mag 17 mit 12,5'' sichtbar?

> freue mich schon über 15m5 mit dem 317er

Na, denn man to! Fragt sich nur bei der kleinen Tabelle oben, unter welchen Bedingungen die Werte entstanden sind - und wie geschrieben - jeder nimmt die Sache anders wahr, allein schon aus den persönlichen Fähigkeiten bzw. Vorgaben heraus. Dehalb halte ich von Formeln und undifferenzierten Tabellen wenig. Draußen im Grünen sieht dann doch alles ein wenig anders aus. Wer will, kann die theoretisch oder pauschal ermittelten Werte ja als Richtschnur hernehmen. Den eigenen Blick durchs Scope ersetzt es nicht. Meine Meinung.

Eben der viel beschworene Gegensatz zwischen Theorie und Praxis, oftmals empirisch bestätigt.
 
> Muss mal schauen, wo es gute "Umgebungs/Eichkarten gibt ...

Falls du noch welche findest, sag' Bescheid!
Hi,

die Genauigkeit der GAIA DR2 Photometrie liegt bei unter 0.01mag bei Sternen bis 20mag (aber schwächer als 6mag !).
Guxtu Fig.9 in

D.h. wenn Du eine Software hast, die GAIA Daten zeigen kann, dann kannst Du Dir praktisch ÜBERALL am Himmel hochgenaue Eichfelder holen. Soviel ich weiss kann CdC GAIA Daten laden (hab es aber selber noch nicht gemacht).

Einziges Manko: GAIA benutzt proprietäre Filterbänder wie G, die man i.a. in 'normale' Filterbänder (Johnson V = visuell) transformieren muss. Dazu muss man auch noch die gemessene Farbe (Gbp-Gbp) wissen, dann rechnet man V so aus:

V = G +0.01760 +0.006860 · (Gbp-Gbp) +0.1732 · (Gbp-Gbp)2

Lg, Peter
 
V = G +0.01760 +0.006860 · (Gbp-Gbp) +0.1732 · (Gbp-Gbp)2
Hallo Peter,

du meinst sicher "Gbp-Grp", was den Gaia-spezifischen Farbindex "Blau minus Rot" bezeichnet, analog zum "B minus V" bzw. "U minus B" im UBV-System nach Johnson.

Also für die Gaia DR2 Magnituden:

V = G +0.01760 +0.006860 · (Gbp-Grp) +0.1732 · (Gbp-Grp)²

Siehe Table 5.8 aus der Gaia DR2 Data Release Documentation.

Für die neueren Gaia DR3 Magnituden wird dann folgende Umrechnung empfohlen:

V = G + 0.02704 -0.01424 · (Gbp-Grp) +0.2156 · (Gbp-Grp)² -0.01426 · (Gbp-Grp)³

Siehe Table 5.7 aus der Gaia DR3 Data Release Documentation.

Gruß, Peter

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Zur Erklärung der bei Gaia verwendeten Magnitude "G" und dem Farbindex "Gbp-Grp" siehe:

U. Bastian: Johnson B-V und Gaia GBP-GRP - Eine kurze Erklärung
  • Die G-Helligkeit ist die ungefilterte CCD-Helligkeit, die das astrometrische Hauptinstrument von Gaia erzeugt.
  • BP und RP sind die beiden (gefilterten) Breitband-Helligkeiten des Gaia-Photometers, wobei „B“ für blau und „R“ für rot steht. Für die Farben gilt ganz grob, dass B-V gleich 0.8*(BP-RP) ist, aber wirklich nur grob.
 
Entschuldigung - es ging um Eichfelder in einfacher Kartenform, benutzbar visuell am Teleskop.
Ich will da doch keinen Supercomputer hinwuchten, der mir erstmal ausrechnet, was ich zu sehen kriege.
Man kann's auch kompliziert und umständlich lösen... :rolleyes: - Stichwort: "Kanonen auf Spatzen"---

Mir fiel letztens noch die Polsequenz ein. Die ist in den Jahren immer weiter verfeinert worden und auch recht handlich im Gebrauch.
 
Mir fiel letztens noch die Polsequenz ein. Die ist in den Jahren immer weiter verfeinert worden und auch recht handlich im Gebrauch.

So ist es. Ein hervorragendes, heute noch Gültigkeit besitzendes praktisches Hilfsmittel zur Einschätzung der visuellen Grenzgröße im Zusammenhang mit der Nutzung von Teleskopen unterschiedlicher Öffnungen. Mehr braucht es - zumindest für Amateurzwecke - nicht.
CS
Stefan
 
@P_E_T_E_R
Gbp-Grp, ja klar.
Danke + Sorry, war ein typo.

@Alle anderen:
Der Punkt dabei ist, dass ihr heutzutage gar nicht mehr auf irgendwo am Himmel festgenagelte Eichfelder pointen müsst. Wenn man CdC hat und ein xls sheet baut, das die Formel ausrechnet, kann man sich *ÜBERALL AM HIMMEL* selbst 'EichFelder' mit 0.01mag genauen V-Magnituden machen.

So kann man z.B. immer im Zenit die Grenzgrösse bestimmen. Oder an einer Stelle des Himmels, die mich besonders interessiert.

Ihr könnt von mir aus gerne Karten der althergebrachten Polsequenz benutzen.

PS:
Im übrigen ist nicht eine einzelne (auch nicht 2) Person(en) der Masstab, was hier interessant und post-würdig ist und was nicht. Insbesondere wenn es ja durchaus sachgerecht ist. Vielleicht interessiert es jemand anderen !? Ich dachte das Prinzip von Internetforen wäre der Erfahrungsaustausch ?
 
Zuletzt bearbeitet:
> Ich dachte das Prinzip von Internetforen wäre der Erfahrungsaustausch?

Ja, entschuldige, wenn nicht alles losjubelt und seine eigene Meinung äußert. Zwischen Teorie und Paraxis ist ein himmelweiter Unterschied. Ich steh doch nicht mit GAIA-Daten draußen im Feld, sondern brauch eine Karte, die mir schnell hilft. In diesem Fall, viesuell mit einem x-beliebigen Teleskop die Grenzhelligkeit zu ermitteln, wenn mir danach ist.
Was theoretisch möglich ist, ist ja ganz schön und gut, aber was nützt dir das?!
Bemannte Mondlandungen sind auch möglich.

> Das reicht, um eine 1-m-Optik zu testen...

Toll.
.
 
Wir sollten auch hier bei dieser Thematik darauf achten, keine Gegensätze aufzubauen. Die individuellen Anforderungen an die Genauigkeiten von erzielbaren visuellen Grenzgrößen bei astronomischen Beobachtungen sind dafür zu unterschiedlich. Daher gilt auch hier die (sinngemäße) Erwähnung eines historischen Ausspruches des alten Preußenkönigs Friedrich II: Jeder soll nach seiner Facon seelig werden.
CS
Stefan
 
Danke Stefan, ich sehe da auch keine Gegensätze.

Es schadet nicht, die alten Sequenz Karten, die man life am Teleskop nutzt, im Nachhinein zu Hause am Computer stichprobenweise mit den neuen hochgenauen Gaia Helligkeiten abzugleichen. Da gibt es nämlich teilweise schon deutliche Abweichungen.

Ich habe in der Vergangenheit offensichtlich falsche Angaben gesehen, teils weil die Messungen zu ungenau waren, oder Sterne gefehlt haben und man den falschen Stern erwischt hat. Daraus entstehen teils Mythen wie 15 mag mit 100 mm Öffnung (das Beispiel ist frei erfunden). Daher nehme ich immer mehrere Sterne und prüfe, ob sie zueinander passen.

Ich würde mir wünschen, dass die modernen Apps die Gaia Daten incl. Umrechnungsgleichungen auf visuelle Magnitude implementieren, damit man nicht umständlich selbst raussuchen und per Excel rechnen muss. Das ist selbst bei modernen Apps wie SkySafari oder Stellarium leider noch nicht erfogt.
 
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