Maksutov-Cassegrain als Alternative zum APO?

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AKody

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Hallo!
Ich nutze derzeit einen sehr guten 5-Zoll ED-APO (127,1140) auf einer HEQ5 mit SkyScan. Durch den relativ langen Hebel ist die Konstruktion leider nicht sehr stabil. Da ich diese Montierung aber wegen der Mobilität und des genauen goto sehr schätze, würde ich sie gerne weiter verwenden. Ich dachte daher an den Tausch mit kürzerbauenden Geräten wie SC, Mak usw.
Die Qualität sollte aber meinem ED entsprechen und das Teleskop müsste eine ordentliche Abbildung an Planeten, Doppelsternen und etwas DS, als goto-Ergänzung zu meinem 12-Zöller Dobson bieten.

Letzthin habe ich auf ebay ein Angebot eines Intes Alter M703 gesehen, in dessen Anzeigentext mit der Vergleichbarkeit eines 6 Zoll Vollapo geworben wurde. Kann das sein???

Diese Systeme sind u.U. eine bezahlbare Alternative zu meinem ED. Sie werden derzeit relativ günstig angeboten. Hat jemand Erfahrungen damit oder weitere Vorschläge?
Danke und Gruß
Alex
 
Hi Alex,

die Systeme sind wirklich gut und wenn man aus Russland eben eine richtig gelungene Optik bekommt, dann kann man auf jeden Fall auf die alte Formel vom Kontrastdurchmesser bauen, also Obstruktion in mm von der Öffnung in mm abziehen. Das leistet so ein Gerät auch. Es ist aber empfehlenswert, so ein Gerät zu belüften, und weiterhin wäre für Deinen Verwendungszweck der Griff zum Alter M 715, einem auf planeten und kleine Obstruktion getrimmten 7" Mak, richtiger. Bei Ekkehard www.pteng.de gibt es zu dem Teil einen Bericht, allerdings ob er das Ding schon so richtig am Planeten "ausfahren" konnte, möchte ich wegen Wetter und aktueller Sonnensystem-Konstellation doch bezweifeln.
Achso, dann noch der Hinweis: So ein Mak ist nicht leicht, auch wenn er kürzer ist, als Dein APO.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven!

Der von mir erwähnte M703 hat offenbar ein Gewicht von ca. 7 Kg, das müsste von der HEQ5 doch gut zu tragen sein? Kann man von so einem Teil wirklich eine APO-mäßige Abbildung erwarten, oder sind das Werbesprüche?
Der von dir genannte M715 ist wohl für Planetenbeobachtung optimiert (f15). Mir wäre ein etwas universelleres Teleskop lieber.
Gruß
Alex
 
Hi Alex,

müsste getragen werden. Was "APO-Mäßig" angeht, muß man einfach differenzieren. Ein 7" APO wird auf jeden Fall besser sein, als ein Alter M703, und auch ein 6" APO sollte es noch, wenn es um die Disziplinen mit geringen Kontrastunterschieden (Jupiters Pastelltöne) geht. Ein 5" APO aber kann mit der Leistung eines gut gefertigten, sauber justierten und thermisch ausgeglichenen 7-Zöllers nicht mithalten.
Bei der Bildhelligkeit müsste man mal mit den konkreten Werten Rechnen, aber man wird wohl in ähnlichen Bereichen rauskommen bei "Standardwerten" und mit forcierter Verspiegelung wird man dann in Bereiche des unobstruierten 6-Zöllers vorstossen.

Was nun den Spruch "APO-Mäßig" angeht: Man ist gewohnt, daß die Russen für diese Maks sehr gute Optiken liefern können, mit sehr glatten Spiegeln und passenden Sphären. Da im robusten Tubus die gute Werksjustage auch sehr haltbar ist (gegen Transport und Versand) kommt davon viel beim Kunden an. Normalerweise bekommt man also ein Gerät, was sehr schön umsetzt, was ein 7" Mak mit diesen Werten eben leisten kann. Natürlich wird das theoretisch-physikalische Optimum niemals erreicht, und auch von keinem APO.

Nun noch zum M715 - sagt doch keiner, daß man damit nicht andere Sachen als Planeten schauen kann. Nur ist halt das beleuchtete Gesichtsfeld kleiner. Trotzdem kann man schön damit auf M13 schauen. Für mehr hast Du den Dobs! Dann sei doch an der Stelle konsequent und warte ab, was an Deepsky mit der Optik doch noch geht.
Es wird immer so gerne geglaubt, daß "nicht optimal für" bedeutet "es geht garnicht". So ist es doch niemals!

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven!
Danke für die umfassende Antwort. Ich lese daraus, dass deiner Meinung nach so ein MC tatsächlich eine Alternative sein könnte. Eine andere Lösung wäre evtl. ein "kleinerer"APO, der aber, bei entsprechender Qualität, ziemlich ins Geld gehen wird (TMB, Tak usw.)
Oder hast du noch einen anderen Vorschlag?? SC scheiden wohl aus, da steht wohl der Dobs besser da. Ausserdem ist mir die Geschichte mit dem shifting nicht geheuer.
Einen großen Pluspunkt sehe ich bei den Intes Teilen bei der Justierstabilität, mit dieser habe ich bei meinem ED stark zu kämpfen.
Mit dem "konsequent" hast du sicher recht. Ich denke, dass der wahrnehmbare Unterschied aber nicht so groß sein wird. Dann wird es eine Frage des Preises (vielleicht gibt es die 715 wegen der schlechter werdenden Planetenbeobachtung billiger?). Noch eine Frage zur Fotografie. Da ich erste Versuche mit einer DSLR (350d) starten will, würde mich interessieren, ob die genannten Teile hierfür tauglich sind.
Gruß Alex
 
Hi Alex,

ähm, Planetenfotografie? Würde ich mit der Webcam machen. Deepsky-Fotografie? Würde ich weder bei f/10 noch bei f/15 machen, zumal bei so einer Langen Brennweite die Nachführung erstmal eingeübt sein will, egal ob mit Guider oder von Hand. Da würde ich anders einsteigen, wie ich das jede Woche 3 mal schreibe. http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html

Was Alternativen angeht: Im Prinzip schwierig. Am ehesten noch in einem Planetennewton - blos da wäre wieder der lange Hebel und so kein Vorteil zum jetzigen Apo. Und Öffnungsreduzierung? Würde ich nicht machen. Ich finde, 6" sind für Planeten wirklich mal eine tolle Öffnung, ab der es richtig losgeht. Ich selbst grüble öfters mal, mir für Planetenspaß einen APO zuzulegen, lande aber immer bei der Feststellung, daß es mir erst ab 5" Öffnung überhaupt reichen würde, und daß ein entsprechender Mak oder Planetennewton viel billiger käme.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Alex

Meiner Meinung nach bringt dich ein theoretischer Vergleich mit irgendwelchen Vermutungen über MC versus APO nicht viel weiter.
Letztendlich zählt das Bild in der Praxis, welches entscheidend von der Qualität der optischen Komponenten abhängig ist.
Über diese Qualität zu spekulieren bringt nichts, du musst sie selbst überprüfen oder für harte Euros einkaufen!

Meiner Meinung nach ist der APO-Tausch mit der Thermoskanne ein schlechter Tausch.
Du verlierst dadurch ein einfach und gut zu handhabendes Instrument, welches nicht so justageempfindlich ist wie das MC.
Auch gehen dir die guten Sonnenoptionen eines Refraktors (Herschelkeil und H-alpha) verloren.

Das MC musst du justieren und braucht lange zu auskühlen.
Dafür ist es kompakter und hat ein helleres Bild.

Rein vom optischen Standpunkt aus machst du eher Verluste als wirkliche Gewinne.

Letzthin habe ich auf ebay ein Angebot eines Intes Alter M703 gesehen, in dessen Anzeigentext mit der Vergleichbarkeit eines 6 Zoll Vollapo geworben wurde. Kann das sein???

Das ist nur ein Werbespruch, damit sich das Alter M703 besser verkauft, mehr nicht.
Wahrscheinlich hat der Verkäufer noch nie durch einen 6"Vollapochromaten beobachtet, oder braucht das Geld um sich einen solchen zu kaufen!

Ein gut gefertigter Vollapochromat ist immer die Referenz in seiner Öffnungsklasse.

Hier noch einen Bericht eines solchen Vergleichs.

http://www.astromart.com/articles/article.asp?article_id=99

Gruß Uwe
 
Hallo Sven bzw. Uwe!
Danke für eure Anregungen. Wie Uwe ausführt, scheint der Mak doch keine richtige Alternative zu sein. Die Meinungen gehen offenbar auseinander. Die Auskühlzeit ist, glaube ich, nicht so von Bedeutung. Selbst mein APO benötigt ca. eine Stunde um voll da zu sein!
Befürchte ich muss mal schauen, ob ich jemanden mit einem entsprechenden Mak finde, um mir selbst ein Bild zu machen.

Vielleicht wäre ein neuer Ansatz ein etwas schnellerer und damit kürzerer APO. Dies würde wohl auch der Fototauglichkeit zu Gute kommen. Da ich meine Monti unbedingt nutzen will (wegen des Gewichts), gibt es offenbar nur wenig andere Möglichkeiten.
Gruß Alex
 
Hallo Uwe,

ich finde an dem Bericht merkwürdig, daß der gute Beobachter den Lüfter immer nur zum "abkühlen" einschaltete, manchmal dann Minutenweise "to keep it back on track". Das widerspricht ja allen Regeln der Kunst.
Warum enthalten solche Tests eigentlich immer Unsinn? Und warum erinnert man sich nicht an die Tests, bei denen dann mal was rauskommt, was der APO-Fraktion nicht passt? Karsten hat neulich mal sowas ausgebuddelt, mit richtig großen Öffnungen, auch in USA gemacht. Dabei hat man mal alles richtig gemacht.

Die Aussage, mit einem 5" APO eine pflegeleichte Optik zu haben, der man nicht viel mehr als etwas Auskühlzeit geben muß, damit sie ihre Normleistung bringt, unterstütze ich hingegen gerne.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Alex,

genau, probiere das selbst aus, am besten mit einem vernünftig belüfteten Gerät. Ekkehards Umbau-Gedanken sind meiner Meinung nach durchaus "Referenz", denn er sorgt dafür, daß Luftschlieren sowohl vom Meniskus als auch vom Spiegel abgesaugt werden. Minutenweise Lüften, um den Spiegel abzukühlen ist völliger Tinneff, eine dauerbelüftung, schwach genug runtergeregelt und durch vibrationsarme Lüfter, ist das erstrebenswerte Ziel.
Ist man selbst nicht bereit, diesen Aufwand zu betreiben, dann bleibt man besser beim APO.

Thema APO: Nicht vergessen, daß mit einem kürzeren APO auch die Okulare mithalten müssen. Bei der Planetenbeobachtung kann man dadurch recht schnell in Bereiche kommen, in denen die Planeten-Spezialokulare den Geist aufgeben (was so manche Leute leider auch nicht wahrhaben wollen).
Ist halt die Frage: Was will man persönlich an Leistung haben, und welchen Aufwand will man betreiben, wie konsequent will man sein oder kann man sich leisten zu sein.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Uwe,

hast Du schonmal einen russischen Mak gehabt? Meiner ist jetzt schon des Öfteren im Feld und im Garten gewesen, justiert habe ich den noch nie, des Bild ist immernoch perfekt.
Ist ein 615er, den ich nicht nur für Planeten nutze, auch Ringnebel, Hantelnebel oder Orionnebel kommen darin sehr gut rüber. Am Planeten hatte ich den mal auf 350fach aufgezogen, allerdings bei besten Verhältnissen im Taunus:-).

Wobei die geringere Abschattung der "langsameren" (f/15) Intes Micros auch durch einen kleineren Sekundärspiegel erreicht wird, k.A., wie das beim 715er ist, aber beim 615er gibt es Probleme mit 2" Okularen, weil das Gerät die 2" nicht komplett ausleuchtet
Allerdings muss ich im Bezug auf die thermischen Probleme zustimmen, ein weiteres Problem ist die Taukappe, die separat transportiert werden muss, weil sie aufgeschraubt wird und nicht in die Tasche passt, deshalb habe ich mir einen 3,5" Apo als "schnelle" (leicht, klein, keine Auskühlzeit) Alternative geholt, weil das Teleskop, welches man öfter benutzt einfach das bessere ist.

Das liegt aber nur an meiner Faulheit:-) - wenn Armin wieder schreibt, dass es in den Taunus geht ist es halt ein Unterschied, ob ich 5mal die Treppe rauf und runter muss biss alles reisefertig ist oder nur einmal (muss ich ja dann auch alles wieder aus dem Auto in die Wohnung rümpeln so gegen halb vier).

Betrachtet man das Ganze von der Kosten/Öffnung Seite, so bekommt man (insbesondere momentan) beim MAK mehr Öffnung ohne Farbfehler fürs Geld als beim APO.

Gruß

Carsten
 
Hallo Carsten,

kann dir nur zustimmen, was die Justagestabilität angeht. Meinen M-703 habe ich nun schon gut 1 Jahr und nachjustieren musste ich den trotz häufiger Nutzung auch noch nie.

Gruß
Torsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Alex,

ich sehe 3 verschiede Möglichkeiten.

1) Du schafst es die HEQ5 ausreichend wackelfrei zu bekommen. Dazu soltest du
versuchen herauszubekommen an welches Stelle die Instabilität auftaucht:
- Rohrschellen,Prismenschiene?
- Stativ, bzw Stativbefestigung an der Montierung
- die eigentliche Montierung

Sollte es eines der leicht lösbaren Probleme sein könntest du deine Kombi
preiswert aufpäppeln und dein Teleskop weiterverwenden. Eventuell hilft
schon eine schräge Verbindungsstange vom Teleskop zur Gegengewichtsstange.
Juergen_Schmoll hatte diese erfolgreich für einen langen klassischen FH angewendet.

2) Du behältst das Teleskop und schaffst dir eine stabilere Monti an,
etwa eine Losmandy GM8. Die ist ebenfalls gut transportabel, hat aber
eine bezogen auf ihr Eigengewicht hohe Tragfähigkeit.

3) Du ersetzt deinen 5"f/9 ED durch eine montierungsfreundlichere Optik.
Da bieten sich dann aus meiner Sicht an:
a) ein kurzbrennweitiger leichter Apo/SD/ED etwa gleicher Öffnung
b) ein hochwertiges Cassegrain Teleskop, bzw deren Ableger, mit größerer Öffnung
c) ein hochwertiger Newton größerer Öffnung.
d) ein hochwertiger Maknewton größerer Öffnung.

Mir fällt dazu folgendes ein:
a)
Ein 5" Apo bis etwa f/6,5
Das wird vorraussichtlich teuer, oder du findest etwa auf dem Gebrauchtmarkt.
Deine Okulare sollten dann aber f/6,5 oder gar f/6 tauglich sein sonst wird
das dann die nächste Bauszelle...
Zum 5" Apo werde ich nicht konkreter, da sollen die dann Apo-Spezialisten
lieber mal etwas zu schreiben. Wichtig für dich ist nur daß das Teil dann
auch kompakt und leicht genug ist, bei ausreichend guter Farbfehlerfreiheit
und ausreichend guter Optikqualität.

b)
Cassegrain. Klassische Cassegrains werden heute soweit ich weis in der
Größe von 6" oder 7" nicht mehr gebaut. Bleiben SC und Mak.
Da du vom Apo kommst würde ich dir unbedingt einen hochwertigen, (fast)
shiftingfreien Mak mit Belüftung ans Herz legen.
Aus meiner Sicht gibt es das aus Russland (Intes Micro, Intes Restbestände,
Ylena, wenn man da den Lüfter nachrüsten kann), bzw einen 7" Mak von Meade
(auch mit Lüfter) von dem ich aber nicht viel weis.

In Bezug auf deinen Apo stellt sich aus meiner Sicht die Leistungsfähigkeit
eines guten Maks folgendemaßen dar:
Wenn du zentrale Obstruktion gering ist (25% oder weniger) kompensiert eine
etwas größere Öffnung deren Verluste bei der Kontrastübertragungsvermögen
in etwa. Wenn der Mak ausgekühlt ist, was eine Sache für sich ist...

Ich würde unter guten Bedingungen einen 6"f/15 in etwa einem 5" ED gleichsetzen.
Einen 7"f/15 sehe ich gegenüber dem 5"ED etwas im Vorteil, wenn die Bedingungen
stimmen. Die f/10 Mak haben eine deutlich größere zentrale Obstruktion,
da muß es dann schon ein 7" sein, meine ich.
Beim Cassegrain verlierst du gegenüber deinem ED die großen Gesichtsfelder.
Aber die Montierung wird besonders mit einem 6" Mak viel besser fertig.

c)
Ein hochwertiger Newton, der von deiner Montierung gut getragen wird wäre
ein optisch wie mechanisch erstklassiger 6"f/6. Gibt es nicht zu kaufen.

d)
Ein 6"f/6 Maksutv-Newton. Ist leider auch nicht sehr leicht und er hat wie
ein Newton das Problem daß du auf einer parallaktischen Montierung je nach
Position des Beobachtungsobjektes. Das gefällt auch nicht jedem.
Der Hebel ist länger, also nicht so günstig wie beim Mak.

Also was tun? MEINE eigene Vorgehensweise wäre:
i) Den Bereich Montierung/Stativ/Rohrschellen/Prismenschiene prüfen ob sich
nicht irgendwo eine ausmerzbare Schwachstelle findet.

ii) Wenn ich ein Apo-Freund wäre und i) keinen Erfolg brachte würde ich
nach einem kompakteren Apo gleicher Öffnung, etwa gleich guter Farbreinheit
und nicht höheren Gewichts Ausschau halten.
So behältst du di Performance deines ED und gewinnst Stabilität und etwas
mehr Richfieldtauglichkeit dazu.

MfG,Karsten
 
Hallo Alex, ich hatte wie du auch den Meade 5" ED auf der H-EQ5 und parallel auch auf einer EQ-6.Ein Nachteil beim 5"ED sowie auch beim Vorgänger, dem 4"ED war der relativ schwergängige Auszug, dieser ist ja bei allen Meade ED´s identisch.Ein Sternfreund aus der Nachbarschaft hat das gleiche Problem mit seinem Meade 6" ED auf der EQ-6.Focussieren mit diesen ED´s ist immer mit etwas Gewackel verbunden und einer Nachschwingphase.Mit gleicher Beladung bei der H-EQ5 deutlich länger als bei der EQ-6.Da lässt sich etwas verbessern, z.B. Adaption eines Feathertouch oder des vom Teleskopservice angebotenen 1:10 untersetzten Crayfords.Ich habe diesen von Wolfi an meinem MN-76 und bin zufrieden damit, der FT ist natürlich nochmals eine Ecke besser, aber auch etwas teurer.Die Kombination 5" ED und EQ-6 ist relativ stabil, (stabileres Stativ u.a.)aber natürlich etwas schwerer zu händeln.Soweit meine Idee, kombiniert mit KaStern´s Vorschlägen betreffend Montierungsoptimierung wäre es doch einen Versuch wert um relativ preiswert das gute Teleskop weiterhin mit Freude nutzen zu können.Viele Grüsse Wolfgang
 
Hallo zusammen,

im Laufe der Diskussion entstand eine parallel verlaufende Diskussion über die Qualität der Beratung im Forum von Astronomie.de. Um die Qualität der Ursprungsdiskussion "Maksutov-Cassegrain als Alternative zum APO?" nicht unnötig zu gefährden, habe ich mich entschlosse, den Thread zu trennen.

Die Diskussion über die Qualität der Beratung findet bitte ausschließlich in dem neuen Thread statt. Hier wird bitte ausschließlich über Maksutov-Cassegrains als Alternative zum APO diskutiert.

Durch die Teilung des Threads sind leider einige sachliche Beiträge entfernt worden. Damit die Inhalte nicht verloren gehen, sind sie nachfolgend zitiert. Fragen über die Gründe der Threadteilung könnt Ihr mir gerne per PN zukommen lassen. Um den Thread nicht weiter zu stören, bitte ich von einer öffentlichen Diskussion über die Teilungsgründe abzusehen.

Viele Grüße und clear Skies,
Stefan



MLudes #448474 - 22:01 26/09/2006
Re: Maksutov-Cassegrain als Alternative zum APO?
Antwort auf diesen Beitrag von AKody

Hallo Leute

so ein wenig hat jeder Recht. Ich habe Apos und Maks bis zu 10" gegeneinander gesehen unter wirklich allen möglichen Umständen.
meine Langzeiterfahrung ist wie folgt :

1, Unter normalem Himmel mit normalem Seeing zeigt ein M 703 am Planeten das gleich wie ein sehr guter 4" Apo , nicht mehr und nicht weniger

2, Unter normalem Himmel mit normalem Seeing zeigt ein M 715 am Planeten das gleich wie ein sehr guter 5" Apo , nicht mehr und nicht weniger

3, Unter perfektem Himmel , mit perfekter Auskühlung und beugungsbegrentztem Seeing zeigt ein M 703 am Planeten das Gleiche wie ein 5" Apo under M 715 das Gleiche wie ein 6" Apo.

Wir haben in Deutschland meistens den normalen Himmel , nun kostet ein sehr guter 4" Apo aber immer noch mehr als ein M 703 und ein 5" Apo noch immer mehr als ein M 715.

Ich mag beide Geräte, ich vertrete beide Geräte , dennoch gebe ich dem Apo den Vorzug weil kürzere Brennweite = größeres Gesichtsfeld und photografische Vorteile

Gehen wir über zum Mak Newton sieht die Sache anderse aus, hier hat der Mak Newt, aufgrund des Preisvorteiles visuell immer die Nase vorne , ohne jeden Zweifel.

Sven's Argumente und Erfahrung sind für mich persönlich belanglos, da er meiner Meinung nach vollkommen abgehoben den Bezug zur Realität verloren hat, dies verfolge ich nun schon sehr lange Zeit und muß es einfach mal Loswerden. Wundern tut mich jedoch wieviele Anfänger auf seine Berichte abfahren, als ob diese von Gott geschrieben währen.

Sven , mein Tip an dich, höre auf nur zu schreiben und stell dich endlich mal wieder hinter ein Fernrohr und vergleiche mal wieder damit du mal wieder den Bezug zur Realität findest, denn den hast du komplett verloren.

Dies ist nicht persönlich gemeint, aber ich glaube du , Sven, kommst vor lauter Schreiben und guten Ratschlägen verteilen , gar nicht mehr zum Beobachten. Ich meine es nicht mal Böse mit Dir, ich stelle nur Fest das deine Empfehlungen weiter und weiter an der Realität vorbeigehen.

Ich lade dich gerne mal ein Weekend an die APM Sternwarte zum unverbindlichen Vergleichsbeobachten ein, damit du mal wieder einen Bezug zur Realität erhälst.

Beschimpft mich wie Ihr wollt, oder Öffnet eure Augen, das überlasse ich euch

clear skies
Kleine Anmerkung: Über die von Markus angesprochene Diskussion über Beratungen wird bitte ausschließlich in dem neuen Thread geschrieben.



UwePilz #448542 - 07:59 27/09/2006
Re: Maksutov-Cassegrain als Alternative zum APO?

Ich habe seit 10 Jahren einen russischen Mak, einen 6-Zöller (MK63), auch von Markus. Die optische Qualität ist bemerkenswert, insbesondere wenn man den damaligen Preis hinzuzieht. Das Gerät ist klein und leicht. Ich habe die Abbildungen mit 4-Zoll-Apos verglichen. 'Kein Unterschied' sit sicherlich der falsche Begriff.

Ich will es mal so sagen: Das Bild beim kleineren Apo scheint kontrastreicher, wenn man nicht zu stark vergrößert. Vergrößert man bis an die Grenze, die man für feinste Details braucht, wirkt es matt und flau.

Das Bild im Mak wirkt bei mäßiger Vergrößerung verschwommener, klar die Obstruktion. Wenn man feinste Details erkennen will und vergrößert, dann ist einfach mehr Licht da und das Bild leidet darunter nicht so stark.

Die Erkennbarkeit feinster Details ist m.E. vergleichbar, so weit ich das auf einem Telesoptreffen eben einschätzen kann. Der visuelle Eindruck bei mittlerer (nicht: hoher) Vergrößerung ist beim Apo besser.

Bei Deep Sky hat der Mak die Nase vorn, aber das ist ohnehin nicht die Domäne der beiden Geräte.

--------------------
Bleibt dran, am Okular.
--
Uwe



Quanten #448653 - 13:42 27/09/2006
Re: Maksutov-Cassegrain als Alternative zum APO?

Hallo Alex

Vielleicht noch mal ein Versuch der Reduzierung auf mein Ausgangsproblem: H-EQ5 mit gut tragbarem Teleskop, welches in der Abbildung einem sehr guten ED-APO entspricht.

Du solltest vielleicht das Pferd von der anderen Seite aufsatteln.
Bis jetzt scheinst du deine Beobachtungen und Bedürfnisse dem bestehenden Equipment anzupassen. Warum passt du das Equipment nicht deinen Beobachtungen an?

Gruß Uwe



*entfernt*GMS #448608 - 11:42 27/09/2006
Re: Maksutov-Cassegrain als Alternative zum APO?

Hallo Alex,

eigentlich liegt der Fall, unabhängig von monetären Gesichtspunkten, doch ganz einfach.
Ein gut gemachter APO-Refraktor hat immer das Zeug, die Referenz in seiner Öffnungsklsse zu stellen.
Daran hat sich alles Andere zu messen.
Willst Du also von Großfeld- bis Planetenbeobachtung mit einer vorgegebenen Öffnung alles unter
einen Hut bringen, liegst du mit einem APO nie verkehrt.
Musst du aus montierungstechnischen Gründen mit einem APO auf Öffnung verzichten, die Du mit einem
anderen Gerät gewinnen könntest, gilt es abzuwägen:
Nehme ich den Öffnungs- und Auflösungsverlust für APO in Kauf oder kompensiere ich z.B. einen
durch Obstruktion bedingten Auflösungs-/Öffnungsnachteil eines Spiegelteleskops und packe noch
etwas Öffnung dazu um im Bereich DS oder Detailauflösung noch was zu reißen.

Die angeblich so großen Nachteile anderer Geräte gegenüber APO´s lassen sich allesammt minimieren
oder ganz kompensieren, man muss hatl hand anlegen oder anlegen lassen (Lüfter, Velours pp).
Du selbst hast erfahren, dass auch Dein ED Auskühlzeit braucht und sprichst von ca. einer Stunde.
Mein 8" F/6 Dobson ist für Dich und in diesem Thread völlig uninteressant, bis auf die Tatsache,
dass ich ihn durch geeignete Maßnahmen so weit habe, dass er selbst bei extremen Temperaturbedingungen
spätestens nach einer halben Stunde gewinnbringende Vergrößerungen verträgt mit denen Du
Dich an einem 5" Apo im Bereich der leeren Übervergrößerung befindest. Es gibt im Forum Leute, die können die entsprechenden mathematischen und optischen
Formeln und Gesetze inzwischen auswendig runterbeten und es gibt im Forum Leute, die ihren APO bei
jeder Gelegenheit weit über die theoretisch vorgegebenen und praktisch vorhandenen Grenzen hinwegloben.
Das Märchen von der seeingbedingten Untauglichkeit großer Teleskope für Hochvergrößerung wird gerne
von Besitzern und Befürwortern kleiner feiner Öffnungen erzählt und seltsamer Weise wird die
imaginäre Grenze gerne bei ~ 6" gezogen (schau Mal was ein Apo größer als 6" kostet).
Ich habe dieses Märchen selbst schon unzählige Male am OAZ widerlegt gefunden und unzählige andere
Sternenfreunde auch.

Abschließend habe ich nun nicht das geniale Teleskop für Dich in Petto und ich denke, Du wirst
gut beraten sein, wenn Du versuchst, selbst durch die in Frage kommenden Röhren zu schauen und
Dir ein eigenes Bild zu machen.

CS
Günther
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo alle zusammen!
Musste überraschend einige Tage auf Dienstreise, konnte daher meinen Thread nicht direkt weiter verfolgen. Dieser hat sich ja nun in zwei "Stränge" aufgespalten. Den teleskopbezogen Part und den Teil der persönlichen Auseinandersetzungen (vielen Dank für die Trennung an Stefan!!).

Angesichts der umfangreichen und aufwändigen Stellungnahmen muss ich meine Kritik der mangelden Unterstützung wohl wieder etwas revidieren. Es gibt offenbar doch noch Sternfreunde, die nicht nur Selbstdarstellung betreiben sondern tatsächlich helfen wollen.

O.K., zur Sache. Von den verschiedenen Vorschlägen werde ich wohl nun zunächst zwei weiter verfolgen:
- andere Monti, sprich Losmandy
Habe ich leider keine Erfahrung. Ich als alter Computer-fuzzi (IT-Leiter) bin von der China-Skyscan ziemlich beeindruckt. Sie ist sehr hilfreich bei meinen etwas schwierigen Großstadtrand-Bedingungen, da manche Objekte erst mit ihr aufgefunden werden können. Und die H-EQ5 ist transportabel genug, um genau diesen bei Bedarf entfliehen zu können. Wie sieht`s diesbezüglich mit der Losmandy aus?
- anderer APO
Wolfgang (von dem ich den 4-Zöller übernommen habe) befasst sich mit einer Modifizierung des Auszugs. Ich befürchte nur, dass das Problem des langen Hebels damit nicht behoben ist. Daher neige ich nun eher zu einer Beschaffung eines kurzbrennweitigen APOs. Eigentlich ist es ja auch Blödsinn einen einen 7-Zöller Mak zu beschaffen, wenn bereits ein 12-Zoll Dobson (allerdings ohne Nachführung) zur Verfügung steht.
Knackpunkt ist halt der Preis. Mein Meade ED war geradezu lächerlich billig im Vergleich zu den Edel-APOs, hat aber lt. Wolfgang Gryzbowski einen Strehl von ca 98. Daher möchte ich diesen Standard eigentlich auch behalten.
Eventuell eine akzeptable Verkleinerung (4,5 Zöller)?

Sollte jemand also zum Thema Losmandy oder bezahlbarer APO noch Vorschläge haben, dann her damit.

Ansonsten besten Dank für eure Mühe!
Gruß Alex
 
Hi Alex,

was stört Dich denn? Irgendwie wackelt´s, klar, aber was wackelt wann?
Wenn z.B. das Teil anfängt zu schwingen, weil Du den OAZ anfasst und Dir dann das Scharfstellen
schwerfällt, kann ein Motorfokus das Problem beseitigen.
Ursachenforschung und Behebung erkannter Mängel kann Dir einen Haufen Geld sparen, denn....
sooo unzufrieden scheinst Du doch gar nicht zu sein.

CS
*entfernt*
 
Das Märchen von der seeingbedingten Untauglichkeit großer Teleskope für Hochvergrößerung wird gerne
von Besitzern und Befürwortern kleiner feiner Öffnungen erzählt und seltsamer Weise wird die
imaginäre Grenze gerne bei ~ 6" gezogen (schau Mal was ein Apo größer als 6" kostet).
Ich habe dieses Märchen ...

Dazu habe ich eine Anmerkung, denn das kann man so
nicht stehenlassen: Es handelt sich um kein
Märchen, wenn jemand sagt, dass ab einer bestimmten
Öffnung das Auflösungsvermögen eines Fernrohres nicht
mehr von der Öffnung des Fernrohres sondern durch die
Erdatmosphäre, das sogenannte Seeing, bestimmt wird.
Diese Öffnung D, bei der das passiert nennt man Fried-Parameter r_0.
Das sind harte, wissenschaftlich bewiesene und in
der Praxis gemessene Fakten.
Und dies gilt auch für Verteilungen des Fried-Parameters,
der typischerweise meist zwischen 7 und 12 cm liegt,
selten bei 15 cm und oft schon ziemlich selten bei 20 cm und mehr.
Das ist zufällig eine Eigenschaft der Atmosphäre und hat
nichts mit den Preisen von APOs zu tun.

Neben knapp 500 Artikeln, die man dazu per
http://adsabs.harvard.edu/cgi-bin/nph-ab...S&version=1
finden kann, möchte ich hier nur auf das sehr lesenswerte
Kapitel zur Optik der Atmosphäre im Buch von Daniel
Schroeder "Astronomical Optics" verweisen:
http://www.amazon.com/Astronomical-Optic...TF8&s=books
Schroeder war Berufsastronom und einer der Planer des
Hubble Space-Telescope und sollte wissen, wovon er
schreibt.

Eine Verteilung der Fried-Parameter am Taghimmel
des Sacramento-Peak-Observatory ist zum Beispiel
in diesem Artikel der Zeitschrift Astronomy&Astrophysics zu sehen: http://articles.adsabs.harvard.edu/cgi-bin/nph-iarticle_query?1987A%26A...188..163B
(Fig. 2 auf S. 165:
http://articles.adsabs.harvard.edu//full/seri/A%2BA../0188//0000165.000.html ).

Der Mittelwert dieser Messung bei 510 nm liegt dort bei nur 8.7 cm. Fried-Parameter über 30 cm waren dort selten und Werte über 38 cm wurden nicht gemessen.
Fig. 3 auf S. 165 zeigt, dass an diesem Standort ein 15 cm
Teleskop schon zu 80% der Zeit voll ausgelastet wäre, ein
20 cm Teleskop zu ca. 94% und ein 30 cm Teleskop zu
99%.

Interessant ist ein Vergleich von Literaturwerten auf S.
166 für Nachtbeobachtungen an anderen Standorten:
http://articles.adsabs.harvard.edu//full/seri/A%2BA../0188//0000166.000.html
Darin sind Mittelwerte von 6.9 bis 9.0 cm für Standorte
wie Kitt Peak, Calar Alto und Chile aufgeführt.
Die Autoren der Messungen benutzen übrigens Spiegelteleskope
und keine Apos... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> .
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Amateurastronom,

das Zitat stammt von mir und wir stehen m.E. in keinerlei Widerspruch.

Ich widerspreche auch den "harten Fakten" nicht, sondern nur ihrem Missbrauch, der in der
Behauptung/Unterstellung gipfelt, dass größere Teleskope als 4" oder 6" untauglich für Beobachtung
unter hiesigen Seeingbedingungen sind.
Äpfel und Birnen.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Hallo!

das Zitat stammt von mir und wir stehen m.E. in keinerlei Widerspruch.

Ich widerspreche auch den "harten Fakten" nicht, sondern nur ihrem Missbrauch, der in der
Behauptung/Unterstellung gipfelt, dass größere Teleskope als 4" oder 6" untauglich für Beobachtung
unter hiesigen Seeingbedingungen sind.

Dann ist es gut. Ich wollte nur klarstellen, dass
vom Auflösungsvermögen gesehen die Atmosphäre
irdischen Teleskopen (leider) gewisse Grenzen setzt,
die oft in der Grössenordnung zwischen 6 und 12" liegen.

Das sieht man schön an dieser Fig. 3 in dem Artikel, wo
ein 8"-Instrument bei derartigen Bedingungen in bezug
auf das Auflösungsvermögen schon zu 94% der Zeit ganz oder
durch das Seeing nur teilweise ausgelastet ist.
 
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