Maksutov im vergleich zu Refraktor für Einstieg?

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Flumer

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Huhu,

Da ich nun schon ein halbes Jahr lang mit einem Fernglass beobachte und meine Rückenschmerzen nicht weniger werden aber meine Faszination dafür immer mehr steigt hab ich mich nun entschlossen mir ein transportables Teleskop zu kaufen.
Leider Wohne ich in einer Stadt und besitze kein Auto, komme daher nur mit Fahrrad zu meinen Beobachtungsplätzen am Stadtrand bzw. beobachte ich von zuhause aus.
Nun stellte sich für mich die Frage: ob zum Einstieg ein Refraktor 102/500 / 90/900 oder ein Maksutov 90/1250 geeignet wäre?

Was wäre auf Grund der Licht/Paltzverhältnisse bzw. für Deepsky beobachtungen optimaler?

Gibt es Vor/Nachteile bei den zwei verschiedenen Bauarten?

Tendieren würde ich zum Maksutov auf Grund der Größe!

Hoffe ihr könnt mir ein bissel unter die Arme greifen und mir bei meiner Entscheidung helfen!

mfg
Mirco
 
Hallo Mirco,

Du möchtest primär Deepsky Objekte beobachten und weniger den Mond und die Planeten? Für Deepsky eignen sich Teleskope mit relativ zur Brennweite großer Öffnung. Das wäre dann der 102/500 Refraktor. Der Maksutov ist genau das Gegenteil und eher ein Spezialist für Planeten, was aber nicht bedeutet das Deepsky damit gar nicht geht.

Lies Dir mal diese Einsteigerseiten in Ruhe durch und warte mit Deiner Entscheidung noch:

http://www.svenwienstein.de/
http://www.deepsky-brothers.de/

Vielleicht tendierst Du später auch eher zu einem 130/650 auf einer selbstgebauten Rockerbox (Rubrik Dobson Telskope in dem von Dir verlinkten Shop) oder einer herkömmlichen azimutalen Montierung wie bei dem 102/500. Der 130/650 ist zwar größer und schwerer zu transportieren, aber in einem großen Trackingrucksack wäre auch der Transport auf dem Fahrrad noch vorstellbar. Die größere Offnung und der nicht vorhandene Farbfehler schlagen den 102/500.

Grüße,
Marcus
 
Hi Mirco,

leider sind so die 3 Teleskope a.m.S. wenig für dich als Deep Sky Geräte geeignet.

Der 102/500 Refraktor ist zwar ein schöner "Ritchfielder" aber auf der angebotenen Montierung ist da eher abzuraten.

Die 90mm sind a.m.S. zu wenig für Deep Sky. und der Maksutov aufgrund seiner langen Brennweite eher ein "Planetenspezialist", wobei auch hier 90mm zu wenig sind.

Mein Tip: Spare noch ein bissl und versuche dann an einen 90-100mm ED Refrakor auf auf parallaktische Montierung. Allerdings muss ich hir einwenden mit dem Fahrradtransport sieht es da eher schlecht aus, außer du kannst das Stativ + Montierung irgenwie vor Ort sicher und witterungsfest deponieren.

Gruß
Lots
 
Also ich bin anfangs auch immer mit dem Fahhrad raus aus München geradelt und hatte mein "Gerümpel" in einem Anhänger dabei. Das war eine ADM samt Stativ, ein Achtzöller-SC von Celestron, die Boxdörfersteuerung, ein 14-Ah-Akku (wiegt freundliche 5 kg) und halt das übliche Zubehör.

Für DeepSky ist halt ein kurzer, lichtstarker Newton ideal, aber auf dem Radelanhänger ist der gut durchgerüütelt und will erst justiert werden. Aber Newton-Justieren klingt schlimm, ist aber wirklich mit ein paar Handgriffen (und einem Justierlaser und einem Schraubenzieher) in Minutenschnelle erledigt.
Warum nicht einen Dobson-Newton im Fahrradanhänger? Der Hänger kann ja ein gebraucher Kinderanhänger sein.
 
Hi Mirco,

ich würde dir zum 102/500 raten. Auch wenn die Montierung nicht das non plus ultra ist, so ist das Teleskop doch für Deepsky gut geeignet. Der 90/900 ist für das Fahrad etwas lang geraten. Im Vergleich zum 102/500 ist die Abbildung im 90/1250 etwas dunkler und kontrastärmer. Großflächige Objekte (z.B. Andromedagalaxie) sind im 102/500 schöner anzusehen, da das Gesichtsfeld größer ist.
Auch Nebel können mit dem 102/500 gut beobachtet werden, da man bei ihm schon mit einem 25er oder 30er Okular einen O-III Filter einsetzen kann.

Viele Grüße
Chris
 
Huhu,

danke erstmal für die schnellen Antworten!

Denke auch das dann das 102/500 besser für mich geeignet wäre. Es gäbe ja auch die Möglichkeit das ganze einzeln zu kaufen, nur welche Montierung wäre denn für den Refraktor geeignet?

danke nochmal

Mirco
 
Moin Mirco!

Denk' dran, wenn Du Dich für den 102/500er entscheidest, daß es sich hier um ein (will-mal-sagen) Spezialteleskop nur für geringe Vergrößerungen handelt. Alles, was über 50-70fach geht, ist schon gar nicht mehr sinnvol für diese Optik, da sie zunehmend mit Bild- und Farbfehlern zu kämpfen hat. Planetenbeobachtung bei hoher Vergrößerung >100fach geht gar nicht. Von einem für Anfänger geeigneten Universalteleskop sind wir hier weit entfernt. Das sinnvollste der drei Vorschläge wäre wirklich noch der FH 90/900 mm, aber okay... Ein 90er Mak verliert über seine Spiegel zu viel Licht und liefert kein helleres Bild als ein 70er Refraktor.

Montierung: Richfielder brauchen im Grunde keine parallaktische Aufstellung, da sie ja vorwiegend mit geringen Vergrößerungen benutzt werden. Deshalb auch das Angebot mit der AZ-3. Wenn Montierung, dann mindestens (N)EQ-3, GSO-Skyview oder Vixen NP (letztere nur noch gebraucht zu bekommen).
 
Danke nochmals für die Antworten!

Eine Frage hätte ich noch zum 102/500, in wie weit ist dieser zur Kometenbeobachtung geeignet? Hab nun öfter gelesen das dieser zum Aufsuchen dieser Objekte ganz gut sein soll(?) aber in wie weit ist dort eine Vergrößerung möglich?
Bzw. in wie weit eignet sich ein 90/900 dazu?

Ewtl. nochmal meine Beobachtungsziele: hellere Deepsky Objekte und vor allem Kometen

Dazu möchte ich noch sagen das mir die Planetenbeobachtung nicht so im Vordergrund steht. Das dies mit eine 102/500 auch nicht optimal durchführbar ist, ist mir denk ich auch klar!

grüzi der Mirco



 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Für Kometen sind kurzbrennweitige Refraktoren mit großer Öffnung gut geeignet. Ich beobachte oft mit einem 120/600er Fraunhofer chinesischer Produktion. Ein 102/500 ist sicherlich in ähnlicher Weise geeignet und wird auch diffuse Kometen bis hinunter zu 10m sicher zeigen.
 
Huhu,

könnt ihr mir noch sagen was für Okulare zu einem 102/500 Sinn machen?

Dabei wären ja schon Super 10mm und Super 25mm aber gibt es zur Kometenbeobachtung noch Sinnvolle Okulare im bezahlbaren Preis? bzw. wieviel mm machen überhaupt Sinn (kenne mich da echt noch net aus ;-) )

danke

der Mirco
 
Hallo Mirco,
wenn Du Dich nicht auskennst, hilft nur lesen, lesen, lesen...

Zum Thema Kometen z.B. hier: http://kometen.fg-vds.de/Einstieg.pdf

Bezahlbar ist sehr relativ.
Für Kometen brauchst Du etwas am unteren Ende der Vergrößerung, in Deinem Fall so um die 30mm, bei hellerem Himmel auch um 20mm.
Da der 102/500 mit f/5 schon recht schnell ist (Öffnungsverhältnis), funktioniert da nicht alles. Einfache günstige Okulare zeigen dann Randunschärfe und verzogene Sterne, so daß Du denkst, alles wäre voller "Kometen".

Die Super klingen zwar super, das war es aber auch schon...

Was hier zum Thema Okulare steht, würde ich mit Einschränkungen in der billigsten Klasse auch für Deinen 102/500 gelten lassen: http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html

Du solltest auf längere Sicht planen, daß die Okularkiste den Wert des Teleskops garantiert um einiges übersteigt.
 
Ich benutze am 120/600 ein 40mm Erfle Übersichtsokular und für die eigentlichen Kometen die 15- und 20 mm Blaukanten. Das alles sind bezahlbare Okulare. Sie haben allerdings auch ihre Schwächen mit der Sternabbildung am Rand. Das ist für die Kometenbeobachtung aber nicht sooo von Bedeutung.

Kleiner Hinweis zu dem oben verlinkten Einführungstext. Den muss ich einmal überarbeiten, Ergebnisse werden heutzutage elektronisch gemeldet.
 
Moin Mirco!

Sorry, ich lese das eben erst...
Wie kommst Du denn jetzt auf das schmale Brett mit den Kometen?! Als Anfänger brauchst Du ein möglichst universelles Teleskop und keinen expliziten Kometensucher. Spezialisierung kommt erst später. Ein Anfänger, der noch kein Teleskop besitzt, kann mir nichts über "Beobachtungsziele" erzählen. Sorry, aber Du willst eigentlich alles sehen... ;)

Ein 4" f/5 Kurzrefraktor ist bestimmt ein schönes Gerät für weitläufige DSO und auch Kometen - gar keine Frage. Ich selbst besitze auch einen 120/600er Richfielder, der einzig für diesen Zweck eingestzt wird. Randschärfe bei den Okularen ist nicht das Wichtigste bei solchen Bedingungen, denn wenn ich mir einen Kometen einstelle, dann natürlich in die Mitte des Gesichtsfelds und nicht am Rand. ;) Ich benutze seit langem hauptsächlich TS WA-Okus in den Brennweiten 20, 15 und 12 mm. Diese Okus besitzen eine hohe Transmission, und das ist es gerade, was das Sehen und Nichtsehen bei Kometen ausmacht - außer dem dunklen Himmel natürlich, aber den hat nicht jeder (ich auch nicht).

Mein anderes Lieblings-Spezial-Teleskop für Kometen ist übrigens ein Skywatcher FH 90/900 mm :o - jaja, mit f/10 geht sowas tatsächlich! :super: Auch mit der Optik habe ich schon Kometen bis runter auf +10 m gesichtet. Natürlich ist hier alles auf Kontrast und Transmission ausgelegt: komplette Velours-Auskleidung des Tubus, Zenitspiegel mit 99% Reflexion und Okulare mit möglichst wenig Linsen für max. Transmission.

Es ist übrigens ein Irrtum anzunehmen, Kometen und DSO sähe man am besten mit maximaler AP. Da muß man flexibel sein und 3 mm AP sind gar nicht mal so verkehrt. ;)
 
Huhu,

ohje werde es fürn Anfang wohl doch erstmal bei einem 70/900 oder 90/900 belassen und später ein Kurzrefraktor dazu kaufen.

Danke nochmals für die vielen Antworten!

Grüzi
Mirco
 
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