M29 im Schwan, Epsilon Lyrae

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mlnoga

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In der klaren Nacht von Samstag auf Sonntag könnte ich meinen noch recht neuen 80mm ED F/6 endlich im angestrebten Aufbau ausprobieren, mit Rohrschellen aus dem Forum und 3D-gedrucktem Halter für den Leuchtpunktsucher (der nebenbei super funktioniert, auch mit dem kleinsten Okular).

Im Schwan zeigte schon das Hyperion 31mm Übersichtsokular für mich Überraschenees. Anstelle eines kleinen Nebelflecks war M29 schon bei dieser 15-fachen Vergrößerung klar aufgelöst als kleines Pi-förmiges Häuschen im reichen Sternenfeld erkennbar. Weitere Vergrößerung brachte eher wenig.

In der Leier hingegen war Epsilon Lyrae nur im 3.5mm Hyperion bei 137x zu trennen. Die separierten Scheibchen lagen im Verhältnis zum Abstand der beiden schon im Fernglas trennbaren Komponenten aber deutlich enger beieinander, als die Zeichnung zB im Deep Sky Reiseführer vermuten lässt.

Wie passt das zusammen? Und was sagt es über die Optik aus, die ich erwischt habe?
 
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Moin Namenloser!

> Und was sagt es über die Optik aus, die ich erwischt habe?

Das sagt wenig aus, da man zu einen die Beobachtungsumstände an deinem Standort (Stichwort: Seeing) noch deine Erfahrung beim Doppelstern-Beobachten kennt. Allerdimgs ist eine 137fache Vergrößerung bei einer 80-mm-Optik schon reichlich viel für ε Lyrae. Außerdem würde ich ein Hyperion nicht gerade für solche Zwecke hernehmen wollen...

Lothar hat seinerzeit seinen 70-mm-Lidl verwendet und keinen Erfolg gehabt, was ich für etwas merkwürdig halte, weil schon eine gute 60 mm Refraktor-Optik zum Trennen dieses DS ausreicht. Meine 70er Optiken - vor allem mein Bresser 70/900 mm FH - sind dazu bereits ab ca. 60fach in der Lage, so daß man zumindest die Orientierung der vier Komponenten in diesem DS-System erkennt. (Ja, ich weiß: über die "Trennbarkeit" von DS hatten wir hier schon endlose Diskussionen. Deshalb bschreibe ich den Zustand, wie ich ihn im Teleskop wahrnehme.)

Eine 80er-Optik hat ein Auflöungsvermögen (nach Dawes) von gut 1,5" bei gleichhellen gelblichen Komponenten. ** Also sollte eine solche Optik im Normalfall keine Schwierigkeiten mit der Trennbarkeit von ε Lyr haben.

** https://de.wikipedia.org/wiki/Dawes-Kriterium
 
Danke Euch. Mit Doppelsternen bin ich noch ziemlich ungeübt; und ja, die Nächte sind im Moment nicht die klarsten.

Was macht das Hyperion 3.5mm denn weniger gut geeignet für Doppelsterne? Mir gefiel die Abbildung deutlich besser als z.B im vergleichbaren TS Planetary.

Viele Grüsse, Markus

 
ich bin überzeugt, dass der wichtigste Faktor eine ruhige Luft ist. Die Transparenz, also die Durchsicht spielt meines Erachtens bei Doppelsterntrennung keine Rolle. Wichtiger ist, dass die Luftunruhe, also Thermik und Höhenwinde gering sind, damit man ein ruhiges Bild hat und gut fokussieren kann.

Mich würde auch der Grund interessieren, warum ein Hyperion nicht so gut ist für Doppelsternbeobachtung ?


 
Moin Namenloser!

> warum ein Hyperion nicht so gut ist für Doppelsternbeobachtung?

Lies bitte richtig, sowas hat niemand behauptet. Ich schrieb, ich würde so ein Hyperion Okular nicht zur DoStern-Trennung hernehmen wollen. Einfach, weil die Dinger mir nicht scharf genug abbilden. Ich halte grundsätzlich sehr wenig von günstigen Viellinsern mit eingbauten Barlows, seien es Hyperions oder auch die TS-Planetary. Durch beide Typen habe ich schon durchgeschaut, beide überzeugten mich nicht. Ich nehme meist für solche Anwendungen Orthos zur Hand.
 
Hi,

es spielen wohl folgende Faktoren bei der erfolgreichen Doppelsternbeobachtung eine Rolle. Wobei 1 und 2 vom Wetter und 3 und 4 von der Ausrüstung abhängen und 5 vom Beobachter selber.

1. Seeing: Ohne gutes Seeing geht recht wenig. Die Pickering Skala sollte 3 oder besser sein.
2. Transparenz: Auch die ist wichtig, bei schlechter Transparenz werden schächeren Komponeneten nicht sichtbar
3. Öffnung: Bekannt, die Öffnung bestimmt das Auflösungsvermögen
4. Vergrößerung: Auch klar, je größer der Sehwinkel um so leichter für das auge zum tennen. Dabei sollte immer (wenn möglich) die maximal Vergrößerung benutzt werden.
5. Erfahrung des Beobachters: Kann über vieles hinweg helfen.

Spaß macht es wenn man sich an die Grenzen des machbaren herantasten kann.

http://www.cloudynights.com/topic/24328-another-resource-difficulty-index-calculator/

http://home.kpn.nl/33doubles/

Gruß
Lothar
 
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