M101 zeigt sich spiralig

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klawipo

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Hallo ihr Lieben,

gestern war ich wieder mit dem 12 Zöller ubterwegs. Ich versuchte mich erstmal am Jupiter um daran auch den Sucher auszurichten. Doch ach du Schreck der Crayford OAZ griff nicht mehr richtig, kein Einstellen mehr möglich. Ich hatte zum Glück einen Schraubenzieher mit und drehte auf Verdacht an den drei Schrauben außen am OAZ. Damit ließ sich das Problem beheben.

Wie vor einigen Wochen bagann ich mit der Sombrero-Galaxie. der Hut mit dem Staubband war ordentlich zu erkennen. Ein paar Grad weiter oben sah ich mir die kleine und nur leicht elliptisch erscheinende Welteninsel 4697 an. Besondere Strukturen waren nicht zu entdecken.

Am hinteren unteren Kantenstern des großen Wagens einfach zu finden holte ich mir M108 und den Eulennebel ins Übersichtsokular. Die Galaxie, in Wahrheit von einem unregelmäßigen Staubband durchzogen, erschien mir leicht S förmig durchgebogen. Eulennebel rund mit ausgefranstem Rand, aber ohne Augen.

Messier 51 musste auf jeden Fall auch noch besucht werden und zeigte seine Spiralarme überragend deutlich. Das Seeing war gut, das Bild stand auch bei 170fach noch fast unbewegt. Ich sah in der Nähe der fast immer erfassbaren punktförmigen Aufhellung zwei weitere immer wieder aufblinken, noch mehr waren gelegentlich zu sehen.

Bei den Bedingungen war ein noch eingehenderer Blick auf Jupiter unvermeidlich. Hier sah ich gg. 0:45 Uhr am Rand einen dunklen Punkt in einem der Hauptbänder und dann und wann Wolkendetails. Komplett still wollte das Bild aber bei 250fach auch blickweise nicht stehen. Ich wechselte zu M5. Bei 170fach eine Augenweide mit Einzelsternen bis zum Zentrum. Größer und heller kam dann noch M13 ins Okular. Ein Traum.

Den Kracher gab es dann noch am Ende. In M101 waren die Spiralarme ansatzweise sowie zwei abgesetzte kleine Nebelflecken zum Rand zu sehen. Darüber hinaus zählte ich in dem großen Objekt 8 dauerhaft sichtbare Leuchtpunkte, die der zu erahnenden Spirale auch in etwa folgten.

Wow, so ein Kracher nachdem ich schon befürchtet hatte die Beobachtung wegen der technischen Probleme beenden zu müssen. Man soll gehen wenn es am schönsten ist, sagte ich mir, und so packte ich meine Sachen und fuhr zufrieden nach hause.

CU
Klaus
 
Hi Klaus,

das muss ein sehr gutes Seeing gewesen sein, wenn Du bei 101 soviel Glück gehabt hast. DAs ist mir vor Jahren nur einmal passiert und dann nie wieder, da freut man sich wirklich! Ich wage mich aktuell nicht dran, weil sie halsbrecherisch aber auch genau im Zenit steht. Am Refraktor müsst ich drunter liegen und den Dobs kann ich so kaum noch rühren. Fährst Du raus mit Deinem Dobson?

Gruss von Anette
 
> das muss ein sehr gutes Seeing gewesen sein

Anette,

das hat doch mit Seeing nichts zu tun, eher mit guter Transparenz des Himmels (kein Mond, wenig Feuchte in er Luft und kaum Streulicht). :Trost:
 
Hallo Micha,

naja wenn die Strukturen dank wenig Luftgewaber auch bei Hochvergrößerung so fest dastehen wie an dem Abend hilft das schon auch.

Anette du könntest mal schauen ob man die Lager an deinem Dobson noch optimieren kann.

CU Klaus

 
Moin Klaus!

Na, komm': viel wichtiger ist die Transparenz an dem Abend. Ohne die nützt dir wenig Seeing gar nichts. Ich kenne M101 unter transparentem Himmel: da braucht es nur ein größeres FG, um den fetten Keks im Zenit genießen zu können. Ist schon Waahnsinn, wie bei solchen Bedingungen ein solches Objekt herauskommt. Manche suchen sich den Wolf, um die Galaxie unter Stadtbedingungen zu finden. Das habe ich auch schon erlebt.
 
Hallo Klaus,

da das Wetter gestern Abend ganz gut war, habe ich mich mit meinem 5,1 Zoll Newton an M101 versucht. Die visuelle Grenzgröße lag bei etwa 5 mag, vielleicht auch etwas mehr (Kleinstadt). Den Verlauf der Milchstraße konnte man deutlich sehen. M101 fand ich schließlich nach 5 Minuten mit 35-facher Vergrößerung als diffuse, kreisförmige Aufhellung. Die Spiralform konnte ich nicht erkennen. Ich fertigte am Teleskop eine Zeichnung der beobachteten Konstellation an, die mir dann später am PC M101 bestätigen konnte.
Im 5,1-Zöller ist M51 einfacher zu beobachten, da sie etwas heller ist und dort als doppeltes Aufhellungsgebiet erscheint.
Wirklich eindrucksvoll ist M13: Bei 130-facher Vergrößerung kann man fast schon die einzelnen Sterne zählen.

Viele Grüße,
Andreas
 
Hallo Andreas,

wieviel Brennweite hat Dein Newton?

Gruss von Anette
 
Hallo Andreas,

danke für den Bericht, den du gerne auch in einen eigenen Thread hättest auslagern können. Ich hatte deinen nun gelöschten Beitrag gelesen und bin ziemlich sicher dass dein 130 900 (Atlas?) in China das Licht der Welt erblickt und außerdem einen suboptimalen Kugelspiegel hat. Aber das gehört hier wohl nicht her.

Bei der Spiralstruktur war es eher so, dass die "Körner" in M101 sich an einer gedachten Spiralstruktur anschmiegten. Nebelfetzen waren aber natürlich auch zu sehen.


CU
Klaus
 
Hallo zusammen,

ich halte mich ja sonst aus Diskussionen jeder Art zu Beobachtungsbedingungen heraus, aber hier muss ich mich mal auf Michas Seite schlagen.

Klaus, Du kannst ja nochmal überdenken, wie die beiden Aussagen von Dir in Einklang zu bringen sind ;-):
Zitat von klawipo:
Bei den Bedingungen war ein noch eingehenderer Blick auf Jupiter unvermeidlich. Hier sah ich gg. 0:45 Uhr am Rand einen dunklen Punkt in einem der Hauptbänder und dann und wann Wolkendetails. Komplett still wollte das Bild aber bei 250fach auch blickweise nicht stehen...
Zitat von klawipo:
Hallo Micha,
naja wenn die Strukturen dank wenig Luftgewaber auch bei Hochvergrößerung so fest dastehen wie an dem Abend hilft das schon auch.
Vielleicht sollstest Du bei Deinen Kabbeleien mit Micha nicht einfach immer gedankenlos Kontra geben und bedenken, was Du vorher geschrieben hast ... oder ob es doch hilfreich sein könnte, was andere geschrieben haben.
Klar, das Seeing-Thema wurde von Anette angerissen, aber wie immer auf so charmante Art und Weise, dass wir ihr das gerne durchgehen lassen :biggrin:

Klaus, bei Deinen Beobachtungen würde mich auch immer auch interessieren, bei welchen Vergrößerungen Du die Eindrücke sammeln konntest.
Wie lange nimmst Du Dir Zeit für ein Objekt, wenn Du es beobachtest?
Bei der Eule sollten die Augen eigentlich mit 12" zu sehen sein. Hast Du einen Filter genutzt bei M 97?

Viele Grüße

Rene
 
Hallo Rene,

Welche Kabbelei? Und was für eine Seite? Sind wir etwa schon wieder im Krieg?

Dir ist schon klar dass die Luftunruhe im Zenitbereich geringer sein kann als etwas weiter unten, oder? Außerdem ist der 12er Seringanfäliger als mein Achter. Vielleicht nicht son guter Strehl, kann schon sein.

Die Transparenz ist bei dem Standort häufiger gut. Bei M51 zB habe ich aber manchmal eher den Eindruck einer milchigen Lavalampe. Alles in Bewegung. Seeing halt. In der Nacht aber nicht. Die Transparenz war dort aber auch schon mal besser, so dass die positiven Eindrücke eher dem insgesamt übrdurchschnittlichen Seeing als der eher durchschnittlichen Transparenz zuzuschreiben sind.

Meist schau ich bei den mittelgroßen Galaxien durch das 12mm Okular. Was der Hinweis soll dass man die Augen beim Eulennebel sehen soll verstehe ich nicht. Ich habe sie eben nicht gesehen. Hätte vllt höher vergrößern können.

CU
Klaus
 
Ach so, ohne Filter das ganze. Hätte ich auch dazu geschrieben. Hab auch keinen gescheiten, nur einen no Name o iii der nix taugt sowie einen Eimer Farbfilter.

 
Moin Klaus,

Zitat von klawipo:
Dir ist schon klar dass die Luftunruhe im Zenitbereich geringer sein kann als etwas weiter unten, oder? Außerdem ist der 12er Seringanfäliger als mein Achter. Vielleicht nicht son guter Strehl, kann schon sein...
Genau wegen solcher Kommentare halte ich mich eigentlich aus diesen Diskussionen heraus. Und deswegen werde ich hier auch nicht weiter darauf eingehen. Im Internet gibt es jede Menge Quellen zum Einfluss von Seeing und/oder Transparenz auf die Beobachtung von Objekten. Ich kann Dir nur empfehlen, Dich noch einmal zu belesen.

Wenn Du Planetarische Nebel oder Emissionsnebel irgendwann mal etwas ernsthafter beobachten möchtest, wirst du an ordentlichen Nebelfiltern nicht vorbei kommen. Hier besteht immer auch die Qual der Wahl, ob man sich 1,25"- und/oder 2"-Filter anschafft. Ich habe mich seinerzeit entschieden, nur 2"-Filter zu kaufen, die ich bei meinen kleinen Okularen auch über die 2"-1,25"-Reduzierung nutzen kann. Gerade bei größeren Emissionsnebeln wie NGC 7000 & Co. helfen dann die kleinen 1,25"-Filter wenig, weil sie nur auf die kleinen Okulare passen. hier gibt's aber sicher viele weitere Meinungen und Anschauungen.

Ich finde es schön, dass Du hier oft und regelmäßig von Deinen Beobachtungserlebnissen berichtest. Gerade Deine und Anettes euphorisch hervorgetragenen Berichte sind eine Bereicherung für das Forum. Ich persönlich würde mir noch etwas mehr Tiefe bei deinen Objektbeschreibungen wünschen, aber das ist sicher Ansichtssache.

Viele Grüße

Rene
 
Ach Rene, das ist doch mein Hobby. Ich will mich gar nicht "ernsthaft" damit beschäftigen. Das überlasse ich gerne anderen. Eher so spaßhaft gehe ich da ran. Daher auch sparsam im Budget. Eine 300 Euro Investition für Filter etc. Will halt abgewogen sein gegen ein gleich teures Familien Wochenende zum Bleistift.

Die Berichte schreibe ich auch und vor allem für mich, damit ich much gelegentlich dran erinnern kann wie was ausgesehen hat, das ist die Intention.

Jedenfalls wollte ich nur sagen dass der 12er bei 250x auch noch nie an Jupiter ein besseres Bild geliefert hatte, sonst sind da eher so Doppelbilder die Regel. Daher war das Seeing tatsächlich gut, obwohl da kein ganz ruhiges Bild zu sehen war.

CU
Klaus

 
Hallo Blackbert,

danke für den Hinweis. Meinte auch nicht dass ich mir nie in meinem Leben einen guten Filter leisten will. Nur geht nicht immer alles gleichzeitig bei mir.

CU
Klaus
 
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