Lichtenknecker System 64, Hilfe!!!

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Canonist

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Hallo zusammen.
Habe ein sehr ungewöhnliches Problem mit meinem alten System 64 von Lichtenknecker.
An der großen Fokussiereinheit FOK sitzt eine Verlängerung. Die Feststellschraube am FOK war abgebrochen, ich habe sie ausgebohrt. Trotzdem bekomme ich die Verlängerungshülse nicht frei, obwohl keine Schraube (sondern jetzt ein größeres Loch :O) mehr da ist. Der innenliegende Klemm-Ring hat sich eigentlich entspannt, gibt aber die Verlängerungshülse trotzdem nicht frei. Sie sitzt an einer Ecke immer fest. Drehen hat nichts geholfen, Klopfen (vielleicht sind ja Metallreste vom Bohren reingerutscht) auch nicht. Gewalt sowieso nicht.
Bin im Moment etwas ratlos, aber vielleicht hat ja einer eine Idee, wie man den Klemmring soweit zurückbekommt, dass ich erstmal die Verlängerungshilse rausbekomme?
Danke für alle Hinweise schon mal im Voraus.
LG
Rudof
 
Hallo Rudolf,

wahrscheinlich ist Dir deswegen auch die Schraube abgekracht. Ich würde es mal mir Wärme oder Kälte und Kriechöl probieren.

Gruß

Martin
 
Hallo Rudolf,

ich habe auch das System 64 an meinem Refraktor.

Da es nur wenig Druck gegen den Ring zum klemmen braucht, könnte es schon ein Grad oder Bohrreste sein, die den Ring nicht genug frei geben.

Den Okularauszug zwischen 2 V - Förmig eingesägte ca. 40mm breiten Holzlatten im Schraubstock fest einklemmen. Durchrutschen mit zwei in die V - Aussparung eingelegte Gummistreifen aus Fahrradschlauch verhindern.

Dann die V77 Verlängerung auch mit einem Gummistreifen unter einen starken alten Ledergürtel mit einer Rohrzangen oder Ölfilterschlüssel mehrmals hin und her drehen um verklemmte Bohrspähne zu lösen und mit Zug nach vorne herausziehen.

Dazu kurz vorher die Verlängerung mit Kältespray stark abkühlen und dann den Okularauszug mit dem Föhn erhitzen.
Kriechöl kann beim lösen helfen!

Gruß Günter



 
Und hat es geklappt?
Eine Rückmeldung wäre nicht schlecht!

Gruß

Martin
 
Hallo,
vielen Dank erstmal für die Tipps. Hatte zuletzt sehr wenig Zeit, mich mit dem Problem zu befassen. Der Okularauszug steht noch in der Werkstatt und harrt der Dinge. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Wochen mal Gelegenheit finde, mich in Ruhe damit zu befassen. Mal so nebenbei geht das nicht.

Die V130 habe ich schon mal bei (vorsichtig) in den Schraubstock eingespanntem FOK gedreht. Auch gegen kräftigeren Widerstand. Immerhin ist es mir so gelungen, den Spannring etwa dreiviertel herumzudrehen. Im Moment schaut die freie Öffnung durch das Bohrloch. Ebenso hatte ich den Eindruck, dass die Seite, wo es hakt, gewandert ist. Vielleicht kenn ich ihn ja mal mit mehr Zeit nochmals "durchdrehen" und dabei den Dreck ins Bohrloch schieben...
Mal sehen. Ich melde mich auf jeden Fall irgendwann mit einem Ergebnis.
LG
Rudolf
 
Hallo zusammen.
Nachdem lange keine Zeit war, mich mit dem Problem zu befassen, habe ich es neulich nochmals versucht und alle Tipps angewandt. Nichts hat geholfen. Der Klemmring saß fest und zudem mit der Öffnung vor der Bohrung, auch durch Drehen wanderte er nicht mehr in der Nut weiter.
irgendwann habe ich die Geduld verloren und Abschied vom Gedanken genommen, die Teile "nondestruktiv" auseinander zu bekommen. Also: V133 kurzerhand mit der Puck im kleinen Spalt zum FOK abgesägt :P
Jetzt hatte ich nur noch den Ring in der Klemmung, den mit der Säge zweigeteilt und so kam er raus. Der Klemmring saß in der Tat an einer Stelle erhöht. Beim Rausziehen ist irgendwas rausgefallen, was wohl dahinter saß, ich konnte es im Dreck der Werkbank aber nicht mehr identifizieren. Am wahrscheinlichsten ein Metallsplitter.
Nun ist der FOK erstmal wieder frei.
Ich werde mir jetzt einen Metallbauer mit Drehbank suchen, der mir in den FOK mindestens ein (vielleicht auch drei) neue Bohrlöcher für Klemmschrauben macht und das abgesägte V133 zu einem neuen V1xx abdrehen kann. Dann sollte alles wieder zusammengehen. Mal sehen, wie lange dieser Schritt jetzt braucht...
CS
Rudolf
 
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