Lohnt Umstieg von Lidl auf 114/900?

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eluno

Neues Mitglied
Hallo!

Ich überlege die Anschaffung eines neuen Teleskops. Nach intensiven Recherchen in diesem Forums und auf anderen Seiten glaube ich, dass es ein 114/900(Reflektor) sein sollte. Bislang nutze ich einen Lidl (70/700 Refraktor). Jetzt habe ich aber Meinungen gelesen, dass der Unterschied nicht besonders groß sein soll - womöglich sogar verschwindend gering?
Eine mögliche Antwort wäre sicherlich: Jedes Teleskop hat seinen Anwendungsbereich. Meine Hoffnung ist, mit einem "größeren" Teleskop mehr zu sehen. Als Anfänger habe ich mich auch noch nicht festgelegt und möchte flexibel bleiben.

Meine Frage also: Soll ich bei einem 114/900 zuschlagen oder lieber noch ein wenig sparen?

Ist die Lidl-Montierung eigentlich für einen 114/900 geeigent? Dieses Gerät wird ja überall nur mit EQ2 angeboten. Wie man so liest ja keine optimale Lösung. (Gut - wessen Budget lässt schon optimale Lösungen zu?) Ich liebäugele mit einer EQ3 (ausbaufähiger?) Die Lidl-Montierung soll ja nun dazwischen liegen.
Also eine ernstzunehmende Alternative?

Sollte ich eine ähnliche Frage in der Vergangenheit übersehen haben, wäre ich für einen Link sehr dankbar.

Grüße!
eluno (Thorsten)
 
Hi,

DeepSky bereich duerfte der Newton um einiges den Lidl ueberlegen sein, die oeffnung macht es. Planeten haengt von ab was du fuer eine Optik beim Lidl hattest. Bei sehr guten Lidl Optik duerfte ein unterschied nicht so gross sein aber noch immer zu erkennen.
Du findest hier im Forum genug Bilder vom 114/900 am Planeten, genauso mindesten 2 von mir und Binoviewer mit den Lidl zum vergleich.

Die Montierung kannst du bechalten ist gut genug fuer den Newton. Dann must du nur noch 120 fuer den Tubus investieren, gebraucht noch weniger.
Was sonst noch auf diese Montierung passen wuerde, ist eine Mak bis 127 oeffnung. Dies waere dann auch eje ein Planeten Teleskop.
Vielleicht geht auch noch ein 150 Orion Newton drauf, da sie sehr leicht gebaut sind, allerdings duerfte es schon garantiert am limit liegen und nur fuer visuele beobachtungen geeignet sein.
Wenn du also keine fotos vorerst machen willst, kannst du erstmal in die oeffnung investieren und schpaeter eine gute monti nachruesten.

Gruss,
Martin.
 
Hi Thorsten.

Ich habe schon meinen 110/800-Dobson mit einem 60/700 Bresser Refraktor (der dürfte dem Lidl etwa gleichwertig sein) verglichen, am Mond, Saturn&Jupiter, dem Orionnebel, der Krippe und den Plejaden:
(Der Refraktor ist hatürlich Farbfehler-behaftet, ein Lidl nicht!)
Der 110er Dobson zeigt am Planeten&am Mond ein helleres, kontrastreicheres Bild, hat ja auch mehr freie Öffnung.
Bei den Nebelchen um die Plejaden und dem Orionnebel ist der Unterschied noch weit deutlicher, an solchen Objekten ist mit dem 60/700 nicht viel zu wollen; höchstens "nachschauen, ob sie nicht verschwunden sind"... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Was die Lidl-Monti taugt, weiss ich nicht, aber ich weiss, dass man mit etwas Geschick einen ultraleichten Gitterrohr-Tubus selberbauen kann (suche mal hier im Forum nach den Bildern des ULDOB_1. Das ist ein 4,5" mit 2,9kg Tubus!)

Ich habe noch nie einen Gittertubus-Newton auf einer EQ (oder Lidl) Montierung gesehen!
Gibt's vielleicht einen triftigen Grund, warum das keiner macht? Das würde nämlich rattenscharf aussehen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> und durch den Leichtbau-Tubus dürfte dann die Monti eine Nummer kleiner sein.... Also, rauf mit dem 6-8zöller, auf die Lidl. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

Ein 6"-Tubus dürfte, bei noch konstquenterem Leichtbau, um die 4-5kg zu stehen kommen.
(um bei meinem 4,5" Dobs den Schwerpunkt tief zu kriegen, habe ich das Tubus-Unterteil absichtlich überdimensioniert! Theoretisch müsste so ein 4,5"-Tubus mit 2...2,5kg machbar sein!!


Ich gebe Dir also folgende Tipps:

Egal, ob 4,5" oder 6";
egal, ob neu, Occasion oder Eigebnbau,

versuche auf alle Fälle eine Qualitätsoptik zu bekommen!

Da Du ja eine Montierung hast, muss es nicht das OTTO's-Scope sein...
Spätestens bei hohen Vergrösserungen (1,5-2x Öffnung in mm) wirst Du den Unterschied merken....
Wenn Du Dir also einen uralten, "kaputt-geputzten", katadioptrischen (z.B. 114/1000 im 500mm Tubus, also mit eingebauter Barlow-Linse) Otto-Lichteimer kaufst, lohnt sich der Umstieg auf 114mm nicht!


Die TAL-Optiken sind wirklich gut. (Googel' mal rum. Die TAL's heissen auch "Siberia" oder "Galaxy Newton", je nach Anbieter), auch der 114/900 von VIXEN wird hoch gelobt, kostet aber eine ganze Stange Geld..)

Bei einem Gerät unter 10" ist das Spiegelmaterial eigentlich egal (da habe ich mich belehren lassen) - nur sauber geschliffen und gut justiert (und natürlich in gutem Zustand) muss er sein!

Kannst ja Dein Lidl mal mit 1-2kg zusätzlichem Ballast versehen (einigermassen ausbalanciert, natürlich!) und beim Durchgucken dann merken, ob und wieviel die Montierung zusätzlich verträgt.


Noch einen Tipp: Wie viel man mit 114mm freier Öffnung bereits sehen kann, kannst Du bei http://www.newton114mm.lowitz.de/ nachlesen. Da gibts u.A. dutzende Beobachtungsberichte!


Grüsse aus dem Schwyyzerländli,
Silvio Hertli
 
@eluno:
wenn du jetzt einen guten lidl hast, ist der unterschied
am planeten visuell sehr gering. am größten ist er noch
bei saturn, da dieser im lidl um einiges dunkler ist.

damit sind wir auch schon bei der größeren öffnung
des 114er. die macht sich vor allem bei webcam-aufnahmen
von planeten positiv bemerkbar. die verstärkung kann
deutlich zurückgenommen werden, das rauschen wird
geringer und mehr details kommen zum vorschein.

bei deepsky-objekten zeigt der 114er deutlich mehr.
hier ist der unterschied visuell am größten.

ganz wackelfrei wird der 114er auf der lidl-monti
nicht seine arbeit verrichten, aber diese lösung ist
immerhin schon etwas besser als die EQ2.
trotzdem wirst du ein ziehmliches zittern beim
scharfstellen unter hoher vergrößerung ertragen
müssen. man kann bzw. muß aber lernen damit umzugehen
und zu leben, wenn finanziell keine andere lösung
in frage kommt.

meine meinung zum umstieg vom lidl auf den 114er: JA!

außerdem lernst du so auch das justieren eines newtons
und dir wird zum ersten mal bewußt, warum soviele andere
über auskühlzeiten diskutieren. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

@slyv:
60/700 Bresser Refraktor (der dürfte dem Lidl etwa gleichwertig sein)
der lidl zeigt doch deutlich mehr. beispiel cassiniteilung:
im 60er in den ansen zu sehen, im lidl umlaufend.

Der Refraktor ist hatürlich Farbfehler-behaftet, ein Lidl nicht
dürfte wohl ein tippfehler sein. ich nehme an du meinst den TAL1.

ansonsten volle zustimmumg!

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
@Bino

Yo!

Ich muss ehrlich gestehen: ich kenne das Lidl eigentlich garnicht!

Ich habe wohl das Wort "Refraktor" übersehen... Und aufgrund der Daten (70/700) angenommen, dass es sich um einer der "ganz kleinen Newtons" ist - also ohne Farbfehler...

Da es aber auch ein FH ist, hat's natürlich auch Säume, wie mein Bresser. Und durch die 10mm mehr Öffnung ist es meinem 60/700 natürlich auch über, klaro!

(ob ein 76/700 Newt einem 60/700FH über ist, das hätte ich bezweifelt...)

Grüsse, Silvio
(der sich jetzt mal ein paar Lidl-Bilder anschauen geht... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )
 
Re: @Bino

achso, das klärt natürlich die sache!

naja, die 76/700er newtons kommen mit dem 60/700er
etwa gleichauf.
hauptproblem bei allen diesen kaufhausteleskopen
ist halt die optische qualität des jeweiligen
stückes, die doch sehr stark streut, wobei
sie bei den newtons den berichten zufolge wohl
weniger stark streut.

mit dem 76/700er sind cassiniteilung und GRF kein
problem. mit einem guten 60/700er geht das aber
genauso. die dinger dürften also wirklich gleichauf
liegen.

der lidl ist dann schon eine ganze stufe höher anzusiedeln,
falls er wirklich gut ist, was doch eher selten der fall ist.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
typischer Einsteigerfehler?

Hi Zusammen,

ich möchte nochmal aus einer anderen Richtung an die Sache heran gehen, die in den bisherigen Postings etwas zu kurz kommt.
Und zwar rückblickend auf meine eigenen Erfahrungen, da ich beginnend mit Ende der 80er im Verlauf von gut 7 Jahren zuerst einen 60/800 dann einen 76/750 und am Ende einen 114/1000 besessen habe.
Damals gab es so etwas wie das Forum noch nicht, und der Gedankenaustausch zum Thema Anfängerteleskope fehlte mir im Verein damals auch.

So habe ich, aus heutiger Sicht, drei Teleskope gekauft, die alle im Grunde nur einfachste Einsteigerteleskope waren. Wenn ich allein an die Plastikokulare denke, die diesen drei Geräten zum grossteil baugleich beilagen...

Diese Aussage "Einsteigerteleskope" soll und darf deren Leistung nicht schmälern. Klar ist aber, daß sie alle so nah beieinander liegen, daß man sich über die Vorteile streiten kann.

Ich empfehle regelmässig den 114/900 für den Einstieg, weil ich ihn für das leistungsfähigste und vielseitigste Gerät dieser (Preis-)Klasse halte.
Hat man aber bereits ein (anderes) Gerät dieser Klasse, dann gilt es unbedingt diese Geräteklasse zu verlassen, denn sonst steht der Preisaufwand in üblem Verhältnis zum Beobachtungsgewinn.

Um mal darzulegen, wo ich die Grenzen der Einsteigerklasse sehe:
Für Planetenbeobachter sind Geräte wie ein Achromat mit langer Brennweite (f/8 oder länger) von 90mm Öffnung aufwärts interessant. Auch Mak-Optiken, aber hier mindestens mit 125mm Öffnung, sind ein guter Schritt vorwärts.
Wer "allround" beobachten will, oder eben DeepSky-Fan ist, der kann eigentlich nicht unter 150mm Öffnung bedient werden.
Für Fotografie (DeepSky) müsste der Aufsteiger mehr über die Montierung als über die Optik nachdenken.

Jetzt könnte ich noch den Optikästheten und den APO-Liebhaber aufführen, der Punkt ist aber:
Wer aus der Einsteigerklasse aufsteigen will, der steht am Scheideweg.
Das neue Teleskop kann nur dann ein Schritt vorwärts werden, wenn es zu den eigenen Beobachtungsvorlieben gehört. Diese kennenzulernen ist die wichtigste Aufgabe der Teleskope aus der genannten Einsteigerklasse.
Und wer sich damit noch nicht sicher ist, der bleibt dann doch besser noch beim alten Gerät, spart gemütlich weiter Geld an. Wer sein Geld an dieser Stelle zu früh ausgibt, der hat gute Chancen, es in den Sand zu setzen.

Clear Skies
Sven
 
Bingo!

Hi Sven!

Diese Theotie ist keine Theorie, sondern Praxis! Du bringst es auf den Punkt! Gut, dass Du darauf hinweist! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Genau diesen Fehler habe ich eigentlich auch gemacht, mir nach dem Kauf des Astroscan einen 110/800 selber zu bauen.

Diese Geräte spielen in der selben Liga! (Okay, der ULDOB ist ein Eigenbau, der Astroscan macht gutes RichField. Aber beide sind transportabel und bieten mit 4,25" bzw. 4,5" etwa den selben Himmel. Das Geld habe ich nur dadurch nicht in den Sand gesetzt, indem ich beim Bau des ULDOB ATM-Erfahrungen sammeln konnte...)


Weil ich das erkannt hatte, ist mein nächstes Gerät dann eine richtige DS-Kanone mit 10"...
;-)))

Lieber mache ich eine "Zwischeninvestition" in gutes Zubehör, als in ein weiteres Klein- und Universalgerät. Dieses würde nämlich nur Staub fangen, genau wie mein alter Bresser 60/700 aus der Kindheit...


Grüsse,
Silvio
 
Moin Thorsten!

Lohnt sich der Umstieg? - Ich meine, ja. Meine ganz persönliche Einschätzung
dazu, zumal ich schon diverse 70er Refraktoren und 114er Newtons in der
Mangel hatte...
Schauen wir uns mal die Papierform an: Ein 114er Newton sammelt über 2,6mal
mehr Licht als der Lidl, das macht einen Zugewinn um eine Größenklasse - die
Obstruktion (Abschattung) durch den Fangspiegelapparat lasse ich außenvor,
das bewegt sich im wenige %-Bereich. Der Newton hat eine um 60% bessere
theoretische Auflösung, was sich vor allem am Doppelstern bemerkbar macht.
Der Kontrast am Planeten beim Newton geht etwas herunter wegen Beugungs-
erscheinungen am Fangspiegel, ist m.M. etwas besser als bei einem guten
Lidl-Scope, zumal auch die höhere Auflösung des Newton zum Tragen kommt.

So, das sind die Zahlen. Ich selbst besitze ein TAL-1, ein äußerst robustes
Teleskop mit einer klasse Optik. Der Tubus allein wiegt 4,3 kg und braucht
entsprechende Montierung. Leichter sind die Blechtuben der anderen Hersteller
und die kann man auch notfalls auf die Lidl-Montierung oder eine EQ-2 drauf-
setzen. Vixen z.B. bietet sowas als Cosmostar-114 an, das ist nichts anderes
als eine China-Newton auf Lidl-Montierung, wo "Vixen" draufpappt.

Vom Vixen-114 mm-Newton bin ich gar nicht so begeistert, wie hier immer
getan wird: Der Fangspiegel scheint mir zu klein (gesehen am NP-114) und
die Verarbeitung am Tubus unterscheidet sich nicht von den preisgünstigeren
China-Importen. Das hat TAL m.M. die Nase klar vorn. Im Vergleich zwischen
dem Vixen-114 und dem 4 mm kleineren TAL-Spiegel waren für mich keine ent-
scheidenen Unterschiede sichtbar.

Vorsicht ist übrigens immer geboten, wenn Bilder von Planeten o.ä. zum
Qualitätsvergleich verschiedener Teleskope herangezogen werden. Man weiß nicht
wie an den Bilder herummanipuliert wurde und unter welchen Sichtbedingungen
sie entstanden. Entscheidend ist letztendlich der vis. Eindruck - und den
nimmt einem keiner ab...
 
Hi,

was den Vixen Newton angeht muß man vorsichtig sein, denn das R114 und das inzwischen Comsostar genannte Gerät sind bei weitem nicht identisch.
Da besteht ein doch sehr deutlicher Unterschied zwischen dem R114 und einem China-Newton. Warscheinlich hast Du mit dem NP eben das Gerät gesehen, was heute unter Cosmostar läuft.

Und ich warne trotzdem nochmal vor dem Schritt zum 114er. Der Schritt ist zu klein. Was DeepSky angeht: Mit dem 114er ist M57 immer noch ein anspruchsvolles Objekt. Unter 5m Himmel bekommt man unsere "nordischen" Kugelsternhaufen nicht aufgelöst, nur bei guten Optiken gibt es einen "fleckigen" Anblick. Hier wären 150mm ein toller Kontrast!
Die Planetenleistung des 114ers ist gut, keine Frage. Aber auf die Lidl-Montierung würde auch ein 125mm Mak passen - und der sticht den 114er nicht nur optisch aus, sondern er sitzt auch leichter und mit viel weniger Hebel noch auf der vorhandenen Montierung.

Ich halte es für einen Fehler, in dieser Teleskopklasse weiter Geld zu investieren. Der wirklich richtige Schritt wäre derjenige hin zu einer Montierung, die mehr als 5 Kilo trägt mit einer Optik die über die Leistung des 114ers hinausgeht.

Clear Skies
Sven

 
Re: typischer Einsteigerfehler?

hallo sven,

ich gebe dir recht, daß man nach einem einsteigerteleskop
natürgemäß in die nächstgrößere klasse aufsteigt.

ist aber für einen größeren schritt das geld nicht
vorhanden, kann man meiner meinung nach ruhigen gewissens
einen kleineren zwischenschritt machen.

man muß sich den speziellen fall ansehen.

wenn sich eluno einen gebrauchten 114er-tubus holt,
investiert er etwa 60-80 EUR.
der preisaufwand steht hier meiner meinung nach in gutem
verhältnis zum beobachtungsgewinn.
hat er von diesem die nase voll, verhökert er ihn um
denselben preis wieder. die investition beträgt damit = 0 EUR
und mit dem neuen gerät lernt er vieles über newtons,
was er später sicher noch gut gebrauchen kann und
sieht auch etwas mehr.

fazit: sind größere beträge im spiel, gebe ich dir recht,
bei dieser kalkulation aber erscheinen mir deine warnungen
etwas übertrieben. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Moin Sven!

> was den Vixen Newton angeht muß man vorsichtig sein, denn das R114 und
> das inzwischen Comsostar genannte Gerät sind bei weitem nicht identisch.

Das ist mir klar. Die drei Vixen-Röhren, die ich hierhatte, stammten
von der älteren NP-Variante (wird nicht mehr verkauft, Vorgänger der
aktuellen GP-E-Variante, schwarze Anbauteile) sowie zweimal der Tubus eines
GP-E-114. Beide waren nagelneu und hatten die hellgrauen Applikationen. Die
Vixen-China-Geschichte wurde mir mal bei einer Präsentstion vorgeführt
und der anwesende Vixen-Gebietsvertreter hat schon darauf hingewiesen,
daß Cosmostar- und GP-E-Variante von der Optik her nicht identisch sind.
Das ändert nix an meinen Erfahrungen mit den Vixen-Japan-Modellen.

Ansonsten schließe ich mich den Ausführungen von Tom an.
 
Re: typischer Einsteigerfehler?

Hi Tom,

die Entscheidung muß eluno nun ganz alleine treffen. Aber so gern ich auch den 114er das beste Rohr für den Einstieg nenne, so sehr halte ich es für falsch, immer nur in kleinen Schritten voran zu gehen.
Der Punkt, an dem die Montierung für den nächsten Schritt nicht mehr reicht kommt unweigerlich, und wenn er selbst die Befürchtung schon äussert würde ich mich doch sehr zurückhalten, ihn mit konkreten Modellvorschlägen, Preisen und Leistungsbewertungen zu füttern. Den Unterschied muß er schließlich am Ende selbst erkennen, egal was auf Zetteln über Lichtsammelvermögen für Formeln stehen.

Ich denke, ein gebrauchter Tubus wäre in der Situation die einzig akzeptable Lösung. Aber so wie ich das sehe, halten einen solche Umrüstereien nur für ein Jahr oder zwei davon ab, endlich einen grossen Schritt zu machen.

Aber das kommt immer auf den jeweilig Betroffenen selbst an. Mancher ist (mit Stolz & Recht) sein ganzes Leben lang mit dem 114er zufrieden.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Eluno,
ich kenn die 114/900 er aus eigener Erfahrung nicht, aber das LIDL.
Wenn das LIDL gut ist ,davon gehe ich jetzt mal aus, dann würde ich für Planetenbeobachtungen sicher nicht umsteigen.
Wenn Du mehr i.S DS haben willst würde ich aus dem Bauch heraus auch erst mal nein sagen. Der Leistungsgewinn dürfte schon deutlich sein, aber bei den derzeitigen Preisen würde ich etwas sparen und dann noch ne Nr größer gehen. Da wird die LIDL Monti aber warscheinlich schlapp machen, so daß evtl ein Dobs die Alternative sein könnte.
CS
Antares
 
Hallo nochmal!

Herzlichen dank für die zahlreichen Antworten. Na, ja, die
Entscheidung ist nicht einfach! Ich glaube ich habe mit meinem Lidl schon
Glück gehabt. Die Optik scheint wirklich okay zu sein. Ich muss mir jetzt also
die Frage stellen, ob es sich für mich lohnt, den Schritt hin zu 114/900 zu
machen, oder ob ich in eine "höhere Klasse" aufsteigen möchte. Es
wäre wohl falsch die Entscheidung zu überstürzen. Ich erspare dem Forum
jetzt mal die Frage, was denn der vernünftigste nächste Schritt
wäre, ohne konkrete Anwendungsbereiche nennen zu können. Ich werde mein
Beobachtungsverhalten und parallel auch den Markt weiter prüfen. Tatsache ist
aber, dass ich beuflich sehr eingespannt bin und deshalb das Teleskop nicht so
häufig nutzen kann, wie ich es mir wünsche. Dieser Aspekt spielt also
auch noch eine Rolle. Sollte mir in der nächsten Zeit ein
vernünftiger 114/900 Tubus begegnen, könnte ich schwach werden. ;-)
Ansonsten überlege ich wirklich, etwas Größeres anzuschaffen.

Irgenjemand hat in diesem Forum mal geschrieben, dass das geeigneteste
Teleskop das ist, welches man am häufigsten nutzt. Da ist wohl etwas dran.
Wäre ja gut möglich dass mir ein - qualitativ guter - 114/900 ersteinmal
reicht. - Ich habe bislang nur durch Lidl-Okulare geblickt. Es gibt
sicherlich viele Möglichkeiten, sein Geld auszugeben - die Photographie ware
ein Thema, das mich langfristig auch reizen könnte ;-)

Ich danke Euch ersteinmal für die zahlreichen Anregungen und neuen Denkanstöße.
Für einen Anfänger ist dieses Forum wirklich ein Segen!

Grüße
el.uno (Thorsten)
 
hallo nochmal,

das du bisher nur die lidl-okulare verwendest hast,
wußte ja niemand.
in diesem fall würde ich erstmal das lidl-behalten
und wirklich gute okulare anschaffen.
das muß auch nicht unbedingt teuer sein.

mit wirklich guten okularen wird es dir vorkommen,
als hättest du eine neues teleskop!

ich würde ein okular für maximales gesichtsfeld
und großer austrittspupille kaufen, um auch die
großen objekte schön überblicken zu können.
das 40mm TS-superplössl käme dafür in frage.
bringt dir eine vergrößerung von 17,5x.
damit hast du ein ausgezeichnetes übersichtsokular,
mit dem man auch die objekte schneller findet als
mit dem mitgelieferten 20mm kellner.

für höhere vergrößerungen würde ein 9m TS-orthoskopisch
sehr gut passen. ergibt 78fach. die passende vergrößerung
für viele sternhaufen und nebel. auch der mond füllt dann
das gesichtsfeld schön aus.

nun brauchst du nur noch eine 2x-barlowlinse, um die
jeweilige vergrößerung dieser okulare zu verdoppeln.
ein sehr gute und trotzdem günstige barlowlinse ist
die TS-2x-barlow.
nehmen wir bereits vorhandene 4mm okular dazu,
ergeben sich zusammengefasst folgende vergrößerungen:

17.5x, 35x, 78x, 156x, 175x

wobei 175x schon fast ein bischen zuviel für den lidl ist,
am mond aber gerade noch geht und auch zur trennung von
engen doppelsternen ganz brauchbar ist.

du wirst sehen, mit diesen okularen wird das lidl
erst wirklich zeigen was es kann. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

ps. hast du schon eine baader-sonnenfilterfolie?

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo!

Ich habe die zwei mitgelieferten Huygens-Okulare (4 und 20 mm).Zusätzlich habe ich mir mal zwei Kellner-Okulare geholt (20 und 10 mm). Ich dachte mir, alles ist besser als die mitgelieferten Okulare und die 4 mm erscheinen mir auch nicht sinnvoll. Von den Plössel-Okularen habe ich schon viel gelesen. Offenbar ein must-have. Ich schaue mich mal danach um. Die Sonnenfilterfolie habe ich mir in allerletzter Minute vor der Sonnenfinsternis geholt und auch schon eingesetzt.

Wie ist den die Qualität eines Kellners einzuschätzen?
Die dem Lidl beiliegende Barlow ist wahrscheinlich auch nicht wirklich zu empfehlen... Es lohnt also eine Neuanschaffung?


Gruß
Thorsten
 
Hi Eluno,
das 4mm Oku ist in der Tat m.E. nicht akzeptabel. Auch die Barlow ist nicht wirklich toll. Das 20 mm LIDLKellner hingegen finde ich brauchbar.
Als Barlow im Low-Price-Bereich würde ich immer wieder die Antares B2S empfehlen, mit welcher man 2x und 1,5x durch eindrehen des Linsenelementes in das Oku, vergrößern kann. Das ergibt eine Verdreifachung aller Okubrennweiten und spart so schlußendlich auch Geld für weitere Okus.
Wenn schon ein OKu kaufen, dann ein 30er Plössel und die Barlow hinzu.
Das 10er Kellner, so es was taugt, behalten und den Rest verkaufen.
Das ergäbe folgende Okubrennweiten: 30, 20, 15 und 10, 6,7 , 5. Ein wie ich finde fein abgestufter Satz der alles abdeckt, was mit dem LIDL machbar ist.
CS
Antares
 
das 4mm und das 20mm sind keine huygens-okulare.
das 4mm und das 20mm sind beides kellner okulare.

das 4mm ist exakt auf der achse, also in der bildfeldmitte,
nicht schlecht. da liefert es ein sauberes bild.
ich verwende es sogar an hochwertigen
geräten ab und an zur doppelsterntrennung.
das 20mm-lidl ist brauchbar, hat aber ein zu kleines gesichtsfeld.

ich nehme an, das 10mm und 20mm kellner das du extra gekauft hast,
sind die sogenannten "super" bzw. "barium". das 20mm-super
ist deutlich besser als das 20mm-lidl.
das 10mm-super ist ebenfalls sehr gut, hat aber ein kleines
gesichtsfeld. dieses kann man erweitern, indem man die
feldblende durch auskratzen oder abschneiden entfernt.

beide "super"-okulare würde ich auf jeden fall behalten.

dazu noch die von mir genannten okulare sowie die TS-barlow
(= Antares B2S) und du hast alles was du brauchst.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo,

wie die Postings zeigen stehst Du vor einer nicht ganz einfachen Entscheidung. Ich habe sowohl das Lidl als auch den 114mm Newton und es sind Unterschiede auszumachen (objektspezifisch). Prinzipiell möchte ich mich aber den Ausführungen von Sven anschließen. Wenn Du eine deutliche Verbesserung erwägst, solltest Du diese Preisklasse verlassen. Auf der anderen Seite ist ein 114mm Newton gebraucht für ca. 80 Euro zu haben. Diesen kannst Du auf der Lidl-Montierung befestigen. Neben der Öffnung lernst Du ein anderes System kennen (und damit umzugehen) und bekommst mehr am Objekt geboten. Du siehst beide Entscheidungen haben Vor- und Nachteile. Wenn aber Deine Intention die deutliche Verbesserung bei der Beobachtung ist (wie ich der Anfangsfrage entnehme), solltest Du ggf. noch etwas sparen.

NightSky - Zeitschrift von Amateuren für Amateure

Grüße, Christoph Lohuis.
 
Hallo!

es handelt sich bei den mitgelieferten Okularen tatsächlich um Kellner-Okulare. Also doch keine Huygens-Okulare. Die dazugekauften "Super"-Okulare bieten meiner Ansicht nach wirklich ein besseres Bild. Ein Fehlkauf war es also nicht.
Ich denke, ich werde mich zunächst auf sinnvolles Zubehör konzentrieren. Ein vollständiger Okularsatz und eine gute Barlow-Linse stehen jetzt auf meinem Wunschzettel. Ein paar gute Vorschläge habe ich ja bekommen.

Das nächste Teleskop wird dann etwas größer. Das hat aber noch ein wenig Zeit. (Es sei denn es bietet sich eine günstige Gelegenheit auf dem Gebrauchtmarkt) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ich danke Euch für Eure freundliche Hilfsbereitschaft und die guten Ratschläge!

Gruß
el.uno (Thorsten)
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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