Benny
Aktives Mitglied
Hallo,
heute gibts mal wieder einen kleinen BB von mir, wie immer steht er auch schon im BB-Archiv meiner Homepage (siehe Signatur) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
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Die Nacht versprach wieder sehr klar zu werden und bis 23 Uhr war auch wirklich kein Wölkchen zu sehen. Also packte ich mein Teleskop kurzerhand ins Auto und machte mich wieder auf zum Beobachtungsplatz im Taunus, heute ging der Mond ja auch viel später auf als beim letzten Mal.
Als ich dort ankam, sah ich schon hinter der letzten Kurve rote Lämpchen und blendete schnell ab und legte die letzten Meter mit Schritttempo und Standlicht zurück. Da hatte sich also noch jemand hier her verirrt, es war Thomas und seine Begleitung aus Mainz mit seinem 8" Hofheim Dobson.
Inwzischen waren leider schon einige Schleierwolken am Himmel aufgezogen und diese hellten den Himmel schon immens auf, trotzdem war die Milchstrasse ganz hervorragend und strukturreich zu sehen. Nach längerem Plaudern baute ich mein Teleskop auf , richtete es grob aus und versuchte mich am ersten Objekt des Abends, h und x Persei. Die beiden Sternhaufen waren im 25mm SP schön und glanzvoll zu sehen, im Vergleich zu meiner letzten Terrassenbeobachtung mit dem ETX waren sie unter dem dunklen Himmel fast ebenso brilliant im f/12,8 Refraktor. Auch Thomas riskierte einen kleinen Blick durch das Röhrchen und erzählte mir, das er früher sogar mit noch kleinerer Öffnung seine "Karriere" begonnen hatte.
Als nächstes ging es mal wieder zu M13, den Kugelsternhaufen hatte ich bisher fast ausnahmslos nur mit dem ETX beobachtet, weil er mir daheim im Lyra Refraktor immer viel zu dunkel erschien. Hier unter wirklich dunklem Himmel war auch der Anblick durch das 70/900er mit dem 25mm SP eine tolle Sache. Alsbald wechselte ich zum TS-Zoom 7-21mm Oku und ging schrittweise mit der Vergrößerung hoch, bis etwa hundertfach war drin, alles darüber wurde schlicht zu dunkel. Thomas bestätigte mir meinen Verdacht, dass dieses Okular ein wirklich schwieriges Einblickverhalten hat und nicht die Helligkeit anderer Okulare entsprechender Brennweiten liefert. Zum Beweis bekam mein zweimarkfuffzig-OAZ hohen Besuch eines TV Naglers T6 9mm! Das war schon ein Quantensprung an Bildqualität und Helligkeit, ich konnte durch indirektes Sehen nun einige Randsterne auflösen und einige Vordergrundsterne, die ich im Zoom aber auch im Plössl gar nicht mehr wahrgenommen habe waren direkt zu sehen. Eine tolle Erfahrung was ein High-End-Okular sogar an einem so einfachen Teleskop noch für Wunder vollbringen kann...
Die Bewölkung wechselte immer mal wieder, aber in Zenitnähe blieb es durchgehend klar. Nachdem ich durch den 8" Dobson einen Blick auf M31 geworfen hatte versuchte ich mich zum ersten Mal unter "gescheitem" Himmel am Ringnebel M57. Ich peilte mit dem Rigel zwischen die zwei unteren Kastensterne in der Leier und suchte mit dem 25mm SP nach einem verwaschenen Sternchen. Nach einigem Schwenken in der Region hatte ich M57 im Okular, ein kleines Sternchen das sehr unscharf und nebebulös wirkt. Ich zentrierte den Nebel und wollte gerade zum Zoomokular wechseln als ich blöderweise gegen das Teleskop stieß und die dann die nächsten paar Minuten damit verbrachte den Ringnebel wieder ins Gesichtfeld zu bekommen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Als ich schliesslich mit dem TS-Zoom den Nebel heranholte wurde ich bei etwa hundertfach mit der feinen Ringstruktur belohnt, die zwar nur indirekt erkannt werden konnte, dafür dann aber klar und dauerhaft zu sehen war. Das Zentrum des PNs war leicht aufgehellt, meine beste Beobachtung von M57 bisher.
Danach begannen wir mit dem Abbau, da die Schleierwolken inzwischen sich fast über den ganzen Himmel schlängelten und wie könnte es anders sein - als alles im Auto verstaut war, war die Bewölkung nahezu verschwunden.
Mein Fazit dieses Abends - Auch wenn ich nicht viele Objekte beobachtet hab waren diejenigen die ich im Okular hatte auf jeden Fall ein Gewinn und vor allem wegen der netten Gespräche mit Thomas hatte sich die Fahrt schon allemal gelohnt...
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Grüße Benny
heute gibts mal wieder einen kleinen BB von mir, wie immer steht er auch schon im BB-Archiv meiner Homepage (siehe Signatur) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
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Die Nacht versprach wieder sehr klar zu werden und bis 23 Uhr war auch wirklich kein Wölkchen zu sehen. Also packte ich mein Teleskop kurzerhand ins Auto und machte mich wieder auf zum Beobachtungsplatz im Taunus, heute ging der Mond ja auch viel später auf als beim letzten Mal.
Als ich dort ankam, sah ich schon hinter der letzten Kurve rote Lämpchen und blendete schnell ab und legte die letzten Meter mit Schritttempo und Standlicht zurück. Da hatte sich also noch jemand hier her verirrt, es war Thomas und seine Begleitung aus Mainz mit seinem 8" Hofheim Dobson.
Inwzischen waren leider schon einige Schleierwolken am Himmel aufgezogen und diese hellten den Himmel schon immens auf, trotzdem war die Milchstrasse ganz hervorragend und strukturreich zu sehen. Nach längerem Plaudern baute ich mein Teleskop auf , richtete es grob aus und versuchte mich am ersten Objekt des Abends, h und x Persei. Die beiden Sternhaufen waren im 25mm SP schön und glanzvoll zu sehen, im Vergleich zu meiner letzten Terrassenbeobachtung mit dem ETX waren sie unter dem dunklen Himmel fast ebenso brilliant im f/12,8 Refraktor. Auch Thomas riskierte einen kleinen Blick durch das Röhrchen und erzählte mir, das er früher sogar mit noch kleinerer Öffnung seine "Karriere" begonnen hatte.
Als nächstes ging es mal wieder zu M13, den Kugelsternhaufen hatte ich bisher fast ausnahmslos nur mit dem ETX beobachtet, weil er mir daheim im Lyra Refraktor immer viel zu dunkel erschien. Hier unter wirklich dunklem Himmel war auch der Anblick durch das 70/900er mit dem 25mm SP eine tolle Sache. Alsbald wechselte ich zum TS-Zoom 7-21mm Oku und ging schrittweise mit der Vergrößerung hoch, bis etwa hundertfach war drin, alles darüber wurde schlicht zu dunkel. Thomas bestätigte mir meinen Verdacht, dass dieses Okular ein wirklich schwieriges Einblickverhalten hat und nicht die Helligkeit anderer Okulare entsprechender Brennweiten liefert. Zum Beweis bekam mein zweimarkfuffzig-OAZ hohen Besuch eines TV Naglers T6 9mm! Das war schon ein Quantensprung an Bildqualität und Helligkeit, ich konnte durch indirektes Sehen nun einige Randsterne auflösen und einige Vordergrundsterne, die ich im Zoom aber auch im Plössl gar nicht mehr wahrgenommen habe waren direkt zu sehen. Eine tolle Erfahrung was ein High-End-Okular sogar an einem so einfachen Teleskop noch für Wunder vollbringen kann...
Die Bewölkung wechselte immer mal wieder, aber in Zenitnähe blieb es durchgehend klar. Nachdem ich durch den 8" Dobson einen Blick auf M31 geworfen hatte versuchte ich mich zum ersten Mal unter "gescheitem" Himmel am Ringnebel M57. Ich peilte mit dem Rigel zwischen die zwei unteren Kastensterne in der Leier und suchte mit dem 25mm SP nach einem verwaschenen Sternchen. Nach einigem Schwenken in der Region hatte ich M57 im Okular, ein kleines Sternchen das sehr unscharf und nebebulös wirkt. Ich zentrierte den Nebel und wollte gerade zum Zoomokular wechseln als ich blöderweise gegen das Teleskop stieß und die dann die nächsten paar Minuten damit verbrachte den Ringnebel wieder ins Gesichtfeld zu bekommen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Als ich schliesslich mit dem TS-Zoom den Nebel heranholte wurde ich bei etwa hundertfach mit der feinen Ringstruktur belohnt, die zwar nur indirekt erkannt werden konnte, dafür dann aber klar und dauerhaft zu sehen war. Das Zentrum des PNs war leicht aufgehellt, meine beste Beobachtung von M57 bisher.
Danach begannen wir mit dem Abbau, da die Schleierwolken inzwischen sich fast über den ganzen Himmel schlängelten und wie könnte es anders sein - als alles im Auto verstaut war, war die Bewölkung nahezu verschwunden.
Mein Fazit dieses Abends - Auch wenn ich nicht viele Objekte beobachtet hab waren diejenigen die ich im Okular hatte auf jeden Fall ein Gewinn und vor allem wegen der netten Gespräche mit Thomas hatte sich die Fahrt schon allemal gelohnt...
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Grüße Benny