M1

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Michu

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Hallo Sternfreunde,
Gestern Abend war wieder mal super Wetter und ich stellte mein Dobson 8" raus. Ich wollte unbedingt meinen neuen UHC Filter testen. Der Orionnebel sieht schon besser aus damit. Als ich mich dann an den Krebsnebel wagte, war ich recht enttäuscht. Mit oder ohne Filter spielte keine Rolle. Ich sah nur ein ganz schwacher Nebelfleck, aber wirklich nur ganz ganz schwach. Er war kaum zu erkennen. Liegt das wohl an der zu kleinen Öffnung oder ist das normal so?
Gruss und Danke
Michael
 
Hallo Michael,

Du bist ja mal nen Held ich schreibe ne Ewigkeit was das Problem sein könnte und Du löschst den Beitrag einfach, da war mein Geschreibsel natürlich auch mit wech.

Also ich probiers in Kurzform nochmal. Möglicherweise hast Du ewas zu kurz beobachtet, erst wenn man sich etwas mehr Zeit nimmt entdeckt man mehr Details. Die zweite Möglichkeit wären schlechte Bedingungen, vielleicht lag gerade eine dünne Cirrusdecke über dem Objekt und hat den Kontrast aufgefressen. Da hilft dann natürlich auch kein Filter mehr. Bei mir hilft der UHC bei fast allen nebeligen Objekten, ich lebe aber auch unter einem recht heftig lichtverschmutzten Himmel, unter einem besseren Himmel dürfte die Filterwirkung etwas geringer sein. Da du aber schreibst, dass Du den Nebel kaum sehen konntest denke ich Du hattest mit der zuvor beschriebenen Bewölkung zu tun, denn unter halbwegs normalen Bedingungen ist M1 ein leichtes Objekt im 8"er.

MfG

Rainmaker
 
Hallo Michael !

Ich habe die gleiche Röhre wie du und wahrscheinlich auch den gleichen UHC-Filter von Astronomik. Hab grad nochmal meine Aufzeichnungen studiert: M1 ist leichte Beute <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Man sollte nur nicht allzu hoch vergrößern; damals habe ich das 20er Plössl benutzt.
Seit kurzen habe ich ein 13er Baader Hyp und bei M1 nochmal vorbeigeschaut, hat sich prima vom Hintergrund abgehoben auch ohne UHC !
Der Winter ist ja noch jung und vielleicht klappt´s beim nächsten Mal besser
.....außerdem ist der Bursche da oben schon 1000 Jahre alt und da gibt man sich natürlich etwas dezenter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />

Viele Grüße
Andi
 
ui das tut mir leid. Dachte aber es würde noch niemand so schnell zurückschreiben. Sorry nochmal.
Ich hab von unserem Quartier aus beobachtet. Der Himmel war eigentlich recht gut. Lichtverschmutzung war natürlich trotzdem da von den Nachbarn usw. Werde das nächste mal länger beobachten so wie du es gesagt hast. Danke für die Antwort.
Sollte man den UHC Filter bei super gutem HImmel benutzen oder nur wenn eine deutliche Lichtverschmutzung vorhanden ist?
Gruss und Danke
MIchael
 
Hi Michael,

Ich denke mal so ein UHC bringt auf jeden Fall auch was bei bestem Himmel (den man in Deutschland/Europa eh nie hat).

Ich habe gehört daß bei M1 ein Filter eigentlich gar nichts oder sehr wenig bringt. Es gibt Objekte die einfach besser darauf ansprechen. Der Cirrus Nebel im Schwan ist z.b. so ein objekt. Bevor ich meinen UHC hatte, konnte ich ihn nie im 4" entdecken.
Einfach mal selber ausprobieren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

gruß,
Uwe
 
Mir erging es letzten SOnntag recht ähnlich - habe einen 10" Orion Dobs und habe damit zum ersten mal M1 gesehen. Immerhin habe ich Ihn gesehen. Details waren kaum auszumachen, aber er ist definitiv da. Mit 12x50 FG und 4" war ich bisher auf verlorenem Posten und konnte es trotz mehrfacher Versuche nie schaffen Ihn zu erhaschen, obwohl es Leute gibt, die Ihn auch schon mit 4" gesehen haben. Zum Thema Sichtbarkeit kann ich nur wärmstens das umfassende Werk Deep Sky Liste des VdS empfehlen wo für jedes Objekt (wohl mehrere Tausend) berichtet wird wie gut (direkt, indiretkes sehen, sicher gesehen, erahnt etc.) wird unter welchem Himmel, mit wieviel Öffnung ein Objekt gesichtet wurde.
Deep Sky Liste 2006

CS, Markus
 
Die Strahlung, die der Krebsnebel abgibt, ist ja in erster Linie Synchrotron Strahlung, welche ein breites, kontinuierliches Spektrum vom ultravioletten bis hin in den infraroten Bereich abdeckt, daher bring ein Schmalbandfilter (UHC) bzw. ein Linienfilter (OIII) nicht so viel, wie bei anderen Objekten.
Natürlich strahlt der Krebsnebel auch im Bereich um die 500 nm, welchen die Schmalband- oder Linienfilter durchlassen, aber eben auch in allen anderen Spektralbereichen, die man mit den Filtern dann "abschneidet" - im Gegensatz zu den Emissionebeln (wie z.B. M 42) oder dem Supernovaüberrest im Schwan (Schleiernebel), welche ja bevorzugt in der OIII-Linie strahlen. Dort bringt ein Schmalband-/Linienfilter einen deutlichen Zugewinn.
Meiner Meinung nach sind für den Krebsnebel hervorragende Beobachtungsbedingungen viel ausschlaggebender als entsprechende Filter, gute Transparenz und eine hohe Grenzgröße sind sehr zuträglich, während er in leichter Lichtverschmutzung schon fast ertrinkt.

Sebastian
 
Hallo Michu,
unter guten bedingungen hat Uwe Pilz M1 im 8x24, ich bei ca. 5,8mag im 8x30-Fernglas gesehen. Steht allerdings noch nicht in der Deep-Sky-Liste, glaube ich.

Wenn du Probleme mit Nachbars Lampen hast, solltest du unbedingt irgendwelche Sichtblenden aufhängen oder bauen. Vielleicht tut es ein Bettbezug an einer Wäscheleine, denn wenn du nur einmal kurz in eine Lampe schaust, ist die Dunkeladaption futsch, da siehst du selbt im 40-Zoller ziemlich wenig. Oder, wenn die Einstrahlung nur indirekt ist, hilft auch ein dunkles Tuch über dem Kopf, so wie früher die Fotografen das gemacht haben. Eventuell auch eine Augenklappe über das Beobachtungsauge, wenn du in die Sternkarte guckst bzw. das Objekt im Sucher einstellst.
 
Hallo Michael,

UHC oder O3 Filter verbessern die eigentliche Sichtbarkeit von M1 nur sehr geringfuegig. Dafuer zeigt der Nebel damit deutlich mehr Details, allerdings erst bei relativ grossen Oeffnungen. Auf dem letzten HTT war M1 im 42" Dobson erst mit UHC oder O3 Filter richtig detaillreich zu erkennen.

viele Gruesse
Martin
 
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