Albin_Kehl
Mitglied
Ich bin neu hier in diesem Forum, möchte mich daher kurz mit meinem Equipment vorstellen, und bitte dringend um Hilfe bei meinem aktuellen Problem:
Ich bin 63 Jahre alt und habe vor jetzt genau 10 Jahren ein 10 Zoll Meade LX 200 Teleskop mit parallaktischer Montierung gekauft, benutze es seit Beginn der Webcam – Fotografie (ToYouCam SC1/SC2-modifiziert) sowie der mit Canon 300D (modifizierter Filter) möglich gemachten Deep Sky Fotografie mit wachsenden Erfolg ziemlich häufig. Dabei war das LX200 bis auf die bekannten Schwachpunkte immer zuverlässig.
Ein 80mm Skywatcher ED-Refraktor vervollständigt im Huckepack meine Anordnung, wobei ich letzteren erfolgreich für Nebelaufnahmen und mit 3-fach Barlow fürs Autoguiding mit Webcam und dem Programm Guidemaster verwende.
Leider ist seit vorgestern die Montierung nicht mehr zu gebrauchen. Nach dem Hochfahren des Handsteuergerätes kann ich die NSWE-Tasten zwar noch normal benutzen. Bei der parallaktischen Einnordung fährt die Montierung dann zunächst auf den Polarstern, dann auf einen Stern im Süden. Sobald der erreicht ist, sind die NSWE-Tasten tot, und der Stern wird in RA auch nicht mehr nachgeführt (d.h. der RA-Motor ist tot). Der Stern läuft daher horizontal aus dem Bildfeld heraus. Sobald ich die Taste „GOTO“ drücke, fährt das LX200 wieder den inzwischen weiter gewanderten Stern an (!), bleibt aber dort stehen, ohne den RA-Motor weiter laufen zu lassen, d.h. der Stern wandert wieder aus dem Bildfeld. Das Anfahren anderer Objekte aus der Bibliothek ist jederzeit möglich, doch ohne Korrekturmöglichkeit mit den NSWE-Tasten, und der RA-Motor läuft danach auch nicht mehr.
Nicht nur das Anfahren eines bestimmten Objektes veranlasst den beschriebenen Effekt, sondern auch RA-Befehle über die Autoguider-Schnittstelle „CCD“, während DEC-Befehle über diese Schnittstelle keinen Einfluß hatten. Auch ist mir schon vorgekommen, dass bei Benutzung der W/E-Tasten, also internen RA-Befehle, die Funktion der NSWE-Tasten und der RA-Motor aufhörte.
Ich habe den Eindruck, daß sich der Effekt mit der Zeit eher verschlimmert, da ich am Anfang sogar noch normal einnorden konnte. Er trat dann erst auf, als ich die Enter-Taste lange drückte, um eine Sternposition zu eichen, also „Coordinates matched“ zu erreichen.
Begonnen hat der Fehler während einer normalen, autogeguideten Belichtungsreihe. Er zeigte sich nur darin, daß der Referenzstern nicht mehr nachgeführt wurde.
Obwohl ich in den 10 Jahren die Batterie für die Uhr noch nie erneuert habe, kann es daran nicht liegen, da die Zeit/Datum/Position usw. 100% stimmen.
Woran mag das liegen? Es scheint mir, dass die Hardware und alle Schnittstellen (zu den RA- und DEC-Motoren) in Ordnung sind. Kann die Firmware (Version 3.34L) bzw. das entsprechende EPROM kaputt gegangen sein?
Mit Meade-Deutschland habe ich Kontakt aufgenommen. Dort meint man, es sei vielleicht doch etwas an der Hardware kaputt, und ich solle das komplette Teleskop einschicken (was ich wohl machen muß).
Hat einer von Euch jemals etwas ähnliches erlebt? – Es wäre schön, wenn ich da von Euch einen Rat bekommen könnte.
Vielen Dank dafür, und Euch allen „Clear Skies“!
Albin
Ich bin 63 Jahre alt und habe vor jetzt genau 10 Jahren ein 10 Zoll Meade LX 200 Teleskop mit parallaktischer Montierung gekauft, benutze es seit Beginn der Webcam – Fotografie (ToYouCam SC1/SC2-modifiziert) sowie der mit Canon 300D (modifizierter Filter) möglich gemachten Deep Sky Fotografie mit wachsenden Erfolg ziemlich häufig. Dabei war das LX200 bis auf die bekannten Schwachpunkte immer zuverlässig.
Ein 80mm Skywatcher ED-Refraktor vervollständigt im Huckepack meine Anordnung, wobei ich letzteren erfolgreich für Nebelaufnahmen und mit 3-fach Barlow fürs Autoguiding mit Webcam und dem Programm Guidemaster verwende.
Leider ist seit vorgestern die Montierung nicht mehr zu gebrauchen. Nach dem Hochfahren des Handsteuergerätes kann ich die NSWE-Tasten zwar noch normal benutzen. Bei der parallaktischen Einnordung fährt die Montierung dann zunächst auf den Polarstern, dann auf einen Stern im Süden. Sobald der erreicht ist, sind die NSWE-Tasten tot, und der Stern wird in RA auch nicht mehr nachgeführt (d.h. der RA-Motor ist tot). Der Stern läuft daher horizontal aus dem Bildfeld heraus. Sobald ich die Taste „GOTO“ drücke, fährt das LX200 wieder den inzwischen weiter gewanderten Stern an (!), bleibt aber dort stehen, ohne den RA-Motor weiter laufen zu lassen, d.h. der Stern wandert wieder aus dem Bildfeld. Das Anfahren anderer Objekte aus der Bibliothek ist jederzeit möglich, doch ohne Korrekturmöglichkeit mit den NSWE-Tasten, und der RA-Motor läuft danach auch nicht mehr.
Nicht nur das Anfahren eines bestimmten Objektes veranlasst den beschriebenen Effekt, sondern auch RA-Befehle über die Autoguider-Schnittstelle „CCD“, während DEC-Befehle über diese Schnittstelle keinen Einfluß hatten. Auch ist mir schon vorgekommen, dass bei Benutzung der W/E-Tasten, also internen RA-Befehle, die Funktion der NSWE-Tasten und der RA-Motor aufhörte.
Ich habe den Eindruck, daß sich der Effekt mit der Zeit eher verschlimmert, da ich am Anfang sogar noch normal einnorden konnte. Er trat dann erst auf, als ich die Enter-Taste lange drückte, um eine Sternposition zu eichen, also „Coordinates matched“ zu erreichen.
Begonnen hat der Fehler während einer normalen, autogeguideten Belichtungsreihe. Er zeigte sich nur darin, daß der Referenzstern nicht mehr nachgeführt wurde.
Obwohl ich in den 10 Jahren die Batterie für die Uhr noch nie erneuert habe, kann es daran nicht liegen, da die Zeit/Datum/Position usw. 100% stimmen.
Woran mag das liegen? Es scheint mir, dass die Hardware und alle Schnittstellen (zu den RA- und DEC-Motoren) in Ordnung sind. Kann die Firmware (Version 3.34L) bzw. das entsprechende EPROM kaputt gegangen sein?
Mit Meade-Deutschland habe ich Kontakt aufgenommen. Dort meint man, es sei vielleicht doch etwas an der Hardware kaputt, und ich solle das komplette Teleskop einschicken (was ich wohl machen muß).
Hat einer von Euch jemals etwas ähnliches erlebt? – Es wäre schön, wenn ich da von Euch einen Rat bekommen könnte.
Vielen Dank dafür, und Euch allen „Clear Skies“!
Albin