Lüfter am MK-66 anbringen, wo am besten ?

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Alnitak

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Hallo Sternfreunde und ATM´ler,
in nächster Zeit und bei Gelegenheit möchte ich mir gerne an mein MK-66 einen Lüfter anbringen.
Ich muß zugeben, gestern abend stellte ich das Teleskop gegen 19.00 Uhr auf den Balkon. Sterne scharfstellen war also nicht. Sahen alle aus wie verstrahlte Wattebällchen.
Erst so zwischen 23.00 und 00.00 Uhr war der Tubus von innen wohl so [zensiert] kalt wie die Witterung außen. Gut, das seeing war nicht besonders, der Kirchturm in der Nähe war bis zur hälfte in
Trübnis gehüllt. Saturn flackerte und zeigte sich nur ab und dann ganz kurz gestochen scharf.
Bringt denn ein eingebauter Lüfter was ? Macht es sinn sich die Mühe zu geben und einen einzubauen ? Wenn ja, an welcher Stelle des Tubus am besten ? Gibt es hier Sternfreunde die beim Mak Cassegrain schon einen solchen eingriff vornahmen ?
Freu mich über jeden Tipp und Spekulation
Vielen Dank und Gruß
Christian
 
Hallo Christian,
das lohnt sich definitiv und wird ja auch an manchen Intes-Geräten ab Werk verbaut.
Es gibt zwei Varianten:
1) Lüfter seitlich am Tubus kurz vor dem HS + Loch mit Filtermatte auf der gegenüberliegenden Seite Link
2) Lüfter an der Rückseite + Löcher im Frontring mit Filterlage dahinter Link1 Link2

Ich halte Variante 2 für effektiver.
 
Das habe ich mir für meinen 8-Zöller auch schon überlegt. Allerdings in einer Variante Deiner beiden Methoden: Oben-rechts ein Loch mit Filter und unten-links einen Lüfter. Die Frage wäre nur: Saugen oder blasen? *hihi*

Nein im Ernst: Soll die kalte Außenluft am Hauptspiegel angesaugt werden und die wärmere Tubusluft "oben" beim Seitenloch wieder ausgeblasen - oder andersrum? Z.B. Der Lüfter sitzt oben an der Schmidtplatte und saugt und unten am Hauptspiegel ist nur der Kaltlufteinlass.
 
Hallo Peter,
beim Newton sagt man andersrum (oben saugen, nach hinten unten blasen, um eine schöne laminare Strömung in den Tubus zu bekommen).
Beim SC bin ich mir da nicht so sicher, da gibts ja 2 Elemente zu kühlen.
Mit Deiner Variante unterstützt man die warme Luft beim aufsteigen, zieht aber punktuell kalte Luft auf den HS (Verformung???).

Mein Favorit ist immernoch meine Variante 2).
Die kalte Luft strömt von oben ein, nimmt das Wärmepolster unter der Schmidtplatte mit, nimmt die Temperaturdifferenzen der Tubuswand mit, geht am HS vorbei und wird hinten ausgeblasen.
Es könnte allerdings sein, daß sich dabei eine Wärmeblase auf dem HS halten kann?

Ich weiß, es gibt hier einige Leute, die ein SC auf Lüftung umgebaut haben - ev. könnt Ihr ja etwas zur Sache beitragen?
Den schönsten Umbau habe ich mal vom User "Wolf" gesehen - ein C6 in Gitterrohrbauweise.
 
Ja die Sache mit den Lüftern....

Also ich hatte mir bei meinem SC hinten unten einen reinwärts und hinten oben einen rauswärts eingebaut-funktioniert. Da ich vorne keine Löcher habe, komme ich auch nicht mit der Taukappe über selbige (der Frontring ist beim SC wohl zu schmal, müßten in den Tubus).

Andererseits beschleicht mich das Gefühl, daß es auch anders ginge, nämlich:
Tubus gut isolieren und innen mehrere Lüfter einbauen die die Luft nur verwirbeln. Eine GLEICHMÄßIGE Lufttemperater im ganzen Tubus sollte eigentlich das gleich Resultat haben und man könnte sich evntl. die Taukappe, und vor allem deren Heizung sparen. Vor allem für größere Refraktoren könnte ich mir das auch vorstellen, es käme ja sicher kein Staub rein.

Tja, pobiers doch einfach mal aus und berichte! HöHö!

So oder so, Ich wünsche viel Spaß und Erfolg beim Tunen!

CS, Joe
 
Hallo Christian,

für meinen MK66 hatte ich mir mal einen kleinen 40mm Lüfter gebastelt, der zum Runterkühlen anstelle des Okulars angesetzt wird (abgeschnittene Filmdose, kleines Stück Karton, Lüfter). Der saugt also die Luft aus dem Blendrohr raus, der Lufteintritt erfolgt rund um den Meniskus (dort ist ein offener Spalt vorhanden).

Meist verwende ich den Lüfter aber nicht, wegen des Staubeintrags, sondern lege den Mak 2h vor der Beobachtung an die "frische Luft". Bei den aktuellen Temperaturen müssten es wohl eher 3-4h sein, wie du ja auch festgestellt hast. Vielleicht sollte ich mir mal ein Objektiv-Staubfilter basteln.

Die Okularlüfter-Lösung kommt zumindest ohne Eingriffe am Gerät aus.

Sehr sinnvoll ist es übrigens bei allen Temperaturen eine Rettungsdecke um den Tubus+Taukappe zu wickeln. Die verhindert ungleichmäßige Wärmeabstrahlung von Ober- und Unterseite des Tubus. Hierzu hatte ich vor ein paar Jahren Versuche gemacht: Messungen


cs
Martin
 
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