Maksutov 127 vs Vixen 80 ED Kontrast

Karmakoma

Aktives Mitglied
Hallo liebes Forum,
ich frage mich, ob ein Vixen 80 mm ED im Vergleich zu meinem Maksutov 127 mm einen besseren Kontrast bzw. ein “schöneres“ Bild an Mond und Planeten bringt.Ich könnte gerade einen solchen Refraktor erwerben und weiß nicht, ob er mir Vorteile bringt.
Danke für eure Meinungen,
CS
Arne
 
Hallo Arne,

der 80mm ED wird wesentlich besser auskühlen und schneller einsatzbereit sein, als der Mak. Unter idealen Bedingungen (Temperatur angepasste, zentrierte Optik und gutes Seeing hat der Maksutov eine höhere Auflösung. Der Kontrast des Refraktors wird nicht durch die Obstruktion des Fangspiegels beim Mak gestört, dafür ist mit einem gewissen Farbfehler zu rechnen, der bei höheren Vergrößerungen als Farbsaum sichtbar wird.

Was das schönere Bild ist, ist Geschmacksache.

Weitere Aspekte: Durch die wesentlich kürzere Brennweite des Refraktors lassen sich größere Gesichtsfelder realisieren, so dass unter dunklem Himmel auch bei Nebeln und offenen Sternhaufen einiges zu sehen ist.
Bei kleineren Objekten wie Kugelsternhaufen und Galaxien wäre wieder der Mak mit der größeren Öffnung im Vorteil.

Kurz die Frage beantwortet: der kleine Refraktor bringt schneller und öfter ein "schöneres" Bild als der Mak und ist universeller einsetzbar dank größerem möglichen Gesichtsfeld.

cs Alex
 
Hey Alex,
Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort. Hinzukommt, dass ich für den Ref einen HAlpha-Filter mit kaufen kann. Das ganze ist dann in der Tat sehr universell. Den Aspekt des auskühlens,hatte ich noch gar nicht bedacht, danke für den Hinweis..
CS
Arne
 
Gerne.

Bei dem H alpha Filter geht es um den Quark? Das ist ja auch noch mal eine Wissenschaft für sich. Dazu hab ich hier mal einiges zusammengefasst:


Ich würde einen Quark nur kaufen, wenn ich vor dem Kauf durchschauen kann. Bei sachgemäßer Verwendung und Lagerung eines guten Exemplares wirst du damit aber lange deine Freude haben. Und der 80er ED geht auch immer und wenn es auf einer kleinen AZ im Urlaub oder als Grab & Go ist.

cs Alex
 
Hey Alex,
danke für deine Infos. Der Quark soll von etlichen Exemplaren die vor dem Kauf daran getestet wurden der beste an diesem Teleskop sein. ich hörte auch, dass die technisch manchmal mehr anfällig sind. Manchmal weniger. Ich habe allerdings bei diesem Exemplar noch anderthalb Jahre Garantie, dass mich etwas beruhigt. In diesem Zusammenhang möchte ich fragen: sind 2000 € inklusive Player One DERF vor dem Quark in Ordnung?
 
Hi Arne
ich hatte ein Sammlung an kleinen Teleskopen u.a. auch einen 127 Mak und einen 80 mm Apo.
Auskühlzeit, hohe Obstruktion sprich Kontrasteinbuße und die fehlende Vielseitigkeit haben am Ende dazu geführt,
dass ich neben anderen Geräten auch den Mak trotz höherer Vergrößerungschance verkauft und den Apo behalten habe.
Mit einem guten FPL 53 Dublett als f/7 bist Du weitestgehend farbfehlerfrei. Damit kann man lange viel Freude haben.
CS
 
Hallo Arne,

Wenn es um den Vixen ED 80Sf geht, dieser ist eigentlich nur ein umgelabelter Skywatcher mit etwas veränderter Ausstattung, den bekommst Du als Evostar ED 80 deutlich günstiger. Das ist ein gutes und seit Jahrzehnten bewährtes Fernrohr. Falls es aber ein Vixen sein soll und das Budget es erlaubt, schau Dir unbedingt den SD 81Sll an. Er ist eleganter gebaut als das chinesische Modell, hat den besseren Auszug, einen Tragegriff auf den Rohrschellen und das Wichtigste: diese Optik ist ein Traum.

Gruß Jens
 
Hallo Walter,

Ich bin nicht sicher, ob Deine Rückfrage Arne oder mir gilt. Das Gerät in der willhaben-Annonce ist die Synta-Version aus China. Wirklich schön, aber eben bis auf den nicht klappbaren Spiegel, die andere Lackierung und das fehlende Beipackokular identisch mit dem hier. Ach ja, der OAZ ist bei der Vixen-Version etwas anders (aber nicht besser).

Der Vixen, den ich vorgeschlagen habe ist dieser: https://www.astroshop.de/teleskope/vixen-apochromatischer-refraktor-ap-81-625-sd81s-ii-ota/p,4460
Das ist was Endgültiges, ein kleiner Apo fürs Leben halt. :) Im Astroshop ist das Premiumgerät sogar billiger als der "Volksapo", wie man ihn früher nannte. Das sehe ich zum ersten Mal.:ROFLMAO:

Gruß Jens
 
Die Skywatcher Maksutovs haben alle das Problem, das Ihre technischen Angaben nicht stimmen.
Der Skywatcher Makstuv hat statt 127mm Öffnun nur 119mm wahre Öffnung durch z.B. Abschattungen durch den Blendkragen. Er hat außerdem 48mm Obstrukion, was über 40% entspricht. Für Planetenbeobachtung würde ich ihn daher gleichsezten mit einem sehr guten 70mm Apo.
Ein sehr guter SD Apo, wie der Vixen SD81 wird Dir am Planeten mehr zeigen als der Maksutov 127, auch wenn der etwas mehr Licht hat.

Viele Grüße
Jürgen
 
Und wenn es 5" Öffnung sein soll: Nägel mit Köpfen machen und den 125 f/7.9 SD-Apo von TS holen. Bestes Preis/Leistungsverhältnis!
 
Ja, der TS125 ist richtig gut, den hatte ich auch eine ganze Zeit.
Aber wenn jemand zwischen 127Mak und 80ED Apo schwankt, ist ein TS125 doch eine ganz andere Liga, gewichtsmäßig und auch preislich.
 
Aber wenn jemand zwischen 127Mak und 80ED Apo schwankt, ist ein TS125 doch eine ganz andere Liga, gewichtsmäßig und auch preislich.
Der 127/1900 Bresser Mak nutzt seine ganze Öffnung der leistet an Planeten mehr als man diesem kompakten Gerät zutraut. Im direkten Vergleich mit einem 127/1500 SW Mak lag der Bresser deutlich vorne auch neben einem 90/900 ED Acuter hat der sich gut geschlagen. Wenn 5" Mak würde ich immer zum Bresser greifen.


Viele Grüße Felix
 
Der 127/1900 Bresser Mak nutzt seine ganze Öffnung der leistet an Planeten mehr als man diesem kompakten Gerät zutraut. Im direkten Vergleich mit einem 127/1500 SW Mak lag der Bresser deutlich
Hallo Felix,
oh, das klingt sehr interessant! Ich dachte die Skywatcher und Bresser würden sich nicht viel unterscheiden bei der Optik.
Hast Du selbst mal einen "Taschenlampentest" durchgeführt am Bresser 127Mak und was waren die Ergebnisse für Öffnung und Obstruktion?
vorne auch neben einem 90/900 ED Acuter hat der sich gut geschlagen. Wenn 5" Mak würde ich immer zum Bresser greifen.


Viele Grüße Felix
Mein Skywatcher 150f12 hatte nur 138mm Öffnung und 55mm Obstruktion. Am Planeten konnte er keinen signifikanten Vorteil bei Planetendetails gegenüber meinem 102mm Apo erlangen. Ich habe ihn dann umgebaut und den Blendkragen komplett entfernt, nun kommt er knapp auf 149mm Öffnung bei ca. 50mm Obstruktion. Ob er nun meinen 4" Apo am Planeten schlägt muss ich nochmal testen...

Viele Grüße
Jürgen
 
Hallo Jürgen,


Ja der Bresser wurde von hinten mit der Taschenlampe und von vorne mit Glasplatte + Justierlaser durchleuchtet. Der nutzt die 127 mm auch mit dem Trichter. Den Trichter kann man da er 54mm Durchmesser hat entweder auf 42mm Durchmesser kürzen oder ganz entfernen. Da er innen glänzt wie eine Speckschwarte habe ich ihn ganz entfernt, bei beiden Bresser Maks die ich hatte. Den zweiten habe ich gerade verkauft weil der 125SD Apo einfach mehr kann außer so handlich sein wie der Mak.

Mmhh, da verkauft jemand gerade einen 102 SD Apo im Biete Bord ;) der könnte für den TO natürlich auch eine Nägel mit Köpfe Lösung sein ohne total über's Ziel hinaus zu schießen.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Jürgen,


Ja der Bresser wurde von hinten mit der Taschenlampe und von vorne mit Glasplatte + Justierlaser durchleuchtet. Der nutzt die 127 mm auch mit dem Trichter. Den Trichter kann man da er 54mm Durchmesser hat entweder auf 42mm Durchmesser kürzen oder ganz entfernen. Da er innen glänzt wie eine Speckschwarte habe ich ihn ganz entfernt, bei beiden Bresser Maks die ich hatte. Den zweiten habe ich gerade verkauft weil der 125SD Apo einfach mehr kann außer so handlich sein wie der Mak.
Ja, so geht es mir auch. Ich hatte den TS125SD und bin auf den APM140SD f7 gewechselt. Irgendwie ist der Mak total über. Entweder nutze ich den Vierzöller oder den APM 140. Der APM 140 ist auch relativ schnell ausgekühlt, auf jedenfall schneller als der Mak.

Danke für die Erläuterung zum Bresser Mak! Ich habe beim Skywatcher Mak auch den Blendkragen komplett entfernt und kann selbst am Tag keine Tagblindheit feststellen, zumindest nicht bei 1 1/4 Anschluß.

Mmhh, da verkauft jemand gerade einen 102 SD Apo im Biete Bord ;) der könnte für den TO natürlich auch eine Nägel mit Köpfe Lösung sein ohne total über's Ziel hinaus zu schießen.
Ja, aber da möchte ich hier keine Werbung für machen. ;)
Viele Grüße zurück!
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

ich dachte die Skywatcher und Bresser würden sich nicht viel unterscheiden bei der Optik.

Doch sie unterscheiden sich spürbar im optischen Design.
Der Bresser ist ein F15 und der Skywatcher ist ein F11,8.
Das mag erst mal unerheblich klingen aber es macht bei der sphärischen Korrektur etwas aus.
Beide sind Gregory MAKs, das bedeutet das der Sekundärspiegel auf dem Meniskus aufgedampft ist und folglich den gleichen Krümmungsradius haben muss.
Das ist eine Einschränkung in den Freiheitsgraden mit der Folge das man nicht bei jeder Öffnungszahl optimale Ergebnisse bekommen kann.
Das beste Ergebnis ergibt sich hier tatsächlich bei 127F15.
Die F11,8 des Skywatcher sind also ein Kompromiss den man eingegangen ist damit man etwas weniger Brennweite hat und sich damit ein etwas größeres Gesichtsfeld ergibt.
Der Preis ist aber ein nicht ganz optimales optisches Design beim SW.

Grüße Gerd
 
Hallo zusammen,

da wir gerade vom Nachteil den insbesondere der 127mm F11,8 von Skywatcher wegen seines Gragory Design hat sprachen.
Es gibt jetzt ganz neu einen 127F11,8 mit Rumak Design von SVBONY.


Zuerst dachte ich das ist doch nur das Gleiche wie der Skywatcher bis ich gesehen hatte das es ganz offensichtlich ein Rumak ist.



Beim Rumak ist der Sekundärspiegel extra und kann daher einen anderen Krümmungsradius als der Meniskus haben so das hier die Nachteile welche der Gregory bei 127F11,8 hat vermieden werden.

Vermutlich ist genau das auch der Grund warum sich SVBONY speziell beim 127F11,8 für das Rumak Design entschieden hat.
Die kleineren 102 und 90mm sind nämlich beide Gregory, nur der 127mm ist ein Rumak, also aufpassen.

Damit ist der neue 127mm Rumak von SVBONY tatsächlich etwas Besonderes denn die Anderen 127mm aus China sind alle Gregorys.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

Damit ist der neue 127mm Rumak von SVBONY tatsächlich etwas Besonderes denn die Anderen 127mm aus China sind alle Gregorys.

An diesem Mak finden sich noch zwei weitere vielversprechende Details: die Blende am Sekundärspiegel scheint zylindrisch zu sein wodurch die Innenseite "im Schatten" liegt. Dadurch sollte es nicht das Problem geben wie bei den konischen Blenden die an der Innenseite glänzen wodurch das Bild aufgehellt wird und der Kontrast deutlich sinkt.

Zum anderen die HS Fokussierung mit Untersetzung. Das kenne ich bisher nur vom 6" Bosma der glaube ich auch als RUMAK konzipiert ist? Allerdings mit Sekundärspiegel am Meniskus verkittet und dafür mit justierbarem HS. Wie auch immer das beim Bosma genau ist der SV Bony Mak macht einen interessanten Eindruck. Hoffentlich bestätigt sich das durch Praxisberichte.


Viele Grüße Felix
 
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