R_Andreas
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Moin!
Heute war es endlich soweit: Der Lidl Refraktor und drei Ferngläser kamen zum Einsatz - und mein 10 Jahre alter Sohn hat seine erste Astronacht miterlebt.
Gegen 22:15 erreichten wir unseren Spechtelplatz in Sonsbeck. Natürlich war es noch viel zu hell, aber man konnte im Lidl den Mond betrachten. Kinder sind vom Mond hellauf begeistert, so auch mein Sohn. Ich hingegen wartete sehnsüchtig auf Dunkelheit und mondlose Nacht.
In der Zwischenzeit hatte ich die Siriussternkarte eingestellt und meinem Sohn dann grob erklärt. In dem Alter können die Kinder schon locker Karten lesen, wie ich festgestellt habe. Besonderes Augenmerk wollte ich in dieser planetenlosen Nacht auf die beiden Kometen im Großen Bären und dem Bärenhüter legen. Die Sternbilder hat er sofort gefunden, genau wie den Polarstern.
Nachdem wir uns Mizar/Alkor angeschaut hatten, gings in Richtung Bootes. Den Kometen (C/2003 K4 Linear) hatte ich im 12x50 Fernglas aus der Hand leicht gefunden, mein Sohn im Lidl mit etwas Mühe ebenfalls. Mehr Spaß hatte er mit dem 8x42 Fernglas, was ich nachvollziehen konnte. Zum Schnellspechteln ist die Lidl Montierung wirklich ungeeignet. Danach wollte er etwas zum Schreiben haben, weil er die gesichteten Objekte aufschreiben musste. Wir Männer sind doch alle gleich...
Parallel habe ich das 88mm Fernglas aufs Stativ gepackt und die Standardobjekte abgegrast. Zu dem Fernglas aber an anderer Stelle später mehr.
Wir haben dann noch mit sehr viel Mühe den anderen Kometen (C/2001 Q4 Neat) im Großen Bären gefunden, der kleiner und schwächer ist. Matürlich durften M13 und der Andromedanebel nicht fehlen.
Glücklicherweise (es war doch etwas einsam) kamen noch drei Spechtler mit exquisitem Equipment zum Standort. Der eine hatte doch glatt einen 10" ICS Dobson dabei; ich durfte auch mal ran. Als Exbesitzer von zwei GSO Dobsons fühlte ich mich in eine andere Dobson Welt versetzt. So angenehm leichtgängig und ausbalanciert kann also ein Dobson sein. Des weiteren stand ein Fujinon 16x70 FMT SX-2 zur Verfügung, das hat mein 88er Glas doch glatt versägt, was ich neidlos anerkennen musste.
Jetzt, als es so richtig dunkel wurde und die Milchstraße sich blicken ließ, mussten wir abbauen, die Müdigkeit übermannte den Nachwuchs. Möglicherweise habe ich ihn mit dem Astrovirus infiziert!
Jedenfalls war das die erste Astro-Sommernacht dieses Jahres und sie war schön!
Viele Grüße
Andreas
Heute war es endlich soweit: Der Lidl Refraktor und drei Ferngläser kamen zum Einsatz - und mein 10 Jahre alter Sohn hat seine erste Astronacht miterlebt.
Gegen 22:15 erreichten wir unseren Spechtelplatz in Sonsbeck. Natürlich war es noch viel zu hell, aber man konnte im Lidl den Mond betrachten. Kinder sind vom Mond hellauf begeistert, so auch mein Sohn. Ich hingegen wartete sehnsüchtig auf Dunkelheit und mondlose Nacht.
In der Zwischenzeit hatte ich die Siriussternkarte eingestellt und meinem Sohn dann grob erklärt. In dem Alter können die Kinder schon locker Karten lesen, wie ich festgestellt habe. Besonderes Augenmerk wollte ich in dieser planetenlosen Nacht auf die beiden Kometen im Großen Bären und dem Bärenhüter legen. Die Sternbilder hat er sofort gefunden, genau wie den Polarstern.
Nachdem wir uns Mizar/Alkor angeschaut hatten, gings in Richtung Bootes. Den Kometen (C/2003 K4 Linear) hatte ich im 12x50 Fernglas aus der Hand leicht gefunden, mein Sohn im Lidl mit etwas Mühe ebenfalls. Mehr Spaß hatte er mit dem 8x42 Fernglas, was ich nachvollziehen konnte. Zum Schnellspechteln ist die Lidl Montierung wirklich ungeeignet. Danach wollte er etwas zum Schreiben haben, weil er die gesichteten Objekte aufschreiben musste. Wir Männer sind doch alle gleich...
Parallel habe ich das 88mm Fernglas aufs Stativ gepackt und die Standardobjekte abgegrast. Zu dem Fernglas aber an anderer Stelle später mehr.
Wir haben dann noch mit sehr viel Mühe den anderen Kometen (C/2001 Q4 Neat) im Großen Bären gefunden, der kleiner und schwächer ist. Matürlich durften M13 und der Andromedanebel nicht fehlen.
Glücklicherweise (es war doch etwas einsam) kamen noch drei Spechtler mit exquisitem Equipment zum Standort. Der eine hatte doch glatt einen 10" ICS Dobson dabei; ich durfte auch mal ran. Als Exbesitzer von zwei GSO Dobsons fühlte ich mich in eine andere Dobson Welt versetzt. So angenehm leichtgängig und ausbalanciert kann also ein Dobson sein. Des weiteren stand ein Fujinon 16x70 FMT SX-2 zur Verfügung, das hat mein 88er Glas doch glatt versägt, was ich neidlos anerkennen musste.
Jetzt, als es so richtig dunkel wurde und die Milchstraße sich blicken ließ, mussten wir abbauen, die Müdigkeit übermannte den Nachwuchs. Möglicherweise habe ich ihn mit dem Astrovirus infiziert!
Jedenfalls war das die erste Astro-Sommernacht dieses Jahres und sie war schön!
Viele Grüße
Andreas