Mal runde Sterne, mal unrunde Sterne im wechsel. Anfänger weiß nicht weiter.

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raychan

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Zu mir. Ich bin noch neu im Deepsky Fotografie Segment und purer Anfänger. Habe gerade meine 4te Nacht hinter mir und bin sozusagen noch in der Equipment-Lernphase :D.
Ich habe aktuell ein Problem was ich mir noch nicht ganz erklären kann. Welche aber bei allen 4 Nächten auftritt und regelmäßiger Natur ist.

Es geht darum, dass erst 1-2 aufnahmen mit runden Sterne kommen und danach folgt 3-4 aufnahmen mit unrunden Sternen. Und das wiederholt sich im wechsel über die ganze Aufnahmezeit (300-500 Aufnahmen)

Zu meinem Equipment:

- Star Adventurer im Batteriebetrieb
- Sony a7rIV mit Tamron 70-180 bei 180mm (1,9kg inkl. Schiene usw.)
- Sony a7III mit Sony 24-240 bei 240mm (1,8kg inkl. Schiene usw.)
- Stativ Sirui T-2204X (Ich weiß es ist nicht geeignet dafür)

Ich habe mein Aufbau nach jeder Nacht optimiert.

1. Nacht: Sony a7rIV mit 180mm mit den Mitgelieferten 1kg Gegengewicht, Polarstern musste ich alle 30min nachstellen
2. Nacht: Sony a7rIV mit 180mm mit den Mitgelieferten 1kg Gegengewicht, Polsucher des Star Adventurer justiert
3. Nacht: Sony a7rIV mit 180mm mit den Mitgelieferten 1kg Gegengewicht, diesmal die Polareinrichtung verstanden aber wahrscheinlich wegen Ungleichgewicht lief der Polarstern nach 3h aus der Bahn
4. Nacht: Zwei Kameras mit ungefähren gleichen Gewicht. Polsucher nochmal genauer justiert. Nach 4h Aufnahme war der Polarstern noch im Kreis und lag ca. 0,5mm neben der Linie. Die zwei Kameras habe ich auch in eine ähnliche Richtung schauen lassen, damit diese keine unterschiedlichen Kräfte auswirken.

Also die Polarausrichtung habe ich erstmal hinbekommen. Nun hat sich seit den 4 Nächten der Effekt der auftretenden unrunden Sternen nicht verbessert. Ich konnte aber die Belichtungszeit von 20sec auf 30sec erhöhen. Mehr habe ich aber jetzt nicht probiert da, über 30sec die Sony Kameras von 14Bit auf 12Bit drosseln.

Ich werde bald noch das Stativ austauschen, da es zwar die Last locker trägt aber nicht dafür geeignet ist. Aber ich glaube nicht, das der Fehler vom Stativ kommt, weil dieser sehr regelmäßig auftritt und die Sterne sich nur in eine Richtung ziehen.

Oder was meint Ihr?
Hat der Star Adventurer so einen schlechten Schneckengang?
Habe ich den überbelastet?
Oder sind meine Ansprüche zu hoch? Immerhin hat die a7rIV ein 60MP Sensor und das bei 180mm.

Anbei mal die Fotos in der Aufnahmereihen folge. Das wiederholt sich über 500 Aufnahmen. Mal mit größerem Abstand, mal mit kleinem Abstand. Was auch daran merkwürdig ist, dass der Bildausschnitt erst nach links wandert und danach wieder nach rechts wandert. So als würde der Schrittmotor mal langsamer mal schneller laufen.
 

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Wind?

das ist schon ne recht wackelige Geschichte mit der Polhöhenwiege ... da wird zwar 5 kg Zuladung angegeben, aber das halte ich für ziemlich mutig. Selbst wenn das hinhaut, dann rechnet man ja etwa 2/3 der angegebenen Zuladung für fotografische Anwendungen. In Kombination mit der Polhöhenwiege würde ich von weniger ausgehen. Wenn dann noch ein Stativ drunter ist, was - nach eigenen Worten - nicht geeignet ist, dann brauchst Du Dich nicht wundern, wenn es Probleme gibt (nicht böse gemeint!)

CS.Oli
 
Hallo zusammen,

der Effekt erinnert mich tatsächlich an perodischen Schneckenfehler. Wenn Die Aufnahmedauer deutlich kürzer ist als die Periode des Schneckenfehlers, dann hat man bei den Umkehrpunkten eine bessere Sternabbildung als dazwischen, da ist nämlich der Geschwindigkeitsfehler am größten. Aber bei 180mm Brennweite würde ich das noch nicht erwarten. Ich habe allerdings keine eigenen Erfahrungen mit der Star Adventurer.

LG & CS, Reinhard
 
Sind die Objektive Ostlastig und Kopflastig montiert? Würde ich mal probieren.

Schließe mich Oli an: Mit dieser Kombi würde ich keine EAA machen - und Du willst sogar damit Astrofotografie machen?

Wieviel Ausschuss produziert denn Deine Stacking Software?

Gruß,
Peter
 
Vielen Dank für die schnellen Antworten :)

Wind?

das ist schon ne recht wackelige Geschichte mit der Polhöhenwiege ... da wird zwar 5 kg Zuladung angegeben, aber das halte ich für ziemlich mutig. Selbst wenn das hinhaut, dann rechnet man ja etwa 2/3 der angegebenen Zuladung für fotografische Anwendungen. In Kombination mit der Polhöhenwiege würde ich von weniger ausgehen. Wenn dann noch ein Stativ drunter ist, was - nach eigenen Worten - nicht geeignet ist, dann brauchst Du Dich nicht wundern, wenn es Probleme gibt (nicht böse gemeint!)

CS.Oli
Wind könnte das ganze sicher zum Wackeln bringen. Aber immer exakt in die gleiche Richtung?
Ich habe von 500 Aufnahmen, drei die nach einer Verwackelung durch ein Stativ aussehen.

Zu der Belastung.
Damit wäre ich knapp über die 2/3 grenze, also 1,9kg + 1,8kg = 3,7kg und das Gegengewicht fällt weg, weil die zweite Kamera das Gegengewicht darstellt.

Hallo zusammen,

der Effekt erinnert mich tatsächlich an perodischen Schneckenfehler. Wenn Die Aufnahmedauer deutlich kürzer ist als die Periode des Schneckenfehlers, dann hat man bei den Umkehrpunkten eine bessere Sternabbildung als dazwischen, da ist nämlich der Geschwindigkeitsfehler am größten. Aber bei 180mm Brennweite würde ich das noch nicht erwarten. Ich habe allerdings keine eigenen Erfahrungen mit der Star Adventurer.

LG & CS, Reinhard

Es sind zwar 180mm aber bei 60MP Vollformatsensor. Das wären bei einen APS-C Sensor 26MP mit 270mm. Vielleicht zuviel?
Kann man solche Fehler mit ein Autoguider ausgleichen oder nur durch eine bessere Montierung?

Sind die Objektive Ostlastig und Kopflastig montiert? Würde ich mal probieren.

Schließe mich Oli an: Mit dieser Kombi würde ich keine EAA machen - und Du willst sogar damit Astrofotografie machen?

Wieviel Ausschuss produziert denn Deine Stacking Software?

Gruß,
Peter

Weiß nicht was du mit Ostlastig meinst. :unsure: Und was heißt EAA? Naja was heißt wollen? Ich habe schon 4 Nächte aufgenommen und das erste habe ich hier schon hochgeladen. 1. Nacht Andromeda Galaxy
Da die Objektive keine Stativschelle besitzen habe ich die Kameras mit Objektive auf einer Arca-S Schiene ausgeglichen, damit der Schwerpunkt vom Objektiv und Kamera genau auf der 1/4 Schraube liegt. Dies ist bei beiden Kameras der Fall.

Die Objekte die ich in den letzten Wochen fotografiert habe waren Andromeda Galaxy, Elefantenrüssel Nebel, Nordamerika Nebel, Cirrus Nebel und der Nebel bei Sadr. Also ziemlich weit oben.

Zum Ausschuss. (Ich sortiere per Hand aus, geht das auch mit Software? :oops:)
1. Nacht: von 650 waren 103 zugebrauchen
4. Nacht: von 447 waren 193 zugebrauchen

Also es hat sich schon ordentlich verbessert. Aber mehr ist immer besser :D

Das Stativ werde ich in Zukunft aufjeden Fall austauschen. Mich würde nur interessieren ob es nur daran liegt oder ob es noch andere Sachen sind die ich falsch mache oder noch lernen muss.
 
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Ostlastig (East heavy) bedeutet, dass die in Blickrichtung Polarstern (Norden) rechte Seite der RA-Achse einen Hauch schwerer ist als die linke, damit der Antrieb bei der Rotation im Gegenuhrzeigersinn stets unter Spannung bleibt.
 
Ostlastig (East heavy) bedeutet, dass die in Blickrichtung Polarstern (Norden) rechte Seite der RA-Achse einen Hauch schwerer ist als die linke, damit der Antrieb bei der Rotation im Gegenuhrzeigersinn stets unter Spannung bleibt.
Achso. Wenn ich es richtig verstanden habe:
In Blickrichtung des Polarsterns war auf der rechten Seite die 1,9kg Kamera und auf der linken Seite die 1,8kg. Also ja wäre den Ostlastig. Und das kann man nicht ausgleichen indem man den L-Winkel wo alles montiert ist einwenig versetzt?

Ich dachte es würde reichen wenn ich die Polhöhenwaage auf 0° stelle und dann den L-Winkel so verschiebe bis es in keine Richtung mehr kippt.
 
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