LZOS > drastische Preiserhöhung steht an

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MLudes

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Liebe Kundschaft,

wie so immer wenn es Richtung Jahresenede geht, beschert uns LZOS aus Russland die Vorlage für den neuen Jahresvertrag , diesmal fürs Jahr 2009.

Aufgrund des extrem erstärkten US $ Kurses sind wir diesmal, bisweilen doppelt Beaufschlagt.

Zum einen ist der US $ Kurs um ca. 15% Gefallen , was allein in kürze zur einer Preissteigerung geführt hätte , zum anderen schlägt LZOS ab Januar 2009 die Preise für die Apo Linsen ab 130 mm aufwärts um 15 % auf.
Das ist eine satte Preiserhöhung von 30% beim jetzigen US $ Kurs von 1 Euro = US $ 1.35.

Die Apo Linsen 105/650 und 115/805 sind derart teuer geworden, das wir uns nicht weiter in der Lage sehen, diese gegen die preislich erdrückende Konkurenz aus China und Taiwan weiterhin im Markt zu plazieren, sodaß wir uns gezwungen sehen die Profuktion dieser beiden Modelle komplett einzustellen.

Wir haben noch einen geringen Lagerbestand von jeweils 10 Stück, danach werden wir die Lieferungen einstellen.

In Russland ist die Inflation schon geraume Zeit recht groß und entweder LZOS erhöht die Preise oder kann nicht mehr profitabel Arbeiten.

Geht diese Tendenz ins Jahr 2010 so weiter , fallen dann wohl als nächstes die 130 mm und 152 mm Modelle aus.

Nur bei den wirklich großen 203 mm und größer wird es wohl auch auf lange Sicht nichts vergleichbares geben.

Bitte um Kenntnissnahme
 
Hallo Markus

Die Apo Linsen 105/650 und 115/805 sind derart teuer geworden, das wir uns nicht weiter in der Lage sehen, diese gegen die preislich erdrückende Konkurenz aus China und Taiwan weiterhin im Markt zu plazieren, sodaß wir uns gezwungen sehen die Profuktion dieser beiden Modelle komplett einzustellen.

Das finde ich sehr bedauernswert, dann bleibt nur noch Takahashi in diesem Bereich, welche auf oberstem Qualitätsniveau produzieren.

Gruß Uwe
 
Hallo,

auch wenn wir den Dollar-Wechselkurs mal außer aucht lassen (mit dem wird mir leider zu oft argumentiert), ist es trotzdem Schade, dass wieder einmal ein Hersteller hochwertiger Linsen gegen die chinesische Konkurenz den Kürzeren zieht.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Markus

Warum schließt du die Geschäfte nicht in € ab, dann kann dir der $ Kurs doch egal sein.

In Russland ist die Inflation schon geraume Zeit recht groß und entweder LZOS erhöht die Preise oder kann nicht mehr profitabel Arbeiten.

Eine hohe Inflation bedeutet ja auch eine entsprechend starke Abwertung gegenüber anderen Währungen, die bekommen also für die gleiche Summe € bzw. $ entsprechend mehr Rubel.
Da müssen die doch keine Preise erhöhen.

Grüße Gerd
 
hallo,

vielleicht denken die Russen an Gazprom und erhöhen die Preise nach Belieben???

Markus Ludes ist sicher ein guter Verhandler, aber wenn LZOS auf den Tisch haut, in Dollar oder sonstwas, was kannste machen? Echte Konkurrenz aus China und Taiwan sehe ich nicht, wo wäre denn von dort ein echter Vollapo zu bekommen?

lauter Fragen...

Ja, schade ist das!

lg und beste Wünsche, Tommy
 
Hallo Markus,

ich kann mich nur den anderen anschließen, wirklich schade, dass jetzt auch die 105 und 115er Modelle nicht mehr angeboten werden. :(

Jetzt gibt es nur noch Takahashi (und eine kleine Stufe darunter noch den Vixen ED 103 und 115, sowie vielleicht noch den TV 102 und wer weiss, wann die gegen die billige Konkurrenz nicht mehr ankommen).
Ein Hoch auf die billigen Chinaapos und die Williams, feuen wir uns also auf diesen Fortschritt in Qualität und Leistung im Fernrohrbau... :Trost:

Früher galt mal der Spruch: Das bessere ist des guten Feind
Jetzt gilt nur noch: Das billigere ist des guten Feind... :(

Hoffen wir also, dass wenigstens Takahashi mit seinem TSA 102 den Sternfreunden noch länger zeigen kann, was ein wirklich guter 4" Apo ist...


Viele Grüße, Jürgen


 
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Moooment mal,

bisher hieß es immer das die TMB/APM, Tak und Tele Vue Apos in einer komplett anderen Liga spielen und die China Apos KEINERLEI Konkurrenz sind.
Jetzt klingt heraus das die China Teile so ziemlich das gleiche zum wesentlich niedrigeren Preis anbieten können ???

Oder wie soll man verstehen das APM um Welten bessere Apos nicht zu einem wesentlich höhereren Preis anbieten will ?

Es gibt nur zwei Möglichkeiten:

1. Die APM/TMB/LZOS Linsen oder Apos sind wirklich um Welten besser nur es niemand weiss dies zu würdigen und ist Bereit mehr als das doppelte dafür auszugeben.
2. So viel besser sind sie nicht und die Kunden quittieren das mit Desinteresse für die zwar etwas besseren aber mehrfach teureren Qualitäts Apos.

Achtung ! betrachtet das bitte nicht als Angriff, aber bisher wurde immer der Eindruck erweckt das die sog.Vollapos oder Superapos jeden Cent wert sind und man selbstverständlich wesentlich mehr ausgeben muß wenn man auch nur annähernde Leistung will. Aber die Aussage zu den neuen Preisen von LZOS widerspricht diesem meinen Eindruck komplett...

Ich bin einfach ratlos...

 
Hallo, ich kenne kein anderes Forum, in dem soviele Leute in den Äußerungen der anderen so hartnäckig nach Negativem suchen. Wenn ein Händler uns mitteilt, dass die Russen ihre Optiken zu teuer verkaufen, meint er lediglich, dass die Endabnehmer nicht mehr bereit sind, mitzuziehen.

All diejenigen, die damit ein Problem haben, können sicherlich bei dem Händler eine verbindliche Bestellung zum höheren Preis aufgeben. Kommen genügend Bestellungen zusammen, werden die Optiken auch zum höheren Preis kommen. So funktioniert der Markt.

Die China-Optiken, welche vor Jahren (und von einigen Leuten seit Jahren) stark heruntergemacht wurden, sind für uns Hobbyastronomen doch eine wundervolle Entwicklung. Erst mit diesen Optiken, die einen massiven Einfluss auf das Preisgefüge haben/hatten wurde vieles bezahlbar, was vorher für viele unerschwinglich war. Mein 150mm Bosma Mak (China !!) spielt in einer völlig anderen Liga als mein alter 60mm Polarex / Unitron Refraktor, der seinerzeit mehr kostete. Ein 114mm Newton ist kaum noch etwas wert, obwohl damit schon allerhand angestellt werden kann. Die billigen China-Produkte mit größeren Öffnungen sind einfach attraktiver. Ein guter 20cm Newton kostet ein paar hundert Euro. Nun begründet mal, warum ein 115mm Apo soviel mehr kosten soll. Die derzeit auf den Markt geschwemmten 127mm ED's bekommen ganz gute Kritiken und wenn irgendjemand ihre Leistung mit einem der Edelrohre vergleicht gibt es relativ geringe Unterschiede im hohen Vergrößerungsbereich, sofern man keine Gurke gegen ein gutes Teleskop antreten läßt. Daher ist es kein Wunder, wenn sehr hochpreisige Instrumente, die in der Praxis vieler Anwender unter Berücksichtigung ihrer Beobachtungsmöglichkeiten gar nicht so viel mehr bringen, weniger Abnehmer finden.

Tom



 
Hi Markus, dann warte ich noch mit dem Verkauf meines 105er, bis es tatsächlich nirgendwo mehr einen gibt.
Und dann mache ich einen Wahnsinnspreis?
Oder habe ich da was falsch verstanden? :D
 
Hallo Wolf,

nein, nein, dass hast du schon richtig verstanden. Das nennt man freie Marktwirtschaft mit Angebot und Nachfrage. ;) :biggrin:

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Tom,

Ein guter 20cm Newton kostet ein paar hundert Euro. Nun begründet mal, warum ein 115mm Apo soviel mehr kosten soll.


Ganz einfach: Ein 115mm Apo in guter Qualität ( z. B. APM Dreilinser ) ist in der Herstellung um ein vielfaches aufwändiger. Teure Glassorten werden gewählt, sechs Glas/Luftflächen müssen präzise geschliffen, poliert und vergütet werden, das Ganze wird dann noch in einer komplizierten Fassung montiert, wobei die Toleranzen sehr gering sind. Schließlich hat so ein APM-Apo einen Starlight-OAZ, der kostet alleine schon mehr als ein kompletter 8"-China-Newton.

Zur optischen Leistung der beiden Geräte will ich mich nicht äußern, das ist hier schon oft genug durchgekaut worden.

Gruß

Manfred
 
Hallo Jadran

Ich denke es sind immer mehrere Faktoren, die da mitspielen und die einem letztlich zu einer solchen Entscheidung zwingen.

Es könnte genau so gut eine Marktsättigung in diesem Bereich eingetreten sein, die Menschen haben das Geld nicht mehr so locker sitzen, bei Wirtschafts- und Finanzkrisen usw. Letztlich muss der Händler zusehen, dass er nicht auf seiner Wahre sitzen bleibt.

Seit Jahren wahr der größte Kritikpunkt der hohe Preis von Apochromaten und dank China, konnten nun auch die Händler auf diesen Kundenwunsch reagieren.

So entstanden SCOPOS, OMEGON, MEADE, INDIVIDUAL, Sky Watcher, William.
Eben APOs die nun recht günstig zu haben sind, welche auch auf den ersten Blick alle qualitativen Qualitätsmerkmale aufweisen. Es steht APO drauf, Triplet, ED, 1:10 Untersetzung, eine schöne Lackierung.
Die Werbung tut ihriges noch dazu und alle sind zufrieden?!

Leider haben diese Preiswerten APOs manchmal Mängel. So können die Linsen Verspannt sein, dass APO-Kriterium wird nicht erreicht, die Linsen können zueinander dejustiert sein, es können sonstige Fertigungs- oder Optische Fehler auftauchen, der OAZ kann ruckeln, oder die Taukappe kann durchrutschen, oder die Blenden sind nicht richtig eingesetzt.

Anscheinend nimmt die Kundschaft solche Mängel in Kauf und scheint auch damit klar zu kommen?
Wenn also der Kunde mit dem Preis-Leistungsverhältnis zufrieden ist, ist alles im grünen Bereich.

Qualität wird definiert als „gut für den Zweck“ und somit kann jeder seine eigene Meßlatte ansetzen für was er sein Geld ausgeben möchte. Dabei ist eben der eine glücklich und zufrieden, wenn er selber noch was dran schrauben kann und der andere, wenn die Farbe seines Teleskops gut zum Sofastoff passt.

Gruß Uwe
 
Hallo,

den vielen Schnäppchenjägern, "Preis-Leistungsjüngern" und Wirtschaftsargumentierern sei dieses schöne Zitat, dass John Ruskin (1819-1900) zugeschrieben wird, empfohlen:

"Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld. Das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen."

Viele Grüße, Jürgen

 
Hallo,
ich habe bis heute nicht verstanden, warum es überhaupt einen Markt für 4"-Apos gibt/gegeben hat.
Diese Teile sind dermaßen teuer, daß es einem die Sprache verschlägt und - mal ehrlich - was bitteschön gibt es an Objekten, bei denen sich "nur" 4"-Öffnung lohnen? Bei Planeten wird es bei dieser Öffnung gerade mal interessant als Einstiegsöffnung, bei Sonne reicht auch ein FH, bei DeepSky ist die Öffnung zu gering (daher erschließt sich mir die Sinnhaftigkeit eines 80mm ED noch viel weniger als Planeten/DeepSky-instrument).
Und was liest man dann auch immer....
"nadelfeine Sterne auf schwarzem Hintergrund..",
"keine Farbringe um helle Sterne...",
"kaum seeinganfällig.." (Kunststück bei 4" Öffnung ;) )
"gute Transportabilität für den Urlaub..."
Also, das sind nichts weiter als Rechtfertigungsversuche für sinnlose, überteuerte Spielzeuge! Es ist in Wahrheit doch wohl eher das typisch deutsche:
meiner ist größer, schöner, teurer, höher, besser... als deiner.
Und dieser Fraktion ist der Preis egal.
Tip an Markus:
Belasse die 4"-Apos im Programm, schlage 50% drauf und die werden immer noch gekauft. Dann fühlt sich der Käufer einem noch exklusiveren Club angehörig und kann die Huldigungen der Unwürdigen selbstgefällig entgegen nehmen.
Für den überwiegenden Rest der nicht ganz so exklusiven Gemeinde, steht weiterhin die Vernunft im Vordergrund. Nämlich die Erkenntnis, daß man für wesentlich Weniger wesentlich mehr Öffnung zu einer vernünftigen Qualität erwerben und die dann vielleicht auch mal bei den wenigen sternenklaren Nächten in unseren Breiten genutzt werden kann.

gruss
michael
 
Hi Michael,

zu Deinen Ausführungen nur eine Anmerkung:

Schau Dir mal h & chi oder M 35 im 4" Apo unter dunklem Himmel an bzw. staune über den lehrbuchmäßigen Anblick von Epsilon Lyrae. So etwas Schönes kann Dir kein Newton zeigen ;) .

Gruß von einem, der sich nicht rechtfertigen muss.

Manfred
 
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Hallo Manfred,

so sehr ich meinen 110er Halbapo (andere nennen's ED) mag: Die Aussage ist einfach falsch.

Gruß von einem, der die Märchen noch nie geglaubt hat.
Sven
 
Danke erst mal für euer Feedback.


Noch kurz was von meiner Seite : Klar könnten wir weiterhin die Optiken, nun deutlich teurer werdent beziehen , und diese in die akzeptierten Taiwan/China Tuben mit deren Auszuügen einbauen , dann hätten wir meinetwegen einen William Tubus, United Optics Tubus etc. mit den neuen Steeltrack Auszügen und Russenoptik zum gleichen Preis wie bisher. Somit würde zumindest die Optik als solche erhalten bleiben.
Ist etwa das Gleiche wie eine APQ Linse oder Tak TSA Linse in einen Taiwan/China Tubus einzubauen um den derzeitigen Preis zu halten.

Würde sowas gewünscht ?

Betreff Inflation in Russland , diese ist nicht wegen einem US $ vorhanden, sondern allgemein im Land.

INTES hat es früher versäumt den Inflationausgleich aufzuschlagen, bis Sie weg vom Fenster waren, LZOS macht es wohl richtig , so wie Sie es machen müssen.

Astro-Optiken , Apos und große Spiegel , machen beim LZOS Jahresumsatz ca. 20% aus, also kein Lebensbedrohender Wert. Entweder die Sparte Apoherstellung wird Profitabel gehalten oder geschlossen. Nichts anderes ist bei der Astroabteilung Zeiss geschehen.

Das gute : wir können jederzeit zu den neuen Preisen eine neue Produktion anleiern. Dies wurde bei Zeiss nicht angeboten.

So nun sagt mal eure Meinung dazu, LZOS Optiken in Taiwan/China Tuben einbauen um Preis zu halten , ja oder nein ?

 
Hallo Manfred,
ich bin seit nunmehr einem Jahr beruflich in Südamerika unterwegs und habe dort eine wirklich beeindruckende Dichte von astronomischen Vereinigungen angetroffen, die - meines Erachtens - noch wesentlich aktiver sind, als die Nordamerikanischen.
Ich habe dort bisher durch etwa 140 verschiedene Teleskope unterschiedlicher Bauart und Machart blicken dürfen und das sowohl unter Stadtbedingungen, bis hin zu Beobachtungen in der Atacama.
Ich mag nicht der Spezialist sein, der ein Teleskop bis hinunter zur subatomaren Ebene berechnen kann, aber ich war in der glücklichen Lage, eine solche Vielzahl von Teleskopen miteinander unter unterschiedlichsten Bedingungen vergleichen zu können.
Das hat mich von einer Menge Mythen befreit, die immer wieder durch die Szene geistern und ich weiß heute, was für ein Teleskop ich mir für "mitteleuropäische" Verhältnisse zulegen werde, wenn ich nächsten Monat dann wieder endgültig nach Deutschland zurückkehren werde. Und das wird mit Sicherheit keine APO, ED, Semi-Irgendwas mit 3.5" - 4.5" Linse sein.
Übrigens bestätigst du mit deiner Aussage mein Gesagtes. Du sprichst von Ästhetik beim Blick durch's APO.
Wenn ich das Geld hätte, mir mein Teleskop nach ästhetischen Gesichtspunkten auszusuchen, wäre ich ein glücklicher Mensch.
Allerdings habe ich durch Newtons blicken dürfen, deren Perfektion in der Abbildung in Nichts einem APO nachstanden. Die bekommst du jedoch nicht von der Stange.
gruß
michael
 
Hallo Sven,

schade, dass Du mich hier als "Märchenonkel" hinzustellen versuchst.

Dabei gibt es doch klare Fakten. Ein guter Apo hat zunächst mal eine deutlich bessere Off-Axis-Abbildung als ein typischer komabehafteter f5/f6-Newton. Bei diesem sind die Sterne nur nahe der Bildmitte perfekt punktförmig, schon wenig abseits der Achse läßt die Bildqualität sichtbar nach. Dies gilt übrigens auch für andere Spiegelteleskope, der SC hat reichlich Koma und Bildfeldwölbung, gleiches gilt für den Mewlon. Beide bieten daher wie der schnelle Newton nur nahe der Achse eine beugungsbegrenzte Abbildung.

Dazu kommt, dass der Refraktor am wenigsten unter Tubusseeing zu leiden hat, somit zeigt er bei der Doppelsternbeobachtung viel häufiger ein ruhiges Beugungsscheibchen als ein Spiegel.

Ich gebe gerne zu, dass beide Punkte in erster Linie die Bildästhetik betreffen. Ich finde halt einen offenen Sternhaufen, der bis nahe an den Rand perfekt scharf ist, schöner, als die hellere Abbildung des gleichen Objekts, bei der bei genauem Hinschauen die Hälfte des Bildes unscharf ist.

Ich hatte und habe übrigens reichlich Gelegenheit, im AB-Vergleich durch Apos und Spiegelteleskope zu schauen, daher halte ich meine Aussage nicht nur aus theoretischen Überlegungen sondern auch aus praktischen Erfahrungen weiterhin aufrecht. Blind bin ich übrigens auch nicht, mein Visus liegt bei 1,2.

Ich räume aber gerne ein, dass bei ruhiger Luft ein guter, ausgekühlter 8"-Newton in Sachen Auflösung ( Mond, Planeten, Doppelsterne ) einem 4-5" Apo klar überlegen ist.
Außerdem zeigt er z. B. bei h & chi das viel hellere Bild und mehr Sterne, aber das war aber nicht das Thema.

Gruß an den Ungläubigen ;)

Manfred
 
Zitat von MLudes:
So nun sagt mal eure Meinung dazu, LZOS Optiken in Taiwan/China Tuben einbauen um Preis zu halten , ja oder nein ?

Soll ich mal ehrlich sein? Das wäre ungefähr so, wie wenn man nen Ferrarimotor in einen Trabbi einbaut. Der optischen Leistung mag die oben genannte Kombination zwar nicht entgegenwirken, aber wenn ich schon eine Edellinse habe, sollte sie auch entsprechend verbaut sein. Sonst kann ich gleich nen China-Apo kaufen.

Also entweder ganz oder garnicht. Meine Meinung!

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Michael,

Allerdings habe ich durch Newtons blicken dürfen, deren Perfektion in der Abbildung in Nichts einem APO nachstanden. Die bekommst du jedoch nicht von der Stange.

Klar, ein richtig guter Newton ist auf der Achse nur schwer zu übertreffen, wenn das Tubusseeing minimiert und die Obstruktion gering ist. Aber das Problem der mäßigen Off-axis-Abbildung bleibt bestehen, nur ein sehr langsamer Newton ( z. B. f10 ) hat so wenig Koma, dass auch großflächige Objekte halbwegs randscharf abgebildet werden. Aber wie soll man so ein Gerät montieren?

Außerdem bin ich kein Selbstbauer und somit auf Geräte von der Stange angewiesen.

Abschließend, und damit möchte ich mich aus der Diskussion ausklinken, möchte ich noch folgendes bemerken:

Auch ich halte den Apo nicht für den perfekten Allrounder, geschweige denn für das ideale Einsteigergerät. Ein preiswerter Dobson oder ein kompaktes SC kommen diesen Ansprüchen m. E. erheblich näher. Aber dem Apo jegliche Existenzberechtigung abzusprechen ist völliger Blödsinn, jeder Fernrohrtyp hat seinen Himmel, seine Vor- und Nachteile und seine Freunde bzw. Gegner :) .


Viele Grüße

Manfred
 
Buongiorno Astronomie.de´ler,

es kam die Frage auf warum es überhaupt solche Refraktoren gibt. Es gibt auch andere Einsatzbereiche für solche Geräte außer dem Visuellen Beobachten.
Und zwar diesen http://www.skytrip.de/ngc7000-2a.htm
Aufnahme von Mario mit meinem 105er.

Ein Newton der fotografisch so fein korrigiert ist und ein großes Gesichtsfeld aufweist würde für die Astrofotografie wahrscheinlich auch sehr teuer ausfallen :-)

Ich werde auch weiterhin auf Qualität setzen.


saluti Gio
 
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Hallo

Preis hin, Preis her....
es gibt nur eins was zählt, " Qualität ".
Ob es nun ein FH , APO oder Spiegel ist, jeder kann und
wird sein "Traum-Teleskop" finden.

Bezogen auf die Nutzungsdauer ist der Preis nur zweitrangig,
ist so ähnlich wie beim Werkzeug, wobei dies doch deutlichere
Spuren über die Jahre bekommt, das ist bei Teleskopen " nicht ganz" so.

Also, bei einem .............sagen wir mal....
5000 Euro Gerät und 15 Jahre Nutzung kommt nicht mal
ein Euro am Tag zusammen und der Restwert sind meine
Zinsen !

Heute ein spitzen Laptop kaufen und nach 5 Jahren
verkaufen, ha ha ... da hat man die Ars.. Karte ! doch
keiner regt sich auf !

Meine Antwort hat zwar nichts direkt mit dem Thema "LZOS"
zu tun, ist ja auch nur meine Meinung zu hochwertigen
und langlebigen Geräten, bitte um Verständnis !

Gruß Werner
 
Hallo,

also eigentlich geht es hier ja überhaupt nicht um den seit Urzeiten ausgetragenen Streit zwischen Linse- und Spiegelenthusiasten, sondern darum, dass der Markt wieder um ein qualitativ hochweriges Produkt ärmer wird.

Das ärgert mich sowohl bei Linsen- wie auch bei Spiegelteleskopen.
Es würde sicher auch bedauert, wenn die Produktion der Intes Micro Maksutovs und MakNewtons eingestellt würde. Oder wenn Keller keine Astrographen mehr bauen würde, oder die Zambutospiegel nicht mehr produziert würden... etc. :(

Ich glaube eben nicht, dass die chinesichen und Williprodukte so gut sind, dass die diese Rolle übernehmen können. Ich glaube eher, dass durch die unablässige Bewerbung dieser Teleskope als "Hig-End-Edelfernrohre" mit fast immer sehr zweifelhaften Interferogrammen der Sternfreund der sich etwas gutes leisten will in die Irre geführt wird.
Statt dessen wird ihm geantwortet, wenn das Fernorhr nicht okay ist, kann er es ja zurückgeben innerhalb von 14 Tagen.
Es ist aber nicht einfach innerhalb von 14 Tagen ein Fernrohr zu testen und den Unterschied zwischen Strehl 0,82 und Strehl 0,98 in dieser Zeit herauszufinden und gegenüber dem Händer zu belegen.

Es gibt eben immer noch den ein oder anderen Sternfreund der keinen Bock auf Gurkenlotto hat und sich etwas solides, gutes leisten will und der dann besser bei TMB , Takahashi, TEC und eventuell bei TV aufgehoben ist. Dort bekommt er in aller Regel gute Fernrohre, die ihr Geld wert sind und auf deren Qualtität man sich eher verlassen kann.
Ich werfe eben einigen Händlern vor, diesen Zusammenhang ständig zu verschleiern und die Qualitätskontrolle auf den Kunden abzuwälzen.
Und deshalb finde ich es eben bedauerlich, wenn nach dem tollen Zeiss APQ 100/1000, dem Vixen FL102 und dem TMB 100/800 nun auch die Modelle TMB105/650 und TMB115/805 eingestellt werden.

Zu Markus: Deine TMB (LZOS) Linsen haben einen bleibend guten Ruf bei vielen Sternfreunden. Ich denke schon, dass sich ein preisgünstiger Einbau in Chinatuben und einem günstigeren Auszug lohnen würde und viele Sternfreunde weiterhin diese Qualität zu schätzen wissen.

Viele Grüße, Jürgen
 
Hallo Markus,

ich denke du solltest weiterhin die guten LZOS Linsen in Deutschland anbieten.
Ob da nun ein Chinesischer Aluminium Tubus mit Steeltrack Auszug dran ist oder ein Deutscher Alutubus mit US Feathertouch Auszug macht wahrscheinlich nur im direkten Vergleich einen Unterschied.
Es soll mir jetzt niemand erzählen dass er beim durschauen einen Unterschied bemerken würde.
Außerdem fallen bei größeren Stückzahlen vielleicht auch irgendwann die Preise bei LZOS.
 
hallo,

machst in den Newton Komakorrektor rein,
sind bis zum Rand die Sterne nadelfein.

Und auch der besten Apo-Linse Bildfeld ist nicht eben,
braucht Flattener damit die Fotos richtig leben.

Benörgeln lässt sich trefflich was man eben will,
der Geniesser aber lächelt still.

ok, sorry, war mir grad danach.

Hallo Markus, die Linse macht den Apo. Ein state of the art OAZ und so weiter sind schöne Dinge die man mit Aufpreis sicher gern drangeschraubt bekommt, aber das Herz ist doch die Linse. Die soll bleiben. Du weisst doch selbst am besten was vermarktbar ist!

lg Tommy
 
Hallo Jürgen,

Zu Markus: Deine TMB (LZOS) Linsen haben einen bleibend guten Ruf bei vielen Sternfreunden. Ich denke schon, dass sich ein preisgünstiger Einbau in Chinatuben und einem günstigeren Auszug lohnen würde und viele Sternfreunde weiterhin diese Qualität zu schätzen wissen.

Viele Grüße, Jürgen


Deine Meinung teile ich hier völlig. Man könnte doch z. B. sowohl eine "abgespeckte" Version der APM-Apos anbieten ( Chinatuben, preiswerter, aber brauchbarer OAZ ) als auch weiterhin die "Edelversionen" mit 2" bzw. 3,5" Starlight-OAZ. Dann kann jeder nach Gusto und Geldbeutel entscheiden, welche Ausführung er möchte.

Ich würde das Verschwinden der kleinen APM ( TMB )- Apos jedenfalls sehr bedauern, ich habe selber einen und bin sehr zufrieden damit. Außerdem wäre es nicht gut, wenn in diesem Marktsegment eine einzige Firma ( Takahashi ) das Monopol hätte.

Beste Grüße

Manfred
 
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