Lifehack: preiswerte Kühlung für Astrokameras

VisuSCor

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Hallo,

neulich habe ich gesehen, dass es bei Touptek eine gekühlte Kamera mit IMX676 Sensor gibt. Das brachte mich auf die Idee, meine ZWO ASI 676 mit einer DIY Lösung zu kühlen, da ich mit meinem ASIAir ja keine Fremdprodukte einsetzen kann.

Bei der Suche nach einer Eigenbaulösung bin ich auf das hier gestoßen:


Eine geniale Idee, wie ich finde, denn man muss nicht basteln und kann den Kühler auch für mehrere Kameras nutzen.

Ich habe mir daraufhin einen Magnetic Cooler 4 pro bestellt. Die bunte Beleuchtung konnte ich über die App abschalten. Die Klammern halten den Kühler allerdings nicht sicher an der Kamera. Also habe ich ihn mithilfe von drei Kabelbindern sicher an der ASI 676 befestigt.

DSC06626kl.JPG


Bei einem ersten Test in einer sehr warmen Juninacht hat der Kühler die Temperatur des Sensors um etwa 15 Grad unter der Umgebungstemperatur gebracht.

Ich finde das eine sehr gute und günstige Lösung - der Kühler kostet ca 45 Eur - und wollte Euch das mal vorstellen.

CS.Oli
 
Hallo,
was es alles so gibt. Wirklich interessant! :y:

Falls die ASI 676 werkseitig von Zwo kein kleines Silicagelsäckchen drin hat, könntest Du überlegen, ob Du sicherheitshalber eins reinpackst. Vermutlich geht es auch so, aber wenn ein Tautropfen ungünstig auf den Fotosensor oder einen CPU ähnlichen Chip laufen würde, wäre die Kamera sonst unter Umständen hin. Wär doch schade.

Bei einem ersten Test in einer sehr warmen Juninacht hat der Kühler die Temperatur des Sensors um etwa 15 Grad unter der Umgebungstemperatur gebracht.

Mit Wärmeleitpaste zwischen Kühler und Kamera, oder ohne?

Evtl. geht da noch was. Am günstigsten sind die 2g Tuben für CPU Kühler. Ein Klecks davon, ungefähr 2/3 so groß wie eine Erbse, reicht meistens schon, und es quillt nix über, das rumschmieren könnte.
Gruß
 
Hallo @heinrichl,

wenn ein Tautropfen ungünstig auf den Fotosensor oder einen CPU ähnlichen Chip laufen würde, wäre die Kamera sonst unter Umständen hin. Wär doch schade.

Danke für den Hinweis. Ich denke aber, dass hier kein Problem entstehen sollte. Der Sensor ist ja immer über dem Kühlkörper und Tau entsteht ja da wo die kältequelle ist.
Mit Wärmeleitpaste zwischen Kühler und Kamera, oder ohne?
ohne - ich hatte an sowas gedacht aber dann wird es natürlich umständlich, die Kamera zu tauschen.

CS.Oli
 
:y:
Läuft der Fan so ruhig, dass man sich keine Sorgen um Vibrationen machen muss?

Hallo Peter,

das ist eine gute Frage, an die ich garnicht gedacht habe. Ich werde da mal genauer hinschauen bzw einfach mal hinfassen, wenn der Fan läuft! Es gibt auch drei Stufen, wobei bei der Lüfter in der höchsten Stufe recht laut ist. Aus der Erinnerung schien mir das Teil aber sehr laufruhig zu sein.

CS.Oli
 
Moin,

spannende Sache.
Mich würde auch interessieren wie es mit der Vibration aussieht.

ToupTek hat ja vor kurzem ein ähnliches Konzept als fertige Lösung vorgestellt:

Klar kann man den Kühler nur an der Kamera nutzen und nicht, wie bei dir, an andere Kameras montieren.
Dafür läuft alles über einen USB Port und die Kamera kann mit Lüfter auf bis zu 20 Grad unter Umgebung gekühlt werden.
Ohne kann man 5 Grad unter Umgebung erreichen.

Selber tüfteln macht aber mehr Spaß ;) :D


Grüße
Brian
 
Interessante Idee. Für Sensoren der aktuellen Generation völlig ausreichend. Die haben ohnehin ein ebenes dark und selbst bei 20 grad noch übersichtlichen dunkelstrom.

Hast du mal mit Wärmeleitungspaste probiert? Vielleicht geht da noch was.

Grüße
Joachim
 
Hallo,

die Touptek mit IMX676 Sensor war, wie eingangs geschrieben, ja der Grund für meine Suche nach einer Kühlung der ASI676.

Sensoren der aktuellen Generation ...haben ohnehin ein ebenes dark und selbst bei 20 grad noch übersichtlichen dunkelstrom.

Danke für diesen Hinweis. Bei dem aktuellen Wetter ist die Kühlung dann auf jeden Fall sinnvoll. Ich hatte an Sensor bei meinem ersten Test 15 Grad bzw später 12 Grad (Anzeige im ASIAir). Im Winter braucht man die Kühlung dann wohl eher nicht.

Vielleicht kann ich mal einen Vergleich mit einem Doppelsetup machen, denn ich ich habe zwei von den Kameras und auch zwei gleiche Optiken... da sollte man schon sehen, ob die Kühlung was bringt.

CS.Oli
 
Hallo Peter,

das ist eine gute Frage, an die ich garnicht gedacht habe. Ich werde da mal genauer hinschauen bzw einfach mal hinfassen, wenn der Fan läuft! Es gibt auch drei Stufen, wobei bei der Lüfter in der höchsten Stufe recht laut ist. Aus der Erinnerung schien mir das Teil aber sehr laufruhig zu sein.

CS.Oli
Hallo Oli,
nach allem, was ich über Probleme mit den Lüftern gekühlter Kameras gelesen habe, kann man sich mit einem direkten Vergleich der FWHM- bzw. HFR- Werte von abwechselnden Belichtungsserien ganz gut Klarheit verschaffen.
CS Peter
 
Hallo Oli,

das ist keine ganz neue Idee, war hier oder im anderen Forum schon mal vor 2 Jahren oder so vorgestellt worden, auch Mario Stroblmayr hatte dazu ein YouTube Video gemacht. Ich hatte mir daraufhin auch so eine Handykühlung besorgt und das an meiner Asi585 ausprobiert. Ich habe das aber schnell wieder sein lassen, weil die starke Kühlung dazu führte, dass die Kamera klitschnass wurde, das war mir dann zu heikel und wollte ich auf Dauer der Kamera nicht zumuten. Die Vibration durch den Lüfter war hingegen kein Problem. Da die Bildqualität nicht besser wurde durch die Kühlung, hab ich darauf dann wieder verzichtet.

CS Olaf

PS: Du beziehst dich ja sogar selbst auf Mario. _affeaugen: Sorry!
 
Hallo Olaf,

ich vermute das liegt am Taupunkt. Solange man nicht darunter kommt, sollte sich kein Tau bilden. Mein Kühler hat 3 Stufen. Damit kann man zumindest etwas steuern.

Da die Bildqualität nicht besser wurde durch die Kühlung, hab ich darauf dann wieder verzichtet.

Das muss ich testen. Ich denke bei den akhuellen Temperaturen macht die Kühlung schon Sinn.

CS.Oli
 
Hallo!

Ich habe das aber schnell wieder sein lassen, weil die starke Kühlung dazu führte, dass die Kamera klitschnass wurde, das war mir dann zu heikel (...)

ich vermute das liegt am Taupunkt. Solange man nicht darunter kommt, sollte sich kein Tau bilden. Mein Kühler hat 3 Stufen. Damit kann man zumindest etwas steuern.

Ja genau. Tau bildet sich immer erst ab dem Taupunkt. Er beschreibt den Temperaturpunkt, an dem das Wasser aus Luft mit X% Luftfeuchtigkeit auskondensiert.

Mit einem oder zwei kleinen Silicagelbeutelchen im Gehäuse ist das Problem gegessen. Denn Astrokameras sind i.d.R. luftdicht verkittet. Sobald die Luftfeuchtigkeit im Gehäuseinnern durch den Silikagelbeutel nahezu 0% beträgt (sehr niedrig ist), sinkt der Taupunkt im Gehäuse unter den relevanten Bereich von -20° C ab.

Solange die Frontglasscheibe nicht von außen beschlägt und kein Wasser in die elektrischen Ports kommt, kann meines Ermessen außen am Kameragehäuse ruhig der "Niagarafall" laufen, oder nicht? :unsure:
Gruß
 
Hallo!





Ja genau. Tau bildet sich immer erst ab dem Taupunkt. Er beschreibt den Temperaturpunkt, an dem das Wasser aus Luft mit X% Luftfeuchtigkeit auskondensiert.

Mit einem oder zwei kleinen Silicagelbeutelchen im Gehäuse ist das Problem gegessen. Denn Astrokameras sind i.d.R. luftdicht verkittet. Sobald die Luftfeuchtigkeit im Gehäuseinnern durch den Silikagelbeutel nahezu 0% beträgt (sehr niedrig ist), sinkt der Taupunkt im Gehäuse unter den relevanten Bereich von -20° C ab.

Solange die Frontglasscheibe nicht von außen beschlägt und kein Wasser in die elektrischen Ports kommt, kann meines Ermessen außen am Kameragehäuse ruhig der "Niagarafall" laufen, oder nicht? :unsure:
Gruß
Die ZWOs die ich bisher zerlegt habe haben keine Dichtungsringe an den Deckeln.
Durch Kapillarwirkung kann es also duraus sein das da Wasser eindringt, halt nicht literweise ;)
Es ist auch keine wirklich wirksame Kühlung da man eigentlich das Peltierelement recht nah am Sensor platzieren sollte.
Für mildere Nächte wird es sicher reichen.
Darks muss man trotzdem bei jeder Session machen, ich bin sicher die Sensortemperatur wandert rauf und runter.
Ich hab das mal vor langer Zeit im Eigenbau mit einer 385MC gemacht, war OK, aber nicht mehr.
 
Hallo,

die Planetenkameras von ZWO sind nicht abgedichtet oder verkittet. Das kann ich bestätigen.

Ich werde aber keine Kamera aufschrauben um Silica Gel Päckchen reinzupacken. Davon würde ich auch abraten. Bei den Päckchen besteht immer die Gefahr, dass Silica Gel Partikel auf den Sensor geraten und dort verkleben.

Für mich ist das Ganze erstmal ein preiswerter Test, ob eine Kühlung etwas bringt und sich die Anschaffung einer gekühlten Kamera für meine Zwecke lohnt.

Da sich die Temperatur des Sensors mit mit dieser Lösung abhängig von der Aussentemeratur verändert, entfällt natürlich der Vorteil einer gekühlten Astrokamera, dass man die Termeratur stabil halten kann. Das ist mir klar. Bei großen Temperaturschwankungen muss man in einer deshalb Darks und Biases evtl mehrfach machen, wenn man die ganze Nacht Photonen sammelt.

CS.Oli
 
Bei meiner ungekühlten Touptek IMX585 Planetenkamera waren die Gehäusekontaktstellen und die äußere Auflagefläche des Frontglases mit einem zähem Dichtfett benetzt. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie schwierig es war, das verschmierte komische Dichtfett nach der Remontage wieder weg zu kriegen. (Aceton hat es weg gekriegt.)

Ich denke, das müsste etwa der Dichtigkeitsstufe Spritz- und Tauwasser dicht entsprechen.

die Planetenkameras von ZWO sind nicht abgedichtet oder verkittet. Das kann ich bestätigen.

Dann ist das bei ZWO anders.


Ich werde aber keine Kamera aufschrauben um Silica Gel Päckchen reinzupacken. Davon würde ich auch abraten. Bei den Päckchen besteht immer die Gefahr, dass Silica Gel Partikel auf den Sensor geraten und dort verkleben.

Die Angst ist glaube ich unbegründet. Neu sind das Kügelchen und kein Pulver, das irgendwo raus rieseln könnte. Und klebrig sind die Kügelchen (auch vollgesaugt) auch nicht.

Das Silicalsäckchen kann irgendwo hinten im Gehäuse festgeklebt werden; direkt neben dem Sensor ist absolut unnötig (und hilft auch nicht besser).

Viele Hersteller liefern Kameras und andere empfindliche Elektronik schon direkt ab Werk mit kleinen Silicalgelpäckchen in der verschweißten Tüte drin aus. Wenn Silicagelpäckchen Staub verursachen würden, würden sie das kaum machen.

Nur ein sehr altes Säckchen, wo die Kugeln schon durch starken Druck mechanisch zermahlen wurden, vielleicht nicht gerade.
Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich werde aber keine Kamera aufschrauben um Silica Gel Päckchen reinzupacken. Davon würde ich auch abraten. Bei den Päckchen besteht immer die Gefahr, dass Silica Gel Partikel auf den Sensor geraten und dort verkleben.

Für mich ist das Ganze erstmal ein preiswerter Test, ob eine Kühlung etwas bringt und sich die Anschaffung einer gekühlten Kamera für meine Zwecke lohnt.
Silicagelpäckchen leiten nicht, selbst wenn sie randvoll mit Flüssigkeit sind.
Ferner reicht es das Ding einfach auf der Hauptplatine zu fixieren.
Die Sensoroberseite ist natürlich abgedichtet, wäre ja absurd wenn der staubfrei sein muss. ;)

Die Anschaffung lohnt sich für jeden Zweck ohne Ausnahme da das Sensorrauschen erheblich verringert wird.
Da die Sensortemperatur gut in einem sehr kleinen Bereich gehalten wird, kann man auch eine Darkbibliothek erstellen und erspart sich so das erzeugen von Darks für jede Sitzung und kann die Zeit für ein paar mehr Bilder nutzen.
Wenn Du ohnehin auf eine gekühlte Kamera schielst, erspar es Dir und mach Nägel mit Köpfen.
 
Hallo, ich halte eine Kühlung bei den kurzen Belichtungen mit den aktuellen CMOS Sensoren für nicht nötig. Dazu gibt es auch YouTube Videos. Trotzdem habe ich mir vor 2 Jahren eine Asi2600mc Air gekauft und es nicht bereut. Wichtiger als die Kühlung war mir aber der große Sensor. Darks mache ich mit der 585 auch nie. Wichtiger wären Flats, da bin ich aber auch oft schlampig und lasse die weg. Damit bin ich sicher ein Exot der Szene, aber ich komme bisher gut klar so. Besser geht eh immer.

CS Olaf
 
Da die Bildqualität nicht besser wurde durch die Kühlung, hab ich darauf dann wieder verzichtet.

Hallo in die Runde,

das wollte ich nun genauer vergleichen. Dazu habe ich letzte Nacht ein Doppelsetup aufgebaut:

DSC06631kl.JPG


Links mein Eigenbau Apo mit einem 80/480 Triplett Apo Objektiv und der ASI 676 ungekühlt, rechts der TS Apo 804, der das gleiche Objektiv bestitzt, mit der Kühlung an der ASI 676. Das Ganze auf einer iOptron HAE 29 (ohne Guiding) mit einer selbstgebauten Doppelbefestigung, links mit Leitrohrschellen, sodass ich die beiden Optiken aufeinander ausrichten kann.

Ich habe Darks, Bias und Flats gemacht und jeweils mit 30 s Einzelbelichtungen gearbeitet. Gain war bei 120 (ASIAir), offset stellt der ASIAir automatisch ein.

Das gekühlte System habe ich mit einem ASIAir mini über Smartphone bedient. Das ungekühlte System lief über einen ASIAir plus, das ich über ein 11" Tablet bediene. Hierüber wurde auch die Montierung gesteuert.

Die Temperaturen der Sensoren war: 17 Grad beim gekühlten Sensor, 33 Grad beim ungekühlten Sensor. Die Angaben beziehen sich auf die Anzeige im ASIAir.

Hier das Ergebnis für M 56. Die Aufnahme ist ein Livestack von 20 Belichtungen (je 30s) und ohne Einfluss auf das Stretching.

M56 20x30s unguided Apo806 ASI676MC uncooled and uncooled gain120 autostretch crop.jpg


Das bestätigt die Aussage von Olaf weitgehend. Im linken Bild sind oben Fehlerpixel zu sehen, die ich im rechten Bild nicht feststellen konnte aber das (offensichtliche) Rauschen ist rechts mit Kühlung nicht deutlich besser. Zumindest für das, was ich normal mache (EAA mit Kurzbelichtungen), scheint die Kühlung selbst bei dieser extremen Wärme nicht so viel zu bringen. Die Bilder sind jeweils 100 % Ausschnitte vom Original.

Soweit ein kurzer Test von mir.

Schönen Sonntag

CS.Oli
 
Hallo Oli,
erstmal vielen Dank für den interessanten Versuch! :y:

Im linken Bild sind oben Fehlerpixel zu sehen, die ich im rechten Bild nicht feststellen konnte aber das (offensichtliche) Rauschen ist rechts mit Kühlung nicht deutlich besser. Zumindest für das, was ich normal mache (EAA mit Kurzbelichtungen), scheint die Kühlung selbst bei dieser extremen Wärme nicht so viel zu bringen. Die Bilder sind jeweils 100 % Ausschnitte vom Original.

Nun ja, über rein visuelle Bildinterpretationen kann man sich immer streiten. :cool:

Aber ich sehe im linken Bild, auch über die Farbfehlerpixel hinaus, schon etwas mehr Farbrauschen.

Der eigentlich Punkt ist aber: Der Himmel ist in den weißen Nächten nicht dunkel. Durch das seitlich einstreuende Licht enthält er schon ein starkes Grundrauschen. Der Weiße-Nächte-Himmel taugt deshalb nicht als geeignetes Testbildmotiv, um das temperaturbedingte stärkere Rauschen des ungekühlten Sensors sichtbar zu machen. Dafür bräuchte man ein Testbildmotiv ohne Rauschen!

Das ist tendenziell so ähnlich, als ob man für den Schärfetest eines Fotoobjektivs kein kontrast- und kantenreiches Millimeterpapier abfotografieren würde, sondern einen kontrastlosen, schon natürlich verwaschenen Wattebausch.

Ist aber natürlich Meckern aufm hohen Niveau. Du hast erhebliche Arbeit in den Vergleichstest investiert. Dadurch haben wir zumindest überhaupt Mal einen Vergleichstest bekommen. :D :D :D
Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Coole Sache, Oli :y:
Läuft der Fan so ruhig, dass man sich keine Sorgen um Vibrationen machen muss?
CS Peter

Also bei mir läuft er so ruhig, dass ich auch bei 2m Brennweite keine Probleme bei Aufnahmen habe.
Und ich persönlich habe bei EAA und bei normalen Aufnahmen deutlich weniger Rauschen damit.

Ich in aber auch visueller Beobachter der ab und zu mal ein Foto macht (und somit auch nicht so viel Ahnung von Bildbearbeitung usw. hat und nur mit Freeware arbeitet) - und dafür hat mir der Cooler eine deutliche Verbesserung meiner Ergebnisse gebracht.
Ich bin glücklich damit und nutze ihn fast immer.

Schade, dass es für manche anderen wohl keinen Zugewinn bringt. Wie immer in unserem Hobby - am besten selbst ausprobieren.

Grüße, Mario
 
Hallo,

danke für Eure Rückmeldungen.
über rein visuelle Bildinterpretationen kann man sich immer streiten.
das ahne ich schon aber ich bin da in meinen Möglichkeiten beschränkt, da ich bisher keine Erfahrung im Postprozessing habe
Aber ich sehe im linken Bild, auch über die Farbfehlerpixel hinaus, schon etwas mehr Farbrauschen.
da stimme ich Dir zu, es ist aber nicht so deutlich
Der eigentlich Punkt ist aber: Der Himmel ist in den weißen Nächten nicht dunkel. Durch das seitlich einstreuende Licht enthält er schon ein starkes Grundrauschen. Der Weiße-Nächte-Himmel taugt deshalb nicht als geeignetes Testbildmotiv, um das temperaturbedingte stärkere Rauschen des ungekühlten Sensors sichtbar zu machen.
Danke für diesen Hinweis! Da setze ich noch einen drauf, indem ich vermute, dass es auch sehr vom Beobachtungsstandort abhängt, ob man das Bildrauschen durch Kühlung wesentlich reduzieren kann oder nicht. Wie gesagt nur eine Vermutung, bei der ich annehme, dass das stimmt, was Du sagst.

An dieser Stelle hole ich noch eine Information nach, die ich oben vergessen habe: ich hatte mit dem SQM einen Wert von 19,4 mags/arces² gemessen. Das ist natürlich sehr hell aber bei meinem Standort - Bortle 7 und in direkter Nachbarschaft zum Flughafen Stuttgart - durchaus normal. So gesehen müsste ich den Versuch mal auf der Schwäbischen Alb wiederholen, wo ich bei Bortle 4 schon 21 mags/arcsec² gemessen hatte.

Du hast erhebliche Arbeit in den Vergleichstest investiert. Dadurch haben wir zumindest überhaupt Mal einen Vergleichstest bekommen. :D :D :D
Da ich alles da hatte und ein Doppelsetup verwenden konnte, war es überschaubar. Der Vorteil ist halt, dass die Bedingungen damit identisch sind und man wirklich vergleichen kann.

Was klar fehlt, ist das Postprozessing, wo ich vermuten würde, dass man aus dem Bild mit der gekühlten Kamera doch mehr herausholen kann. Allerdings hat Olaf in Beitrag #18 schon darauf hingewiesen, dass er keinen großen Unterschied mit oder ohne Kühlung sieht. Das hat mit aufhorchen lassen, denn er nutzt Postprozessing zumindest in einem geringen Umfang, um seine Bilder aufzubereiten.

CS.Oli
 
Hallo Mario,

danke, dass Du Dich hier einklinkst!

Also bei mir läuft er so ruhig, dass ich auch bei 2m Brennweite keine Probleme bei Aufnahmen habe.
das hatte ich komplett vergessen, letzte Nacht aber auf den Bildern sieht man ja, dass es keine zusätzlichen Störungen durch Vibrationen gibt. Die langgezogenen Sterne sind auf beiden Seiten identisch und kommen durch die fehlende Nachführung und das Livestacking mit dem ASIAir, der auch keine schlechten Frames aussortiert. Bei SharpCap hat man mehr Einflussmöglichkeiten.

Und ich persönlich habe bei EAA und bei normalen Aufnahmen deutlich weniger Rauschen damit.

Als ich den Satz las, kam mir sofort ein Gedanke: Du verwendetest in Deinem Video eine ASI 178 MC, die noch Ampglow hat und damit einer älteren Kamerageneration anghört. Die ASI 676 hat kein Ampglow und vermutlich weniger temperaturabhängiges Rauschen. Leider habe ich meine 178er alle verkauft - ich hatte eine MC und eine MM, sonst hätte man hier noch vergleichen können.

Ich in aber auch visueller Beobachter der ab und zu mal ein Foto macht (und somit auch nicht so viel Ahnung von Bildbearbeitung usw. hat und nur mit Freeware arbeitet) - und dafür hat mir der Cooler eine deutliche Verbesserung meiner Ergebnisse gebracht.
Ich bin glücklich damit und nutze ihn fast immer.

Das will ich Dir natürlich nicht nehmen und der Versuch war auch nicht dazu gedacht, Dich zu widerlegen. Im Gegenteil war ich durch Dein Youtubevideo motiviert, den Effekt der Kühlung mal für meine Equipment auszuprobieren. Der Tipp, das mit einer so preisgünstigen externen Kühlung mal zu probieren, war sehr gut und ich danke Dir nochmal für Dein Video als Anregung!

Ich nutze hauptsächlich die ASI 676 für EAA, weil ich dadurch mit den kleinen Pixeln bei geringeren Brennweiten auf einen Abbildungsmaßstab komme, mit dem ich auch kleinere Objekte noch sehr gut darstellen kann. In meinem Fall sind das 0,86"/Pixel bei 477 mm Brennweite. Da ich langsam mit Postprozessing anfangen will, war schon die Überlegung, eine gekühlte Kamera zu versuchen. Allerdings gibt es eine Kühlung bei ZWO Kameras erst aber der ASI 585, die mit 2,9 Micron Pixeln den Abbildungsmaßstab um auf 2/3 reduzieren würde.

Durch diesen Versuch habe ich zumindest die Erkenntnis gewonnen, dass ich erstmal mit meinen ungekühlten Kameras weitermachen kann :)

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
ich hatte mit dem SQM einen Wert von 19,4 mags/arces² gemessen. Das ist natürlich sehr hell aber bei meinem Standort - Bortle 7 und in direkter Nachbarschaft zum Flughafen Stuttgart - durchaus normal.

Dann hast Du jetzt also schönes neues Equipment, aber die denkbar ungünstigsten Bedingungen, um es zu testen. Helle weiße Nächte plus Licht von einem großem Flughafen. :LOL:

So gesehen müsste ich den Versuch mal auf der Schwäbischen Alb wiederholen.

Klar, kannste machen. Das würde ich mir aber lieber für später aufheben und dann gleich richtige Astrofotos machen.

Für einen ersten verlässlichen Test, wie viel Unterschied da im thermischen Rauschen zwischen ungekühlt und gekühlt ist, würde ich einfach Fake-Darks machen. Einfach den Deckel vorne auf die beiden Kameras drauf und ganz ohne Teleskop 6 * 30 sec belichten.

(Bei den aktuellen Außentemperaturen von über 30 Grad könnte die unterschiedliche Temperatur der Teleskope unter Umständen auch wieder einen Messfehler rein bringen.)


Nö, für einen aussagekräftigen Vergleichstest geht es erstmal darum, dass man möglichst alle weiteren Einflussfaktoren zunächst ausschließt. Dann weiß man, "wo man ist." Insofern ist Dein einfacher 6* 30 sec Stack schon genau goldrichtig. :y:

Evtl. noch nachgucken, ob die beiden baugleichen modernen Kameras standardmäßig automatisch eine Noise Reduction Funktion zuschalten. Ggf. am besten eine 6* 30 secTestreihe mit Noise Reduction fix eingeschaltet machen und eine weitere komplett ohne machen. (Damit nix durcheinander kommt.)

Viel Spaß beim weiteren Testen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @heinrichl,

danke für Deine Tipps. Ich betreibe seit 7 Jahren EAA. Insofern kein neues Equipment, wenn es auch eine gewisse Entwicklung gab. Ich fahre auch immer wieder mal raus, um in eine dunklere Umgebung zu kommen. Das lohnt sich auch für EAA Livestacking.

Ob das mit der richtigen Astrofotografie was wird, werden wir sehen. Da gibt es zwei große Baustellen: das Guiding und das Postprozessing. Das Guiding ist mehr Aufwand beim Setup und schränkt später die Bewegungsfreiheit beim Beobachten ein und die Bilder, die ich so bekomme, reichen mir eigentlich fast, auvh ohne Postprozessing.

Mehr testen werde ich erstmal nicht, denn das was ich gesehen habe reicht mir. Ich werde im Moment ohne Kühlung weitermachen. Der Kühler darf dafür mein Smartphone kühlen, wenn ich bei der Hitze unterwegs bin und Google Maps mir den Weg zeigt. :)

CS.Oli
 
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