low expansion einige Fragen an Wolfi

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portaball

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Hallo Wolfi,

im "Biete Board" bewirbst Du Dein neues Trägermaterial wie folgt:

> Dieses neue Material hat, im Gegensatz zu einfacheren Materialien, wie BK-7, Pyrex oder Suprax, keinen in der Praxis erkennbaren Ausdehnungswert. H. Rohr, der dieses Material schon getestet hat, vergleicht das "Low Expansion" in seinen Eigenschaften zu Recht mit Zerodur.

Welchen Wärmeausdehnungskoeffizienten hat Herr Rohr in seinen Tests denn genau für das neue Material ermittelt? Könntest Du uns bitte etwas über die Messmethode und den Versuchsaufbau berichten?
 
Frage ihn doch einfach direkt!

Hallo Jochen,

warum fragst Du denn den Wolfi nicht selbst...?
Seine Mailadresse hatte er doch, soweit ich mich erinnern kann, dazugeschrieben.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Grüße
Thomas
 
Hi Jochen,

Wolfgang Rohr wird den Test sicher, wenn er vom Urlaub zurück ist, hier am Board veröffentlichen.

Wolfi
 
Re: Frage ihn doch einfach direkt!

Hi Thomas,

weil ich denke, dass sich auch noch Andere dafür interessieren.
Nach dem Ganzen Pyrexhype - Du erinnerst Dich, erst wurde das Substrat als wichtiges Qualitätsmerkmal beworben, dann als unbedeutend heruntergespielt, und nun soll man wieder glauben, eine geringe Wärmeausdehnung des Spiegelmaterials bedeutet bessere Bilder schon nach kürzerer Auskühlung - Zitat WR:
> Der Vorteil für Sie - der Spiegel ist immer einsatzbereit <
- will ich schon genau wissen welchen Ausdehnungskoeffizienten das low expansion (hiess es nicht anfangs sogar zero expansion???) Zeugs hat und wie dieser ermittelt wurde, wenn Herr Rohr, wie in der Werbung dargestellt, schon speziell dahingehende Test durchgefüht hat.
<sarkasmus on>
Was kümmert mich die Warmluftschicht auf dem Spiegel, allein die Parabel zählt.
<sackasmus off>
 
Re: Frage ihn doch einfach direkt!

Hi Jochen,

Du hast Recht, es ist für viele interessant.
Dennoch hätte ich es halt anders gemacht... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Aber ist egal, so isses jetzt, und jeder denkt anders darüber. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
Was soll´s.


Ausgedehnte Grüße
Thomas <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Frage ihn doch einfach direkt!

erst wurde das Substrat als wichtiges Qualitätsmerkmal beworben, dann als unbedeutend heruntergespielt, und nun soll man wieder glauben, eine geringe Wärmeausdehnung des Spiegelmaterials bedeutet bessere Bilder schon nach kürzerer Auskühlung
Dieser Gedanke kam mir auch unlängst. Und zwar als es im Optik-Board darum ging, einen Spiegel am besten "perfekt unterkorrigiert" zu schleifen. Für mich sieht die Sache so aus:
- Das Spiegelmaterial ist sehr wohl von Bedeutung, nicht aber von entscheidender
- Der Rest ist Marketing
 
Re: Link über "Qualität von Newton Teleskopen"

Hallo...

Na, da werden die Schmidt-Newtons ja richtig schön fertiggemacht...:

Der klassische Newton hat eindeutige Vorteile, gegenüber einem Schmidt Newton. Das Bild auf der Achse ist heller, als das eines Schmidt Newtons, da durch die Schmidt Platte ja auch Licht verloren geht

Sag mal Wolfi, du willst uns hier aber nicht erklären, das du den theoretisch-praktischen Lichtverlust in der Schmidtplatte
von 1-2% wirklich visuell siehst, oder ?

Was machen denn dann MAK-Newton-Besitzer, die sehen dann gar nix mehr, weil die Meniskulinse schluckt ja noch mehr
Licht (ist ja viel dicker)....??

Reflexe werden zwar durch gute Vergütungen gemildert aber zu 100% verhindern kann man sie nicht (Geisterbilder).

Dito beim Newton mit KomaKorrektor, oder ?

Lieber Wolfi, das Ding ist mir zu gefärbt, da soll Stimmung gemacht werden gegen Schmidt-Newtons, warum eigentlich ?
Liefert dir Meade keine oder woran liegts ?

Der Brüller ist aber das hier:

Es gibt eigentlich keinen vernünftigen Grund, zum Schmidt Newton zu greifen, zudem er ja auch teurer, als ein vergleichbares klassisches Newton System ist.

Da würd ich einmal global sagen, das das Blödsinn ist....kauf mal einen Takahashi Epsilon (auch nen Newton, oder?) oder einen Vixen R200SS, und
sage mir, wer da gegenüber einem SN gleicher Öffnung billiger ist....

Nehmen wir dich mal beim Wort:

GSO 150/750: 348.- Euro
Baader KomaCorr: 115.- Euro
Zusammen: 463.- Euro

Meade SN6: ca. 500.- Euro...macht 37.- Euro Differenz oder 7%....

Mach ich das Spiel mit einem anderen Hersteller (Vixen...) dann verlierst du das haushoch...

Fazit: Nicht so der Hit, deine Einschätzung der Dinge, vor allem ziemlich gefärbt....

 
Re: Link über "Qualität von Newton Teleskopen"

Hallo Spatz,

hier geht es um das Spiegelmaterial und nicht um Schmidt Newtons aber, komm vorbei und schau Dir die Schmidt Newtons, die ich in der Ausstellung habe, einfach an.

Ansonsten, der Schmidt Newton Thread ist etwas weiter unten..

Vorschlag, maile mir einfach direkt Deine Bedenken und Deine Verbesserungswünsche. Ich prüfe sie gerne und werde sie auch ggf. einarbeiten.

Da haben alle was davon.

Wolfi
 
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Re: Link über "Qualität von Newton Teleskopen"

Ja, genau diese Webseite war der Grund warum ich den SN-Thread vom Zaun gebrochen hab, da ich in meiner eigentlich positiven Einschätzung dieser Geräte nicht mehr sicher war ... ;-)

Ist sicher alles Geschmackssache, aber z.B: das mit den optischne Flächen ist einfach kein Argument. Wenn ich Baaders Komakorrektor mal aufschraube und die Flächen zähle und die Dicke messe, dann ist der Fall doch klar oder? Das heist ja nicht unbedingt, daß die Gesamtleistung dann nicht doch toll ist, aber als Argument gegen die SN ist das doch nicht brauchbar. Ist ja eigentlich ein Pro-Argument.

Ich mein der Schmidt Newton wird ja in der Fachliteratur auch nicht gerade zur [zensiert] gemacht ... hat halt Vor- und Nachteile wie all die anderen anderen Systeme auch.

Aber vielleicht sollte man im SN-Thread weiterdiskutieren ;-)

Andreas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Frage ihn doch einfach direkt!

Hallo Thomas
Jochen hat vollkommen recht, die Frage hier zu platzieren! Gerade mit dieser Art der Ankündigung lehnen sich viele Händler aus dem Fenster (in diesem Falle Wolfi) und je nach dem Fallen wieder einige Dumme herein und ärgern sich blau mit dem teuer erworbenen Strott oder die Ankündigung hat "Hände und Füsse" und kann auf diese Art weiterempfohlen werden.
Ferner kann der Händler (in diesem Falle immer noch unser Wolfi) offen Stellung nehmen, ohne mit individuellen Mails zugedeckt zu werden, die kaum noch zu beantworten sind.
Überlege also nochmals, ob Du es nächstes mal nicht doch auch so halten willst.

Gruss
Peter
 
Re: Link über "Qualität von Newton Teleskopen"

Hallo...

Ansonsten, der Schmidt Newton Thread ist etwas weiter unten..

Schon klar, das fiel mir nach dem Absenden auch auf.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ich kannte die Seite aber schon und hab mich beim letzten Mal schon über die dort verbreiteten Gedanken
geärgert, und das kam jetzt eben wieder hoch.
Damals (zu Zeiten der Pyrex-Affäre) ging der Link auch nen paarmal drüber glaubte ich noch, kleines Versehen, wird bestimmt korrigiert,
aber jetzt hab ichs halt wieder gelesen...

hier geht es um das Spiegelmaterial und nicht um Schmidt Newtons aber, komm vorbei und schau Dir die Schmidt Newtons, die ich in der Ausstellung habe, einfach an.

Ja, ich fahr son Ding, größtenteils fotografisch, aber hin und wieder kuck ich auch durch, und bisher hab ich weder
fotografisch noch visuell die theoretischen 2% Lichtverlust sehen können....

Wenn ich schon am Schreiben bin, dann will ich meine Vorschläge gerne auch hier öffentlich machen:

Das Argument mit dem dunklen Bild beim SN würd ich rausnehmen, weil das glaubt dir kein Mensch, das man das
sehen kann....außerdem "pinkelst" du damit allen MAK-Newton, SC und MAK-Cassegrainbesitzer mit ans Bein...das findet der
Saarländer bestimmt nicht gut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Dann zum Koma, wie die Bilder von Sven Wienstein gezeigt haben, ist ein Marken-Newton mit KomaCorr einem SN in Sachen Koma
leicht überlegen, das ist so, meine und seine Bilder zeigen das, und daher kann man das auch so schreiben.
Das der R200SS round about das Doppelte eines vergleichbaren SN8 kostet, kann jeder selber rausfinden.
Vielleicht treibst du ja irgendwo Bilder eines GSO oder Syntha-Newton mit KomCorr auf, dann würde man auch preislich etwa gleiche
Geräte vergleichen und sich nicht des Vorwurfs der exotischen Geräte aussetzen.

Die Tausache ist unbestritten, aber das als Killerargument aufbauen wollen kann auch nach hinten losgehen...weil dann verkaufst du keinen
FH, keinen APO und erst recht kein SC mehr...die haben nämlich auch alle ein Tauproblem.

Was bleibt als Contra Argument ?
Tau, schnelleres Auskühlen, leicht schlechteres Koma.

Was bleibt Pro SN ?
Kein KomaCor nötig, geschlossene Bauweise, im Falle der Meade-Geräte gute Ausleuchtung KB-Format.

@Boardmaster: Sorry das das jetzt total OT ist in diesem Thread, vielleicht kann mans verschieben,
wenn nicht, stehenlassen und wir beerdigen das Thema mit diesem Posting in diesem Thread.
Bei noch offene Fragen hat ja jeder die Möglichkeit einer persönlichen Mail.
 
Re: Link über "Qualität von Newton Teleskopen"

Du schreibst, dass der Newton aufgrund der offenen Bauweise besonders unter Tubusseeing leidet. Meine Meinung: Tubusseeing wurde übertrieben gesagt gleichzeitig mit der geschlossenen Bauweise der SCTs erfunden. Da ist der Newton eher im Vorteil.
 
Re: Link über "Qualität von Newton Teleskopen"

Hallo,

herzlichen Dank für Deine Ausführung, ich habe sie schon mir gemailt und werde kommende Woche in mich gehen und die eine oder andere Änderung machen.

Wolfi
 
Re: Link über "Qualität von Newton Teleskopen"

außerdem "pinkelst" du damit allen MAK-Newton, SC und MAK-Cassegrainbesitzer mit ans Bein

da bin ich auch schon! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

der lichtverlust durch schmidtplatte oder maksutov ist völlig
vernachlässigbar. hochwertiges multicoating reduziert jede
fläche auf ca. 0.25% reflexion, die absorbtion im glas ist sogar noch
geringer. ich schätze einen 1cm dicken meniskus auf max. 0,75%
verlust. selbst mehrere prozent wären visuell nicht erkennbar.

echter nachteil eines frontelements: es kann optisch fehlerhaft
sein, zb. rauhe schmidt-platten. beim maksutov ist das etwas
weniger wahrscheinlich, aber sorgfältigste fertigung ist auf
jeden fall nötig, um keine einbußen zu haben.

vorteil eines frontelements: der tubus ist geschlossen, und kann
dadurch gezielt belüftet werden (zb. laminare strömungen entlang der
tubuswand). resultat ist ein extrem stabiles bild.
leider hat man das bei den SN's von Meade vergessen.

apropo taubeschlag: eine schmidtplatte ist wesentlich dünner
als ein meniskus und beschlägt daher auch schneller.
hat sich in meiner praxis auch immer wieder bestätigt.
mein altes 8"SC war oft schon nach 30min komplett zu,
während mein 7"MN bei gleichen bedingungen erst nach 1.5-2h
langsam beginnt zuzutauen.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)

 
Re: Link über "Qualität von Newton Teleskopen"

hochwertiges multicoating reduziert jede
fläche auf ca. 0.25% reflexion, die absorbtion im glas ist sogar noch
geringer. ich schätze einen 1cm dicken meniskus auf max. 0,75%
verlust. selbst mehrere prozent wären visuell nicht erkennbar.

Na, das halte ich aber für etwas optimistisch. Aus den Optikkatalogen habe ich da nadere Daten. Für sündteure Laboroptiken geben die bei bestmöglicher Vergütung knapp 1% an. Gute Mehrfachvergüten sind häufig deutlich über 1%.

Anderseits schreibst du ja: selbst mehrere Prozent sind nicht erkennbar. Seh ich genauso und fotografisch sind sie eh wurscht. 3 Prozent länger belichten macht das Kraut nicht Fett. Solange die Flächen keine Geisterbilder erzeugen...

vorteil eines frontelements: der tubus ist geschlossen, und kann
dadurch gezielt belüftet werden (zb. laminare strömungen entlang der
tubuswand). resultat ist ein extrem stabiles bild.

Nachdem ich ja auch einige Semester Fluidmechanik hinter mir habe, kann ich da leider nicht zustimmen. Das Problem ist, daß die laminare Strömung dann oben gegen die Platte stösst. Tja, und dann gibts Turbulenzen. Laminar kann eine Strömung an dieser Stelle nur durch gezielte und genau berechnete Umlenkbleche bleiben. Und die würden in den Strahlengang ragen.

Laminar bleibt eine Strömung wenn die Reynoldszahl des Mediums und Durchfluss passen. Und das ist für einen Newton mit annähernd Umgebungstemperatur und oben sowie unten ausrecihend offen gegeben. An der Tubusoberkante fliesst schön laminar und ausserhalb des Strahlenganges die warme Luft nach oben und unten schön laminar die kältere nach unten. Voraussetzung ist oben und unten offen, damit es dort nicht zur Umlenkung oder zu starker Beschleunigung der Durchflussgeschwindigkeit kommt.

Der Trick ist natürlich, daß der Tubus deutlich grösser als der Spiegel ist. Und manch ein Newton ist unten ja fast völlig dicht. Dann staut sich Luft vorm Spiegel und strömt - oft turbulent - in den Strahlengang.

Auch wenn es noch so oft behauptet wird, ich kann es weder theoretisch so sehen, noch kann ich es beobachten.
 
Laminar?

> Laminar bleibt eine Strömung wenn die Reynoldszahl des Mediums und Durchfluss passen. Und das ist für einen Newton mit annähernd Umgebungstemperatur und oben sowie unten ausrecihend offen gegeben.

Blöde Frage: wie verhält es sich denn mit von der Luft umströmten Körpern? Fangspiegel? Spinne? Tubusblenden? In den Tubus ragender Okularauszug? Alles laminar und ohne Turbulenzen? Was passiert mit der Luftströmung, wenn ich den Tubus schnell schwenke? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Turbulente Grüße, Frank.
 
Re: Link über "Qualität von Newton Teleskopen"

hmm, es ist allerdings richtig, daß ich selbst keine
experimente in der hand habe, die meine aussagen stützen
würden. lediglich die praktische beobachtung kann das
untermauern.

ich bezog mich dabei aber auch speziell auf das belüftungssystem
in den intes-micro MN's, eh klar, denn das kenn ich ja am besten.
vorne tritt die luft an den löchern ein und streicht dann vor allem
bei geringer lüftergeschw. an der tubuswand entlang.
bei höherer geschwindigkeit wird sie aber sicher gleich nach
den eintrittslöchern tubulent sein und auch in weiten bereichen
des tubus.

was ich beobachten kann ist, daß die abbildung bei geringer
lüftungsgeschw. am stabilsten ist, nachdem das teleskop zuvor
mit höherer geschwindigkeit durchgekühlt wurde.
schalte ich den lüfter ab, bleibt das bild einige zeitlang stabil,
dann fängt es langsam an ganz leicht zu wabern.
sobald man den lüfter wieder aufdreht, beruhigt es sich schlagartig wieder.

dürfte vor allem am temperaturunterschied tubusober-/unterseite
liegen, der trotz isolierung noch vorhanden ist.
ein teil geht vielleicht auch auf die temperatur des hauptspiegels
selbst. das müßte man alles mal messen, so wie kurt das bei seinem
offenen system gemacht hat. leider kann ich kurts messungen nicht
1:1 auf mein geschlossenes system umlegen. das reagiert mit
bestimmtheit ganz anders.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Link über "Qualität von Newton Teleskopen"

Hallo Tom,

zum Glück hat Dir mein Vorredner ja gleich fundiert contra gegeben, also muss ich garnichtmehr viel hinzufügen. Es ist auch müssig unsere beliebte "Korrektorplatte contra Spinne" Diskussion zum x-ten mal aufzuwärmen.
Hier hast Du eben die Wunschvorstellung von 0,75% für die Platte und tendierst gerne dazu den Nachteil der Spinne um dasselbe Mass überzubewerten. Für die Streitfaktoren Tubusseeing, Einfluss der Wärmestrahlung der beobachtenden Person beim Truss gilt selbiges.
Dadurch, dass Du Deine Meinung immer wieder wiederholst wird sie ja nicht automatisch richtiger, selbiges gilt natürlich auch für mich :-)
Vielleicht können wir uns ja darauf einigen es einfach so stehen zu lassen, dass jedes System anders ist, und davon absehen zu mustmassen welches nun besser sei? Möge jeder mit seinem glücklich sein und eine wunderbare zeit unter klarem, dunklen Himmel haben.
Ansonsten reizt mich einfach jedes wiederholte Posting Deinerseits dazu, das nicht so stehen lassen zu können.
Das bringt uns doch aber wirklich nicht weiter.
 
Re: Laminar?

Blöde Frage: wie verhält es sich denn mit von der Luft umströmten Körpern? Fangspiegel? Spinne? Tubusblenden? In den Tubus ragender Okularauszug? Alles laminar und ohne Turbulenzen? Was passiert mit der Luftströmung, wenn ich den Tubus schnell schwenke?

Überhaupt keine blöde Frage!

Das Problem fängt hiermit an: Die Fluidmechanik funktioniert zumeist völlig gegen die menschliche Intuition.

Beispiel: Die meisten Leute glauben zu sehen, wann ein Auto windschnittig ist. Vorne schön flach, dann die Kabine und hinten eher rundlich. Völlig falsch! Ein Porsche 911 würde areodynamisch wesentlich besser sein, wenn er rückwärts führe!

Schau dir ein Flugzeug an, am besten den Airbus. Vorne knubbelig rund und hinten spitz zulaufend. Dadurch, dass sich hinten der Querschnitt ganz langsam verjüngt, kann die Strömung besser laminar und anliegend am Körper vorbeistreichen.

Tubusblenden, die präzise den Strahlengang schneiden, sind für einen Newton die Katastrophe. Erstens wird die Luft dort umgelenkt und zweitens die Wirbel dann auch noch in den Strahlengang gedrängt. Beim Refraktor sollte innen die Luft am besten stehen und dann sind solche Blenden fantastisch. Siehe FS Takahashi. Deshalb ist auch diese Zwangsbelüfterei von vorne geschlossenen Optiken für mich äusserts fragwürdig.

Der OAZ stzeht beim Newton nicht an der höchsten oder niedrigsten Stelle und wird daher fast überhaupt nicht umströmt.

Die Kanten direkt am Spiegel selber sind schwierige Stellen! Da gibts ja einige hier, die das schon gemessen haben.

Die Spinne ist im Querschnitt zur Strömungsrichtung so dünn, dass man sie bei den den üblichen "Geschwindigkeiten" der Luft im Tubus wohl ganz vergessen kann.

Das alles gilt alles ausschliesslich für einen temperierten Spiegel. Wenn der Spiegel selber die "heisse" Luft erzeugt und die schon direkt vor der gseamten Spiegelfläche rumwirbelt, dann ist es mit dem Newton natürlich vorbei. Das weiss jeder, der im Winter den Dobson rausbringt und mal wieder nicht warten kann...

Ebenso sind diese Probleme alle von dem Effekt zu unterscheiden, der durch verformte, nicht-temperierte Optik entsteht.
 
Re: Link über "Qualität von Newton Teleskopen"

hallo,

neinnein, ich will überhaupt nichts aufwärmen!
mir ist auch lieber, wenn ruhe ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

aber wegen der sache mit der spinne hast du was versäumt,
wie's scheint. siehe hier...

die sache ist längst erledigt, für mich zumindest.

hier jedoch gings mir nur um die belüftung. die muß bei einem geschl.
system natürlich anders aussehen als bei einem truss oder
offenen volltubus. das ist alles worauf ich hinauswollte.

leider, das gebe ich zu, bin ich zu faul, um solch aufwendige
messungen wie kurt es macht, an meinem eigenen gerät durchzuführen.
bin schon froh, wenn ich mich dazu aufraffen kann, den riesigen
MN rauszuhieven und auf die EQ6 zu wuchten.

aber vielleicht hat ja nikita mal lust dazu, sowas zu machen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Link über "Qualität von Newton Teleskopen"

was ich beobachten kann ist, daß die abbildung bei geringer
lüftungsgeschw. am stabilsten ist, nachdem das teleskop zuvor
mit höherer geschwindigkeit durchgekühlt wurde.

Ich denke, dazu wurde sie entwickelt. Möglichst schnelles Auskühlen. Und weil dabei sowieso niemand beoabchtet ist Turbulenz ja erlaubt.

schalte ich den lüfter ab, bleibt das bild einige zeitlang stabil,
dann fängt es langsam an ganz leicht zu wabern.
sobald man den lüfter wieder aufdreht, beruhigt es sich schlagartig wieder.

DAs wurde auch von einem Newton-Besitzer berichtet und gemessen. Siehe S&W. Ich kanns an meinen Newtons nicht nachvollziehen. Mag ja auch bauartbedingt sein.

so wie kurt das bei seinem
offenen system gemacht hat. leider kann ich kurts messungen nicht
1:1 auf mein geschlossenes system umlegen. das reagiert mit
bestimmtheit ganz anders.

Yo, da wird's dann elend kompliziert. Jedenfalls ist eins klar: wenn man am eigenen Gerät eine Verbesserung sieht, dann sollte man sich nicht von der Theorie irre machen lassen. Es ging mir nur daraum, daß man die Theorie dann sauber anwenden sollte. Sonst wirds schwer mit den Verbesserungsmassnahmen. Das wäre dann nur Rumprobiererei. Geht zwar auch, kann aber teuer werden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Oder in anderenm Worten: da muss es Effekte geben, die nachweislich und sichtbar sind und die nicht auf laminar/turbulent zurückzuführen sind. Vielleicht schon eher diese Kolmogorov-Zellen, die man immer öfter zum Verständnis des Seeings heranzieht, um adaptive Optiken zu verbessern.
 
Re: Laminar?

> Das Problem fängt hiermit an: Die Fluidmechanik funktioniert zumeist völlig gegen die menschliche Intuition.

Hallo Tom,

meine Bemerkungen waren auch nicht so ganz ernst gemeint <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Ich arbeite selbst seit 10 Jahren in der Thermofluiddynamik und habe meine Denkgewohnheiten schon angepasst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Interessant wäre das ganze schon. Man müßte jemanden finden, der einen "Newton" mit einem CFD-code berechnen kann. Eine nach oben offene Röhre mit ein paar Blenden und der Gegenspiegel müßten doch leicht zu modellieren sein. Dann könnte man die Temperatur des Spiegels vorgeben und schauen, was passiert. Zum Schluß verpasst man dem Tubus einen Deckel und guckt, was die Strömung im geschlossenen Tubus so treibt. Stellt sich nur die Frage, ob das ganze wirklich praktisch relevant ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.

Frank.
 
Re: Laminar?

Stellt sich nur die Frage, ob das ganze wirklich praktisch relevant ist

Fürchte nein. Wegem dem schwierig festzumachendem Einfluss der Strömung auf das optische Verhalten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />

Aber wie du oben gelesen hast, hab ich ja keine praktischen Probleme mit meinen Röhren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Re: Laminar?

hallo frank,

das es praktisch relevant ist, bin ich mir sogar sicher!
ist ja bekannt, daß vor allem bei den 8"-chinanewtons
zuwenig raum zwischen strahlengang und tubuswand ist,
dadurch die aufsteigenden warmluftschlieren ständig in
den strahlengang geraten. ist nur EIN beispiel.

mit entsprechender software sollte so eine modellrechnung
doch eigentlich kein problem sein. allerdings muß man erstmal
zugang zu dieser software haben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Frage ihn doch einfach direkt!

Hallo Peter!

Ich bleibe bei meiner Meinung: Eine direkt Frage wäre besser gewesen.
Hier im Forum sind schon zu viele Threads entstanden, die mit solchen Fragen begonnen haben und dermaßen ausgeartet sind, dass der boardmaster eingreifen mußte.

Wer sich wo aus dem Fenster lehnt, habe ich nicht zu beurteilen. Wer denkt, er könne das beurteilen, demjenigen steht es natürlich frei, das zu tun.
Dann gebe ich aber einen Denkanstoß, ob das so geschickt war.

Und ob jemand offen Stellung nehmen will, ist natürlich seine Entscheidung.
Ihn durch ein öffentliches Posting dazu zu drängen, halte ich persönlich für den falschen Weg, das ist hier im Forum schon mehr als einmal schiefgegangen.
Das sollte doch Grund genug sein, oder?

Man hätte ja zum Beispiel auch Wolfgang Rohr anmailen können, seine Mailadresse liegt in seinem Profil jedem offen.

Grüße
Thomas
 
Re: Laminar?

> mit entsprechender software sollte so eine modellrechnung
doch eigentlich kein problem sein.

Hi Tom,

ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber eine (Jahres-) Lizenz für gängige CFD Programme (z.B. CFX) ist wohl nicht unter 5000-10000 Euro zu haben. Was sagt Dein Kontostand dazu? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Vielleicht finden wir ja einen Händler als Sponsor? Oder einen Physiker, der noch ohne Computer (sozusagen zu Fuß) rechnen kann? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Frank.
 
Re: Link über "Qualität von Newton Teleskopen"

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Na, das halte ich aber für etwas optimistisch. Aus den Optikkatalogen habe ich da nadere Daten. Für sündteure Laboroptiken geben die bei bestmöglicher Vergütung knapp 1% an. Gute Mehrfachvergüten sind häufig deutlich über 1%.

M.-L. Irgentwas mußt du verwechseln. 0.5 % Verlust ist standart für heutige mC coating, sehr gute schaffen 0.25% und besonders gute bis zu 0.1 %
 
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