Maksutov oder Refraktor ?

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Orpheus

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
kann mir jemand mal sagen was das bessere Bild bringt?
Überlege derzeit entweder einen 90/1200 Maksutov oder einen
90/900 Refraktor zu kaufen. Soll möglichst universell einsetztbar sein. Der Mak hätte eben den Vorteil dass er sehr handlich ist....

MfG Orpheus
 
Hallo Bert,

die Frage ist zunächst, was du unter einem "besseren Bild" verstehst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

Ich persönlich würde bei den beiden Geräten zum MAK greifen. Er ist, wie du schon schreibst, erheblich handlicher, und kann auf dem kleinsten Fotostativ betrieben werden. Der FH hat schon einen langen Hebel, und ist vom Transport her schlechter zu handlen.

Beide Geräte sind, aufgrund ihrer Öffnung und des Öffnungsverhältnisses, nicht gerade Deep-Sky-Kanonen.

Die hellsten Objekte sollten aber schon drin sein, also helle Kugelsternhaufen, der Orionnebel, nicht zu große Offene Sternhaufen (wegen dem kleinen Gesichtsfeld der Geräte).

Besonders geeignet sind die beiden Teleskope zur Planeten-, Mond- und Sonnenbeobachtung (Achtung: Nur mit geeignetem Objektivfilter!!!).

Der FH hat einen gewissen Farbfehler, der dir an Planeten und am Mond Kontrast kostet. Diesen Farbfehler hat ein Maksutov nicht. Dieser verliert aber ein wenig Öffnung durch den aufgedampften Spiegel an der vorderen Linse. Somit dürften beide vergleichbare Ergebnisse dabei bringen.

Ich persönlich sehe in den MAKs Teleskope, die sehr transportabel sind, keine allzugroßen Montierungen benötigen, und frei von Farbfehlern sind.

Eventuell kommt für dich ja auch ein kleiner Newton in Frage, solch einer steht auch bei den meisten Forummitgliedern hier höher im Kurs, als FHs oder MAKs. Allerdings ist dieser auch recht lang, dadurch nicht so transportabel und hat auch eine Abschattung durch den Fangspiegel.

Vielleicht könntest du den MAK eine oder zwei Nummern größer nehmen? Dann käme aber auch schon ein Dobson 200/1200 in Frage, vom Budget her...

Also, ich würde, wenn es nur um die beiden genannten Geräte geht, den MAK nehmen. Wie du dich auch immer entscheidest, viel Spass und immer gute Sicht!

Hier findest du vielleicht auch noch einen Tipp... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Hallo Orpheus,

das ist eine Geschmackssache. Für Objekte, bei denen der Farbfehler des Achromaten nicht stört, liefert dieser das bessere Bild. Also: Mond, Saturn, Mars und einige Deepsky-Objekte. Er braucht natürlich eine viel stabilere Montierung mit einem hohen Stativ (sonst beobachtet man auf dem Bauch liegend).
Der Mak hat keinen Farbfehler, fällt aber aufgrund der Obstruktion an den Paradeobjekten des 90/900 ein wenig hinter diesem zurück. Der fehlende Farbfehler macht das Bild aber etwas hübscher (mich nervt der Farbfehler). Die längere Brennweite des Mak macht ihn etwas okularfreundlicher, aber es wird schon schwierig, sehr große Objekte noch voll ins Bild zu bekommen. Beispiele: H&Chi, M31,... Der Mak ist dabei nicht nur handlicher, sondern sitzt auf einer kleinen Montierung aus dem Bereich Skyview/EQ-3 genauso stabil (oder stabiler) wie der Refraktor auf einer GP-Clone-Montierung ("EQ-5-Klasse"). Für den kleinen Mak reicht schon ein ordentliches Fotostativ völlig aus.

Clear Skies
Sven
 
Hi Orpheus,
universeller als Brennweitengesichtspunkten ist der Refraktor, weil das noch etwas größere Gesichtsfelder ermöglicht. Dafür ist ein Farbfehler da der Leistung kostet. Der Mak ist zwar farbfrei, aber obstruiert was auch Leistung durch Kontrastberlust bringt. Am Mond mit seinen hohen Kontrasten sehe ich den Mak vorn, an Jupi, dank teils schwächerer Farbnuancen werden sich die beiden weniger geben. An Nebel wird wohl der Refr. so er von annehmbarer Qualität ist, eher punkten können.
CS
 
Hallo Peter,
danke für deine schnelle Antwort. Einen Dobsen mit einfach 2 Nummern grösser nehmen wird leider nichts weil ich den ganzen krempel transportieren muss :-)) Von daher tendiere ich inzwischen eher zum 90/900 da es schlicht und einfach robuster ist. (Hab hier nich das einen oder andere gefunden nachdem ich mit Abkürzungen gesucht habe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> ) Aber bin noch am überlegen.
Besten Dank

Orpheus
 
Hallo Peter,
danke für deine schnelle Antwort. Einen Dobsen mit einfach 2 Nummern grösser nehmen wird leider nichts weil ich den ganzen krempel transportieren muss :-)) Von daher tendiere ich inzwischen eher zum 90/900 da es schlicht und einfach robuster ist. (Hab hier nich das einen oder andere gefunden nachdem ich mit Abkürzungen gesucht habe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> ) Aber bin noch am überlegen.
Besten Dank

Orpheus

Hallo nochmal,

ich meinte einen um 2 Nummern größeren MAK <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" /> Robuster mag der 90/900 vielleicht sein (unanfälliger für mechnische Beanspruchung), aber auch unhandlicher als ein MAK, neben den weiteren Hinweisen, die oben schon geschrieben wurden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Na da hat sich ja noch ganz schön was getan in kurzer zeit. Also das mit dem Stativ ist schon ein hartes Argument für den Mak. Habe nur Angst dass ich dann alle paar mal den Spiegel justieren muss, und das als Anfänger. Der Farbfehler soll ja, nach dem was ich bisher gelesen hab bei einer länge von 900 auch nicht mehr so gravierend sein. Wieviel hält denn jetzt so ein Mak aus bevor er dejustiert ? Ist der als "Wald- und Wiesengerät" geeignet oder bin ich da dann nur am einstellen. Im letzteren Fall muss ich mir dann halt doch 10 bis 15 kilo auf den Buckel laden.
An dieser Stelle nochmal danke an alle

Orpheus
 
Hallo

Taucht etwas mit FH auf, steht doch sofort der Farbfehler auf dem Plan, ganz egal welche Öffnung oder Brennweite!

Das dieser bei gleichem Öffnungsverhältnis erst mit steigender Öffnung zunimmt spielt keine Rolle. Und da dieser Farbfehler bei 3" genau so hoch vergrößert wird wie bei einem 6" ist dieser natürlich unerträglich!

Da sieht man doch lieber über etwas Shifting und Zentralabschattung hinweg und geniest matschige Bilder bei 150fach im MC <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Gruß Uwe
 
Na da hat sich ja noch ganz schön was getan in kurzer zeit. Also das mit dem Stativ ist schon ein hartes Argument für den Mak. Habe nur Angst dass ich dann alle paar mal den Spiegel justieren muss, und das als Anfänger. Der Farbfehler soll ja, nach dem was ich bisher gelesen hab bei einer länge von 900 auch nicht mehr so gravierend sein. Wieviel hält denn jetzt so ein Mak aus bevor er dejustiert ? Ist der als "Wald- und Wiesengerät" geeignet oder bin ich da dann nur am einstellen. Im letzteren Fall muss ich mir dann halt doch 10 bis 15 kilo auf den Buckel laden.
An dieser Stelle nochmal danke an alle

Orpheus

Hmmmm.... was möchtest du denn so machen mit deinem Teleskop? Fussball spielen?? Werfen???

Im Ernst, meiner Meinung nach ist der Newton am empfindlichsten, danach der MAK, dann der Refraktor. Ob ein neu gekauftes Gerät gleich korrekt justiert ist, garantiert dir keines der genannten Systeme, da kann es bei jedem mangeln <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/krank.gif" alt="" />

Ich denke, so gut wie jeder hier, der ernsthaft beobachtet, schleppt seine Ausrüstung durch die Gegend, und hebt sie nicht nur daheim auf dem Balkon gelagert auf - und sicherlich ist nicht nach jedem Transport eine komplette Neujustage nötig <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Wenn du also "normal" mit den Geräten umgehst, brauchst du dir eigentlich keine Sorgen ums Justieren machen, es sei denn, du lässt es mal aus nem Meter runterfallen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />
 
Einen Sky-Watcher Maksutov mußt du so gut wie nie nachjustieren, die sind
sehr justiertstabil wenn:

-man darauf achtet, daß man die Justierschrauben entsprechend fest anzieht
-und man es erst einmal schafft, ihn überhaupt korrekt zu justieren, was
nämlich aufgrund der ungeschickten Anordnung der Justierschrauben für einen
Einsteiger nicht gerade einfach ist.

Aber: der 90er Mak zeigt dir am Planeten dieselben Details wie der
90er FH und ist dabei 4mal so kompakt. Der 90er FH kann übrigens auch
dejustiert sein und er kann außerdem noch dezentriert sein und hier kannst
du dann gar nichts mehr machen, außer ihn zurückzusenden.

As you see, Vor- und Nachteile haben beide gleichermaßen.

Bino-Tom
 
Na wenn das ding soweit stabil ist, ist die entscheidung gefallen :-)
Dann wirds ganz klar der Mak. Nur nachdem immer wieder steht dass die so empfindlich sind, hatte ich da bedenken. Und das mit dem justieren wird hoffentlich nicht so schnell auf mich zukommen ^^

Orpheus
 
Moin!

> Und das mit dem justieren wird hoffentlich nicht so schnell auf mich zukommen

Dein Wort in Odins Gehörgang... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Ich wünsche Dir shiftingfreies Fokussieren.
Eins ham wir noch: Reflexionsverluste am Mak. Bei einer angenommenen 88%-Verspiegeung kommen am hinteren Rohrende nur 77% des einfallenden Lichts an. Nicht zu vergessen die geringen Öffnungsverluste von Fangspiegel und Meniskuslinse, die vielleicht auch nochmal 4-5% insgesamt ausmachen. Da bleiben von den 90 mm knapp 71 effektiv über. Aber das nur am Rande.
 
Hallo Uwe,

na klar taucht der Farbfehler auf, er ist ja nunmal da, was einfach die Physik so festlegt. Ich weiß dank meines 90/1000 aus erster Hand, wie der Farbfehler ausschaut, und daß er bei 90/900 nochmal etwas deutlicher wird. Mich stört es und ich bemerke auch, wo es Kontrast und sogar Details kostet.

Clear Skies
Sven
 
Moin Armin!

> sonst ist mir kein aktuelles Modell mit 90/900 bekannt.

Es gibt noch das Modell von Skywatcher (im Gegensatz zum TS: Metall-OAZ mit Standard-Sucherschuh, vernünftige Rohrschellen). Tut mir leid, aber der TS-Refri sieht mir zu sehr nach einem aufgeblasenen Lidl aus (Plastik-Fockelpinne, -Sucher und -Rohrschelle).

Guckst Du SW FH-90/900 mm:
http://www.teleskop-service.de/CTeleskope/CTeleskope.htm#90900
 
Hallo Orpheus,
wenn Du wirklich auf sehr mobile Geräte setzen musst, sehe ich nur einen Weg zu maximalem
Beobachtungsspass.
Zwei Geräte, eine Monti.
Erst Anschaffung ein 80-100mm Linsenfernrohr als zu kurzen FH mit F/5 - F/6 mit Montierung.
Zweite Anschaffung ein 102-125er Mak (nur OTA) für die gleiche Monti.
dann musst du halt entscheiden, welches Röhrchen zum Einsatz kommt, je nach Standort,
Jahreszeit, Beobachtungsziel und Bedingungen.
Erst Anschaffung wäre die Linse, Großfeld (beim 90/900 schon sehr eingeschränkt) und DS zum
Himmel kennenlernen und Erfahrung sammeln, später dann den Mak dazu, um Mal, nicht nur am Planeten
höhere Vergrößerungen ohne den störenden Farbfehler zu realisieren.
Wenn du beide Fernrohre nach ihren Stärken nutzt, hast Du jede Menge Spass und bist sehr mobil.
CS
*entfernt*
 
Hi Günther,

uiuiui, also ich finde, wenn man nicht gerade die Extreme 80mm und 127mm für die Öffnung der beiden Geräte nimmt, dann liegen die letztlich doch zu nah beieinander. Denn sonst könnte man doch für das Geld einen 100mm China-ED anschaffen und wäre in allen Disziplinen mit einem Gerät gut bedient.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven,
was Du schreibst ist völlig richtig.
Mit so einem 80er ED hat man auch eine sehr schöne Lösung, nach meiner Einschätzung sogar die Beste.
Ich war zu sehr der "Überschrift" verhaftet und da kommt man auf die Idee, den FH richtig kurz für Großfeld, Übersicht und Nebel, und den Mak mit ordentlich Brennweite für Planeten und sonstige Anwendungen
mit höherer Vergrößerung. Ich bin einfach ein Fan großer Gesichtsfelder und da ist so ein kleiner zu
kurzer FH, möglichst mit 2" OAZ schon was Feines und gerade im Gebrauchtmarkt sehr günstig zu bekommen.
Gleiches gilt für die kleinen Mak´s.
Ich habe natürlich selbst noch den 8-Zöller im Kreuz und da hat man leicht reden.
Letztlich wäre auch ein 130/650er Parabolnewton eine Alternative zum ED. Das Für- und Wider ist da
gar nicht so einfach in den Griff zu kriegen, da hilft letztlich eigentlich nur selbst ausprobieren.
CS
*entfernt*
 
... Denn sonst könnte man doch für das Geld einen 100mm China-ED anschaffen und wäre in allen Disziplinen mit einem Gerät gut bedient...

Habt Ihr mal ein paar Beispiele für solche Geräte? Danke.

Edit: War etwas vorschnell. Habe an anderer Stelle gefunden, um welches Teleskope es sich handelt (lese gerade Testbericht in AH ... )
 
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