lohnt sich ein 120/1000 refraktor neben einem mak

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telesky

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Hallo,

Ich habe mir neulich einen 127/1500 mak zugelegt und bin am überlegen einen 120/1000 refraktor zuzulegen. Ich verspreche mir dadurch kontrastreichere bilder vom deep space.

Haltet ihr das für sinnvoll oder sehe ich damit auch nicht viel mehr als mit dem mak?
 
ich dachte eher an einen achromat im 3 stelligen bereich. apo wäre etwas overkill für mich. Meinst du ein "normaler" refraktor bringt mir nichts?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Fremder,
Zitat von telesky:
Haltet ihr das für sinnvoll oder sehe ich damit auch nicht viel mehr als mit dem mak?
das ist eher sinnfei - wesentlich mehr - also Feld und "Tiefe" bekommst Du damit nicht.
Als Kombination zum Mak wäre eher etwas mit eher weniger Brennweite, aber gleichzeitig größerer Öffnung angesagt. Oder zumindest einer dieser Eigenschaften.

Als Refraktor mindstens (und höchstens) ein 150/750. Der möchte aber ne ordentliche Montierung und nur im unteren, höchstens mittleren Vergrößerungsbereich genutzt werden.
Als Newton könnte man je nach Anspruch einen 150/750 schon ab einer eq3 nutzen.
Aber auch da wäre mit der Sprung etwas zu gering. Der einzige merkliche Reiz ist da, größere Felder beobachten zu können.
Wobei - eigentlich tüftel ich für mich gerade an einer derartigen Kombi, nur ne Nummer kleiner. Ja - Großfeld hat gerade bei DS seinen Reiz.
Wenn es da aber um 'mehr erkennen' geht, würde ichnoch mehr Öffnung nehmen, Klar, jeder cm hilft, aber 2cm eben nur ein klein wenig. Deutlich besser wird ab 8". Das packt aber nicht gerade jede Montierung, drum nehmen die meisten Geräte ab der Größenordnung als Dobson.

cs
Jürgen
 
Hallo Namenloser,

Haltet ihr das für sinnvoll oder sehe ich damit auch nicht viel mehr als mit dem mak?

Die Frage ist: Was willst du denn sehen? Wenn diese Frage beantwortet ist, dann kann man sich über die Frage welches Teleskop in Frage kommt unterhalten. Der Kontrast hängt von vielen Faktoren ab: Öffnung, Obstruktion, Streulicht fallen mir hierzu spontan ein. D.h. für dich mehr Öffnung und/oder weniger Obstruktion, sowie eventuelles Tuning des Teleskops zwecks Streulichtunterdrückung z.B. Veloursauskleidung. Achja und immer schön auskühlen lassen sonst hat man Tubusseeing.

Gruß

Matthias

 
Hi,

ich bin der *entfernt* und wer bist Du?
Schau mal in andere Threads, wir sind ein wenig altmoidisch, reden uns mit Vornamen an und benutzen Grußformeln, selbst wenn wir streiten und das kann bei Deinem Thema sehr schnell passieren. :D

Du hast einen MAK und willst mehr Kontrast bei etwa gleicher Öffnung, nennst einen Refraktor.
Folglich hast Du wohl mitbekommen, dass Obstruktion irgendwie und irgendwo Kontrast kostet und willst Du das ohne Obstruktion verbessern.
Nun haben aber Refraktoren ganz pauschal gesehen auch ihre Schwächen. ährend ein Reflektor "spiegelt" zerlegt der Refraktor mittels Linsen das Licht und setzt es wieder zusammen, das ist "Refraktion".
Ohne zu tief ins Detail zu gehen kann man sagen, dass ihr Kontrast abhängig davon ist, wie gut das wieder Zusammenfügen funktioniert. Übrig bleiben immer kleine Restfehler, u.a. auch Farbfehler genannt.
Der Kontrast des Refraktors hängt also ganz grob gesagt nicht allein, aber doch sehr stark daran, wie gering diese Farbfehler ausfallen.

Nach meiner Beobachtung gewinnst Du z.B. im von Dir angedachten Fall ganz grob über den Daumen gepeilt, rein überschlägig im Systemvergleich und ohne die einzelnen konkreten Teleskope zu kennen, nichts.
Es könnte sogar sein, Du verlierst.

Gib mal mehr Informationen, was Dich am MAK stört, in welchem Beobachtungsbereich Du mehr erhoffst/erwartest, dann kann man mal überlegen, was besser passt.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

danke für eure antworten.

Mit dem mak tue ich mich etwas schwer lichtschwächere Objekte zu beobachten, da der Refraktor mehr licht aufnehmen kann erhoffe ich mir eine bessere beobachtung von Deep Space objekten.

Das 2 Zoll okular ist auch ein netter bonus, aber eher zu vernachlässigen erstmal.

Liege ich mit einem refraktor falsch, mit meinen erwartungen?
 
Hi Jaqueline,
Zitat von telesky:
Liege ich mit einem refraktor falsch, mit meinen erwartungen?
nicht prinzipiell. Bei (fast) gleicher Öffnung hat ein Refraktor durchaus bessere Chancen, mehr Licht zu sammeln als ein obstruiertes System wie Mak oder Newton.
Die mögliche Verbesserung ist aber so minimal, dass man die bestenfalls im direkten Vergleich ansatzweise wahrnimmt.

Ein größeres Feld als beim Mak bekommst Du mit praktisch jedem Gerät in der Preisklasse. Das ist aber wohl weniger wichtig.
Um schwache Objekte beobachten zu können, braucht man nur (eigentlich sehr viel bzw. vom Himmel angefangen über Austrittspupillen bis hin zu Filtern alles Mögliche) stark verkürzt: ÖFFNUNG.
Mit 15cm statt 12,7cm merkt man davon schon etwas. Mit 20 statt 12,7 erkennt man den Unterschied schon deutlich und sollten es mal 25 oder 30cm werden, erst recht.

Anderst gesagt: Mit DEM Refraktor wirst du keine merkliche Verbesserung bekommen. Größere und/oder bessere gibt es, aber davon sind nicht gerade viele in der finanziellen Reichweite.
Günstiger wird es mit Newtons - da käme es darauf an, was deine Montierung verkraftet und ob alternativ ein Newton mit Dobsonmontierung ok wäre.
Also sofern mit "Kaufen" tatsächlich etwas erreicht werden kann. Oft liegt es ja einfach "nur" an den Beobachtungsbedingungen. Wie sehen die bei dir denn aus?

cs
Jürgen
 
Verstehe, dann versuche ich mich lieber daran zu machen meine bedingungen zu optimieren. Es soll ja besser sein, wenn man dinge direkt über einem am himmel beobachtet, weil weniger Atmosphere dazwischen liegt.

Ich wohne etwas abgelegen und liege auch laut http://www.lightpollutionmap.info bei 1 bis 3. Letzte woche hatte ich zb klare nächte.

Wenn ich mit einem Newten eher weiterkomme, dann wäre das vermutlich die bessere lösung. Danke nochmal für eure geduld und hilfe.
 
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