Lichtstarkes Teleskop im Bereich von 350 bis 450mm Brennweite

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Ephesier

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Hallo alle zusammen,

ich bin auf der Suche nach einem lichtstarken Teleskop (mit oder ohne Reducer) um im Brennweiten-Bereich von 350 bis 450mm zu landen.
Es sollte schneller als f5 sein und von zu meiner ZWO AM5 Montierung passen. Ach ja, als Kamerasensor benutzte ich zur Zeit den IMX571.

Freue mich über Rückmeldung. Vielleicht hat ja der ein oder andere ein entsprechendes Setup und kann seine Erfahrung damit teilen oder
einfach nur eine Empfehlung.

CS,
Manuel
 
Hallo Manuel,
Hast du eine Präferenz Newton vs. Refraktor ?
Und welches Budget ist geplant?

CS
Franz
 
Hallo Manuel, wenn es signifikant schneller als f/5 sein soll, dann kommen nur die schnellen Hypergraphen Newton in Frage, wie der TAK Epsilon130 oder Sharpstar 13028hnt / 15028hnt.
Grüße
Matthias
 
Als Erfahrungswert hätte ich einen Refraktor von William Optics GT71 mit Reducer bei 330mm bei f4.7. Top Abbildung bis in die Ecken, zumindest bei APS-C und sehr mobil und einfach im Handling.
Wenn’s noch schneller sein soll benutze ich meinen SharpStar 130HNT bei 365mm und f2.8. Sehr feiner Newton mit Top Verarbeitung und Super Abbildung. Allerdings braucht man schon etwas Erfahrung für die Kolimation. Die bleibt jedoch sehr stabil.
Es gibt ihn auch als 150HNT und 420mm Brennweite.

LG
Franz
 
Hallo Manuel,

Hyperstar oder RASA 8 sind ebenfalls sehr schnell und 8" ist auch noch gut handlich. Sollte mit der AM5 kein Thema sein.

CS
André
 
Moin,

wie hoch ist denn dein Budget?

Ich habe schon öfters gute Ergebnisse mit schnellen Apos gesehen die den Starizona Apex 0,65x Reducer benutzen.
Dazu dann zB das 100er Espirt von Skywatcher.
Dann bist du bei ca. 360mm Brennwiete und bei f3,57.
Ich persönlich würde das so aber nicht machen.
APSC wird nicht zu 100% ausgeleuchtet, was mit Flats aber ehr weniger schlimm ist.
Das kann alles schon zu problemen führen.

Ich würde ehr den 0,75er Riccardi nehmen.
Dann bist du bei f4,12 und ca. 410mm Brennweite.
Das ist ein Setup was man öfters sieht.

Grüße
Brian
 
Danke für eure Antworten. Zu euren Fragen:
Budget wäre maximal 2000€
Ob Redaktor oder Spiegel bin ich offen, nur justagestabil wäre gut da ich meistens mobil unterwegs bin.
 
Ich selbst habe noch den 76edph mit Reducer f4,5 gesehen bzw. den Askar FRA 500 mit Reducer mit f3,9 gesehen. Hat jemand damit Erfahrung?
 
ich bin auf der Suche nach einem lichtstarken Teleskop (mit oder ohne Reducer) um im Brennweiten-Bereich von 350 bis 450mm zu landen.
Es sollte schneller als f5 sein und von zu meiner ZWO AM5 Montierung passen. Ach ja, als Kamerasensor benutzte ich zur Zeit den IMX571.

Aus welchem Grund soll es denn unbedingt schneller als F5 sein?
Für deinen Sensor mit 3,8ym Pixeln wäre eine Öffnungszahl von F5,7 ideal.
Das entspricht der bekannten 2 Pixel Regel.
Das Beugungsscheibchen hat bei F5,7 einen Durchmesser von 2,44x0,555x5,7 = 7,7ym.
Gemäß der 2 Pixel Regel sollten sich 2x2 Pixel auf diesen Durchmesser verteilen.
Die ideale Pixelgröße ist also 7,7/2 = 3,85ym.
Oder anders rum betrachtet die ideale Öffnungszahl für deinen Sensor ist F5,7.

Es sei denn das Seeing ist schlecht und vergrößert die Sternabbildung aber das sollte bei 350 bis 450mm Brennweite noch nicht allzu oft der Fall sein.

Ich würde dir einen 70 bis 80mm F6 APO empfehlen und dazu sowohl einen Flattener als auch einen Reducer.
Dann bist du flexibel und kannst Brennweite als auch Öffnungszahl an die Erfordernisse anpassen.
Empfehlenswert wären diese Triplets hier.



Grüße Gerd
 
Hallo Manuel,
ich besitze den TS 94EDPH mit Reducer (im Teleskop integriert) bei f4.4. Bisher mit einer 600da. Ab dem Zeitpunkt??? wo es mal keine Wolken mehr gibt kommt eine ASI 071mc pro zum Einsatz. Bin sehr zufrieden mit dem Röhrchen.
Gruß Wolle
 
Die Pixelgröße ist mit der Kamera bzw. dem IMX571 Sensor vorgegeben.
Möchte man bei einer Brennweite von um die 400mm mind. F4 haben, dann muss die Öffnung mind. 100mm groß sein.
Die schnellen F2,8 Newton sind schon sehr interessant, aber der TE möchte anscheinend mit der Justage möglichst nichts zu tun haben.
 
Bei einem Takahashi Apo kann man nichts falsch machen.

Takahashi FS60CB liegt zwar unter Deiner Spezifikation von 350mm aber dafür kriegt man eine bewährte Qualität ohne Justage Marathon.


Mit dem Reducer x0.7 kommt man auf 264mm /f4.3, geeignet für APS-C Format.

Alles zusammen passt locker in den Budget.

Wenn Du in der Justage nicht sicher bist, würde ich Dir von f/2.8 Sharpstars abraten.

CS
Leschko
 
Zuletzt bearbeitet:
Die schnellen F2,8 Newton sind schon sehr interessant, aber der TE möchte anscheinend mit der Justage möglichst nichts zu tun haben.
Die Epsilons sollen ja recht justagestabil sein. Der 130er passt noch in die Anforderungen des TE. Ist vielleicht etwas zu teuer. Effektiv ist das allerdings kein f/3,3. Wenn man Reflexionsverluste und Obstruktion herausrechnet entspricht das vermutlich einem Refraktor mit etwa f/4.

Man kann sich sowas aber auch selbst bauen. Von Skywatcher gibt es einen 4,5" Parabolspiegel mit offiziell 500mm Brennweite. In der Realität hat der Spiegel aber nur 448mm und ist ein f/4. Keine Ahnung weshalb die das falsch labeln. Auch bei dem Teleskop, in dem der verbaut ist, steht 500mm drauf, ist aber auch nur 448. Ich hatte so eins hier und die Brennweite gemessen. Damit ist es also noch im Bereich dessen, was der TE will. Das ist ein schönes Projekt für finstere Regenstunden, sodass man sich nicht wegen dem schlechten Wetter grämen muss. Gleichzeitig schont es das Budget.
Minimat.jpg

Wie Justagestabil das Ding ist, muss sich aber noch herausstellen ;) Ich hatte nur noch einen passenden Fangspiegel, bei dem die Beschichtung hinüber ist. Den muss ich neu beschichten lassen. Aber auch hier ist es ähnlich wie beim Epsilon. Spiegel und Obstruktion haben ihren Preis. Real ist das System je nach Fangspiegel eher ein f/4,8 bis f/5,2.

Bei einem Newton würde ich vom Sampling her auch etwas unter das gehen, was @Gerd_Duering schreibt, da bei Obstruktionen um die 50% doch schon einiges in den ersten Ring gebeugt wird. Da kann man ruhig etwas gröber sampeln.
 
Die Epsilons sollen ja recht justagestabil sein. Der 130er passt noch in die Anforderungen des TE. Ist vielleicht etwas zu teuer. Effektiv ist das allerdings kein f/3,3. Wenn man Reflexionsverluste und Obstruktion herausrechnet entspricht das vermutlich einem Refraktor mit etwa f/4.
Das Thema mit den Reflexionsverlusten hatten wir vor paar Monaten gehabt, grob überschlagen verliert man beim Newton bis zu einer halben Blende. Ein F2,8 ist real dann ca. F3,3 und ja ein Epsilon F3,3 ca. F4. Ansonsten ist man mit der gewünschten Brennweite und der Pixelgröße nah am Undersampling, was aber nicht schlimm sein muss, dann steht die Auflösung halt nicht im Vordergrund.
 
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