Logikproblem bei Alt Az Montierung

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Augentierchen

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Hallo,

ich habe eine Frage zu der AZ3 Montierung, die ich mit meinem SkyWatcher Refraktor bekommen habe:

Für großräumige AZ Verstellung gibt es Vorrichtung, mit der ich die Achse so entriegeln kann, dass ich ohne Mühe hin- und her drehen kann. Die Feinregelung mit dem flexiblen Schneckengewinden funktioniert dann nicht. Soweit, sogut.

Aber bei der Alt Achse ist einfach nur schwergängig. Man muss also am Tubus etwas zerren, wenn man das Objekt wechselt. Als ich dann neulich etwas am Zenit betrachten wollte, fing das Geränt an zu wandern -Achse war hatte sich offenbar gelockert- und ich musste mit einem 19er Schlüssel -den ich am Abend natürlich nicht dabei hatte- die Achse wieder fest drehen.

Ist das so gedacht (So von wegen Preis/Leistung)? Oder mache ich da etwas falsch?

LG
--Holger
 
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Hallo Holger,

für mich klingt das als ob das Teleskop nicht im Gleichgewicht ist. Hier die Beschreibung von Teleskop Express:
Wie bekomme ich die Montierung optimal ins Gleichgewicht:

Für Erdbeobachtungen ist es ganz einfach - das Fernrohr wird waagrecht aufgestellt und es sollte weder schwanz- noch kopflastig sein.

Bei astronomischer Beobachtung, wo ja das Fernrohr mehr oder weniger stark nach oben geneigt wird, sollte man so vorgehen:

Befestigen Sie das Gerät an der AZ3 und lockern der Konterschraube der Höhenverstellung, so daß das Fernrohr ganz leicht in der Höhe zu verstellen ist.
Verstellen Sie das Fernrohr so, daß es ca. 45° über den Horizont geneigt ist (als ob man den Polarstern einstellen würde)
Ziehen Sie das Geät in den Rohrschellen so, daß es gut im Gleichgewicht ist. (bei der Neigung – 45°)
Es soll weder vorne noch hinten ein Ungleichgewicht haben.
Stellen Sie nun das Gerät wieder waagrecht und zieht die Schraube für die Höhenverstellung so an, daß das Gerät gerade noch nicht nach unten kippt, obwohl ein leichtes Ungleichgewicht in Richtung Objektiv besteht.

Damit haben Sie erreicht, daß das Gleichgewicht bestmöglich verteilt wird. Im Zenitbereich ist das Gerät dann leicht im Ungleichgewicht an der Okularseite und im Horizontbereich ist das Ungleichgewicht an der Objektivseite aber eben nur minimal und das wird durch die Rutschkupplung gut ausgeglichen.


 
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Hallo Holger,

die Beschreibung von Frank ist mir ein bisschen zu optimistisch. Diese Montierung kann in Zenit unter keinen Umständen im Gleichgewicht sein, da die Azimutalachse unter dem Teleskop ist - und im Zenit eben neben Teleskop, ohne jeglichen Gegengewicht. Das alles nach der Anleitung auszuwuchten kann schon stwas bringen, besonders wenn man weiter von Zenit bleibt, aber die Probleme sind prinzipiell bedingt und nicht einfach lösbar. Ohne 19er Schlüssel in der Tasche würde ich nicht zum Beobachten rausfahren...
 
Moin zusammen!

Tja, die AZ-3 ist irgendwo eine Billiglösung und nicht optimal konstruiert. Problematisch ist tatsächlich, daß die Optik so weit über der Höhenachse liegt und kein Gegengewicht vorgesehen ist. Das gleiche Problem hat man ja auch bei Fotostativen. Wenn der kopflastige Kram übergewicht bekommt, kann's auch das Stativ umschmeißen. Da ist ein nur langsam abkippender Tubus her das kleinere Übel.

Entweder man nimmt tatsächlich den Schraubenschlüssel mit oder beorgt sich eine große Flügelmutter oder passende handschraube, so daß am das ganze per Hand anziehen kann. Bei meinen bisherigen beiden AZ-3 wollte ich immer ein Winkeleisen mit verschiebbarem Gegengewicht *** anbauen, ähnlich wie bei der alten Vixen Custom-AZ-Montierung. Dann bin ich schließlich doch bei meiner Vixen Porta geblieben, denn die kommt ohne Gegengewicht aus, weil die Höhenachse hier im Tubus-Schwerpunkt liegt.

*** So ähnlich wie bei diesem TS-Refraktor im angehängten Foto.
 

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Hallo Micha und co,

danke für die Hinweise, ist also in der Tat dem Preis/Leistungsverhältnis der AZ3 geschuldet und nicht meiner Noobheit :-)

Das mit der Flügelmutter klingt nach einer super Idee. Die Achse scheint M10 zu sein (lichte Weite der Mutter =~10mm). Kann man da guten Gewissens was Metrisches draufschrauben? (Hab mal Spaß mit einem Alugewinde aus Amiland gehabt: "Mutter, es gibt Späne")

Gruß
--Holger

 
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Moin Holger!

Immer vorsichtig! Zu einem 19er bzw. 18er Schlüssel gehört ein M12-Gewinde. Dummerweise paßt der Schlüssel auch meist auch auf eine 3/4-Zoll-Mutter, die natürlich das amerikanische UNC-Gewinde hat. Dann gibt's die Späne bzw. Klemmumg mit einer metrischen Mutter... :augenrubbel:

Nimm den Achsbolzen doch einfach mit zum Schraubenfuzzi und probier's aus!

¾" = 19,05 mm
 
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