Re: Bino mit Lidlscopes?
Macht das denn überhaupt irgendeinen Sinn, bei nur 70 mm Öffnung? Oder ist das völlig verschwendete Zeit (und Geld)....Toni
Naja, sofern Du einigermassen bequem reinschauen willst brauchst Du 2x 2" Zenitspiegel und 4x 1 1/4" was Du zum Preis der Scopes dazurechnen musst.
Die 2" Zenitspiegel musst Du dann justierbar umbauen. Bisher haben wir nur die Intes-Spiegel gefunden, die genug Fleisch haben um den rückwärtigen Gehäusedeckel zu versetzen und mit der Dreipunkt-Justage auszustatten.
Hier musst Du mit Extra-Kosten von Minimum 800,- Euro rechnen, sofern Du selber eine Drehbank hast, ansonsten kommen noch die Zwischenteile von geschätzt ca. 200,- Euro dazu.
Eine Alternative wäre es alle Alu-Gehäuse für 2"Zenitspiegel und Hörnchen selber zu fräsen oder aus Aluflachmaterial zusammenzudengeln. Dann könnte man "billige" Spiegel verwenden, die der Optik auch angemessen wären. Hier bräuchte man "nur" ca. 380,- Euro für die Spiegel investieren + die Arbeitsstunden und Alumaterial.
Dann fehlt noch Farbe, ein Tragegriff, Peilsucher usw...
Bei Variante A kommt man so grob auf Gesamtkosten von 1300,- Euro bis 1500,- Euro
Bei Variante B kommt man so grob auf Gesamtkosten von 900,- Euro
Du hättest dann ein 70x Bino mit einem Minimalvergrösserung von ca. 28x (25mm Plössl) und einem Gesichtsfeld von 1.7°
Im Vergleich dazu gibt es fertige Alternativen wie z.B.
- 4" f/5 Synta-Refraktor + BaaderBino = 800,- Euro und ist schon fix und fertig, hat gleiches Lichtsammelvermögen wie Lidlbino, Minimalgesichtsfeld 2.5° !!!
- 70mm Miyauchi = 998,- Euro
Also als Fazit würde ich sagen, nein es lohnt sich finanziell nicht. Andererseits kannst Du die Umlenkeinheit auch so clever bauen, dass Du sie später weiterverwenden kannst indem Du z.B. die Lidlrohre durch 5" Syntas oder 4" Borg-Apos ersetzt.
In jedem Fall ist es eine lehrreiche Sache!