stefand
Aktives Mitglied
Servus zusammen,
wie vermutlich in weiten Teilen Deutschlands war auch gestern im Raum Heilbronn ein recht klarer Abendhimmel. Nun ist das in den letzten Wochen öfters vorgekommen, dennoch beschleicht mich immer wieder (vielleicht nicht nur mich) das Gefühl einen klaren Himmel astronomisch nutzen zu müssen. Wer weiß wie lange das noch hält ...
Somit packte ich kurz aber nicht sehr fest entschlossen gegen 21 Uhr zwei Taschen auf die Schulter und schlurfte in den Garten. Nach 10 Minuten war der Himmel nicht mehr ganz so dunkel, wie anfangs vermutet - genau genommen waren es vielleicht 4.5 mag, da ich den Beta-CVn nur indirekt halten konnte. Aber jetzt war ich mit den Geräten draußen, also setzen wir den 4" RuMak auf die AZ4 (azimutale Montierung) und stecken ein 32mm Plössl in den Zenitspiegel.
An diesem Abend hatte ich großes Vergnügen an meinen weiteren Plösslokularen (15mm, 11mm) und schaute damit einige Objekte an. Am Castor brachte erst das 6mm Radian den schönen und bequemen Abstand zwischen den Komponenten, ansonsten glaubte ich mit dem 11mm Plössl (RuMak hat f/10) sehr gut zu fahren und ein knackiges Bild zu haben.
Somit kam ich irgendwann zur M81/82 - nach ca. einer Stunde waren der Maksutov und der Benutzer 'warm gefahren'. Ein Leuchtpunktsucher und das 32mm Plössl reichten zum spontanen Auffinden der Galaxien. Der Wechsel auf das 15mm Plössl brachte zwei schöne Objekte ins Gesichtsfeld, aber bei 50° rel. Gesichtsfeld nicht beide gleichzeitig. Die ovale M81 war noch so kräftig, dass ich einen Wechsel auf das 11mm Plössl beschloss und gleich belohnt wurde. Langsam schälte sich die ovale Form besser heraus und an der M82 machte ich mich dran mehr vom Staubband oder den dunklen Partien sehen zu wollen.
Im Eifer beschloss ich das Experiment, das 9mm ortho einzusetzen. Bei diesem Wechsel erinnere ich mich wieder, warum homofokale Okulare sehr nützlich sein können. Erstmal sieht man nichts im Baader und dreht am Schärferad hin und her - nur ein hellerer Stern wurde derart defokussiert noch erkannt und diente zum Scharfstellen. Jetzt ist bei 115x und 40° rel. GF nur noch die GX wiederzufinden ...
Als es mir geglückt ist, war ich baff. Die ziemlich gute Transmission und der hervorragende Kontrast des Okulars ermöglichten fast (irgendwo zwischen Sehen und Einbilden) das Erkennen der Spiralformen bei der M81. Rüber zur M82 versuchte ich die dunklen Partien zu erkennen, aber das gelang mir dann doch nicht. Und so richtig hell ist die GX bei einer Austrittpupille von ca. 0,9mm auch nicht mehr - wenngleich heller, als ich es anfangs erwartete.
Summa sumarum sind Orthos auch an DS-Objekten gut, wenn es sich um kleine und einzelne Objekte handelt. Sie ersetzen natürlich keine Öffnung, aber im richten Brennweitenbereich geht einiges im DS-Bereich.
CS,
Stefan
wie vermutlich in weiten Teilen Deutschlands war auch gestern im Raum Heilbronn ein recht klarer Abendhimmel. Nun ist das in den letzten Wochen öfters vorgekommen, dennoch beschleicht mich immer wieder (vielleicht nicht nur mich) das Gefühl einen klaren Himmel astronomisch nutzen zu müssen. Wer weiß wie lange das noch hält ...
Somit packte ich kurz aber nicht sehr fest entschlossen gegen 21 Uhr zwei Taschen auf die Schulter und schlurfte in den Garten. Nach 10 Minuten war der Himmel nicht mehr ganz so dunkel, wie anfangs vermutet - genau genommen waren es vielleicht 4.5 mag, da ich den Beta-CVn nur indirekt halten konnte. Aber jetzt war ich mit den Geräten draußen, also setzen wir den 4" RuMak auf die AZ4 (azimutale Montierung) und stecken ein 32mm Plössl in den Zenitspiegel.
An diesem Abend hatte ich großes Vergnügen an meinen weiteren Plösslokularen (15mm, 11mm) und schaute damit einige Objekte an. Am Castor brachte erst das 6mm Radian den schönen und bequemen Abstand zwischen den Komponenten, ansonsten glaubte ich mit dem 11mm Plössl (RuMak hat f/10) sehr gut zu fahren und ein knackiges Bild zu haben.
Somit kam ich irgendwann zur M81/82 - nach ca. einer Stunde waren der Maksutov und der Benutzer 'warm gefahren'. Ein Leuchtpunktsucher und das 32mm Plössl reichten zum spontanen Auffinden der Galaxien. Der Wechsel auf das 15mm Plössl brachte zwei schöne Objekte ins Gesichtsfeld, aber bei 50° rel. Gesichtsfeld nicht beide gleichzeitig. Die ovale M81 war noch so kräftig, dass ich einen Wechsel auf das 11mm Plössl beschloss und gleich belohnt wurde. Langsam schälte sich die ovale Form besser heraus und an der M82 machte ich mich dran mehr vom Staubband oder den dunklen Partien sehen zu wollen.
Im Eifer beschloss ich das Experiment, das 9mm ortho einzusetzen. Bei diesem Wechsel erinnere ich mich wieder, warum homofokale Okulare sehr nützlich sein können. Erstmal sieht man nichts im Baader und dreht am Schärferad hin und her - nur ein hellerer Stern wurde derart defokussiert noch erkannt und diente zum Scharfstellen. Jetzt ist bei 115x und 40° rel. GF nur noch die GX wiederzufinden ...
Als es mir geglückt ist, war ich baff. Die ziemlich gute Transmission und der hervorragende Kontrast des Okulars ermöglichten fast (irgendwo zwischen Sehen und Einbilden) das Erkennen der Spiralformen bei der M81. Rüber zur M82 versuchte ich die dunklen Partien zu erkennen, aber das gelang mir dann doch nicht. Und so richtig hell ist die GX bei einer Austrittpupille von ca. 0,9mm auch nicht mehr - wenngleich heller, als ich es anfangs erwartete.
Summa sumarum sind Orthos auch an DS-Objekten gut, wenn es sich um kleine und einzelne Objekte handelt. Sie ersetzen natürlich keine Öffnung, aber im richten Brennweitenbereich geht einiges im DS-Bereich.
CS,
Stefan
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