Das ist die sog. geometrische Lichtstärke. Sie errechnet sich, in dem man den Quotienten aus Objektivdurchmesser und Vergrösserung quadriert.
Beispiel: Feldstecher 7x50,
also 50 : 7 = 7,143mm Austrittspupille. Dies zum Quadrat ergibt 51.
Ob das nun gut oder schlecht ist, hängt vom Einsatzzweck des Glases ab. Eine alte Regel besagt, dass die Austrittspupille (die hellen Flecken, die hinten auf den Okularlinsen zu sehen sind, wenn man das Fernglas aus Leseweite betrachtet)nicht größer zu sein braucht als die Augenpupille unter den gegebenen Lichtverhältnissen. Tagsüber sind die Augenpupillen kaum über 3mm geöffnet, das Glas wäre also durch die großen Objektivlinsen groß und schwer, ohne dass man etwas davon hätte, hier würde auch ein 8x20 oder 8x30 reichen. Nachts sieht das schon wieder gánz anders aus, wenn man allerdings den gestirnten Himmel damit betrachten will, kommt es auf dessen Qualität an, in der Stadt wird man ein 7x50 kaum ausnutzen können, da der Himmelshintergrund meist zu hell ist.
Grüße
Norbert