Mal ne Frage........

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Sternklar

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Hallo,

ich habe neulich auf Webseiten was von Schmidt-Cassegrain und Maksutov-Cassegrain Teleskopen gesehen, leider wurde da nur das Produkt angeboten, jedoch nicht näher beschrieben, was das genau für Bauarten sind.

Diese Art von Teleskopen haben mich gleich wegen der großen Öffnung interessiert und wegen der hohen Brennweiten, bei kurzem Bau.
Allerdings fängt der Preis bei seriösen Geräten erst ab ca. 1200 Euro an.

Wie ist im Vergleich dazu, der Newton zu sehen, der ja von der Bauweise wesentlich länger ist, aber auch preisgünstiger?

Für welche Art von Himmelsbeobachtung eignen sich solche Geräte?
Wo liegt denn der Unterschied zwischen einem Maksutov und einem Schmidt Cassegrain?

Danke vorab für die Einsichten.



 
Hallo Sternklar,

eben habe ich den gleichen Thread gefunden, wahrscheinlich hilft das weiter http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=optik&Number=186683&page=0&view=collapsed&sb=5&o=&fpart=1#Post188862

bei einem Cassegrain Teleskop wird (wie bei einem Refraktor) das Bild von hinten betrachtet. Wie bei einem Newton wird ein großer Hauptspiegel verwendet, der das Licht auf einen hyperbolischen (?) Fangspiegel umlenkt, bevor es durch ein Loch hinten wieder austritt. Durch die Form des Fangspiegels wird die hohe Brennweite bei kurzer Bauart erzeugt.

Ein Maksutov Teleskop besitzt vorne eine Meniskusplatte, die die entstehenden Bildfehler beseitigt.
Ein Schmidt Teleskop (egal ob Cassegrain oder Newton) hat am vordern Ende die sogenannte Schmidtplatte die ebenfalls Bildfehler korrigiert aber anders geschliffen ist.

Daraus resultiert auch der höhere Herstellungspreis. Beim Newton wird ein planer Fangspiegel und ein parabolischer Haupspiegel verbaut - zwei Flächen. Das Maksutov hat durch die Meniskusplatte schon zwei geschliffene (nur eine bei aufgedampftem Fangspiegel) Flächen mehr und die Schmidtplatte ist aufwändiger herzustellen.

Der Newton erzeugt meist ein hellers Bild, da er eine kürzere Brennweite und weniger optische Flächen hat. Deshalb ist er eher für Deep Sky geeignet. Demgegenüber ist der Refraktor am Planeten aufgrund fehlnder Obstruktion und resultierendem Kontrastgewinn fast unschlagbar. Die Maksutov und Cassegrain Teleskope liegen dazwischen, spielen ihre Stärke aber auch eher am Planeten aus und sind am transportabelsten von allen.

Ich hoffe das hilft ein wenig ...
CS, Mega
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sternklar,

schau mal hier nach: http://www.astronomie.de/technik/teleskop-systeme/index.htm
Unter diesem Link bekommst Du in recht verständlicher und vor allem ausführlicher Form beschrieben, wie die einzelnen Teleskoptypen (auch die exotischen!) funktionieren. Auch die Abbildungen helfen beim Verständnis der Funktionsweise gut weiter.

Megas Ausführungen kann ich mich allerdings nur bedingt anschließen. Sicherlich ist ein Newton mit seinem günstigen Preis für recht viel Öffnung die erste Wahl, wenn es um DeepSky Beobachtungen geht. Richtig ist auch, daß die Abbildungsleistung von Newtons, Maksutovs und Schmidt-Cassegrains durch den Einfluß des Fangspiegels leidet (Obstruktion). Allerdings haben Refraktoren - sündhaftteure Apos mal außer Acht gelassen - den Nachteil, daß sie einen mehr oder weniger ausgeprägten Farbsaum um helle Objekte aufweisen, was sich gerade bei hohen Vergrößerungen, die man bei Planeten in der Regel ja anwendet, äußerst störend bemerkbar macht.
Ich würde daher für Mond- und Planetenbeobachtung einen guten Mak oder ein gutes SCT immer einem Refraktor vorziehen. (Bei gleicher Brennweite sind diese zudem auch transportabler.)

Welcher Teleskoptyp allerdings für Dich der richtige ist, hängt davon ab, was Du beobachten möchtest und kannst (wenn Du in der Stadt wohnst, scheidet DeepSky weitestgehend aus bzw. mußt Du auf Transportabilität achten).
Viele Grüße,

Martin
 
Vielen Dank für die Infos! Ich denke, jedes Teleskop ermöglicht einen anderen Blickwinkel, von daher denke ich, gibt es leider oder Gott sei dank nicht "das Teleskop" schlechthin........
 
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