sie 0,5° ; 2° und 4° ergeben sollen ?
kann mir das vieleicht jemand sagen ?
habe lange gegooglet aber nichts gefunden.

gruß carsten.

P.s wenn es fertig ist gibts auch bilder ;)
 
dadurch das ich keineerlei linse im spiel habe sondern der lichtstarhl in einer flachen plexiglasplatte gebrochen wird gibt es keine brennweite.
somit ergibt die formel ja
diameter = Tan

was bei einem 4° kreis
x = 4 ergiebt heist das das der 4 ° kreis 4cm groß sein muss ?
 
moin moin Carsten,

somit ergibt die formel ja
diameter = Tan

Das ist Quatsch.
Falls es aus der Schule nicht mehr sitzen sollte, schau mal bei WIKI nach was der Tanges eines Winkels ausdrückt.
Vielleicht sagen Dir auch die Termini Kathete und Hypotenuse was.

was bei einem 4° kreis
x = 4 ergiebt heist das das der 4 ° kreis 4cm groß sein muss ?

Nein.

Gruß Volker
 
aso ich dachte tan sei die grad zahl ja englisch war halt nie meine stärkste seite.

jetz bin ich aber leider ganz verwirt.
um den Tan ausrechnen zu können braue ich 2 weitere werte.

entweder
-Gegenkathete
-Ankathete
-Hypothenuse
-Winkel
-Sinus
-Cosinus

2 dieser werte brauch ich.
welche 2 sollte ja egal sein da man die formel ja beliebig umstellen kan.

kann ja sein das ich gerade vollkommen auf einem schlauchstehe und gleichzeitig noch ein brett vorm kopf habe.
aber ich habe doch nur die angabe winkel der 4° beträgt korekt ?
woher hole ich die 2 einheit???

vieleicht kann mir ja helfen ???
 
@Carsten,
richtig, Du brauchst neben dem Winkel noch eine Seitenlänge.
Du hast aber einfach den Faktor (f) aus Grahams Gleichung unterschlagen.
Ohne "f" keine Dreiecksbeziehung also auch keine Trigonometrie.
Obwohl Grahams Gleichung auch nicht ganz korrekt ist, da er die Brennweite mit der Gegenkathete gleich setzt, will ich das bei so kleinen Winkeln mal vernachlässigen.
Richtiger wäre der Sinus vom halben Winkel mit dem Ergebnis Radius als diameter.
Aber bleiben wir mal beim Tangens.
Deine Winkel hast Du ja, 0,5° - 2° - 4°.
Den Tangens für diese Winkel liefert Dir jede Zahlentafel und jeder Taschenrechner.

tan(0,5°) --> 0,008
tan(2,0°) --> 0,035
tan(4,0°) --> 0,070

Du arbeitest ohne Linse, was in mir die Frage hervorruft, wie Du einen Punkt in den Raum projezieren willst.
Aber sei es drum.
Für den Faktor "f" muß bei Dir halt der Abstand zwischen Auge und Plexiplatte herhalten.
Aus diesem Abstand und den Tangenswerten errechne den Durchmesser Deiner Kreise.
Nun kannst Du Dir mal Gedanken machen was passiert, wenn du dann den Einblickabstand änderst.

Volker



 
ergo. das ganze wird ungenau sobald ich nur 0,1 cm weiter hinten oder weiter vorne in den sucher schaue.
somit ist der tellrad in dieser bauform schwachsinnig.
gut danke ;)
werde
euchd en wohl schon bald bilder liefern können.
 
Siehste, das meinte ich!
Bau was vernünftiges und Du hast diese Probleme nicht.
Irgendwo einen Lichtpunkt zu erzeugen ist nicht schwer, diesen aber zu Peilzwecken benutzen zu können - das ist die Herausvorderung. Hinweise wie's geht hattest Du ja, also mach weiter!

Grüße

*entfernt*
 
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