Mak von skywatcher oder Omegon

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SkyBob

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Hallo zusammen.


Ich möchte mir ein Maksutov-Cassegrain in der Größe 90/1250 zulegen.

Ins Auge gefasst habe ich das

Skywatcher Maksutov Teleskop MC 90/1250 SkyMax OTA

Nun habe ich aber noch das Omegon Maksutov Teleskop MC 90/1250 OTA
gefunden.


Gibts da, rein von der Optik her, Unterschiede in der Qualität. Oder irgend was anderes gravierendes ?


Was mir am Omegon besser gefällt, ist die bereits vorhandene Montierungsschiene und vor allem das verbaute klappspiegelsystem.


Verwendet werden soll das Mak für:
Planetenbeobachtung (visuell)
Mond/Natur beobachtung (visuell+Film/foto).


Gruß
Markus
 
Ich konnte kürzlich mit dem Mak 90/1250 von Orion beobachten. Ich fand die optische Qualität ziemlich mäßig. Im Vergleich mit meinem 90/910 Refraktor der sogar weniger kostet, war das Bild bei gleicher Vergrößerung gefühlt nur halb so hell.

Folgende Werte konnte ich feststellen:
Die Öffnung beträgt nur 86mm,
der 30mm Fangspiegel macht 35% Obstruktion,
das hell spiegelnde Innenrohr des Okularauszugs hat nur 18mm freien Durchlaß,
die Schärfe war nicht sonderlich gut,
seltsame Sternabbildung mit sehr hellem 1. Beugungsring und weiter außen 2 Heiligenscheine.

Empfehlen würde ich dieses Gerät nicht, schon garnicht für so winzige Objekte wie Planeten. Meine beiden Refraktoren liefern die erheblich bessere Bildqualität! Das gilt nicht nur astronomisch sondern auch für Tagbeobachtungen. Der Mak machte im direkten Vergleich ein ziemlich düsteres Bild. Hat mich echt schockiert als ich beide Geräte nebeneinander hatte.
 
Zitat von coltrane:
der 30mm Fangspiegel macht 35% Obstruktion
Müßte eine Spur kleiner sein - mein Skywatcher sollte baugleich sein.

das hell spiegelnde Innenrohr des Okularauszugs hat nur 18mm freien Durchlaß
Das meiner Meinung nach eher moderate Spiegeln ist gelegentlich wirklich ein Problem (Velours soll helfen), der freie Durchlaß reicht dennoch für ein 1,25"-Okular mit maximaler Feldblende.

Das sollte sie aber! Vielleicht hast Du eine Gurke erwischt.

seltsame Sternabbildung mit sehr hellem 1. Beugungsring und weiter außen 2 Heiligenscheine.
Das mit dem ersten Beugungsring liegt an der Obstruktion, ist zum Teil aber auch eine Folge des Ausgleichs der sphärischen Aberration. Unten auf http://www.telescope-optics.net/Mak_spherical.htm findet sich eine Erklärung nebst Grafik.

Empfehlen würde ich dieses Gerät nicht, schon garnicht für so winzige Objekte wie Planeten.
Das sieht aber nicht nur Antares (Deepsky Brothers) anders:
http://deepsky-brothers.de/Planetenzwerge1.htm
http://deepsky-brothers.de/Planetenzwerge2.htm

Ein 90/910-FH hat mir zumindest am Tage viel zuviel Farbfehler.

Was ich allerdings bemerkt habe, ist die sehr stark variierende Tagesform des Maks - er scheint irgendwie auch das Seeing zu verstärken. Mal ist riesig viel Platz zwischen den Komponenten der beiden epsilon-Lyrae-Paare, mal sieht man kein Vierfachsystem, sondern nur einen Doppelstern.

Was mich an dem Teleskop bisher wirklich stört, ist, daß ich den Großen Roten Fleck noch nicht zweifelsfrei identifizieren konnte. Mehr als ein leises Erahnen war nicht möglich.

Grüße

fquadrat
 
Moin Frank,


Was ich allerdings bemerkt habe, ist die sehr stark variierende Tagesform des Maks - er scheint irgendwie auch das Seeing zu verstärken.

So absurd sich das anhört aber genau den Eindruck habe ich von meinem 102/1300 Skywatcher Mak.

Das Trapez im Orion löst er manchmal schön auf, meistens eher nicht weil es zu dolle wabert.

Jupiter zeigte einmal Details die für 102mm Öffnung wirklich prima waren, seitdem warte ich drauf daß das nochmal passiert.

Venus ist manchmal kaum zu fokussieren, dann steht sie knackscharf wie angenagelt im Okular... ?)


Ich habe mittlerweile den Eindruck daß der kleine Alutubus extremes Tubusseeing auslösen kann und werde das Teil deswegen mal von innen velourieren - denn wenn der kleine Mak mal nicht im Seeing absäuft bildet er recht knackig ab.

Sehr viel hat schon Velours in der kleinen Kegelblende am Sekundärspiegel gebracht, das scheint die stärkste Streulichtquelle zu sein.

Empfehlenswerte für Bastler ist dieser schön gemachte Bericht: http://www.tbrumm.de/Optimierung_Skywatcher_Mak_127.htm



Viele Grüße Felix
 
Zitat von SkyBob:
Ich möchte mir ein Maksutov-Cassegrain in der Größe 90/1250 zulegen.
...
Gibts da, rein von der Optik her, Unterschiede in der Qualität. Oder irgend was anderes gravierendes ?
...
Verwendet werden soll das Mak für:
Planetenbeobachtung (visuell)
Mond/Natur beobachtung (visuell+Film/foto).

Hallo Markus,

Unabhängig von allem Anderen was schon geschrieben wurde, würde ich Dir empfehlen statt des 90/1250er MAKs den etwas größeren 102/1300er zumindest mal in Betracht zu ziehen.

Das gibt sich preislich nicht so viel und er ist immer noch extrem leicht und transportabel.

Ich hatte bereits einen 80/1000, einen 90/1250, einen 102/1300 und einen 127/1500 in Benutzung. Den einzigen den ich immer noch besitze (bzw. wieder...) ist der 102/1300.
Bei den Kleineren ging mir dann doch zu schnell das Licht aus, und gerade der 90/1250 zeigte deutlich unangenehme Reflexe bei der Mondbeobachtung, die ich beim 102/1300 so stark nicht feststellen kann.
Der Größere war mir vergleichsweise schon wieder ZU groß und schwer, außerdem brauchte er deutlich länger zum Auskühlen.

Allerdings sind 102 mm Öffnung für visuelle Planetenbeobachtung schon sehr wenig. Ich nutze ihn als Schnellspechtel-Teleskop wenn ich wirklich keine Lust habe die große Röhre rauszustellen, und sehr gerne am Mond, wo er wirklich ein tolles Bild macht.

VG Stephan
 
Zitat von fquadrat:
Müßte eine Spur kleiner sein - mein Skywatcher sollte baugleich sein.
Ja klar, ich bin bestimmt zu blöd um den Meterstab hin zu halten.
Zitat von fquadrat:
Das meiner Meinung nach eher moderate Spiegeln ist gelegentlich wirklich ein Problem (Velours soll helfen), der freie Durchlaß reicht dennoch für ein 1,25"-Okular mit maximaler Feldblende.
Moderat ist das bestimmt nicht und es macht bestimmt viel Spaß da eine Folie reinzufieseln. Und wenn man es tatsächlich schafft ist der Durchlaß gleich noch kleiner als die eh schon bescheidenen 18mm. Für maximales Feld reicht das jedenfalls hinten und vorne nicht. Ein 32er Plössl hat eine Feldblende von rund 28mm!
Zitat von fquadrat:
Das sollte sie aber! Vielleicht hast Du eine Gurke erwischt.
Ich glaube eher du weißt nicht was eine wirklich gute Optik ist. Bei so einem Instrument kann man das prinzipiell schon nicht erwarten. Alleine der Lichtverlust summiert sich ruckzuck auf 40% und mehr, je nachdem wie gut die Verspiegelung ist. Dazu noch eventuelle Fehler an den zahlreichen Oberflächen.

Zitat von fquadrat:
Das mit dem ersten Beugungsring liegt an der Obstruktion, ist zum Teil aber auch eine Folge des Ausgleichs der sphärischen Aberration.
Mag sein, besser wird die Leistung durch Erklären aber auch nicht.

Zitat von fquadrat:
Typischer Fall von: Ich reduziere meine Erwartungshaltung auf ein Minimum und bin dann erstaunt dass doch mehr als Garnichts zu sehen ist. Dieser Fehler wird häufig begangen, besonders im Billigbereich, jedenfalls ist sowas wenig aussagekräftig. Ich habe so einen Mak getestet und fand ihn schlecht PUNKT.

Zitat von fquadrat:
Ein 90/910-FH hat mir zumindest am Tage viel zuviel Farbfehler.
Dafür stimmt der Rest. Ein zu starker Farbfehler liegt meist an einem Fertigungsfehler. Bei meinem kleinen Skylux ist der Farbfehler kaum der Rede wert. Am 90er auch noch recht harmlos.

Zitat von fquadrat:
Was ich allerdings bemerkt habe, ist die sehr stark variierende Tagesform des Maks - er scheint irgendwie auch das Seeing zu verstärken.
Ständig schlechtes Seeing ist oft ein Anzeichen für ein schlechtes Teleskop. Eine gute Optik leidet viel weniger darunter. Bei meinen Refraktoren muß schon Fönsturm herrschen damit ich da relevante Einbußen habe. Ansonsten genieße ich eine hervorragende Sternabbildung an die so ein Mak nicht rankommt.
 
Hallo Felix!
Zitat von Felix42:
Ich habe mittlerweile den Eindruck daß der kleine Alutubus extremes Tubusseeing auslösen kann und werde das Teil deswegen mal von innen velourieren - denn wenn der kleine Mak mal nicht im Seeing absäuft bildet er recht knackig ab.
Bezüglich Seeing sollte nahezu egal sein, ob die Isolierung nun innen oder außen sitzt. Innen hilft Velours natürlich auch gegen Streulicht.

Grüße

fquadrat
 
Hallo coltrane,

in einem Punkt muss ich doch mal widersprechen:
Und wenn man es tatsächlich schafft ist der Durchlaß gleich noch kleiner als die eh schon bescheidenen 18mm. Für maximales Feld reicht das jedenfalls hinten und vorne nicht. Ein 32er Plössl hat eine Feldblende von rund 28mm!

Das täuscht leider und ist kein Argument. Denn bei einem so langbrennweitigen Objektiv mit niedrigem Öffnungsverhältnis darf der freie Durchlass durchaus kleiner sein als der am Ende ausgeleuchtete Bildkreis - sogar sehr viel kleiner!

Schau Dir z.B mal den Durchmesser der Blende eines auf f/11 oder noch weiter abgeblendeten Foto-(Tele-)Objektivs an. Der ist auch viel kleiner als das dahinterliegende voll ausgeleuchtete Bildfeld. (Sogar bei der winzigen Blendenöffnung von f/16 oder f/32 wird das jeweilige Sensorformat ja noch ausgeleuchtet). Das Blendrohr im Katadiopter wirkt im wahrsten Sinne des Wortes hier wie eine solche kleine Blendenöffnung, nur halt langgestreckt. Da gehen alle Lichtstrahlen durch, und zwar so angeschrägt, dass auch die, die am Ende an die Bildränder laufen, locker durch den vorher geringeren Durchmesser kommen. Die äußeren Strahlenbündel bilden sozusagen einen Kegel nach dem Sekundärspiegel, der sich nach hinten langsam aufweitet, aber weiter vorn im Blendrohr noch entsprechend schlanker ist, comprise?

Ist bei allen größeren Katadioptern auch so, immer kann das Blendrohr aufgrund der Strahlführung viel kleiner ausfallen, als das hinten ausgeleuchtete Feld. Und deshalb, und weil man das Blendrohr natürlich auch möglichst klein halten möchte, reicht am Ausgang selbst bei vielen größeren Modellen eine 1,25" Ausstattung oft noch völlig aus, denn die 2" dahinten kämen sozusagen zu spät. (Das brächte deshalb oft nur wenig oder gar nicht mehr nutzbares Feld, man könnte dann einfach nur die rasch zunehmende Vignettierung am Bildrand besser sehen :-)). Und weiter vorn würde ein entsprechend dickeres Blendrohr das Streulicht und die Obstruktion nur unnötig massiv vergrößern. Die Blendrohre sind also nicht aus konstruktivem Unvermögen zu eng, sondern ihr möglichst niedriger Kompromiss-Durchmesser ist ein unvermeidliches und öffnungsbezogenes Tribut an die Bauweise.


Ansonsten teile ich Deine Einschätzungen zum Kontrastverhalten und Bildqualität, d.h.im Vergleich zu einem langen oder sonstwie einigermaßen farbreinen Refraktor gleicher Öffnung ist ein Mak sichtbar unterlegen - aber dafür eben auch viel transportabler und montierungsfreundlicher, oder preiswerter.

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
In finde in diesem Öffnungs- und Preisbereich bedeutet es fast Haarspalterei zu betreiben, um gesichterte Qualitätsunterschiede zwischen zwei MAK's verschiedener Hersteller benennen zu können. Beide kommen aus einem Bereich wo Massenware, eben weil es um Masse geht, günstig hergestellt und vertrieben werden und letztlich sind sie (nahezu) identisch.

Das heißt nicht, dass sie schlecht sind, sondern nur, dass die Regeln der Massenproduktion gelten: Also mit einer nach unten hin begrenzen Qualität (im wesentlichen so um die Beugungrenze herum) produziert und dafür viel und billig.
Kaum einer der o.g. MAK's wird eine fertigungstechnische und optische Offenbarung sein. Das heißt nicht dass sie schlecht sein müssen, ABER die die Unterschiede zwischen einzelnen Optiken werden zu einem Großteil durch die Serienstreuung bedingt sein und sind weitgehend UNABHÄNGIG davon ob sie durch den einen oder anderen Hersteller produziert werden.

Was anderes sind die maksutov-typischen Eigenschaften der Geräte, also recht kleines Gesichtsfeld, lange Auskühlungszeit usw ... Dann muss man aber TeleskopTYPEN vergleichen und nicht Hersteller/Marken. So wie ich das lese, ist die Entscheidung (warum auch immer) für so einen 90mm MAK gefallen)und dann ist es aus meiner Sicht, eigentlich ziemlich egal welcher der beiden es wird. Es werden schlechte und etwas bessere dabei sein, ABER DAS IN DIESER PREISKLASSE ZIEMLICH UNABHÄNGIG VON DER MARKE, sondern eben weitgehend ein zufälliges Ergebnis - so gern man das auch beeinflussen möchte.

Das kann man schlecht finden muss man aber nicht. Schließlich sind sie genau deswegen so günstig. Wenn man das anders haben will, muss man das Komma eine Stelle nach hinten schieben.
 
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Hallo Andreas,

da hast Du sicher voll und ganz recht. Im unteren Preissegment sind etwaige Unterschiede zwischen gleichen Gerätetypen nicht von der Herstellermarke, sondern vom Zufall abhängig. Für eine konsistente Qualität sind die Herstellungstoleranzen preisbedingt in diesem Segment einfach überall zu groß. Die Herstellerstrategie ist dabei m. E. meist immer die selbe: die optischen Komponenten sind recht gut und genau, auch in der Massenfertigung, weil die automatisiert ist, aber die Genauigkeit des mechanischen Zusammenhalts ist nicht gut und reicht nur gerade so eben. Bei Zusammenbau in Fassungen und Tuben ist noch weitgehend Handarbeit angesagt, und da kosten Zeit, Sorgfalt, Genauigkeit, und Kompetenz der Leute im Verhältnis zuviel Geld um die maximal mögliche optische Qualität mechanisch zu gewährleisten. Jedenfalls bin ich überzeugt, dass die Serienstreuung der Bildqualität bei Einsteigergeräten heutzutage hauptsächlich in unzureichender Mechanik begründet liegt.

Es kommt hinzu, dass man im Prinzip für ein hochwertiges kleines Teleskop genausoviel Fertigungsaufwand betreiben müsste wie für ein größeres, da die Materialkosten kaum ins Gewicht fallen. Weshalb eigentlich kleine hochwertige Teleskope den gleichen Preis kosten müssten wie entsprechend größere, so wie bei Kleidungsstücken auch. Weil das die meisten Kunden aber nicht einsehen, ist gerade bei kleinen Geräten für den Massenmarkt vorwiegend Minimalqualität zum Kampfpreis angesagt, und das geht nur zu Lasten der Toleranzen in der Serienfertigung. In diesem Preisbereich und bei diesen Marktvorgaben ist die Suche nach einem vermeintlich besseren Modell oder Hersteller wie Du sagst eigentlich witzlos. Und wo es Qualitätsabweichungen gibt, sind sie ein Lotteriespiel. Alles, was man tun kann, ist möglichst von einem Händler zu kaufen, der die Geräte vor Auslieferung anschaut und so gut wie möglich justiert.

Gruß,
Mathias

 
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Kann man die klein MAKs überhaupt justieren?

Ich hatte ein 100/1400er von Omegon und naja ...

- der Fokusknopft blieb hängen auf Grund ner zu langen Madenschraube
- bin kein Profi aber es war dejustiert beim Test am Stern
- und nen ca. 3cm langen Kratzer hatte es auch noch auf dem HS

Für 200€ bekommt mal also nur Mist oder nur Müll?
Oder man muss Glück haben? War Zufall?

Gruss
alffrommars
 
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Hallo.

Ja, klar sind die justierbar, im Prinzip auch für die Anwender. Aber wie gut das für einen Anwender tatsächlich machbar ist, ist eine Frage die sich nicht einheitlich beantworten lässt, weil da zu viele Dinge hineinspielen können z.B.:

1. die tatsächliche Brennweite, auf die ein System mit HS-Fokussierung justiert werden soll (Kontrast und Auflösung sind bei diesen Systemen brennweitenabhängig, die Brennweite wiederum abhängig von der HS-Stellung, und die optimale Brennweite d.h. HS-Stellung kennt eigentlich nur der Hersteller genau.)
2. die vorhandenen Justagemöglichkeiten, nur am HS, oder nur am SS, oder an beiden, am Tubus, an der Korrektoreinheit, an der HS-Zelle usw. und bei welchen davon jeweils welche Einstellgenauigkeit wie wichtig und kritsch ist.
3. Die Augen des Beobachters, ein Kurzsichtiger braucht eine ganz andere HS-Stellung als ein Weitsichtiger, oder ein Normalsichtiger, aber so ein System lässt sich nur für eine HS-Stellung wirklich optimal justieren, also ist auch hier meist ein Kompromiss nötig.
4. Die besagten individuellen mechanischen Toleranzen eines Geräts.
5. Eventuelles Spiegelshifting, das den HS immer wieder anders verkippen lässt.
6. Das Vorwissen und die Erfahrung und Geschicklichkeit des Anwenders seine technischen Hilfsmittel, und wer weiß, was sonst noch.

Mal meine Erfahrungen mit so einem Einsteiger-MAK, als Beispiel. Als ich mich vor Jahren für ein erstes Teleskop interessierte, stieß ich bald auf die TAL-Klevzovs, die es mir angetan hatten. Was für ein tolles System! Ich las begeistert von den Erfahrungen damit, wie sie Andreas(-TAL) auf verschiedenen Seiten so gut geschildert hatte, von der packenden Entwicklungsgeschichte, bis hin zu dem Buch darüber und schließlich seinem Kontakt mit Yuri Klevzov selber. Leider hatte ich aber nicht das nötige Kleingeld für diese Qualitätsstufe und konnte bis heute auch noch nie so einen Klevzov in Natura beäugen. Die Geräte wären mir damals für einen leicht transportablen Einstieg auch zu groß und schwer gewesen. Auf der Suche nach etwas Vergleichbarem, Kleinerem und für mich Erschwinglichen, ergatterte ich einen gebrauchten Vixen VMC 110L, den ich damals für eine Art legaler Raubkopie eines Klevzov hielt, weil im Ausland der russische Patentschutz nicht galt. (Erst später erfuhr ich, das dem nicht so ist und das Vixen-Maksutov-Cassegrain dem Klevzov zwar äußerlich ähnelt, die Bauweise aber optisch eigenständig ist und ihm nicht gleicht.) Vixen schien mir ein seriöser Hersteller, für dessen Verhältnisse der Preis in diesem Fall auch noch überraschend (fast schon verdächtig) niedrig ausfiel.

Das Bild dieses ursprünglich nur als Leitrohr konzipierten MAKs war nicht schlecht, aber auch nicht toll, es gab auch deutliches Shifting. Ich hatte etwas mehr erwartet und der Sterntest ließ mehr Potential erahnen. Aber den erneut zu justieren war leider kein Pappenstiel und eigentlich von Vixen auch nicht vorgesehen. Zum einen weil schon minimale Verkippungen der Korrektoreinheit prinzipbedingt das Bild schnell ruinieren können, zum anderen wegen besagter, insgesamt (zu) hoher mechanischer Toleranzen bei diesen Klein- und Günstig-Geräten, und schließlich auch noch, weil man bei Vixen offenbar eine mittelprächtige Schnelljustage nach der Herstellung für ausreichend hielt und danach alle Schrauben sicherheitshalber verklebt hatte. Würde man aber schon ab Werk eine bessere und zeitaufwendigere Justage und geringere Toleranzen fordern, wäre der niedrige Preis unmöglich zu halten.

Auf Drängen der Anwender gab Vixen später eine offizielle Anleitung und die Justage-Empfehlung heraus, den Fangspiegelschatten mittels HS-Verkippung über die verdeckten Zug-Druckschraubenpaare zentrisch einzustellen. Das kann aber nur richtig funktionieren, wenn Korrektor, Tubus, HS usw. schon von vornherein genügend genau auf einer optischen Achse liegen. Genau das ist bei vielen billigen Katadioptern aber oft nicht der Fall, da gibt's durchaus mechanische Abweichungen im Millimeterbereich, mit denen diese Komponenten winschief zueinander stehen können. Und wenn man das nicht bemerkt, dann ist das System trotz zentrisch justiertem Schattenwurf halt suboptimal eingestellt. Weil der Schatten nur im defokussierten Zustand zu sehen ist und ein schräges Blendrohr, sprich eine schräge HS-Achse den Schatten beim Fokusieren schräg wandern lässt, kann der HS dann im fokusierten Zustand, wo man den Schatten nicht mehr sieht, ganz woanders und hübsch dezentriert neben der optischen Mitte stehen... Und ich glaube, das ist bei den Maks und SC usw. kein seltenes Problem.

Hat man keine Ausrüstung um alle Komponenten erstmal auf der optischen Achse zu zentrieren bzw. Tubus, Fangspiegeleinheit usw. korrekt auszurichten (und welcher Amateur hat die schon) ist man dann besser beraten, im Fokus und am Stern zu justieren, damit wenigstens im fokussierten Zustand die Justage bestmöglich ist. Wenn dann jedoch Leute mit unterschiedlicher Augenbrechkraft durchschauen, kann für deren anderen Fokuspunkt die Justage natürlich nicht mehr optimal sein... Weshalb in solchen Fällen für den einen die Abbildungsqualität tatsächlich besser oder schlechter ausfallen kann, als für einen andereren Beobachter und auch so erklären sich die manchmal höchst unterschiedlichen Urteile über so ein Gerät. Nach vielem Probieren und endlich erfolgreicher HS-Justage an einem selbstgebastelten künstlichen Stern über einen 25m langen Flur bin ich jetzt sehr zufrieden. Aber das hat ganz schön gedauert und wär am echten Stern unter freiem Himmel so nicht gegangen. (Und so einen langen Flur hat auch nicht jeder, nötig wegen der hohen Brennweite, im niedrigeren Entfernungsbereich zeigen diese System nämlich sonst für eine Justage zu viel störende Unterkorrektur. Die Profis verkürzen diese Abstände auf ihren Optischen Bänken mit sündteueren Planspiegeln.)

Langer Rede kurzer Sinn: ich will damit sagen, dass Katadiopter schöne Systeme sind, die für gute Qualität wegen des komplexen Aufbaus aber eigentlich eine besonders hohe Fertigungssorgfalt und geringe Toleranzen erfordern würden, was sich jedoch mit günstigen Einsteigerpreisen nicht gut verträgt. Und da die Endanwender oft weder das nötige Wissen noch die nötige Erfahrung noch die erforderlichen Gerätschaften haben, um so ein Gerät wirklich optimal einzustellen, ist es für die am besten, sich auf einen seriösen Händler zu verlassen, und das Resultat am Stern zu überprüfen. Wem das nicht gefällt, der sollte sich zunächst auf Einstellen des HS bzw. SS zu beschränken. Wer dann glaubt, noch mehr rauskitzeln zu können, muss viel Zeit und Aufwand investieren und angesichts der komplexen Justage-Zusammenhänge dennoch damit rechnen am Ende nichts verbessert zu haben, oder sogar nur verschlimmbessert. Lohnt sich bei so einem Einsteigergerät also meist nicht und sollte man nur riskieren, wenn man einigermaßen weiß, was man tut, oder Spass daran hat, das herauszufinden.

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

den Omegon kenne ich nicht, ich habe den Skywatcher und der ist durchaus ok für den Preis.
Paar kleine Optimierungen und gute Justage und du solltest damit Freude haben.
Beim Omegon weiß ich nicht wie das da mit der Justagemöglichkeit für den HS aussieht, ich kann auf den Bildern nichts erkennen, frag da sicherheitshalber mal nach wenn du dich für den Entscheiden solltest.
Ansonsten finde ich auch den schon vorgeschlagenen 102mm Skywatcher oder den 100mm Bresser ganz interessant.

http://www.bresser.de/Astronomie/BRESSER-Messier-MC-100-1400-OTA-Optischer-Tubus.html

Der Bresser macht einen guten Eindruck, hat bereits die Prismenschiene mit dabei, ist Weiß wie sich das für ein ordentliches Teleskope gehört und hat im Gegensatz zum Skywatcher die klassische Anordnung der Zug und Druckschrauben zur Justage des HS.
Beim Skywatcher sind die jeweils 45° zueinander versetzt so wie bei den GSO Newton.

@ Coltrane,

Folgende Werte konnte ich feststellen:
Die Öffnung beträgt nur 86mm,

mein 90/1250 Skywatcher hat exakt 90mm Öffnung!

das hell spiegelnde Innenrohr des Okularauszugs hat nur 18mm freien Durchlaß,

Einen OAZ hat meiner gar keinen da er ja eine HS Fokussierung hat.
Nur ein Blendrohr das in der Tat im Originalzustand etwas Reflexe erzeugt.
Das Problem lässt sich aber ganz simpel mit einem Pinselstrich hochwertiger Antireflexfarbe beheben.

https://www.teleskop-express.de/sho...ete-Antireflexfarbe---mattschwarz-250-ml.html

Kein umständliches reinfummeln von Velours in das kleine Blendrohr und auch kein kleinerer Durchlass deswegen.
Die paar Mikrometer Antireflexfarbe sind da gegenüber Velours zu vernachlässigen.

Empfehlen würde ich dieses Gerät nicht, schon garnicht für so winzige Objekte wie Planeten. Meine beiden Refraktoren liefern die erheblich bessere Bildqualität!
Tja bei mir ist es genau anders rum.
Zumindest wenn ich mit dem 80/900 FH vergleiche den ich mal hatte.

Grüße Gerd
 
Hallo Alffrommars

Kann man die klein MAKs überhaupt justieren?

beim 90mm Omegon weiß ich das nicht aber die Skywatcher und die Bresser bzw. die größeren Omegon sind selbstverständlich justierbar.

Ich hatte ein 100/1400er von Omegon und naja ...

- der Fokusknopft blieb hängen auf Grund ner zu langen Madenschraube
- bin kein Profi aber es war dejustiert beim Test am Stern
- und nen ca. 3cm langen Kratzer hatte es auch noch auf dem HS
Bei meinem Skywatcher bleibt nichts hängen beim fokussieren.
Justieren sollte man selbstverständlich ordentlich, das ist beim MAK nicht anders wie beim Newton.
Dejustage ist kein Mangel am Teleskop sondern ein Defizit des Benutzers.
Die Maks haben aber den großen Vorteil das sie die Justage gut halten, wer selbst zu einer ordentlichen Justage nicht in der Lage ist kann das auch dem Händler überlassen.

http://forum.astronomie.de/phpapps/...53/Maksutov_mit_garantierter_Fein#Post1261753

Die Optik meines Skywatcher ist absolut Makellos, keine Kratzer auf dem HS und auch kein Stäubchen im inneren des MAKs

Für 200€ bekommt mal also nur Mist oder nur Müll?
Oder man muss Glück haben? War Zufall?

Das ist völliger Unfug!
Nur weil du nicht ordentlich justieren kannst bzw. gar nicht weißt wie das bei so einem MAK überhaupt geht sind die noch lange nicht schlecht.
Man bekommt ein ordentliches Teleskop das für den Preis eine erstaunliche Leistung bietet.
Den Meckerfritzen den die kleinen preiswerten MAKs zu billig sind empfehle ich dann immer den Questar.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Naja wenn ein Neugerät nicht justiert ist ... wenn es doch die Jusatge so gut hält^^

Wird halt out of the box verkauft, da fällt dann auch kein Kratzer auf dem Hauptspiegel auf. Warum soll ich mich dann auch mit so nem Gerät befassen? Den Kratzer wegjustieren?

Shifting kannte das Gerät auch nicht, das hat es erfunden. Sobald man am Fokusierrad gegriffelt hat hat sich der HS verstellt / verkippt.

Lag sicher alles an mir DUMMEN Benutzer^^


Ich geh ins Bett gute Nacht.
 
Hallo zusammen,

ich denke das Wesentliche ist von Mathias und Gerd schon gesagt.
M. E. ist der Hauptfehler, sich ohne eigene Justage-Erfahrung und Testvorrichtung ein sehr günstiges Instrument von einem Händler zu kaufen, der es nur so, wie es aus dem Container fällt, weiterverkauft.

Ich habe mir meinen MAK bei einem Händler geholt, der Kontrolle und Justage/Optimierung als Standard-Dienstleistung bei Kauf anbietet (einfach mal den Biete bereich ansehen, er wirbt hier und im blauen Forum mit dieser Dienstleistung).
Dazu habe ich vorher mit ihm telefoniert, meine Erwartungshaltung an den MAK / den Einsatzzweck des MAK abgeklärt sowie die Justage-Maßnahmen etc. besprochen.
Danach hatte ich ein gutes Gefühl und nun wartet der MAK auf sein First Light.

Wenn der Eindruck nach dem First Light noch immer gut ist, überlege ich ernsthaft, bei diesem Händler vorbeizufahren und ihn gegen Bezahlung meinen Refraktor inkl. OAZ etc. überprüfen zu lassen.

Das wäre dann m. E. auch für Alfrommars noch DIE Option, um auch für seinem MAK dessen Leistungspotential zu heben. Die Kosten dafür sind dann Lehrgeld ebenso wie die für die Optimierung meines Refraktors; ... aber beim Einstieg in das Hobby weiß man es i.d.R. halt auch nicht besser ;) .

Schönen, klaren Feiertag noch!
 
Hallo Gerd,


Justieren sollte man selbstverständlich ordentlich, das ist beim MAK nicht anders wie beim Newton.
Dejustage ist kein Mangel am Teleskop sondern ein Defizit des Benutzers.

ich wäre mir nicht sicher ob sich der 90/1250 Mak von Omegon justieren läßt, beim größeren 100/1400 geht das soweit ich weiß bin mir da aber auch nicht sicher ob das geht.

https://www.amazon.de/Omegon-Maksutov-Teleskop-1250-OTA/dp/B00M3R75Z6

(Stück runterscrollen) da steht unter anderem:

Die optischen Eigenschaften richten sich nach der Fertigungstoleranz, justieren kann man da, jedenfalls bei diesem Instrument, sowieso nichts.

Was jetzt stimmt weiß ich nicht es wäre aber sinnvoll das abzuklären bevor Defizite zugewiesen werden



Außerdem sind die Omegon Maks und die Skywatcher Maks nicht baugleich, die Ähnlichkeit besteht eher zwischen Bresser und Omegeon zumindest beim 100/1400:

90/1250:

Bresser: http://www.bresser.de/Astronomie/BRESSER-Messier-Maksutov-90-1250-OTA.html

Omegon: http://www.astroshop.de/omegon-maksutov-teleskop-mc-90-1250-ota/p,44109



100/1400:

Bresser: http://www.astroshop.de/bresser-maksutov-teleskop-mc-100-1400-messier-ota/p,44004

Omegon: http://www.astroshop.de/omegon-maksutov-teleskop-mc-100-1400-ota/p,47748




Viele Grüße Felix


P.s.: Spiegelshifting kann ich bei meinem 102/1300 Skywatcher Mak ebenfalls keines feststellen: beim Velourieren hab ich das Teil weitgehend zerlegt, die Passung zwischen Blendrohr und der verschiebbaren Hülse die den HS trägt ist keinesfalls zu beanstanden.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
@Der_Peter
Also ich fahr sicher nicht 500 KM ...

Das Teil war eh nieder mit dem Kratzer drin von daher unbrauchbar + die anderen negativen Eigenschaften des Gerätes.

Link zur Grafik: https://abload.de/thumb/20161228_143828skucg.jpg

Auf die Versprechungen von Shops und deren bunten Beschreibungen von Artikeln gebe ich nix mehr.

Wenn man hier auch teilweise liest das mehrere 1.000€ für Geräte ausgeben werden die dann auch nur murks sind ?

Gruss
alffrommars
 
Hallo Felix,

ich wäre mir nicht sicher ob sich der 90/1250 Mak von Omegon justieren läßt,………..

Was jetzt stimmt weiß ich nicht es wäre aber sinnvoll das abzuklären bevor Defizite zugewiesen werden
darum schrieb ich ja schon in meinem ersten Beitrag hier ausdrücklich.

Zitat von Gerd_Duering:
Beim Omegon weiß ich nicht wie das da mit der Justagemöglichkeit für den HS aussieht, ich kann auf den Bildern nichts erkennen, frag da sicherheitshalber mal nach wenn du dich für den Entscheiden solltest.

Außerdem sind die Omegon Maks und die Skywatcher Maks nicht baugleich, die Ähnlichkeit besteht eher zwischen Bresser und Omegeon zumindest beim 100/1400

Auch das ist ja nun wirklich nichts Neues.
Auf Unterschiede hatte ich schon hingewiesen.

Zitat von Gerd_Duering:
Der Bresser macht einen guten Eindruck, hat bereits die Prismenschiene mit dabei, ist Weiß wie sich das für ein ordentliches Teleskope gehört und hat im Gegensatz zum Skywatcher die klassische Anordnung der Zug und Druckschrauben zur Justage des HS.
Beim Skywatcher sind die jeweils 45° zueinander versetzt so wie bei den GSO Newton.

Da die Omegon MAKs außer dem merkwürdigen 90mm mit den Bresser MAKs baugleich sein dürften sollte oben von mir geschriebenes zum Bresser natürlich bis auf die weiße Farbe auch auf die Omegon zutreffen.
Außerdem erkennt man schon allein an den Eckdaten 100/1400 Bresser/ Omegon versus 102/1300 Skywatcher das das unterschiedliche MAKs sind.

Von daher versteh ich nicht warum du mir jetzt all das was ich hier selber schon geschrieben hatte in deinem Beitrag als Neuigkeit verkaufen willst.

Und was meine Zeilen an Alffrommars betrifft.

Zitat von Gerd_Duering:
Justieren sollte man selbstverständlich ordentlich, das ist beim MAK nicht anders wie beim Newton.
Dejustage ist kein Mangel am Teleskop sondern ein Defizit des Benutzers.

Er hat nicht den 90mm Omegon sondern den 100/1400 Omegon und der ist genau wie der Bresser gut zu justieren.
Einfacher wie die Skywatcher siehe unterschiedliche Anordnung der Zug und Druckschrauben auf die ich schon hingewiesen hatte.

Grüße Gerd
 
Hallo Alf,

Zitat von alffrommars:
Das Teil war eh nieder mit dem Kratzer drin von daher unbrauchbar

ein Kratzer ist zwar kosmetisch nicht schön - hat aber in den allermeisten Fällen überhaupt keine Auswirkung auf die optische Qualität. Weder messbar, noch erst recht nicht sichtbar. Murks und unbrauchbar ist deshalb eher die Ansicht, dass so ein Kratzer ein Gerät grundsätzlich unbrauchbar machen würde.

Die Auswirkung einzelner Kratzer wird oft massiv überschätzt, was man sich leicht klarmachen kann, wenn man überlegt, wie winzig doch meistens die defekte Fläche im Verhältnis zur abbildungsrelevanten gesamten optischen Fläche der jeweiligen Linse, bzw. hier des Hauptspiegels, ist. So ein Kratzer lässt sich jedoch im hellen Licht einer Taschenlampe übertrieben gut sichtbar machen, weil er dann je nach Beleuchtungswinkel Streulicht produzieren kann, was ihn für das Auge unter einem bestimmten engen und flacheren Winkel dann viel größer und hell aufleuchten lässt und damit viel auffälliger aussehen lässt, als er es in Wahrheit für den ganz anderen Winkel des optischen Strahlengangs ist. (In der Dunkelfeldmikroskopie nutzt man diesen schrägen Beleuchtungseffekt gezielt aus, um durch derart provoziertes Streulicht Partikel sichtbar werden zu lassen, die sonst bei normaler Beleuchtung absolut unsichtbar bleiben, weil sie für direkte Beobachtung viel zu klein sind. Nur ein vergleichsweise riesiger Streulichthof, der viel größer ist als sie selbst, lässt sie indirekt sichtbar werden und unter bestimmtem Beleuchtungswinkel so scheinbar groß und hell aussehen. Kennt man auch von den ansonsten unsichtbaren Staubpartikeln in der Luft, die vor einem Beamer oder Projektorobjektiv plötzlich massenhaft aufleuchten).

Wenn die Kratzerflanken in seltenen Fällen wirklich mal so tief und ausgedehnt sein sollten, dass sie tatsächlich schon unter normalen Beleuchtungsbedingungen sichtbar Streulicht produzieren und einen störenden Reflex machen, (also im Okular, und nicht bloß unter ganz anderem Winkel und bei der extremen Helligkeit einer Taschenlampe) kann man den Kratzer mit schwarzer Farbe abdecken und gut ist. Sichtbare Auswirkungen auf Auflösung oder Kontrast kann das wie gesagt so gut wie nie zur Folge haben, Ausnahmen bestätigen die Regel. (Z.b. wenn der Kratzer auf einer opt. Fläche in der Nähe eines realen oder virtuellen Zwischenbildes liegt und seine Lage bzw. der Winkel seiner Flanken relativ zum Strahlengang ungünstig abschattend wirkt. Weshalb das Ganze bei Okularen auch zunehmend kritischer werden kann, wo Partikel auf der Feldlinse je nach optischem Aufbau dann durchaus störend wirken.)

Einzelne kleine Partikel, Staubkörnchen oder Kratzer auf Objektivlinsen oder Hauptspiegeln beeinträchtigen das Bild also meistens überhaupt nicht, weil sie im Verhältnis zum gesamten an ihren Stelle relevanten optischen Querschnitt des Strahlengangs dazu viel zu klein sind. Anders kann es aussehen, wenn es sich um viele kleine Mikrokratzer handelt, z.B. Putzspuren durch falsches/übertrieben häufiges Reinigen, oder allzu viele dichtliegende Staubpartikel einer ganzen Staubschicht. Die können dann in ihrer Gesamtwirkung tatsächlich den Kontrast mindern, weil dann Streulicht über eine größere Fläche und einen viel größeren Winkelbereich produziert werden kann. Desgleichen schädlich sind dünne kaum sichtbare großflächige Fettschlieren, die man beim Putzen unbemerkt großflächig verteilt...

Einzeln sichtbare, aber optisch unwesentliche Kratzer oder Partikel im Teleskop können dagegen für Käufer sogar eine großen Vorteil haben: weil ihre Auswirkungen meist kolossal überschätzt werden, und sich im seltenen anderen Fall meist leicht beseitigen lassen, drückt so ein eher kosmetischer Mangel den Preis oft unverhältnismäßig weit runter :-)

Gruß,
Mathias
 
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Hi Markus
ich habe vor zig Jahren einen Skywatcher 90/1250 gekauft und der ist noch heute ok.´Für den Preis allemal.
Mit der schrägen Schiene unten paßt er in die EQ1 und deren Verschraubung. Die Kombi ist ok.
Im Vergleich mit anderen kleinen Planenteteleskopen macht er sich gut. Die Kompaktheit ist unschlagbar.
Mehr dazu auf meiner HP unter Planetenzwege.
CS
 
Hallo Alffrommars,

noch mal paar grundsätzliche Dinge zum Teleskopkauf.

Für 200€ bekommt mal also nur Mist oder nur Müll?
Oder man muss Glück haben? War Zufall?
Hast du schon mal was vom Rückgaberecht bei online Kauf oder von Garantie gehört?
Anscheinend nicht sonst würdest du nicht glauben das es Glückssache sein einen MAK ohne die von dir beschriebenen Mängel zu bekommen.
Es sollte doch nun wirklich nicht zufiel verlangt sein das man ein Gerät mit leicht feststellbarem Mangel wie dem Kratzer und das Problem mit dem Fokussiehrer reklamiert.
Man bekommt dann normalerweise anstandslos und ohne weitere Kosten Ersatz und das Problem ist aus der Welt geschafft.

Was den Kratzer anbelangt so wird dessen Auswirkung wie gerade von Mathias ausführlich erläutert oft überschätzt.
Wer mal mit der Taschenlampe in einen Newton schaut der schon länger im Einsatz ist wird einen Schreck bekommen.
Jetzt nicht unbedingt wegen Kratzern aber wegen Staub, Pollen und anderen Verunreinigungen.
Davor ist zb. der HS so eines MAKs gut geschützt.

Klar ist es Ärgerlich wenn der nagelneue MAK nun einen Kratzer hat, auch dann wenn der gar nicht so schlimm in seiner Auswirkung ist aber den Ärger könnte auch ein angemessener Rabatt besänftigen.

Und wer vor Ort im Laden kauft sollte halt auch mal in den Karton schauen bevor er nach Hause geht.
Was du hier nennst sind ja wirklich sehr leicht zu bemerkende Mängel.
Natürlich sollte man den Laden nur mit dem Teleskop verlassen das einen zufriedenstellt.

Also du macht hier ein riesen Theater nur weil du zu faul warst den mangelhaften MAK umzutauschen aber dann liegt das Problem in Wahrheit bei dir und nicht beim MAK.

Grüße Gerd
 
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Hammer was hier abgeht und wie man drekt beleidigt wird.
Hier gehts genau so zu wie im TT Board, einige Störenfriede die das ganze Board kaputt machen und nur stänkern.

Ich wünsche noch weiterhin viel Spaß dabei!

Das MAK ist lange wieder beim Händler und ich habe mein Geld wieder.

Ich klink mich hier aus und bleibe lieber alleine DUMM und zu FAUL!


Solche Besserwisser und Stänkerer muss ich mir echt nicht antun.
 
Hallo Gerd,


ich will Dir nix verkaufen sondern war etwas irritiert daß Du auf die Mängel die Alf am Omegon-Mak beanstandet mit den Nicht-Mängeln des Skywatcher-Maks antwortest. Eben wegen der offensichtlichen Unterschiede. Daraufhin hab ich mal kurz gegoogelt um zu sehen was von Omegon, Bresser, Skkywatcher und Celestron jetzt an Baugleichheiten herumirrt. Das ist alles.




Viele Grüße Felix

 
Hallo Alffrommars,

ja ja sich erst dumm stellen um so einen preiswerten MAK schlecht zu machen und dann rumheulen wenn man das nicht so stehen lässt.
Ist ja schön das du dein Geld wieder hast, also wo ist da überhaupt dein Problem?
Wenn du nicht umtauschen wolltest ist das deine Sache, dann hast du jetzt eben keinen guten und preiswerten MAK an dem du viel Freude gehabt hättest, selber schuld aber deswegen musst du Anderen so einen MAK noch lange nicht madig machen.
Das mal was nicht in Ordnung ist kann ja vorkommen, sogar bei wesentlich teureren Sachen.
Denken wir nur mal an zb. die ganzen Rückrufaktion für Autos.
Sollen wir deswegen jetzt gleich unsere Autos beim Händler lassen und das Geld zurückfordern nur weil mal irgendein Mangel bestand?
Und anschließend ziehen wir dann in Foren über das jeweilige Auto her und schreiben man bekommt da nur Mist oder Müll für sein Geld.

@Felix

war etwas irritiert daß Du auf die Mängel die Alf am Omegon-Mak beanstandet mit den Nicht-Mängeln des Skywatcher-Maks antwortest.

Warum wundert es dich wenn man negativen Berichten, positive Erfahrungen gegenüberstellt?
Falls du es nicht mitbekommen hattest in der eingangs gestellten Frage ging es um die Entscheidung zwischen Omegon und Skywatcher!!!

Zitat von SkyBob:
Ich möchte mir ein Maksutov-Cassegrain in der Größe 90/1250 zulegen.

Ins Auge gefasst habe ich das

Skywatcher Maksutov Teleskop MC 90/1250 SkyMax OTA

Nun habe ich aber noch das Omegon Maksutov Teleskop MC 90/1250 OTA
gefunden.

Grüße Gerd
 
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Hallo Gerd,


ich frage mich halt was sich mehr auswirkt, der Unterschied zwischen verschiednene Herstellern (bzw. aufgedruckten Namen) oder die Abweichungen innerhalb einer Serie.

Bei den Skywatcher Maks scheint ja zumindest Shifting nur selten oder kein Thema mehr zu sein. Was Alf da zum Omegon schreibt liest sich erstmal sehr negativ - aber wenn es ein Einzelfall ist kann einem das bei jedem anderen Hersteller genauso geschehen.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Gerd,


noch was kommt mir gerade in den Sinn, vielleicht ist es abwegig vielleicht aber auch nicht:

Außerdem erkennt man schon allein an den Eckdaten 100/1400 Bresser/ Omegon versus 102/1300 Skywatcher das das unterschiedliche MAKs sind.

Da würde ich Dir eigentlich zustimmen wollen lese dann aber hier: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1262368/Re:_Unterschiede_Intes_Maks_!?#Post1262368

Alle INTES waren F/12 , auch das MK63/MK65...das wurde aber erst später durch einen Amateur festgestellt der die Brennweite vermass. Daraufhin wurde INTES damit konfrontiert und die haben zugegeben das es nie F/10 war und gab, sondern immer F/12 war, von Anfang an .

Wenn bei Intes Angaben gemacht werden die nicht stimmen würde mich das bei den günstigen Geräten aus China noch viel weniger wundern. Außerdem weiß man nicht für welche Fokusposition diese Angaben gelten. ich vermute es gibt da - von Äußerlichkeiten wie Kunststoffteilen getarnt - viel mehr Baugleichheiten als offensichtlich ist.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,
obowhl ich es ja schon mal geschrieben hatte, an dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf Herstellerdaten, weil es dazu passt:
Der sog. 127/1500 von SW ist keiner. Aufgrund der Geometrie von Sekundärspiegel und Blendrohr nutzt der Haupstspiegel dieses Modells tatsächlich nur knapp 120mm, was die f/ratio auf ca. f16 erhöht und die Obstr. auf ca. 40%.
Trotzdem liefert das Teil gute Abbildung :) .

Gruß
Thorsten
 
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