M42 damals vs. M42 heute -> Zeichnungen

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fujtor

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Hallo in der Runde -

vor einige Jahre (genauer: Nov 2004) machte ich meine erste Astrozeichnung. Das Objekt der Begierde war M42. Ein Teleskop hatte ich noch nicht, deshalb wurde der Nebel am Tento 20x60 Fernglas gezeichnet. Ich beschloß (nach anregende Worte hier im Board) öfter zu Zeichnen, um damit das Auge zu schulen und später die (hoffentlich dazugewonnene) Beobachtungserfahrung zu dokumentieren.

Letzte Woche waren die Bedingungen hier zo ziemlich wie damals und M42 hatte ich in all die Zeit nicht mehr gezeichnet - also war die Gelegenheit gegeben. Ich habe das Tento wieder aus dem Schrank geholt (ich habe es mittlerweile ersetzt, darüber später mehr) und eine Zeichnung entstand.

Die nachfolgende Bilder sind für's Web stark komprimiert. Auf der Web Seite liegen die größere Versionen, aber die schönste Exemplare sind unkomprimiert und liegen auf meinem Schreibtisch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Folgt nun erst die Version von damals - die Anfänger-Zeichnung:

Link zur Grafik: http://www.vangestel.de/fujtor/sketches/M042_20041115_small.jpg


Und die Version von letzte Woche:

Link zur Grafik: http://www.vangestel.de/fujtor/sketches/M042_20070314_small.jpg

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Was ich nicht geahnt hatte: ich konnte sogar 3 von 4 Trapezkomponente ausmachen mit dem Tento.

Wie bereits erwähnt, habe ich das Tento ersetzt durch einen kleinen Rich Field Refraktor. Dafür gab es mehrere Gründe, aber da ich das Teleskop noch nicht so lange habe, bietet es sich an, M42 erneut als Vergleichsobjekt zu nehmen und die Beobachtung mit ähnlicher Vergrößerung zu wiederholen:

Link zur Grafik: http://www.vangestel.de/fujtor/sketches/M042_20070315_1_small.jpg

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Da kam so richtig Freude und Begeisterung auf (ich habe in den letzten Monaten einfach viel zu wenig gezeichnet) und beschloß eine dritte Vergleichszeichnung anzufertigen. Für den Refraktor hatte ich nämlich ein 2" 20mm Okular von Reese besorgt. Die oben gezeigte Zeichnung wurde mit diesem Okular gemacht. Das Reese funktioniert aber wesentlich besser im 8" Dobs (f6) - hatte es aber bis jetzt noch nicht wirklich ausprobiert. Also habe ich es umgesteckt, die EQ Plattform angeschmissen und erst mal eine halbe Stunde gestaunt. Ach ja - fast vergessen: ich wollte doch zeichnen? .... Na bitte:

Link zur Grafik: http://www.vangestel.de/fujtor/sketches/M042_20070315_2_small.jpg

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Wie immer: flämische Grüße aus Hessen und CS!
Fred
 
Hallo Fred,

tolle Zeichnungen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Ich selber steige erst ein ins Astrozeichnen und stehe noch am Anfang. Das Interessante beim Zeichnen ist ja, dass man seine eigenen Verbesserungen selber beurteilen kann, insbesondere, was die Qualität der Zeichnungen angeht aber natürlich auch die eigenen visuellen Fähigkeiten.

Deine Orion´s sehen sehr schön flächig aus. Ich muss mir noch ein paar schöne weiche Bleistifte kaufen: Bei mir sehen die Zeichnungen durch die Bleistifte noch sehr grob und nicht so schön aus!

Grüße, Nicolai
 
Re: M42 damals vs. M42 heute -> Zeichnungen

Hallo Fred,

das sind ja gleich zwei Vergleiche auf einmal:
- was sehe ich als Anfänger/Forgeschrittener
- was sehe ich mit verschiedenen Instrumenten

Der erste zeigt sehr schön, wie sich im Laufe der Zeit die Wahrnehmung/Beobachtungserfahrung verändert:
anhand der alten Zeichnung kann man darauf schließen, dass du anscheinend die äußeren Gebiete und viele Details in M42, sowie M43 nicht gesehen bzw. nicht beachtet hast.
Deine Zeichentechnik hat sich auch verändert: weichere Übergänge und runde Sterne. Mir gefallen die neuen Scans mit dem nicht pechschwarzen Hintergrund besser, das entspricht eher dem visuellen Eindruck.

Was mich am zweiten Vergleich wundert: im Refraktor ist kaum mehr zu sehen, als im Bino, zwar mehr Sterne, aber nicht viel mehr vom Nebel, obwohl da doch die Vergrößerung höher und die Austrittspupille größer war. Meinst du, das liegt am beidäugigen Einblick?

p.s. du warst ja richtig produktiv in letzter Zeit! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Re: M42 damals vs. M42 heute -> Zeichnungen

@Schicko:

Was mich am zweiten Vergleich wundert: im Refraktor ist kaum mehr zu sehen, als im Bino, zwar mehr Sterne, aber nicht viel mehr vom Nebel, obwohl da doch die Vergrößerung höher und die Austrittspupille größer war. Meinst du, das liegt am beidäugigen Einblick?

Ich hoffe, es äussern sich hier mal ein par Experten dazu - denn auch ich habe mich anfangs gewundert, warum der Nebel im RFT nicht wesenlich mehr zeigte. Eins ist aber ganz sicher: es liegt nicht am beidaugig gucken am Tento, denn ich habe nur 1 funktionierendes Auge <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />. Das ist übrigens eine der Hauptgründe warum ich das Tento durch ein "einäugiges" Gerät ersetzt habe.

Ich habe zu Deine Bedenken zwei Ideen:

1) Konkret am M42, muss ich am Tento schon oft indirekt und konzentriert gucken, um dieses Bild herauszuholen. Dadurch ist das Zeichnen am Refri zwar entspannter, aber es kann sein, dass ich gerade deshalb weniger aufgezeichnet habe.

2) Die Vergrößerung war am RFT zwar etwas höher (25 gegen 20 fach) aber bedingt durch das große Feld, wirkt der Nebel fast genauso klein wie im FG. Weitere Nebeldetails habe ich durchaus gesehen aber nur ab etwa 50 fach Vergrößerung - aber dann wäre der Vergleich mit dem FG nicht mehr gegeben und die Zeichnung wäre nicht korrekt gewesen. Ausserdem wollte ich mir ja diesen Bereich für den großen Newton aufheben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />

Aber es stimmt schon: das Tento hat trotz kleinere Öffnung einige optische Vorteile dem RFT gegenüber. Die Sternabbildung im Tento ist besser als im RFT, das Bild ist insgesamt klarer (was natürlich auch auf meine günstige Okulare am f5 Refri zurückzuführen ist) und es es ist Farbreiner.

Dennoch ist das RFT für mich die bessere Wahl wenn ich größere Objekte mit Niedrigvergrößerung zeichnen will. Kombiniert mit der kleine Monti bin ich wesentlich entspannter und der Einblik im 2" Weitwinkelokular ist einfach unschlagbar angenehm. Auch wenn der Nebel nicht wesentlich mehr zeigt bei 20 fach, ich liebe es wenn er nur so von Sterne umgeben ist wie in der Zeichnung.

CS - fred
 
@Nicolai:

Ich selber steige erst ein ins Astrozeichnen und stehe noch am Anfang.

Ich kann es Dir nur empfehlen damit hat es bei mir erst richtig angefangen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />


Deine Orion´s sehen sehr schön flächig aus. Ich muss mir noch ein paar schöne weiche Bleistifte kaufen: Bei mir sehen die Zeichnungen durch die Bleistifte noch sehr grob und nicht so schön aus!

Das liegt nicht nur an weiche Bleistifte - meine sind nicht einmal so weich. Das Geheimnis heißt Estompen (Papierwischer), damit macht man jeder Zeichnung weich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

CS - Fred
 
Halllo Fred!

Vielen Dank für den Tip. Ich habe meine Zeichnungen auch schon etwas verwischt, aber nur mit dem Finger oder mit einem Taschentuch. Geht das mit den Estompen deutlich besser?

Sind das solche wie hier? Dann lege ich mir mal welche zu... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Grüße, Nicolai
 
Hallo Fred,

wir hatten ja schon darüber gesprochen, sehr schöne Sache.
Ich möchte Mal die interessierten Leute
darauf hinweisen, wie genau Du damals schon mit dem Umfeld, also den Sternen umgegangen bist,
das kostet sicher zu Beginn viel Konzentration und darunter leidet zumindest am Anfang die
Erkennung feinster Nebelstrukturen.
Da kommen dann die großen Fortschritte mit zunehmender Erfahrung.
Das Bild im kleinen Refraktor zeigt meiner Meinung nach schon deutlich mehr als im Tento
und ich sehe das auch in der Zeichnung gut bestätigt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

CS
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