aro
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Hallo Mondsüchtige,
auch gestern Abend hatte ich wieder Glück mit der Bewölkung: Die dicken Wolken verschwanden und es blieb nur ein Rest Schleierbewölkung am Himmel, der aber für die Mondbeobachtung nicht wirklich störte. Also den MAK raus und aufgebaut - nachdem ich den Durst der Terrassenpflanzen gestillt hatte.
--
Teleskop: Celestron Nexstar 127 SLT
Okulare: Scopos 18mm/65°SGF, TS HR Planetary 7mm
Filter: TS Dunkelgelb
Literatur: Oculum Reiseatlas Mond, Sky & Telescope Mirror-Image Field Map of the Moon
Ort: heim. Terrasse, Region D'dorf
Zeit: 18.6.2013, 2120-2215 MESZ
Die erste Übersicht im Scopos zeigte, dass aufgrund der Libration die nördlichen Regionen unseres Trabanten gut zu sehen waren. Also wurde es diesmal eine "lunare Polarexpedition".
Da es noch recht hell war, probierte ich verschiedene Farbfilter (rot, gelb, dunkelgelb) zur Kontraststeigerung. Am besten klappte der dunkelgelbe -- eine spürbare Steigerung des Kontrastes.
Ich schraubte ds TS 7er Planetary (mit Farbfilter) rein und fokussierte an Plato. Dann verliess ich Plato gen Norden und liess meinen Blick über das Mare Frigoris weiter nach Norden wandern.
Hier zeigte sich Anaxagoras mit einem schönen Hell-Dunkel-Kontrast und einem hellen, hügeligen Bereich an seinem SW-Rand. Ein gutes Stück weiter nordöstlich war ein weiterer kontrastreicher Krater mit Zentralberg: Scoresby.
Ich skizzierte die Region und identifizierte Goldschmidt, Barrow, Timaeus, Fontenelle und Epigenes. Letzterer öffnet sich nach Süden wie eine antike Hafenausfahrt (Epigenes P).
Aber ich war ja auf Polarexpedition, also gewendet und wieder nach Norden. Nördlich von Scoresby waren zwei ovale Krater (zumindest aus meiner Perspektive) zu sehen, die sich als Challis und Main entpuppten. Aufgrund des flachen Beobachtungswinkels waren hier aber nicht mehr viele Details zu erkennen. Weiter nördlich würde ich wohl nicht kommen - und da ging es mir wohl ähnlich wie den frühen irdischen Polarforschern: Viel weiter als über gut 80° Nord sind die auch nicht gekommen.
Fazit: Auch nach vielen Beobachtungsabenden gibt es auf unserem Trabanten Neues zu entdecken.
Beste Grüße,
Achim
Nachtrag: Der Reiseatlas Mond bewährt sich direkt bei der Beobachtung am Teleskop: Solide verarbeitet und lässt sich durch die Spiralbindung auch gut "umgeklappt" nutzen.
auch gestern Abend hatte ich wieder Glück mit der Bewölkung: Die dicken Wolken verschwanden und es blieb nur ein Rest Schleierbewölkung am Himmel, der aber für die Mondbeobachtung nicht wirklich störte. Also den MAK raus und aufgebaut - nachdem ich den Durst der Terrassenpflanzen gestillt hatte.
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Teleskop: Celestron Nexstar 127 SLT
Okulare: Scopos 18mm/65°SGF, TS HR Planetary 7mm
Filter: TS Dunkelgelb
Literatur: Oculum Reiseatlas Mond, Sky & Telescope Mirror-Image Field Map of the Moon
Ort: heim. Terrasse, Region D'dorf
Zeit: 18.6.2013, 2120-2215 MESZ
Die erste Übersicht im Scopos zeigte, dass aufgrund der Libration die nördlichen Regionen unseres Trabanten gut zu sehen waren. Also wurde es diesmal eine "lunare Polarexpedition".
Da es noch recht hell war, probierte ich verschiedene Farbfilter (rot, gelb, dunkelgelb) zur Kontraststeigerung. Am besten klappte der dunkelgelbe -- eine spürbare Steigerung des Kontrastes.
Ich schraubte ds TS 7er Planetary (mit Farbfilter) rein und fokussierte an Plato. Dann verliess ich Plato gen Norden und liess meinen Blick über das Mare Frigoris weiter nach Norden wandern.
Hier zeigte sich Anaxagoras mit einem schönen Hell-Dunkel-Kontrast und einem hellen, hügeligen Bereich an seinem SW-Rand. Ein gutes Stück weiter nordöstlich war ein weiterer kontrastreicher Krater mit Zentralberg: Scoresby.
Ich skizzierte die Region und identifizierte Goldschmidt, Barrow, Timaeus, Fontenelle und Epigenes. Letzterer öffnet sich nach Süden wie eine antike Hafenausfahrt (Epigenes P).
Aber ich war ja auf Polarexpedition, also gewendet und wieder nach Norden. Nördlich von Scoresby waren zwei ovale Krater (zumindest aus meiner Perspektive) zu sehen, die sich als Challis und Main entpuppten. Aufgrund des flachen Beobachtungswinkels waren hier aber nicht mehr viele Details zu erkennen. Weiter nördlich würde ich wohl nicht kommen - und da ging es mir wohl ähnlich wie den frühen irdischen Polarforschern: Viel weiter als über gut 80° Nord sind die auch nicht gekommen.
Fazit: Auch nach vielen Beobachtungsabenden gibt es auf unserem Trabanten Neues zu entdecken.
Beste Grüße,
Achim
Nachtrag: Der Reiseatlas Mond bewährt sich direkt bei der Beobachtung am Teleskop: Solide verarbeitet und lässt sich durch die Spiralbindung auch gut "umgeklappt" nutzen.
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