LiFePO4 Zellen Hersteller / Erfahrungen

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

DerOndre

Aktives Mitglied
Hallo zuammen,
ich bin gerade dabei eine mobile Stromversorgung zu bauen und wollte jetzt ein paar LiFePo4 Akkus kaufen. Ich weiß, das Thema gab's hier in der einen oder anderen Ausprägung schon mal, aber ich interessiere mich hier insbesondere für Langzeiterfahrungen mit den Akkus der Hersteller Eco-Worthy und Headway.

Zur Auswahl stehen die Einzelzellen von Headway, 8 Stück mit 30Ah kosten hier als Bausatz 245€ zzgl. BMS. Alternativ gibt es von Eco-Worthy eine Batterie mit 30Ah inkl. BMS schon für 100€.

Sind die Headway Zellen qualitativ so viel besser, dass der Mehrpreis gerechtfertigt ist? Der Name Headway ist hier jedenfalls schon mal in anderen Posts aufgetaucht. Es dürfen natürlich noch gerne andere Hersteller ins Spiel gebracht werden. Per Google sinnvolle Infos zu dem Thema zu finden scheint mir irgendwie aussichtslos. Da findet man ja nur noch gesponserte Seiten.

Also es soll jetzt hier auch nicht um die Elektronik drumherum gehen. Darum habe ich mich schon gekümmert.
Viele Grüßé
André
 
Hallo Andre,
ich hab die EcoWorthy seit zwei Jahren in Gebrauch, von -20°C bis +25°C (nachts ;-) ) Bisher keine Probleme. Ich hab davon 2x30Ah und 1x30Ah+1x20Ah in je ner selbstgebauten Kiste im Einsatz. Pro Nacht ziehe ich da zwischen 20 und 30 Ah raus.
 
Man kann bei den Billiganbietern (vielleicht auch bei den teuren und überteuerten Marken) definitiv Pech haben.
Ich benutze die LiFePO4 Akkus erst seit paar Jahren, besitze mehrere von 20-100Ah. In meinem Fall gab genau die Eco-Worthy mit 30Ah den Geist auf, hat grob geschätzt noch die Hälfte der Kapazität, bis die Spannung zu niedrig wird. War vor paar Wochen wie fast immer mobil unterwegs und irgendwann fing ASIAir wegen zu niedriger Spannung total unerwartet das Piepen an. Aber 110€ ist echt günstig, ich meine, vor einem Jahr hat man locker noch 170€ bezahlt.
 
Ich meine auch, dass die mal deutlich teurer waren. Aber alles was weniger als eine Tankfüllung kostet, kann man doch bedenkenlos in den Warenkorb packen. Daher habe ich das Ding jetzt einfach mal bestellt :)

Würde mich aber trotzdem weiterhin interessieren, was so die Erfahrungen sind.
 
Hallo André,

ich hab die Winston LiFePo4 60Ah von Faktor seit 6 Jahren (+30°/-10°) im Einsatz (inkl. für meine E-Flugmodelle).
4 Stück in Reihe und mit 80A abgesichert.
Hält bei mir 2 Nächte (inkl. Laptop).
Bisher habe ich noch keine wesentlichen Leistungsverluste registrieren können.

CS
Chris
 
Hallo Andre,

ich habe die Headway Zellen im Einsatz, bisher bei den Zellen keine Probleme, nur das BMS ist schon einmal defekt gewesen.
 
Dieses hier, für deine Kapazität ggf. eine Nummer größer wählen.
 
Die Kapazität weicht üblicherweise nicht stark ab, dachte damals, bei solchen Akkus würde mehr verarxxxt werden.
Habe mir gerade auch die Preise für 50Ah und 100Ah Akkus angeschaut, das ist echt der Hammer.
Vor einem bis eineinhalb Jahren hat man für 100Ah definitiv über 400€ bezahlt!
 
Danke nochmal für Eure Rückmeldungen. Bin jetzt endlich dazu gekommen den Test zu starten. Hatte zwar vor Jahren mal ein Script für mein altes HP6632B geschrieben aber vergessen, welche Tortur mich mit GPIB und VISA erwartet. Entweder Pest und Cholera: Mit der Installation von gefühlten 150GB Bloatware von National Instruments und/oder Keysight die Windows Partition ruinieren oder einen Abend lang fluchend die Kernel Module und Firmware für den GPIB Adapter unter Linux einrichten. Da ich aktuell keinen Burner PC zum opfern übrig habe, habe ich dann für letzteres entschieden :)
Dafür kann ich mir die nächsten Tage diesen Fön anhören:

(Lautstärke voll aufdrehen, damit das realistisch rüberkommt)
Gruß
André
 
Na toll. Das eingebaute BMS vom Akku braucht ein spezielles Ladegerät mit Aktivierungsfunktion, sonst kann er nicht geladen werden. Tolle Masche, um schnell noch eben ein Ladegerät zu verkaufen. Nicht mit Commander!!
 
Moin,

die meisten BMS lassen sich ja aktivieren wenn die Ladespannung angeschlossen wird. Hier nicht?

Gruß Markus
 
Hallo Markus,
nee, das braucht offenbar so eine Pulsfolge. Die Anleitung vom Ladegerät, das Eco Worthy verkauft gibt sich da nicht besonders spezifisch:
1696927744536.png

Wenn ich einfach nur die Ladespannung anlege, passiert gar nichts. Da fließen dann nur knapp 2mA.
Hab schon eine Mail an deren Support geschrieben. Hoffentlich melden die sich.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass das eine Funktion von einem BMS Chip ist. Müsste mal auf gut Glück ein paar chinesische Datenblätter durchforsten.
Gruß
André
 
Hi,

ich habe mir das Gerade noch mal angeschaut. Meiner Meinung nach kann der Akku mit jedem Ladegerät geladen werden. Die bieten das Ding ja als Solarakku an. Nirgend steht das zwingend ihr Ladegerät verwendet werden muss.
Das sogenannte PCM dient meiner Meinung nach nur dazu Akkus an der unteren Spannungsgrenze (oder drunter) auf die mindestladespannung zu bringen und zu schauen ob der AKku überhaupt auf Ladung reagiert. Macht er das nicht wird nicht geladen. Das ist aus meiner Sicht absolut sinnvoll. Vor allem bei Lion Zellen. Das machen einige Ladegeräte bei mir auch so. Das hat aber nichts mit dem aktivieren des BMS zu tun.
Hat das BMS wegen Unterspannung die Akkus getrennt muss erst mal eine Ladespannung angelegt werden bevor es die Akkus wieder zuschaltet. Macnhe BMS und/oder Ladegeräte starten auch erst mal mit einer trickle Ladung bevor es dann irgendwann richtig los geht. Hattest Du lange genug die Ladespannung anliegen?

Oder andere Möglichkeit: das BMS ist defekt.

Gruß Markus
 
Also die Unterspannungsgrenze wird wohl erreicht worden sein. Habe bis 10.5V entladen (0.5V über dem, was die als Entladeschlussspannung angeben).
Ladespannung war 14.5V. Hab das aber nicht länger als 15-20 Min. dran gelassen. Ist sicher ne gute Idee, das mal länger zu versuchen. Ich probiere das jetzt nochmal aus.
Also der Akku ist nicht komplett getrennt. Ich kann weiterhin Ladung entnehmen, nur fließt nichts hinein.
Das Ladegerät von Eco Worthy hab ich mir jetzt aber doch bestellt. Ich will ja eh nicht immer mein Netzteil dazu verwenden.
Der Service hat mir jetzt auch zurück geschrieben, allerdings nur mit der Gegenfrage, wo ich den Akku gekauft habe :)
Gruß
André
 
Hi,

bei LIfepo4 sollten 2.5V pro Zelle nicht unterschritten werden, das ist in der Regel die Trennspannung. Du schreibst ja aber selbst das Du noch entnehmen kannst, also ist erst mal nicht getrennt. Die Ladeschlussspannung sollte aber nur 14.4V sein, das dürfte hier aber sicherlich nicht das Problem sein.

Ich bin gespannt, aber halte einen defekt nicht für ausgeschlossen. Vom Service würde ich da nicht viel erwarten. Das sind in der Regel nur Verkäufer.

Gruß Markus
 
Ok, also wenn man da kein spezielles Ladegerät braucht, dann müsste es ja eigentlich auch mit dem Netzteil gehen. Vielleicht liegt wirklich ein Defekt vor. Würde mich bei meinem Glück bei solchen Sachen nicht wundern.
 
oder einen Abend lang fluchend die Kernel Module und Firmware für den GPIB Adapter unter Linux einrichten. Da ich aktuell keinen Burner PC zum opfern übrig habe, habe ich dann für letzteres entschieden :)
Dafür kann ich mir die nächsten Tage diesen Fön anhören:
Den Anhang 361123 betrachten
(Lautstärke voll aufdrehen, damit das realistisch rüberkommt)
Gruß
Andr
Ich mag die Teile, der Traktor unter den Netzgeräten und sind in Python auch schnellschnell programmiert. (Hab den Prologix GPIB USB Adapter Rev. 6, auch auf Arbeit diese Kombi eingeführt)

Würde mich aber nicht mit nem dicken Akku da dran wohlfühlen... was ist bei (lokalem) Stromausfall oder falls das Tantal failed wenn das Ding rückwärts versorgt wird, wenn die Steuerung versagt? Ohne Sicherung, Fail- und Netzausfallrelais würde ich mich das nicht trauen. Wenn es tut was es kann ist das aber saugut.

Gruß
Hendi
 
Ja, das Netzteil ist super. Hatte ich mal recht günstig bei Rosenkranz ergattert. Der GPIB Adapter ist so ein China-Clone, weil mir der Prologix zu teuer war :)
Also sowas hier mit dem Akku mache ich auch nur, wenn ich in der Nähe bin. Ich meine, beim Stromausfall müsste der Ausgang vom Netzteil eigentlich wieder hochohmig werden. Klar, bei Hardwaredefekten kann natürlich sonstwas passieren. Unbeobachtet würde ich das auch nur mit entsprechender Überwachung machen.
Was die Tantals angeht...sind da noch viele von diesen epoxy dipped Typen drin? Der letzte Sicherungstausch ist schon ein paar Jahre her und ich kann mich nicht mehr dran erinnern, wie es dadrin aussieht.
Gruß
André

PS: Hab den Akku jetzt seit 1h an Ladespannung und nichts passiert.
 
Die Tantal sind gelb und rechteckig. "Dr. Frank" hat bei den + und - 15 V Reglern zwei Kondensatoren in Reihe identifiziert, deren Mittelpunkt nicht mit Masse verbunden ist aber sein sollte, siehe eevblog.com Forum. Im Laufe der Jahre gab auch vom Hersteller einige Service notes, darunter der Einbau einer Diode damit der Ausgang beim Abschalten des Gerätes nicht nochmal kurz hochläuft. Am Netzteingang wie bei vielen Geräten aus den Jahren ne RIFA X2-Entstörrauchbombe, tauschen wenn noch nicht geschehen.
 
Also das Ladegerät ist heute angekommen. Kein Unterschied. Da lädt nix. Die Mail Kommunikation mit Eco-Worthy ist etwas schleppend, aber ich denke die werden jetzt einsehen müssen, dass der Akku defekt ist.

Die Tantal sind gelb und rechteckig. "Dr. Frank" hat bei den + und - 15 V Reglern zwei Kondensatoren in Reihe identifiziert, deren Mittelpunkt nicht mit Masse verbunden ist aber sein sollte, siehe eevblog.com Forum. Im Laufe der Jahre gab auch vom Hersteller einige Service notes, darunter der Einbau einer Diode damit der Ausgang beim Abschalten des Gerätes nicht nochmal kurz hochläuft. Am Netzteingang wie bei vielen Geräten aus den Jahren ne RIFA X2-Entstörrauchbombe, tauschen wenn noch nicht geschehen.
Naja, muss ich mal bei Gelegenheit reingucken. Den Rifa Cap hat aber vermutlich Rosenkranz schon rausgeschmissen. Einen hochlaufenden Ausgang beim Abschalten hatte ich auch nie beobachtet. Die "neueren" Tantalkondensatoren sind ja eigentlich sehr zuverlässig, wenn sie entsprechend der Spezifikation eingesetzt werden.
 
Naja, muss ich mal bei Gelegenheit reingucken. Den Rifa Cap hat aber vermutlich Rosenkranz schon rausgeschmissen. Einen hochlaufenden Ausgang beim Abschalten hatte ich auch nie beobachtet. Die "neueren" Tantalkondensatoren sind ja eigentlich sehr zuverlässig, wenn sie entsprechend der Spezifikation eingesetzt werden.
Wird das masselose Pärchen eben nicht. Das mit dem Akku ist ja sch*.
 
Hallo zusammen.
Der neue Akku ist mittlerweile angekommen und getestet. Nu funktioniert er auch wie erwartet.
Hier mal eine Entladekurve mit konstantem Strom von 4A beim Raumtemperatur (ca. 20°C)

1697703443692.png

Damit komme ich auf eine Kapazität von 398Wh. 360Wh gibt der Hersteller an. Passt soweit also schon mal.
Gruß
André
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben