LISA Pathfinder

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P_E_T_E_R

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Heute morgen kurz nach 5 Uhr unserer Zeit von Kourou gestartet: LISA Pathfinder en route to gravitational wave demonstration

LISA Pathfinder ist ein Prototyp zur Entwicklung ultrasensitiver Technologien zum Nachweis von Gravitationswellen im schwerelosen Raum. Zur Zeit befindet sich der Satellit noch im niedrigen Erdorbit, soll dann aber allmählich zum L1 Lagrange Punkt gebracht werden, wo sich die Anziehungskräfte von Sonne und Erde neutralisieren.

An Bord befinden sich zwei würfelförmige Testmassen im Abstand von etwa 40 cm, deren freischwebender Abstand mit Laserinterferometrie auf besser als 0,01 nm kontrolliert werden soll.

Das Ganze ist zunächst nur ein sehr kleiner Schritt auf dem vermutlich langen und schwierigen Weg zu einem vollformatigen Zukunftsprojekt mit dem Namen eLISA, bei dem drei Sonden in der Formation eines gigantischen gleichseitigen Dreiecks mit einem gegenseitigen Abstand von einer Million Kilometer auf einen heliozentrischen Orbit gebracht werden sollen. Anvisierter Start dafür ist 2034. Ursprünglich als Gemeinschaftsprojekt von ESA und NASA geplant, jetzt aber nur noch von der ESA weiter verfolgt.

Sky & Telescope: LISA Pathfinder Heads to Space

Image Credit: ESA
 

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Hallo Peter,

wollte bei der Gelegenheit nur mal Danke sagen für die vielen tollen Links und hilfreichen Kommentare, die Du hier im Forum zu allen möglichen hochinteressanten astronomischen Themen immer wieder einstellst. Find' ich klasse!!! Ohne so was würde wahrscheinlich nicht nur mir so manches entgehen.

Vor ein paar Jahren hab' ich Danzmann mal in einem Vortrag zum Thema erlebt, absolut eindrucksvoll, toller Typ, nahm sich hinterher auch Zeit um in kleinerer Runde geduldig Fragen zu den Detektoren etc. zu beantworten. Man merkte dem die Begeisterung an, für das was er macht und das ganze Hi-Tec, das dahintersteckt, ist fantastisch. Damals hoffte man noch, mit LISA könnte es noch vor 2020 richtig losgehen, dann kam die Finanzkrise, die Amis waren pleite und drehten den Geldhahn für Großprojekte in der Forschung ab.

Ich hab' keine Ahnung wie es zu bewerten ist, wenn an solchen Projekten und Veröffentlichungen, wie jüngst, 1000 Leute beteiligt sind und nachher ein Nobelpreis zu vergeben ist. Aber intuitiv würde ich sagen, so einer hätte ihn verdient... Ohne das, was die in Hannover über Jahre ausgetüfftelt und dann in Amerika eingebaut haben, wäre der Ligo-Erfolg nicht möglich gewesen.

Gruß,
Mathias
 
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Hallo Mathias, vielen Dank für die freundlichen Worte. Es freut mich natürlich zu hören, wenn meine bescheidene Rolle beim gelegentlichen Weiterreichen solcher aktueller Nachrichten als nützlich empfunden wird. Da ich als experimenteller Teilchenphysiker mit ähnlichen Herausforderungen vertraut bin, verfolge ich solche Entwicklungen natürlich immer mit besonderem Interesse. Und wenn ich dann den Lesern in diesem Forum etwas davon vermitteln kann, so fördert es hoffentlich das Verständnis. In diesem Sinne, mit freundlichen Grüßen, Peter

 
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