Mars 18.3. - Eisinseln am Nordpol

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Canonist

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Hallo zusammen.

An sich hatte ich Beobachten gestern gar nicht auf dem Plan, das Wetter sah wahrlich nicht danach aus. Überraschend klarte es kurz vor Sonnenuntergang auf. Rundherum war noch Wolken zu sehen, aber ich bekam eine Stunde klaren Himmel an meinem Standort. Und der war bei milden 13 Grad mit einem für hier typischen Frühjahrs-Seeing gesegnet. Heißt, es war außerordentlich ruhige Luft. Schon am Monitor gab es Mengen an Details, sogar in der winzigen Nordpol-Eishaube waren Unterschiede auszumachen.
Anbei die Ergebnisse des kurzen, intensiven Beobachtungslaufes.
Angefangen habe ich mit den üblichen ca. f:39, davon habe ich auch mal versuchsweise ein 1,5x Drizzle gerechnet. Das rechte Bild ist dann experimentell bei Okularproketion und irgendwas bei f:65 entstanden. Völlig irre, aber nicht gänzlich sinnlos. Die größeren Abbildungen von Drizzle oder extremer Brennweite lassen sich einfach besser betrachten. Natürlich sind f:65 das, was man "leere Vergrößerung" nennt, also mehr Auflösung geht damit selbstverständlich nicht; aber, als Versuch aber nun mal auch nicht verboten.
Mit einem etwas weniger kurzbrennweitigen Okular aber wäre etwas mehr als die gewohnten f:39 durchaus sinnbringend noch drin.
Aufgeschlüsselt habe ich zudem noch die drei Farbkanäle. In allen sind die Unterschiede in der Polkappe deutlich manifestiert. Der hellste Fleck in der Mitte dürfte die Eiskappe direkt um den Pol sein. Die anderen Teile weiter außen liegende Eisbereiche oder - Inseln.
Im Süden gab es wieder ein paar Dunstwolken in den Gegenden von Electris und Eridania.
Zur Einordnung, wie der Blick dieser Bilder auf den Nordpol ist, habe ich noch ein ESA-Bild über die Eisverteilung der NPC nach einem Polwinter beigefügt.
TVBS
Rudolf
 

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