M13 mit über 880 fach

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Manner

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Hallo Astros

Letzte Nacht hatte ich endlich mal wieder klare Sicht.
Das Seeing war ganz ordentlich,da mußte ich doch gleich mein 12"RCX400 aufbauen.
M13 war ein sehr schönes Objekt an diesem Abend,den ich als erstes mit meinem neuen Wide Scan 13mm aufs Korn nahm=188fach.
Schon bei dieser Vergrößerung ist der KH sehr schön aufgelöst.
Da geht noch deutlich mehr,also das 8.8mm UWA Serie 4000 rein=277fach.
Man denke ich so schön habe ich ihn lange nicht mehr gesehen.
Wie weit kann ich noch gehen?
Nehmen wir mal das Meade Plössl 5.5mm=444fach.
Wow,irgendwie erinnert mich dieser Anblick an einer Spiralgalaxie.
Jetzt werde ich ganz mutig und verlängere die Brennweite mit einer 2xBarlow DX von Vixen,mit dem 5.5mm habe ich jetzt eine enorme Vergrößerung von 887fach,wahnsinn,so weit bin ich bei M13 noch nie gegangen.
Das Gesichtsfeld ist jetzt so klein,das ich nur noch den Kern sehe.
Das Bild ist auch deutlich dunkler geworden.
Trotzdem ganz Interessant den Kern mal so aufgelöst zu sehen,das die Sterne deutlich getrennt sind.
Pluto
Habe ich mir an diesem Abend das erste mal angesehen,hatte sonst nie verlangen danach.
Um ihn auch auf anhieb zu finden,stellte ich das RCX auf High Procession,da wird zuerst ein heller Stern in unmittelbarer nähe angefahren den man mit einem Fadenkreuzokular zentriert,Enter drücken,und Pluto ist exakt in der mitte zu finden.
Erstaunlich wie gut Pluto zu sehen ist,und das bei diesem tiefen Stand.
Immerhin hat er nur eine Helligkeit von 14 mag.
M27
Der Hantelnebel erschien mir im 22mm LVW,bzw.im 13mm Wide Scan sehr deutlich rüber,die Hantelform klar erkennbar.
Mit einem UHC Profi Filter,kam die Kontur noch drastisch stärker zum vorschein.
Gar keinen vergleich zu manchen anderen Abenden.
M92
Im Hercules,der nachbar von M13 wird wegen seinem konkurenten oft vernachlässig.
Dabei ist er ebenfalls ein sehr schöner KH,den ich auch mit 400-500facher Vergrößerung betrachtete.
Dieser war ebenfalls bis zum Kern aufgelöst.
Ich habe noch einige andere Objekte wie M30,M72 etc.im schnelldurchgang vorgenommen da es doch leider um kurz nach 2Uhr langsam diesig wurde und schließlich dicht zog.

Grüße
Manfred
 
Hallo Manfred,

Einen schönen Bericht hast du da verfasst.
Kugelsternhaufen sind meine absoluten Lieblingsobjekte.
Du hast ziemlich hoch vergrößert, aber anscheinend warst du mit dem Ergebnis noch durchaus zufrieden.
Ich empfinde M13 mit dem 18mm UWA bei 197,5x Vergrößerung am ansprechendsten.
Selbstverständlich habe ich es ebenfalls mit dem 6,7mm UWA probiert, was 530,7x Vergrößerung bedeutet.
Man kann natürlich immer versuchen noch etwas aus dem Kern herauszuholen, aber bei so hohen Vergrößerungen gehen die Ausläufer des KS meist verloren, weshalb ich es vorziehe nicht ganz so hoch zu vergrößern, schließlich gehören die Sternketten von zB. M13 ja auch dazu.
Andererseits machen gerade solche hohen Vergrößerungen auch Spaß, da man das Potential des Gerätes abschätzen kann.

Pluto habe ich ebenfalls einmal beobachtet, allerdings war ich mir nicht sicher ob ich ihn gesehen habe, deshalb werde ich ihn demnächst ebenfalls im Hochpräzisionsmodus einstellen.

Wenn dir der große Hantelnebel M27 gefallen hat, könntest du dich ja auch einmal am kleinen Hantelnebel M76 versuchen.

M92 ist ebenfalls schön und besitzt ein dichtes Zentrum, allerdings empfinde ich das Zentrum von M15 als beinahe noch kompakter.
M15 ist für mich einer der ästhetischsten Kugelsternhaufen am Nordhimmel, zumindest mir gefällt er besser als M13.
Bei Gelegenheit solltest du ihn unbedingt ebenfalls einmal beobachten.

Schöne Grüße
Daniel Martins




 
Hallo Daniel

Oh ja,der M15 ist mir natürlich auch bekannt,der sollte auf der beobachtungsliste nicht fehlen.
Ich wollte mit der starken Vergrößerung nur mal ausprobieren wie weit ich in M13 vordringen kann.
Im Kern waren die Sterne mit großen Sternabständen aufgelöst.
Mit weniger Vergrößerung ist er natürlich esthätischer,aber auch mit über 400 habe ich den KH noch vollständig im Okular,und ist dabei auch noch scharf abgebildet.
Ach ja,M57 hatte ich mir auch noch vorgeknöpft.
Hatte versuch den Zentralstern ausfindig zu machen,da war ich mir aber nicht sicher ihn gesehen zu haben.
Ab und zu meinte ich mal was aufblitzen zu sehen,war aber sehr stark an der wahrnehmungsgrenze.

Grüße
Manfred
 
Hallo Manfred,

Der Zentralstern von M57 ist bei unseren Bedingungen ja ein äußerst heikles Pflaster.
Bei meiner ersten Sichtung habe ich mit 10mm sowie 25mm Plössls jeweils mit Barlow beobachtet, da der Meade UWA Koffer noch nicht eingetroffen ist.
Doch da der Koffer nun schon da ist, habe ich natürlich schon Gelegenheit gehabt mich mit den neuen Okularen daran zu versuchen.
Ab und zu meinte ich mal was aufblitzen zu sehen,war aber sehr stark an der wahrnehmungsgrenze.
So und nicht anders ist es mir bei meiner ersten Beobachtung mit den Plössls ebenfalls gegangen, deshalb habe ich auch 1,5 Stunden benötigt um mir sicher zu sein ihn gesehen zu haben.
Meine letzte Beobachtung fand dann mit dem 6,7mm Meade UWA Serie 5000 statt, hier war ich zumindest etwas erfolgreicher.
Dieses schemenhafte Aufblitzen wurde deutlicher und kurzweilig war er sogar indirekt zu halten, so, dass ich mit Sicherheit sofort sagen könnte, dass ich ihn gesehen habe.
Ich würde die Vergrößerung ab 500x ansiedeln und auf gutes Seeing hoffen.
Das große Gesichtsfeld und die wahrscheinlich bessere Transmission des Meade im Gegensatz zum Plössl haben sich als großer Vorteil erwiesen, welcher über schemenhaftes Aufblitzen oder indirekte halbwegs deutliche Sichtung enscheidet.

Wenn alles gut geht werde ich mich diese nacht wieder an ihm versuchen, wenn ich Erfog habe werde ich es morgen hier hereinstellen.

Dir wünsche ich viel Glück bei deinen zukünftigen hoffentlich erfolgreichen Sichtungen.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
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