mausezahn
Mitglied
Hallo Freunde des binokularen Sehens!
Seit 2 Tagen bin ich stolze Besitzerin des TS 20x80 Triplett Fernglases (für 189 Euro bei eBay ersteigert) und möchte nun auch meine ersten Erfahrungen mitteilen.
Auch ich hatte mit dem FG das Problem, dass es sich erst ab ca 100m scharfstellen liess. Dank des Tips von Markof konnte ich die Naheinstellgrenze mit einer Unterlegscheibe auf ca 25m heranholen. Aber auch ich habe das gleiche Problem mit dem Dioptrieausgleich: obwohl ich keine Sehfehler habe, muss ich das rechte Okular ziemlich weit in den Minus Bereich drehen (bei meinem Leica 10x25 steht dieser nahezu perfekt auf Null). Nungut, damit kann ich leben, da dadurch ansonsten keinerlei Beeinträchtigung gegeben ist. Allerdings habe ich bei Tagesbeobachtung immer ein leichtes Gefühl von "Se(h)ekrankheit". (ein minikurzer Ausflug in den Sternenhimmel zeigte diesen Effekt bei mir allerding nicht!) Also versuchte ich mich auch an der Mittelstange/Objektivverbindung. Um alle Spannungen aus dem System zu nehmen habe ich den Kompletten Mittelsteg und die Halterungen, die die Objektive verbinden, ausgebaut (so lassen sich nochmals über 400gr Gewicht sparen). An dem komischen Gefühl bei der Tagesbeobachtung hat sich nichts geändert. Nur ganz nebenbei noch folgendes: die beiden Tuben sind aus einem plastikähnlichen Material, das Prismengehäuse scheint aus Metall zu sein und die Prismen sind eingeklebt, bzw. eingeklemmt - also nicht justierbar.
Bevor ich auf die Vorzüge dieses Gerätes zu sprechen komme, nur noch ein letztes (kleines) Manko: dem Mitteltrieb merkt man die preisgünstige Herkunft an. Beim Fokussieren gibt es einige kleine "Luftlöcher" und man hört das "Chinesenfett" arbeiten. Von in einem anderen Posting erwähnten "Leica-feeling" keine Spur. Aber das hätte mich bei dem Preis auch gewundert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> .
Da mein Freund ein Fujinon 16x70 besitzt, konnten wir einige Vergleiche der beiden FGs anstellen. Dabei stellte sich herraus, dass das TS erheblich weniger Frabfehler aufweist und auch in Sachen Bildfeldwölbung das Fujinon locker in die Tasche steckt. Die Schärfe des TS ist wirklich fabelhaft - für den Preis sogar absolut fantastisch! Allerdings war die Brillianz des Fujinon dem TS doch überlegen. Auch war bei dem Fujinon nicht das Gefühl der Seekrankheit vorhanden.
Vergleicht man jedoch die Preise der beiden FGs, bin ich mit dem TS hochzufrieden. Ich würde mir nicht für den 3fachen Preis das etwas bessere Fujinon kaufen. Auch mein Freund schaut immer wieder neidisch auf mein TS... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />!
Jetzt fehlt nur noch eine klare Nacht, und der richtige Test am Sternenhimmel kann beginnen *freu*!!!
Zu guter letzt noch eine kleine Frage: wie kann ich feststellen, ob evtl. die Prismen des FGs nicht richtig justiert sind?
Beste Grüsse Mausezehn
Seit 2 Tagen bin ich stolze Besitzerin des TS 20x80 Triplett Fernglases (für 189 Euro bei eBay ersteigert) und möchte nun auch meine ersten Erfahrungen mitteilen.
Auch ich hatte mit dem FG das Problem, dass es sich erst ab ca 100m scharfstellen liess. Dank des Tips von Markof konnte ich die Naheinstellgrenze mit einer Unterlegscheibe auf ca 25m heranholen. Aber auch ich habe das gleiche Problem mit dem Dioptrieausgleich: obwohl ich keine Sehfehler habe, muss ich das rechte Okular ziemlich weit in den Minus Bereich drehen (bei meinem Leica 10x25 steht dieser nahezu perfekt auf Null). Nungut, damit kann ich leben, da dadurch ansonsten keinerlei Beeinträchtigung gegeben ist. Allerdings habe ich bei Tagesbeobachtung immer ein leichtes Gefühl von "Se(h)ekrankheit". (ein minikurzer Ausflug in den Sternenhimmel zeigte diesen Effekt bei mir allerding nicht!) Also versuchte ich mich auch an der Mittelstange/Objektivverbindung. Um alle Spannungen aus dem System zu nehmen habe ich den Kompletten Mittelsteg und die Halterungen, die die Objektive verbinden, ausgebaut (so lassen sich nochmals über 400gr Gewicht sparen). An dem komischen Gefühl bei der Tagesbeobachtung hat sich nichts geändert. Nur ganz nebenbei noch folgendes: die beiden Tuben sind aus einem plastikähnlichen Material, das Prismengehäuse scheint aus Metall zu sein und die Prismen sind eingeklebt, bzw. eingeklemmt - also nicht justierbar.
Bevor ich auf die Vorzüge dieses Gerätes zu sprechen komme, nur noch ein letztes (kleines) Manko: dem Mitteltrieb merkt man die preisgünstige Herkunft an. Beim Fokussieren gibt es einige kleine "Luftlöcher" und man hört das "Chinesenfett" arbeiten. Von in einem anderen Posting erwähnten "Leica-feeling" keine Spur. Aber das hätte mich bei dem Preis auch gewundert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> .
Da mein Freund ein Fujinon 16x70 besitzt, konnten wir einige Vergleiche der beiden FGs anstellen. Dabei stellte sich herraus, dass das TS erheblich weniger Frabfehler aufweist und auch in Sachen Bildfeldwölbung das Fujinon locker in die Tasche steckt. Die Schärfe des TS ist wirklich fabelhaft - für den Preis sogar absolut fantastisch! Allerdings war die Brillianz des Fujinon dem TS doch überlegen. Auch war bei dem Fujinon nicht das Gefühl der Seekrankheit vorhanden.
Vergleicht man jedoch die Preise der beiden FGs, bin ich mit dem TS hochzufrieden. Ich würde mir nicht für den 3fachen Preis das etwas bessere Fujinon kaufen. Auch mein Freund schaut immer wieder neidisch auf mein TS... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />!
Jetzt fehlt nur noch eine klare Nacht, und der richtige Test am Sternenhimmel kann beginnen *freu*!!!
Zu guter letzt noch eine kleine Frage: wie kann ich feststellen, ob evtl. die Prismen des FGs nicht richtig justiert sind?
Beste Grüsse Mausezehn