Manuell Fokussieren versus masch. Fokussieren

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astrofax66

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Hallo zusammen,
trotz viel googlen und Rechergieren ist mir noch nicht ganz klar, was nun die bessere Variante ist.
Derzeit ist das manuelle Scharfstellen bzw. Fokussieren mit meiner CANON EOS 600D am 10 Zoll Newton mit dem nicht optimalen Okularauszug (rutscht gelegentlich) oft nur mit sehr viel Verrenkungen möglich.
Aktuell versuche ich halt direkt kurz vorm Fotografieren scharf stellen. Ohne Laptop bis dato. Nicht immer von Erfolg gekrönt.
Und müüüühsam :oops:.

Derzeit bin ich voll auf dem "Automatisierungstrip" (schau ma mal was da rauskommt). Habe eh schon sehr viele hilfreiche Tipps von euch bekommen.

Angesichts dessen, dass ich mir eine ASI zulegen werde, sollte ja alles einfacher werden, als mit meiner CANON EOS 600D.
Dachte eigentlich mit N.I.N.A das hinzubekommen - in Verbindung mit LACERTA Motorfokus Stand Alone bzw. ASCOM-kompatibel.

Notfalls wenn ich eine ASI habe, halt mit Firecapture bevor ich mit N.I.N.A dann die Fotosession starte.
Oder sonst irgendwie.

Was ist eure Meinung dazu?

Danke,

LG + CS und eine Corona-freie Zeit ;), bzw. gesund bleiben - beim Sternderl gucken sind wir ja nicht wirklich gefährdet (y);-)
Hans
 
Benutzt du bereits eine Bahtinov Maske dies vereinfacht Manuell und du bist auf den Punkt genau im Fokus und das mit Live View so mach ich das. Auto Focuser sind nicht besser am Ende, sondern eher als Automatisierung gedacht für Fernsteuerung.
 
Hallo Hans,
Ich sehe folgende Vorteile des Motorfokussers:
1. Das System wackelt nicht, wenn du den Fokus verstellst.
2. Falls dein Teleskop durch sinkende Temperaturen während der Nacht Fokusdrift zeigt, kannst du mit dem Motorfokusser automatisch nachfokussieren
3. Falls deine Filter nicht wirklich homofokal sind, kannst du für jeden Filter individuell eine Fokuspositionsabweichung definieren, die dann automatisch kompensiert wird.
4. Mit geeigneten Programmen kannst du einen Autofokus realisieren. Dieser ist aber nicht besser/schärfer als ein manueller Fokus mit z.b. Bahtinov Maske.

Clear Skies
Fried
 
Mit verschiedenen Programmen kannst du automatisch nachfokussieren z.B. nach jedem 5. Bild oder wenn sich die Temperatur um nn Grad verändert. Dabei wird dann auch das Teleskopprofil über Temperatur aufgenommen.
Auch bei einem StellarMate kann man z.B. einstellen das nach jedem xten Bild automatisch nachfokussiert wird.

Besser als manueller Fokus wird es wahrscheinlich nicht allerdings ist es recht zeitaufwendig immer wieder zu warten bis das Teleskop nicht mehr wackelt wenn man am Okularauszug gedreht hat. Mit Motorfokus geht das viel schneller.
Ich möchte auf jeden Fall nicht mehr darauf verzichten.
 
Moin,

Ich plädiere wann immer es geht ebenfalls für den Motorfokus. Abgesehen davon dass man damit das Fokussieren von der Tagesform unabhängig macht hat man es in den Ablauf integriert, so dass alles immer gleich und ohne manuellen Eingriff abläuft, was die Fehleranfälligkeit senkt. Bei der knappen Nutzzeit draußen ein wichtiges Argument.

Zudem entfällt das Fingern an der Montierung, sofern man nicht grad das bombenfeste Monstersetup hat besteht immer die Gefahr alles anzustoßen, zu verstellen, da bin ich eher - minimal grobmotorisch veranlagt - für eine systeminterne Lösung.

CS
Jörg
 
Mit verschiedenen Programmen kannst du automatisch nachfokussieren z.B. nach jedem 5. Bild oder wenn sich die Temperatur um nn Grad verändert. Dabei wird dann auch das Teleskopprofil über Temperatur aufgenommen.
Auch bei einem StellarMate kann man z.B. einstellen das nach jedem xten Bild automatisch nachfokussiert wird.

Besser als manueller Fokus wird es wahrscheinlich nicht allerdings ist es recht zeitaufwendig immer wieder zu warten bis das Teleskop nicht mehr wackelt wenn man am Okularauszug gedreht hat. Mit Motorfokus geht das viel schneller.
Ich möchte auf jeden Fall nicht mehr darauf verzichten.
Hi,
Wie machst du das, bzw. welches technisches Equipment hast du im Einsatz?
Lg
Hans
 
solange du ohne laptop am weg bist, nutz die bahtinov-maske. ist genau und einfach in der handhabung.
sobald du einen laptop mit im feld hast, wäre ein motorfokus angebracht. du kannst dir dann über den FWHM-wert schafrstellen, bequem am laptop nachjustieren und die temp-kompensierung sollte eingiges automatisch machen.
möchte auch schon ewig auf den motorfokus umsteigen, habe aber keinen laptop mit dabei. zusätztlicher strom, zusätzliche kabel, zusätzliche stecker = zusätzliche fehlerquellen. verzichte daher aktuell auf den motor...
lg
 
Z.B. geht das mit StellarMate (Raspberry Pi basiert) und einem INDI kompatiblen Fokusser in meinem Fall ist das ein FocusLynx am Starlight Feathertouch. Der wird am USB des StellarMate eingesteckt.
Im EKOS Programm kann man dann das gewünschte Verhalten einstellen.
 
Hallo,
bin gerade am Überlegen welcher Typ von Motorfokus für meine beiden Teleskope bzw. meine Ausrüstung am besten passen würde:
- Skywatcher Equinox 120/900
- Skywatcher 10 Zoll Dobson
- ASI 071 MCpro
- Montierung AZ/EQ6

Habe da auch schon fleissig gegoogl't - irgendwie wären meiner Meinung nach das die favorisierten Modelle:
- Lacerta Motofokus: MFOC | LACERTA Motorfokus Stand Alone und ASCOM-kompatibel mit
- ZWO EAF Motorfokus: Teleskop-Express: ZWO EAF Motorfokus - Electronic Automatic Focuser

Verstehe nämlich nicht ganz wie das mit unterschiedlichen Modellen funktionieren könnte (haben ja unterschiedliche Auszüge...)

Vielleicht kann mir ja jemand einen Tipp geben bzw. welche Kombination habt ihr im Einsatz?
Danke im voraus,

LG + CS,
Hans
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Hans,
Normalerweise gibt es spezielle Adaptierungen für verschiedene Auszüge und Wellendurchmesser.
Generell muss man einmal an die Welle und dann braucht man noch die Befestigung um den Fokusser selbst zu halten.
Der Lacerta hat Adapter für verschiedene Wellendurchmesser und dann gibt es noch separate Adaptersets für nicht Octo Auszug kompatible Auszüge.
Beim ZWO EAF ist es ähnlich auch dort gibt es eine Liste von kompatiblen Auszügen.
Der Lacerta Fokusser ist allerdings eine ganz andere Qualitätskategorie als der ZWO natürlich auch im Preis.
Frag doch einfach mal beim Händler nach Adaptionen für deinen Auszug.
 
Hallo Hans,

ich bin auch froh, daß ich auf Motorfokuser umgestiegen bin. Außer dem Original-Celestron-Fokuser fürs EdgeHD habe ich den ZWO EAF. Der sollte für die meisten Auszüge anpassbar sein. Ich habe ihn am TSAPO72f6 und am Crayford-Auszug des Skywatcher 130/650 PDS eingesetzt. Das Fokussieren funktioniert. Ich habe einmal fokussiert und der Fokus wurde unter gleichen Bedingungen über mehrere Nächte gehalten. Da scheint sich nichts zu verstellen. Etwas Spiel stört da nicht.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Hans,

ich benutze den ZWO EAF am Equinox 120. Er funktioniert mit dem beiliegenden Adapter ohne Modifikationen, ist aber an zwei Stellen etwas "auf Kante genäht":
  • Der Abstand der Schlitze für die Schrauben passt nicht ganz zu den Bohrungen im Equinox-Auszug. Deshalb wird auf dem Foto links nur eine Schraube verwendet.
  • Der Durchmesser der Kupplung ist etwas größer als die Öffnung im Auszug. Die Achse des Auszugs ragt gerade weit genug heraus, um durch die Inbusschraube der Kupplung gehalten zu werden
Alles sitzt fest und hat bereits mehrere Nächte ohne Wackeln funktioniert. Trotzdem werde ich wahrscheinlich bei Gelegenheit einen Bekannten mit entsprechender Werkstatt um einen genau passenden Adapter bitten und von der Kupplung einen Tick abdrehen lassen.

Viele Grüße,
Joachim

ZWO_EAF.jpg
 
Hallo Joachim,

wenn es sich nur um einen Tick handelt, die die Kupplung zu lang ist, dann würden sicher auch Unterlegscheiben oder -plättchen (Shims) zw. L-Stück und Fokuser das gleiche bewirken. Dann brauchts Du die Kupplung nicht angehen und kannst es mit Hausmitteln anpassen.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

das Problem liegt hier:

ZWO_EAF2.jpg


Wenn ich die Kupplung näher an den Auszug schiebe, schleift sie am Auszug. Umgekehrt halten die beiden Inbusschrauben auf der Auszugseite der Kupplung die Achse des Auszugs nicht mehr, wenn ich mehr Abstand zum Auszug lasse. In dieser Einstellung passt es gerade genau ohne Schleifen und ohne Wackeln.

Viele Grüße,
Joachim
 
Aha verstehe, das Problem hatte ich beim Crayfordauszug vom SW130 auch. Da hatte ich aber noch genügend Raum um das anzupassen. Um eine Platte mit zwei Löchern zw. L-Stück und EAF einzufügen bräuchtest Du dann längere Schrauben - das stimmt. Du mußt dann schauen, was bei Dir am besten funktioniert.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Hans et al,

auch ich habe Elektrofokus eingesetzt. Macht den Unterschied zwischen im Garten frieren oder im Wohnzimmer eben nicht frieren. :coffee:
Weichei, ich weiß ...

Mein Setup wird Hans mangels Backfokus am Newton leider nichts nützen, aber evtl. anderen Mitlesern.

Ich verwende mehrere Teleskope auf meiner Gartensäule, alles Refraktoren mit genug Backfokus. Da ich keinen Bock habe, an jedes Teleskop einen Motor anzubauen, habe ich mir einen kurzbauenden Okularauszug für SCs besorgt. Dann objektivseitig eine 2" Steckhülse eingeschraubt, mit der ich diesen motorisierten Zusatzauszug in den normalen Okularstutzen stecke. Beim Refraktor geht das, der Elektroauszug ersetzt lichtwegmäßig gesehen ja den Zenithspiegel. Mit dem normalen Okularauszug erledige ich die Grobfokussierung, den Rest dann elektrisch.

UnMoFo_1.jpg


UnMoFo_2.jpg


Ich habe den normalen SkyWatcher Motorfokus angebaut, dessen Steuerbox dank prellender/aussetzender Primitivtaster durch eine auch USB-fähige Box von Ertl Electronik ersetzt wurde. Ich möchte den Komfort und die Erschütterungsfreiheit des Fokussierens nicht mehr missen!

Grüße, Gerd
 
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